10. August 2013

336. Ergänzendes zu dieser Woche.

Da ich in dieser Woche kaum etwas gepostet habe, ergänzt dieser Post die vorhandenen und beschreibt das, was sonst noch die Woche los war.

Montag 5.August.2013 - Termin beim Psychiater.
Nachdem ich die Nacht über kaum geschlafen hatte, schleppte ich mich mit letzter Kraft zum Termin beim Psychiater. Haben über die letzten Wochen gesprochen, Krise erwähnt und ihn um eine neue Medikation gebeten & bekommen. Nehme also bereits seit Montag wieder Citalopram und mir gehts soweit recht gut. Schwer auszuhalten.

Dienstag 6.August.2013 (Vormittag) - Termin beim Psychiatrischen Dienst.
Vormittags durfte ich also meinen 14-tägigen Termin im SPD wahrnehmen. Als ich durch die Tür kam, stand sie schon da und einen Augenblick später kam schon ihr Hund ''Homer'' aus einem anderen Gang dazu.
Wir sprachen über das FSJ, die Beziehung zu Holger und meine Ziele, die ich für das HPG (welches nächste Woche stattfindet) brauche. Zum FSJ: Sie erklärte mir, meine Situation aus ihrer Sicht und findet soweit alles ok. Das FSJ würde aber nicht rein passen, denn Fakt ist, ich bin nicht stabil und jeder der mich kennt, weiß dass ich mich leicht überanspruche. Zu Holger: Ich erzählte ihr, dass Holger Urlaub gehabt und nun seit gestern (in dem Fall Montag) wieder da sei und ich mich darüber freue, da ich ihn schon arg vermisst hab. Sie fing dann davon an, dass ich in den Beziehungen zu Ulf und Holger sehr ambivalent sei. Was ja auch stimmt. Aber ich hab die Situation dann wie folgt erklärt: Ich mag Holger als Person, aber nicht seinen Job. Kaum hatte ich es ausgesprochen, fing sie an kurz zu lachen.

Dienstag 6.8.2013 (Nachmittag) - Besuch in der Heimat. 
Wie schon im Post von Dienstag beschrieben, war ich in Coppenbrügge. Eigentlich war mein Ziel, zu meinem Vater zu fahren, jedoch hatte ich vorher im Zug schon meiner Tante geschrieben und sie gefragt, ob sie Zeit hätte. Ich dachte ich würde es noch schaffen, aber leider fuhr kein Bus mehr. So entschied ich mich, vom Bahnhof aus durch den Ort zu gehen. So ging ich an meiner alten Grundschule vorbei und bemerkte, dass der Gang (welcher von der Bushaltestelle zur Schule führte) von den Bäumen befreit wurde. Mich machte dies schon irgendwie traurig, denn dieser Gang zauberte mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht.
So langsam ging ich dann in Richtung Burg, wo ich mich mit meiner Tante treffen sollte. Da sie aber noch nicht da war, ging ich in das Museum (welches sich in der Burg befindet).
Dort sah ein Buch mit dem Titel ''Die Geschichte der Emigranten der Salzburger.''
Beim durchblättern des Buches fiel mir ein Foto auf, denn auf dem Foto sah man mein altes Zuhause. Als ich näher hinschaute sah ich, dass man auf einigen Seiten lesen konnte, wie meine Vorfahren aus Bayern nach Coppenbrügge kamen und sich dort nieder ließen. Ich las, wie und wen meine Vorfahren heirateten und welche Kinder starben. Ganz am Schluss stand:

''Nach 250 (!!!) Jahren Familienbesitz verkaufte Frau Z. das Haus an R.v.R.''

Das Haus könnte immer noch uns gehören (und irgendwann auch mir) wenn meine Mutter es nicht verkauft hätte. 250 Jahre Familienbesitz einfach weggeschmissen.

Mittwoch 7.8.2013 - Treffen mit Holger.
Ich sah endlich Holger wieder. Nach ein paar Dingen die wir zusammen erledigen mussten, brachte er mich noch zur Ergotherapie. Er ist zwar nur mein Betreuer, aber ich hatte das Gefühlt, dass nicht er sondern mein Vater neben mir stehen würde. Holger ähnelt meinem Vater so sehr.
Jedenfalls..Auf dem Weg dorthin erzählt er mir noch, was er seiner Tochter zu ihrem Geburtstag schenken würde. War irgendwie süß, welche Gedanken er sich drum macht.

Donnerstag 8.8.2013 - 4. Tattoo, Maschseefest und Wohngruppe. 
Wie ihr schon gesehen habt, habe ich mir gestern mein 4. Tattoo stechen lassen. Ich bin stolz, dass ich endlich (aber früher als geplant) die Eigentümerin dieses wunderschönen Tattoo's bin. Jedenfalls hat die ganze Prozedur knapp 70 Minuten gedauert (die Pause ist schon abgezogen) und immer wieder musste Martin (der Tätowierer) aufhören, da die Farbe meine Narben einfach nicht überdecken wollte. Irgendwann nahmen sie die Farbe doch noch an und ich musste mir noch anhören, dass ich damit bloß aufhören soll.

Nachdem ich kurz in meiner Wohnung war, schrieb mir Alina und wir trafen uns in der Stadt. Ich zeigte ihr mein Tattoo und beschlossen dann noch gemeinsam aufs Maschseefest zu gehen. Dort angekommen merkten wir schnell, dass es doch nichts für uns ist und so tranken wir noch ein Longdrink und gingen dann wieder. Während der ganzen Zeit, ist mir immer wieder bewusst geworden, dass wir uns wirklich kaum etwas zu sagen haben. Schade eigentlich, denn ich mag dieses Mädchen als Freundin und Person.

Auf dem Weg nach Hause machte ich noch einen Umweg über die Wohngruppe. Dort angekommen, wurde ich erst einmal angemeckert, dass ich 1 1/2 Stunden zu spät sei -.-. Ich blieb zwar nur eine halbe Stunde, aber ich merkte, wie ich immer nervöser und ängstlicher wurde. (Warum macht mich diese Wohngruppe immer noch so fertig ?)

Freitag 9.8.2013 - FA.
Den ganzen Tag über nur gefressen. Ich hasse mich so sehr!! Morgen früh gehe ich erst einmal ins Fintnessstudio und danach noch in die Apotheke. Ich brauche neue, stärkere und vorallem viele Tabletten. Ohne gehts einfach nicht und ganz ehrlich ? Ich SCHEIßE auf das Ziel in meinem HPG, dass ich einen Plan entwickeln soll, dass ich keine Tabletten mehr nehme.
Mein Körper muss für das, was er tut bestraft werden!!!

Sorry, für den langen Text. Ich sollte mir vielleicht angewöhnen jeden Tag wenigstens einbisschen zu schreiben.
Gute Nacht und haut rein :)

6. August 2013

334. Maske bröckelte und fiel.

In Coppenbrügge gewesen - geborgen und heimisch gefühlt.
Beim Zumba gewesen - dumm gefühlt, aber es hat Spass gemacht.
Bei ihr Zuhause gewesen - aufgehoben gefühlt.
Fahrt zum Bahnhof - lächerlich,eklig und beschissen gefühlt. Maske bröckelte langsam.
Im Zug - Druck,Suizidgedanken,Selbsthass - ich möchte Tabletten nehmen!!!
Holger angerufen - 2 Minuten telefoniert, er ist müde und will schlafen gehen.

Nachher in meiner Wohnung - hoffentlich kommt mehr Blut als sonst.

4. August 2013

333. Ich darf nicht existieren!!

Tabletten intus, aber wie viel waren es jetzt genau ? 15 oder 20? Ich weiß es schon gar nicht mehr. Aber fakt ist, ich spüre rein gar nichts. Hass, Selbsthass!

Will schneiden oder wenigstens kotzen. Hauptsache ich schade mir irgendwie.

332. Denn er fühlt alles, was wir fühlen.

''Ich weiß von mir selbst, wie ich aussehe, mich verständige und handle.
Ich weiß von mir selbst auch, wie ich heiße und wie meine Vergangenheit abgelaufen ist. 
Ich mag keinen Sommer und keinen Frühling.
Ich liebe den Herbst und kann mich auch mit dem Winter anfreunden.
Im Kontakt mit Menschen bin ich zunächst eher schüchtern, aber nach einer Zeit kann ich aufblühen.
Ich weiß von mir selbst auch, dass ich schnell eifersüchtig werde, wenn Menschen die ich gerne habe neue Menschen kennen lernen.
Mir selbst fällt es nicht leicht zu sagen wie es mir geht oder wenn mir etwas nicht passt.
Und mir fällt es leicht, neue Dinge zu erlernen.''

Diesen Text habe ich gerade beim durchsuchen meines alten Schulordners gefunden. Am 2. Schultag mussten wir in Religion aufschreiben, wie wir uns selbst sehen und nun ja.. das ist dabei herausgekommen. Mir ist aufgefallen, dass ich nach diesem knappen Jahr, mich in vielen Teilen immer noch wiedererkenne. Nur der letzte Satz stimmt nicht mehr. Mir fällt es inzwischen schwer, neue Dinge zu erlernen. 

Da das Wochenende größtenteils nur aus schlafen bestand, wollte ich noch kurz etwas über Freitag schreiben.

Am Freitag bin ich Nachmittags zu Besuch bei Sarina gewesen. Sarina und ich kennen uns inzwischen seit gut 6 Jahren und sie ist seitdem (so nenne ich wirklich kaum jemanden) eine meiner besten Freundinnen. Jedenfalls bin ich bis Abends dort geblieben. Wir haben einen Film geguckt und viel geredet. Bis eine Nachbarin kam und sagte, dass die Frau (die unter Sarina und ihrem Mann wohnt) schon länger nicht mehr gesehen wurde. Sie riefen dann die Polizei und ich sah zum ersten Mal in meinem Leben, wie Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen kamen und die Tür der Frau aufbrachen. Die Frau war nicht da und so verschwanden alle Einsatzkräfte.

Ich hatte mir nie einen Kopf gemacht, was passieren würde, wenn ich tot in meiner Wohnung liegen würde. Jetzt habe ich es gesehen und mich hat es mitgenommen. 



1. August 2013

331. Dies ist kein Abschied, denn ich war nie willkommen.

Ich war immer davon überzeugt, dass ich nie wieder Kontakt zu ihnen haben werde. Doch meine Hoffnung wurde zerstört. Seit gestern hat die Hölle wieder ihre Türen geöffnet und somit bin ich wieder in meiner Familie willkommen.

31. Juli 2013

330. Ruhe.

Verzweifelt und erschöpft.

Möcht meine Ruhe haben und bekomme sie nicht.
Wieso kann ich nicht einfach einsam und alleine sterben?!

- Essen: ca. 1100kcal gegessen (zu viel!!!)
- Tagesziele nicht erreicht
- SvV: Tag 2
-Stimmung: mittelmäßig bis schlecht.

29. Juli 2013

329. Man siehts sogar schon.

Da bekomme ich doch heute wirklich diesen Satz zu hören:
''Entschuldige bitte, aber ich muss das jetzt wirklich einmal sagen. Du siehst total niedergeschlagen aus. Hast du mal daran gedacht, dich wieder stationär aufnehmen zu lassen?'' 
Ich dachte echt, ich höre nicht richtig. (Man sieht mir die Depression also schon an!) Aber sie hat schon Recht mit dieser Äußerung. Ich muss in die Klinik, aber das einzige was mich daran hält... na ja.. ist der Gedanke, dass ich diesen Aufenthalt nicht in der KJP, sondern in der normalen Psychiatrie verbringen müsste. Mir wäre es sogar schon Recht, wenn ich nur noch dieses eine Mal auf die Bult kommen könnte. Der letzte Aufenthalt von vor vier Jahren ist zwar sehr negativ in meinem Gedächtnis hängen geblieben, aber ich wäre auf einer Station wo ich die Menschen kenne.
Ich habe solch eine Angst vor den nächsten vier Wochen.

Die ganze Zeit bin ich nun schon am überlegen, ob ich nicht Christian oder Nico anrufen soll. Die beiden sind Kollegen von Ulf und haben sich bereit erklärt, mich zu betreuen wenn irgendetwas in dieser Woche ist. Aber ich bin irgendwie zu stolz, um dieses Angebot anzunehmen. Kann ich denn nicht wenigstens eine Woche ohne Betreuer auskommen ???

Ich möcht' nicht mehr!

328. Rückfall der 3728282855839 !!

Geschnitten - mit der Hoffnung, dass der Druck nachlässt und gute Gefühle kommen. Aber bis jetzt ist rein gar nichts passiert, obwohl das Blut immer noch fließt.
Mit der Hoffnung, dass diese Gedanken aufhören habe ich jetzt Truxal genommen. Ich hoffe, ich wache nie wieder auf.

28. Juli 2013

327. Krankes Hirn, ein Traum und eine Welt voller Qualen,

In meinem Hirn wird wieder einmal irgendetwas krankes geschaffen. Also eigentlich wie immer, aber dieses Mal will es einfach nicht verschwinden. Ich träume von dem, was andere haben. Mein Hirn sehnt sich nach Wunden, die endlich einmal genäht werden müssen. Wenigstens einmal in meinem beschissenen Leben.

Vor ein paar Minuten ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mich inzwischen eigentlich isoliere.
Aus meiner Wohnung gehe ich nur dann, wenn ich ein Termin habe oder wenn ich mich mal mit einem anderen Menschen treffe. Dieser muss mir jedoch schon sehr viel bedeuten. Selbst bei Facebook habe ich mich erst einmal deaktiviert. Für mich ist die Welt dort draußen einfach nur noch eine Qual. Und das einzige was ich möchte ist Ruhe.

26. Juli 2013

326. Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

Es scheint mir so, als würde es nie wieder besser werden. Seit Samstag geht es immer weiter bergab. Nicht nur in meiner Stimmung, sondern auch im Umgang mit den Menschen in meiner Umgebung. Jeden Abend bzw. jede Nacht liege ich weinend auf dem Fußboden, will schneiden und einfach nur sterben. Erst wenn mein Körper gar nicht mehr kann schlafe ich ein.

Vor ein paar Tagen war ich auf einer Geburtstagsfeier und mir ging es den ganzen Abend relativ gut. Spätabends wollten wir dann noch feiern gehen, aber sind dann doch wieder gefahren und dann passierte es. Meine Stimmung war wie so oft im anderen Moment schlecht. Alina hatte das gesehen und fragte mich die ganze Zeit, was denn los sei. Aber ich konnte ihr einfach nicht sagen, dass es mir wieder so schlecht geht.




Vor gut vier Wochen saß ich in einem Büro des Psychiatrischen Dienstes und erklärte der Frau dort, dass ich mich kommende Woche umbringen würde. Am gleichen Tag, sollte mich Holger in die Klinik nach Langenhagen bringen. Im ersten Moment war ich noch einverstanden damit, aber als ich dann wieder unten an der Bahnhaltestelle war, wurde mir bewusst, dass ich es nicht machen kann. Ich konnte einfach nicht wieder in die Klinik. Und ich kam nicht in die Klinik.
Was ich damit sagen will:
trotz des Planes habe ich die ''kommende Woche'' nichts gemacht. Mir ging es dann auch auf einmal wieder besser. Aber jetzt, jetzt kommen die ganzen Flashbacks wieder. Sie lösen die gleichen Gefühle, wie vor 4 Jahren bei mir aus. Die Lage ist gleich. Ich wohnte damals 'sozusagen' alleine und war schwer depressiv. Die Schule besuchte ich unregelmäßig und ich war alleine.
Habe mich isoliert und schlief tagsüber und machte die Nacht zum Tag. 
Inzwischen wird mir auch bewusst, warum ich mich vor 3 Wochen nicht umgebrachte habe. Die Zeit war noch nicht gekommen. Egal zu welcher Zeit, konnte ich immer sagen, dass ich niemals im Frühling, Sommer oder Winter sterben möchte. Der Herbst hat es mir angetan und da dieser wieder einmal vor der Tür steht, wird die Zeit immer weniger und ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll. Denn wie ich schon in meinem letzten Post geschrieben habe:

     Ich möchte nicht leben, aber auch nicht tot sein. Das einzige was ich möchte ist sterben.

Jeder der schon einmal einen Suizidversuch mit Tabletten unternommen hat, kennt dieses Gefühl. Dieses Gefühl, wenn du alle Tabletten in deinem Körper hast und so langsam die Wirkung spürst. Du merkst, wie du müde wirst und schlafen möchtest. Und wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, weißt du, dass es sein kann, dass du nachher nicht mehr aufwachen wirst.
Und das ist es. 

Nächste Woche werde ich ohne jeglichen Bezugsbetreuer sein, denn Holger ist bereits seit Montag im Urlaub und Ulf ist morgen noch da und ab Samstag dann ebenfalls im Urlaub. Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll. 



Inmitten von 'Alles wird gut.' und 'Ich hab den Mut.' steht ein 'Bitte komm zurück!' in der Farbe von Blut.



25. Juli 2013

325. Wie so oft in den letzten Tagen.

Und schon wieder liege ich am Boden und bin wieder derart verzweifelt, dass ich aufgeben möchte.

Ich will nicht leben und nicht tot sein. Ich möchte nur sterben.
Das Gefühl, was ich so sehr vermisse.

21. Juli 2013

324.

Wie fertig man wirklich in seinem Inneren ist, merkt man erst dann, wenn man sich betrinkt, sich verletzt und heulend am Fenster steht und springen will.

19. Juli 2013

323. Zurück in die Vergangenheit

In der Heimat gewesen und Papa besucht. 







322. Das Leben kotzt täglich an.

Betreuer anrufen. Fragen ob er Zeit hat. Hinfahren. Sagen wie es einem geht. Lebensvertrag unterschreiben. Sagen, dass man sich vielleicht nach dem Wochenende nicht mehr sieht. Gehen. Innerlich denken, wie schön die Zeit doch mit ihm war.



18. Juli 2013

321. Never to forget.

Verzweifelt. Angst. Nachdenken. Abschiede nehmen. Überdosis. Suizidversuch. Sterben. Tot. 2013 

17. Juli 2013

320. Wahrscheinlich war es einfach nur ein Traum.

... und ich fühle mich genauso wie damals. Als wäre nichts passiert und ich immer noch 30 Kilo mehr wiegen würde.
März 2012                                           Juni 2013

16. Juli 2013

319. Weil ich weiß, dass ich ohne dich nicht mehr kann.

Mir ist bewusst, dass ich mit meinen Äußerungen und Handlungen Menschen verletzen werde, sie traurig machen werde. Aber ich habe mich dafür entschieden. Nicht heute, nicht morgen, nicht diese Woche aber bald. Dann wenn keiner es erwarten wird, dann werden wir wieder zusammen sein.


15. Juli 2013

318. "I need your love, I need your time..."

Die Wahrheit würde alle verstören - das was in meinem Kopf vorgeht, würde keiner verstehen.
Ich bin verzweifelt, sehr verzweifelt. Schwanke von beiden Seiten hin und her.
Leben oder sterben ? Die Menschen verlassen oder die Zeit, die man für mein Leben bestimmt hat, versuchen zu genießen und zu leben ?
Ich will mich entscheiden, aber kann es nicht. Ich kann nicht ohne die Menschen leben, die bereits gestorben sind.
Diese Menschen gaben mir ein Gefühl, das Gefühl, was ich immer brauchte und immer brauchen werde. Sie gaben mir Liebe, Geborgenheit und Zuversicht.

Ich vermisse meinen Vater. Möchte bei ihm sein, seine Nähe spüren.

12. Juli 2013

317. Kaputt, gemischte Gefühle und kein Lächeln mehr - bin zurück aus Holland.

Habe harte und teils-glückliche Tage mit meiner lieben Alina hinter mir.
So wie unser Urlaub geplant war, verlief es nicht. Unten dazu mehr.








Ursprünglich hatten wir geplant, durch insgesamt 4 Länder zu reisen und das in drei Tagen. Nach einigem Hin und Her, sahen wir dann ein, dass es nicht klappen würde und so beschlossen wir, dass wir erst einmal nach Amsterdam fahren (dort den Nachmittag vebringen) und dann weiter nach Den Haag fahren, dort einen Tag verbringen und für ein paar Stunden dann nach Belgien runterfahren. Belgien haben wir dann gecancelt. 
Ich fands sehr schade, da ich mich auf Belgien gefreut hatte, aber ich konnte auch einfach nicht mehr. Ich hatte die ganzen Tage eine schlechte Stimmung, wollte schneiden, dachte an einen Suizid dort und bekam dank den Erinnerungen (hervorgerufen durch den Strand in Scheveningen) unerträgliche Flashbacks. 
Jedenfalls sind wir dann bereits am Mittwochnachmittag zurück nach Amsterdam gefahren und waren schon auf dem Weg zur Grenze als es eine Störung gab. Wir sind dann wieder zurück nach Amsterdam, haben einen anderen Zug genommen der uns bis zur Grenze fuhr und so kam es, dass wir dadurch die ganzen Anschlusszüge verpassten. Also sind wir mit den Zügen gefahren, die noch fuhren um wenigstens in die Nähe von Hannover zu kommen. Hannover erreichten wir dann heute Morgen nach knapp 14 Stunden Fahrt.
So viel zu Holland.

Heute Morgen fand ich auch noch einen Brief von dem Träger des FSJ's im Briefkasten. Ich habe meinen Vertrag bekommen und kann jetzt offiziell sagen, dass ich ab September im Altenheim arbeiten werde.
Aber um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wirklich was ich dazu sagen soll. Freuen tue ich mich nicht wirklich (und die wird wahrscheinlich auch nie hochkommen), da ich es notgedrungen machen muss und immer noch die ganze Sache mit der Schule im Hinterkopf habe. Aber da die Sache vom Tisch ist, bleibt mir auch nichts anderes mehr übrig, als die ganze FSJ - Sache hinter mich zu bringen. Am 31.8.2014 ist es dann auch vorbei und ich alleine weiß, ob ich diesen Tag, Monat oder dieses Jahr überhaupt noch hier sein werde...

8. Juli 2013

316. Holland!

...ich verabschiede mich heute schon einmal von euch, denn morgen früh geht es in die wunderschöne Niederlande! <3 Ich hoffe, dass ich dort den Kopf frei bekomme und über alles nachdenken kann.

Ich wünsche euch ein paar schöne Tage und bis Freitag!

6. Juli 2013

315. Ein Hin und Her.

Es ist ein ständiges Hin und Her. Stehe zwischen mehreren Stühlen und weiß nicht mehr, wohin mit mir. 
Es ist viel passiert, seitdem ich das letzte Mal gepostet hab. Und ja.. eigentlich wollte ich diesen Blog nie wieder benutzen. Aber mir ist eins klar geworden. Er ist und bleibt ein Stück meiner Vergangenheit. Ein Stück, was ich einfach nicht aufgeben möchte.

In der letzten Zeit ist viel passiert. 
Mir ging es in den letzten Wochen sehr schlecht. Ich hatte einen Zusammenbruch in der Fahrstunde, der dazu geführt hat, dass ich ganz den Boden unter meinen Füßen verloren hab.
So kam es, dass die ganzen Gedanken in meinem Kopf mir zu viel worden. Die Suizidgedanken wurden immer stärker und so plante ich meinen Tod bis ins kleinste Detail. 
Ich behielt die Gedanken eine knappe Woche für mich, bis mir klar wurde, dass ich das Chaos jemanden mitteilen muss. In einem Gespräch mit Holger und dem psychiatrischen Dienst, offenbarte ich alles. 
Der ganze Plan, mich umzubringen lag offen da. Ich wusste, dass irgendetwas passieren wird und so kam es dann auch. Holger wollte mich in die Klinik bringen. Wir diskutierten stundenlang und kamen zu dem Entschluss, dass er alles Ulf übergeben wird und nun zur Freizeit fährt.
Einen Tag später traf ich mich mit Ulf und es passierte nichts. 

Jetzt, gut eine Woche später ist meine Maske wieder perfekt. Mir gehts nach außen hin gut, aber innerlich bin ich am brodeln. Die Suizidgedanken sind ein wenig schwächer, aber dennoch präsent. Es dauert nicht mehr lange. 

19. Juni 2013

314.

Der Blog ist nun endgültig gestorben. Der Neuanfang ist da und somit ist mein neuer Blog online.

Adresse gibts auf Anfrage (!) über meinen Facebook - Account oder ihr setzt einen Kommentar unter diesen Post.

313. Ich wünsche mir mein altes Leben zurück.

Stimmung: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Positiv kann man den Tag jetzt nicht beschreiben - ich wünsche mir mein altes Leben zurück. 
Wie jeden Abend macht sich der Druck breit. Möchte tief schneiden, meine Haut zerstören. Bin der Meinung, dass sie sich genug ausgeruht hat. Sie soll bluten.. Jetzt!

Ich dachte, ich könnte mit ihm reden. Er war immer der, der mich in der Wohngruppe am meisten verstanden hat. Und was ist ? Nichts. Bin alleine. Es versteht keiner meine Gedanken. Die, die mich aus meiner Gefühlswelt herausholen können sind weg. Weit weg.

17. Juni 2013

312. Zurück auf Anfang.

Befindlichkeit: 4
Suizidalität: 3,5
Tagesziele: nicht erreicht.

Da öffne ich mich einmal und bekomme dann nur solche Kommentare. Macht doch was ihr wollt. Es ist einfach nur schade, dass man immer verurteilt wird.


16. Juni 2013

311. Same shit!

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 4
Tagesziele: wie immer nicht erreicht.

Tja.. was gibts zu erzählen ? Relativ wenig.
Der Termin beim Psychiater war jetzt nicht so der Hit, aber was solls..Hab ihm von dem Medikamtenmissbrauch erzählt. Er meinte nur dazu, dass es ja auch zum selbstverletzenden Verhalten gehört. Weiß ich ganz genau und ich habe noch nicht einmal studiert! Jedenfalls habe ich dann noch eine Verordnung für weitere Ergotherapiestunden bekommen und dazu noch ein Rezept für Truxal. 100 Tabletten liegen auf meinem Tisch und die Folgen bei einer Überdosis hören sich himmlisch an...Ich muss die Dinger dringend loswerden!!

Morgen steht der nächste Termin beim psychiatrischen Dienst an. Wird bestimmt wieder lustig in der Vergangenheit rumzustochern.. ach ja..

13. Juni 2013

310. Wie ist es, sein Leben auf einem Stück Papier zu beenden?

Stimmung: 5
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: nicht erreich

Ich konnte in seinen Augen so viel Leid sehen und erkennen das er selbst mit den Tränen kämpft. So bemerkte ich auch, dass wir wahrscheinlich gerade die selben Gefühle in uns hatten. Wir beide waren traurig und redeten auch darüber.
Ich versuchte ihn zu trösten, ihm Halt zu geben. Ihm das zu geben, was ich die ganze Zeit von ihm bekam.
Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht wirklich. Dieses Treffen hat mir jedoch gezeigt, dass er auch nur ein Mensch ist und nicht immer nur stark sein kann.. Selbst ein Betreuer lässt Tränen zu.

Inzwischen zieht mich alles runter. In den Medien wird von Menschen berichtet die einen Suizidversuch unternommen haben. Der bekannteste Versuch mag wohl in diesen Tag der von Paris Jackson sein.
Dabei kommen immer wieder die gleichen Fragen hoch.

Wie schreibt man einen Abschiedsbrief, der voller Emotionen geladen ist? 
Wie ist es, sein Leben auf einem Stück Papier zu beenden?
Wie, frage ich euch, wie soll man etwas erklären, das für andere feige, sinnlos und als Sünde angesehen wird?
Wie soll man den Schmerz, der tief in der Seele fest sitzt und so sehr schmerzt, beschreiben? 
Wie soll man erklären, was der Unterschied zwischen den inneren Kampf zwischen nicht mehr leben und 'es noch einmal versuchen' erklären?
Wie, dass abwiegen, zwischen der endlosen, eigenen Sehnsucht nach nicht mehr leben wollen und der Bitte, der Anderen weiter am Leben bleiben zu sollen, in Wort fassen?
Wie die eigene, sinnlosvorkommende Existenz, die man hasst und die schwerer auf der Seele liegt, als die Nichtahnung vor dem Tod, zu erklären?
Wie soll man es erklären, dass man lieber tot wäre, als weiter zu existieren und den täglichen Schmerz zu ertragen?


Morgen habe ich wieder einmal einen Termin bei meinem Psychiater. Ich weiß gerade gar nicht, wie ich darüber denken soll. Der letzte Termin lief schon nicht optimal, wie soll dann der bloß morgen werden ?


 

309. Zurück aus London.

Stimmung: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Neuer Blog ist online. In den nächsten Tagen werde ich ihn langsam fertig machen, sodass dieser Blog geschlossen werden kann. Der neue Blog soll dann die letzte Möglichkeit sein, wenn er wieder so verkommt, werde ich ganz aufhören zu bloggen.
Wer den Link haben möchte, kann mir bei facebook schreiben oder hier einen Kommentar drunter setzen. 

Meine Stimmung an sich ist gerade schlecht. Ich bin heute Mittag wieder in Hannover angekommen  und kann sagen, dass London nichts für mich ist.
Ich bin eigentlich nur hin geflogen um dann sagen zu können: ''Ja, ich habe diese Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten gesehen.''

Als ich vormittags dann endlich an kam, war meine Stimmung einigermaßen gut. Mit jeder Stunde die verging, sank meine Stimmung immer weiter nach unten, sodass ich abends genervt war und schlimmen Druck und heftige Suizidgedanken hatte.

Und der Auslöser war einfach nur, dass immer wieder Krankenwagen und Polizeiautos durch die Straßen gefahren sind und dabei die Sirene anhatten.
Wahrscheinlich muss ich das mal erklären:
Immer wenn ich die Sirenen und Martinshörner höre, zucke ich zusammen. Ich verbinde mit diesen Geräuschen viele negative Erinnerungen. In London wurden die Erinnerungen verstärkt. Ich vermute, dass es an der anderen Atmosphäre gelegen hat, in der die Geräusche ertönten..

Einige Bilder:


an der Themse

am Hyde Park

Hanover street





10. Juni 2013

308. Welcome Great Britain

Wahrscheinlich ist es einfach nur die Hoffnung, welche mich dazu bewegt einfach mal aus diesem Alltagstrott heraus zu kommen und zu verschwinden. In diesem Sinne verabschiede ich mich mit diesem Post für 1 1/2 Tage. Morgen früh um 5 Uhr gehts nach Bremen zum Flughafen und in Richtung England.

Freue kann ich mich jedoch nicht wirklich. Der Grund ist meine ''Familie''...

9. Juni 2013

307. Das wars dann wohl.

Option war:
Überdosis oder Schneiden.
Hab mich entschieden. 56 Tage waren umsonst. Irgendwie...

7. Juni 2013

306. Flashbacks, angespanntes Verhältnis und Albträume.

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5,5
Tagesziele: nicht erreicht

So langsam verschwindet die Panik gegenüber diesem Krankenhaus. Die letzten 4 Jahre bin ich immer mit einem sehr unguten Gefühl in dieses Gebäude hineingegangen. Immerhin habe ich jedes Mal Flashbacks bekommen. Und immer wieder hatte ich die Angst, dass ich einen der Ärzte wiedertreffe. Die Chance ist immer noch sehr hoch. Die Ärzte von der Intensivstation sehe ich immer noch vor Augen und die ganzen Betreuer und Therapeuten von der Notaufnahme sind wahrscheinlich immer noch nicht gut auf mich zu sprechen. Die Zeit wo man versucht hat mich einzuweisen jährt sich. Vor einem Jahr hat es angefangen, wo die Betreuer nicht mehr wussten wie es weitergeht und mich jedes Mal in die Notaufnahme brachten. Es ging doch auch schon so weit, dass sie die Polizei riefen und mich mittels deren Hilfe hinfuhren...

Ich glaube, ich werde niemals darüber hinweg kommen. Aber dadurch, dass immer mehr Freunde in dieses Krankenhaus kommen und ich sie besuchen möchte, gewöhne ich mich an diese Situation. Leider.

Ich könnte gerade so anfangen zu heulen. Es will nichts mehr klappen. Rein gar nichts..
Aufzählen wäre wahrscheinlich überflüssig...

Aber was wahrscheinlich einer der größten Punkte ist:
Zu allem Überfluss ist mein Verhältnis zu ihm noch sehr angespannt. Zu angespannt. Ich habe jedes Mal Angst, dass ich irgendetwas falsches sagen und ihn dadurch verletzen könnte. Das Gefühl, dass es so ist, ist einfach nur schrecklich..
Es nimmt mich aber so mit, dass ich schon Albträume dadurch bekomme. In jedem einzelnen Traum kommt er  und manchmal sogar noch der ein oder andere von seinen Kollegen vor. Das schlimme ist auch noch, dass es sich so real anfühlt...

Ich frage mich die ganze Zeit, wie lange ich wohl nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie bleiben müsste. Bestimmt nicht länger als 6 Wochen.. Suizidgedanken sind wieder einmal stärker geworden..


6. Juni 2013

305. Sommer 2012

Es lag dort und ich musste es einfach nehmen. Hab's aufgeschlagen und angefangen zu lesen...

In diesem Buch sind die 2 Monate voller Schmerz und Verzweiflung beschrieben. 
Man kann lesen, wie ich immer mehr die Hoffnung verloren habe. Kurz gesagt, es ist der Sommer 2012. Der Sommer, der mein Leben unerträglich gemacht hat. 

Das Buch ist nicht nur ein gewöhnliches Tagebuch gewesen. Es war mein Suizidbuch. Hört sich krank an, aber in diesem Buch waren alle Vorbereitungen für meinen Tod aufgeschrieben. Von Abschiedsbriefen bis zur Gästeliste ist alles vertreten. 

Vielleicht war es ein Fehler. Vielleicht hätte ich es nicht lesen sollen. Mir gehts schlechter denn je. Will sterben. Jetzt und hier. 

5. Juni 2013

304. Endlosschleife.

Jeder Tag ähnelt den anderen.
Es fühlt sich so an, als würde ich mich in einer Endlosschleife befinden. Alles erblasst in Dunkelheit und dass, obwohl es mir gut gehen müsste.

Müsste..

Die Fahrstunde lief heute eigentlich  gut. Mein Fahrlehrer meinte, dass ich so eine positive Energie ausstrahle. Irgendwie voll lieb gemeint :')

Und dann das.. ich komme nach Hause und fange wieder einmal an zu essen. Es ist einfach nicht mehr normal. Mir wurde schlecht und ich wollte einfach nur kotzen. Geschafft hab ich es leider nicht.

Deswegen bin ich gerade auf dem Weg ins Fitnessstudio. Muss diese ganzen Kalorien loswerden, auch wenn es heißt, dass ich 2 Stunden trainieren muss.

Ich hasse mich so sehr...

303. Eine Mischung, täglicher Mist und mal wieder das Thema WG.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: wie immer nicht erreicht.

Schon lange hatte ich dieses Gefühl nicht mehr. Vielleicht nur den Anfang davon, aber so wie es jetzt ist, wurde es mit lange erspart. Zum Glück.
Es ist eine Mischung aus Angst, Verzweiflung, Hass, Leere, Selbsthass und Ekel. Sehr viel Ekel ist in mir.

Jeder Tag verläuft gleich:
Irgendwann um 11 Uhr aufstehen; versuchen nicht die Krise zu kriegen, irgendwelche Termine wahrnehmen, FA's bekommen und irgendwann um 3 Uhr morgens ins Bett gehen und schlafen. 

Und dabei schaffe ich es noch nicht einmal meine Wohnung aufzuräumen. Hier schaut's aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Interessieren tut's mich irgendwie, aber ändern kann ich es auch nicht.

Ich hab mich heute mit Aileen in der Stadt getroffen. Wir haben uns über die WG unterhalten. Dabei ist wieder einmal so viel Hass hochgekommen. Ich hasse es, wie mit den Jugendlichen umgegangen wird , wie mit mir umgegangen wurde. 
Später ist Holger noch dazu gekommen. Eigentlich war es meine Zeit die ich mit ihm hatte, aber ich konnte einfach nicht ihm alleine sein. Deswegen hatte ich auch Aileen gebeten, dabei zu bleiben. 
So geschah es, dass ich mich nicht wirklich ins Gespräch eingebracht habe. Ich habe die beiden reden lassen.

Irgendwie muss das alles besser werden. Aber anscheinend muss ich immer auf jemanden enttäuscht und sauer sein. Ich war solange auf Ulf sauer, bis ich gesehen hab, wie sehr ich ihn damit verletze. Jetzt wo ich nicht mehr auf ihn sauer bin, bin es jedoch im Bezug auf Holger. 
Verkehrte Welt - schreckliche Welt!!

Morgen hab ich mal wieder eine Fahrstunde. Ich hab Angst meinen Fahrlehrer wieder zu sehen. Wie wird er auf die letzte Fahrstunde reagieren ?
Dann steht mal wieder Ergotherapie auf dem Plan und mal schauen, wie das jetzt mit Alina weitergeht.
Eigentlich wollten wir morgen gemeinsam ins Tattoostudio, aber sie meldet sich mal wieder nicht.
Immer die gleiche scheiße! Und dann muss ich ja noch im Krankenhaus anrufen. Muss ja irgendwie mal hospitieren gehen. 

4. Juni 2013

302. Zu gesund.

Und natürlich habe ich es ihr nicht gesagt. Hab das Thema Klinik gar nicht angesprochen. Noch nicht einmal mit einem Wort.
Denke wohl, dass ich noch zu gesund dafür bin.
Mit dem Verhalten und den Gedanken ist doch noch alles ok, oder ? Klinik ist also noch nicht drin..

Werde wohl warten, bis ich gar nicht mehr kann.

3. Juni 2013

301. Die guten Klingen,..

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: NICHT ERREICHT

Ich kann nicht wirklich sagen, dass es mir gut geht. So viele Gedanken sind immer noch in meinem Kopf. Alles ist so wirr, klare Gedanken existieren nicht mehr.
Traurigkeit steigt in mir hoch. Neben mir liegen Rasierklingen. Es sind sogar die, wo die Wunden noch schön tief werden..

Morgen muss ich meine Entscheidung kundgeben. Klinik ? Ja oder nein ?
Und wenn in welche Klinik ? Wunstorf, Langenhagen oder doch eine, die extra auf Borderline spezialisiert ist??

1. Juni 2013

300. Und hoffentlich tut er nachher dass, was ich nicht schaffe.

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5,5
Tagesziele: nicht erreicht.

Fühle mich schrecklich.. Einsam, ungeliebt, verzweifelt.
Möchte alles kaputt schneiden, denn es würde doch sowieso keinen interessieren.
Möchte sterben - die Welt alleine lassen. Sie soll ohne mich weiterleben!

Überall Hass.
Überall Schmerz.
Überall Verzweiflung.

Überall sind Menschen, die sterben wollen und es nicht dürfen. Und zu diesen Menschen gehöre ich. 

Muss los, soll feiern gehen. Hoffentlich tut der Alkohol nachher das, was ich nicht hinbekomme..
Macht's gut.. Bis irgendwann einmal! 

30. Mai 2013

299. Überdosis, Tränen, Massen an Essen und ein Hospitationstermin.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: keine

Ich fühle mich einfach nur schrecklich. Ich hab Druck, will mich verletzen und wieder eine Überdosis nehmen. Wie gestern.
Hab letzte Nacht 20 Tabletten genommen,  die ich schließlich 6 Stunden in meinem Körper behielt, bis ich sie erbrach. Die Folge des ganzen war, dass ich den ganzen Tag über Krämpfe hatte. 

Vorhin hatte ich dann ein Gespräch mit Holger und Ulf. Dank der Stimmung und der Schmerzen kamen mir am Anfang die Tränen. Beide bemerkten dies und fragten natürlich nach und wollten wissen was denn los ist. Ich blieb stumm und so führten wir das Gespräch fort. 
Nachdem Holger weg war, fragte ich Ulf ob wir spazieren gehen können.

Ich wollte ihm erklären, was los ist und erzählte ihm die Sache mit den Tabletten. Das der Druck mich dazu zwang. Es ist kein normaler Druck in dem Sinne. Oder vielleicht doch ? Ach ich weiß es nicht...
Ich erzählte ihm, dass der Druck zum Teil von dem Essen kommt. Und ich einfach eine Problematik entwickelt habe. Er erzählte mir, dass ihm das schon sehr aufgefallen ist. Immerhin habe ich mich immer schwer getan mit ihm zu kochen bzw. zu Backen. 

Zusammen thematisierten wir noch einmal das Thema Klinik. Nächste Woche Dienstag habe ich einen Termin bei dem psychiatrischen Dienst. Dort soll ich eine Entscheidung treffen. Wenn ich ja sage, dann befinde ich mich Ende nächster Woche in der erwachsenen Psychiatrie. Aber ich habe das Versprechen, dass Ulf mich begleiten wird. 

Ich habe das Gefühl, dass ich Massen an Essen in mir habe. Es sind auch Massen an Essen:
                                                         *Kartoffelbrei 188kcal*
                                                        *2 Früchteriegel 146kcal*
                                                            *Salat ca. 100kcal*
                                                            *3 Waffeln 303kcal*
Ich will alles los werden!! 

Morgen habe ich mein Hospitationstermin in der Wohngruppe. Mal schauen wie es wird. 


29. Mai 2013

298. Nächtliche Einbrüche.

Mir gehts schrecklich. Von Suizidgedanken, über starkem Selbsthass bis zum überdimensionierten Druck. Ich will einfach nur schneiden und Kotzen. Bin 45 Tage ohne eine einzige neue Wunde. Will nicht mehr.. Vermisse das Blut und die klaffenden Wunden! 

28. Mai 2013

297. Keine Klinik, FSJ mit Behinderten und ein gestörtes Essverhalten.

Stimmung: 4
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: teilweise erreicht.

Es ist einiges in den letzten Tagen passiert...

Gestern hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater und er lief mal so gar nicht gut. Also für mich. 
Ich bin mit Gedanken zu dem Termin gegangen, dass ich zeitnah mich stationär aufnehmen lasse.
Wie immer wurde mein Wunsch ignoriert. Mein Psychiater und Holger (der dabei war) sagten dann, dass die Klinik im Moment nicht hilfreich und unbedingt benötigt wird. 
Was soll denn bitte noch alles passieren ? Soll ich erst wieder auf der Intensivstation mit einer Überdosis liegen ?

Vorhin hatte ich dann ein Bewerbungsgespräch für ein FSJ bei der Diakonie hier in Hannover.
Am Ende des Gesprächs habe ich zwei Möglichkeiten bekommen, wo ich arbeiten kann. Entweder ich verbringe das Jahr in einer Wohngruppe für behinderte Menschen oder ich arbeite das Jahr über im Krankenhaus.
Ich habe mich jetzt erst einmal für die WG entschieden und wenn es dann doch nicht passt, werde ich im Krankenhaus anfangen zu arbeiten. Morgen werde ich erst einmal dort anrufen und einen Termin zum hospitieren ausmachen. 

Im Moment habe ich wieder einmal extreme Probleme mit dem Essen. Entweder sind es tägliche FA's, kaum eine Nahrungsaufnahme oder eben normal essen aber dann mit anschließender Kotzerei.
Mir ist grad mal bewusst geworden, dass ich seit Jahren kein normales Essverhalten habe. Selbst eine Ernährungsberatung ist erfolglos gewesen..

26. Mai 2013

296. Ekel, Jan Leyk und ne Taube.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht 

Der Tag war überhaupt nicht gut, was sich auch in meiner Stimmung wiedergibt.

Freitagabend ar ich zum ersten Mal in meinem Leben feiern...zusammen mit Aileen war ich auf der Abgefuckt-Party hier in Hannover. Anfangs war ich mies drauf. Ich kam mir einfach nur komisch vor und um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht, wie ich tanzen soll... Peinlich o.O
Irgendwann haben Aileen und ich mit zwei Männern aus München getanzt. 
Während wir getanzt haben, überkam mich der Ekel. Vor der Party hatte Aileen mir große Löcher in mein Oberteilngeschnitten und das hatte er ausgenutzt um mich anzufassen. Ich hab es zugelassen, weil ich keinen Aufstand machen wollte..

Übrigens hatte Jan Leyk aus Berlin Tag und Nacht an dem Abend aufgelegt.

                                  

                                  

Total übermüdet war ich dann mittags mit Holger in der Stadt. Ganz ehrlich ? Das Treffen hätte ich mir auch sparen können, denn wir sind nur Lebensmittel einkaufen gewesen. 
Das einzige was ich mir wünsche, sind entspannte Treffen..So wie es jetzt wieder ist, möchte ich es nicht weiter haben...

Im letzten Post habe ich ja schon angekündigt, dass ein 3. Tattoo meine Haut verzieren wird. Und den Termin hatte ich heute... Bevor ihr es seht, muss ich noch sagen, dass es so wie es jetzt aussieht nicht leiben kann... Wenn ich mit dem Tattoo zum nachstehen war, plane ich mit dem Tätowierer meinen kompletten Unterarm voll zu tätowieren.
Beim stechen, wurde mir wieder einmal klar, dass es ja ganz schön an das Schneiden erinnert. 
So hatte ich noch Stunden nach dem Termin heftigen Druck. 

                                 

Ja... So sieht's aus.. Die Taube ist leider einbisschen zu nah an dem anderen Tattoo.. :/

Dank einem FA, liege ich jetzt hier im Bett und habe einen großen Drang Tabletten zu nehmen.. Neue habe ich bereits gekauft, sie runterzu Kriegen ist die große Kunst!

Damit verabschiede ich mich in die Nacht! Schlaft gut!
          


23. Mai 2013

295. Abbruch, Wiedersehensfreude und endlich das 3. Tattoo!

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht

Ich weiß inzwischen nicht mehr, wie ich mit ihm umgehen soll...  Es sind immer mehr Nachrichten, die mich dazu bringen, dass ich ihn verachte und ihn nicht mehr als Betreuer haben möchte.
Ich möchte, dass diese Gedanken verschwinden! Denn eigentlich ist das Betreuer - Bezugsjugendlichenverhältnis und die Gewöhnung an ihn, zu stark. 
Wie soll das noch weitergehen ? 

Drei Wochen und drei Tage waren es jetzt. Solange hatten Ulf und ich uns jetzt nicht gesehen. 
Ich bin froh, dass ich ihn heute endlich wiedergesehen habe! Es Tat sehr gut, mal wieder eine Umarmung von ihm zu bekommen :')
Wir haben uns erst einmal ein wenig unterhalten (er hat mir eine Menge von Kreta erzâhlt und ich muss sagen, ich bin richtig neidisch geworden!), danach sind wir zum Maschsee Gefahren und haben eine Rundfahrt mit einem der Schiffe gemacht.. Während der Fahrt habe ich ihn noch einige Fragen gestellt, aber dazu erzähle ich euch am Montagabend mehr...
Nach einem kleinen Einkauf bei Primark haben wir uns dann auch verabschiedet...

Aber ich muss euch noch eine riesen Neuigkeit erzählen...! Vor der Rundfahrt habe ich einen Anruf bekommen und.... es war das Tattoostudio! Ich hatte vor zwei Wochen eine Anfrage hingeschickt und bekam heute telefonisch einen Termin für Samstag :))) 

Eigentlich wollte ich morgen endlich nach Bremen fahren, aber das fällt auch wieder flach. schade eigentlich, aber was soll's... Dafür sehe ich Samstag die liebe Alina wieder und Sonntag kommt mich die liebe Nani besuchen..Es ist schon krass, denn Nani und ich haben uns das letzte Mal auf meiner Geburtstagfeier gesehen..die Feier war Anfang März :// Nani ? Wenn du das liest. Ich freu mich auf dich :*


22. Mai 2013

294. Und wieder einmal hadere ich mit mir.

Befindlichkeit: 4,5
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: /

Ich hadere mit mir. Frage mich die ganze Zeit, wie ich in den einzelnen Punkten handeln soll.
Entscheide ich mich in dem einem Moment, kann es in einem anderen Moment sich schon wieder ändern. 

Ich kann mich nicht wirklich überwinden bei meinem alten Therapeuten anzurufen. Zu groß ist die Angst wieder einmal auf Ablehnung zu treffen. Ich habe einfach nur Angst. 

Morgen seh ich dann hoffentlich mal Ulf wieder. Ich glaube, ich würd richtig am Boden sein, wenn das Treffen dann doch nicht stattfinden wird. Ich vermiss ihn einfach nur.. 

293. Irgendwo zwischen Flashbacks, Glück und Verzweiflung.

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: teilweise erreicht.

Dieser Blog verkommt einfach nur... Ich traue mich gar nicht mehr richtig zu posten, meine wirklichen Gedanken rauszulassen. Immer wieder muss ich das Gefühl haben, von Menschen bevormundet zu werden oder einfach nur ein falsches Interesse vorgespielt zu bekommen.
Ich weiß im Moment nicht, wie die Zukunft des Blog's aussehen soll. Wahrscheinlich muss ich darüber mal mit ein paar Menschen reden...

Im Moment fragen mich viele Freundinnen, wie es mir geht...  Ich fühle mich komisch dabei, wenn ich ihnen mein ''Leiden'' vorjammere. Inzwischen frage ich mich einfach nur, wie lange das noch so weitergeht. Irgendwann werden auch sie sich von mir abwenden. So wie immer in meinem Leben. 

Ich hatte eigentlich vor nach Bremen zu fahren um Melissa zu besuchen. Da ich es schon im Gefühl hatte, schrieb ich noch einmal eine Nachricht und siehe da... Sie hat mich vergessen! Ich muss sagen, dass es doch ein wunderbares Gefühl, wenn die eigenen Freunde einen vergessen. 

Gestern hatte ich mit Holger ausgemacht, dass ich meinen Psychiater anrufen soll... Es ging darum, dass ich ihn fragen sollte, ob er mich rückmwirkend krank schreibt, sodass die Schule mich nicht kündigt. Und was ist ? Klein - Sabine bekommt es nicht, weil sie Angst hat und muss so Holger um Hilfe bitten. 

So kam es dazu, dass ich in die WG gefahren bin. Im Nachhinein war es einfach nur ein Fehler. Ich habe zwar Aileen und Katharina wiedergesehen, aber dennoch breitete sich einfach nur die Angst in mir aus. Bekam dazu auch noch Flashbacks. Jedenfalls ist mir wieder einmal klar geworden, dass sich alles verändert hat. Was damals noch hohe Priorität hatte, ist heute nur noch ein Witz. Es macht mich unglaublich traurig, dass die ganze 'Familie' auseinander gebrochen ist. Vor gut einem Jahr lebten die Jugendlichen und die Betreur dort noch gemeinsam, hatten Spass und haben sich einfach nur verstanden. Und heute herrscht dort einfach nur noch Krieg...

Dann hatte ich mittags auch noch eine Karte bekommen. Ich hatte zwar mit ihr gerechnet, aber als ich sie im Briefkasten hatte, empfand ich für einen Moment einfach nur Glück. 
Die Karte ist eine Ansichtskarte und kam von Ulf. Auf der Karte standen so liebe Dinge und ich hab mich irgendwann einfach nur schuldig gefühlt. Ich habe ihn die letzten Wochen so Mies behandelt. Deswegen hatte ich mich umso mehr auf das Treffen mit ihm am Donnerstag gefreut und nun schaut's so aus, als würde es nur vielleicht stattfinden. 
Er entscheidet es spontan... Fühlt sich irgendwie beschissen an... :(


20. Mai 2013

292. Glücklich vs. Traurigkeit.

 Befindlichkeit: 4,5
Suizidalität: 4
Tagesziele: teilweise erreicht.

Gestern hab ich einen schönen Abend in Velber verbracht. Lara, Crissy und ich haben den sonnigen Tag ausgenutzt und dort gegrillt. Es war toll verstanden und akzeptiert zu werden. Ich konnte mit den beiden offen über das Thema Selbstmord und Psychiatrie reden. Ich habe den beiden erzählt, dass ich schon lange darüber nachdenke meinen alten Therapeuten aus Wunstorf (den beide auch kennen) anzurufen. Beide haben mir angeboten, dass wenn ich nicht alleine hinfahren möchte, sie auch mitkommen würden.
Echt lieb :')

Heute Morgen war dann Holger bei mir und wir haben endlich mal wieder ein paar entspannte Stunden  zusammen verbracht. Kein Wort über meine Gedanken und meine Stimmung, nur Spass :)
Anfangs musste ich zwar noch einen Wochenplan für einen strukturierten Alltag machen, aber danach haben wir angefangen einen Lillifeekuchen zu backen und Skip-bo zu spielen.
So entspannt waren unsere Treffen das letzte Mal vor ein paar Wochen :/


                              
                                           Lilliffeekuchen :)

    Ich hasse Wochenpläne ;(


Alles war so toll, aber jetzt besucht mich die Dunkelheit wieder einmal...

18. Mai 2013

291. CSD und ESC

Befindlichkeit: 3,5
Suizidalität: 4
Tagesziele: teilweise erreicht.

Mir gehts soweit ganz ok.
Den Mittag hab ich mit Holger verbracht. Wir sind zusammen im Wald gewesen und haben uns dann noch in einem Café unterhalten. Er möchte, dass mein Tag wieder strukturierter wird. Wird schwer, weil ich es im Moment ganz gut finde, so wie es ist.


Den Nachmittag über war ich mt meinem Bruder und seinem Freund auf dem CSD hier in Hannover. 
Es war das 1. Mal das ich dort war und ich bin einfach nur begeistert. Alle halten zusammen, egal wie man aussieht oder ob man bi -, hetero-, Homo- oder transsexuell ist. 

Was mich auch noch riesig gefreut hat, war dass ich eine alte Freundin von mir beim Umzug getroffen hab. Sophie und ich haben uns vor 4 Jahren in der KJP hier in Hannover kennengelernt. Sie hat einen großen Anteil daran, wie ich heute bin. Nach dem Aufenthalt hatten wir eine lange Zeit kein Kontakt, bis wir uns dann einmal getroffen haben. Seitdem sind auch wieder 2 Jahre vergangen... Jedenfalls haben wir die Nummern ausgetauscht und ich hoffe mal, dass wir uns jetzt öfter sehen werden...

Ich wünsch euch allen noch einen schönen Abend und ich hoffe, ihr fiebert heute auch beim ESC mit.

17. Mai 2013

290. Handeln

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5
Tagesziele: keine

Mein Körper schreit nach Hilfe. Er will leben, doch meine Psyche kämpft gegen den Willen an..
Die Leere übernimmt mein Denken. 




Sie denken, ich würde es nicht ernst meinen. Keiner denkt, dass ich es nicht noch einmal machen würde.. Erst dann, wenn es passiert ist werden sie sich fragen, warum sie nicht gehandelt haben. Sie werden sich die Schuld geben. 

289. Unterstützung.

Ich brauche mal euren Rat. Bitte schreibt mir eure Meinung entweder hier als Kommentar oder bei Facebook.

Wie ihr alle wisst, hab ich keine Therapie mehr. Ich dachte immer, dass es doch auch ohne gehen wird.. Nun merke ich schon, dass es mir einfach nicht gut geht. Inzwischen sind es schon wieder einige Wochen, in denen ich Suizidgedanken habe. Mal geht es und mal kommen sie in einer Art Schub, sodass ich in den Momenten auch nicht Versprechen kann, nichts zu tun.

Wenn dieser "Schub" da ist, brauche ich immer wieder Hilfe. Ich nehme mir vor, mit jemanden darüber zu reden (Betreuer, Psychiater oder bei dem Psychiatrischen Krisendienst).
Aber sobald der Schub vorbei ist denke ich mir, dass es doch nicht so schlimm ist, als Notfall beim Psychiater oder beim Psychiatrischen Dienst vorbei zu schauen.

Nun weiß ich nicht, mit wem ich reden kann. Ulf kommt nächste Woche erst wieder; mit Holger kann und will ich nicht darüber reden; Freunde bieten es mir zwar an, aber reden möchte ich mit ihnen auch nicht..ich brauche jemanden den ich kenne, aber der nicht viel von mir weiß. 

Ich hab sogar darüber nachgedacht, bei meinem alten Therapeuten bzw. Betreuer aus Wunstorf anzurufen, aber ich fühle mich einfach nicht wohl bei dem Gedanken. 

Meine Frage an euch wäre, was soll ich machen ? Ihr kennt durch die Post's meine Gedanken bzw. meine Stimmung. Würdet ihr Termine machen ? Die nächsten hätte ich jedoch Ende Mai bzw. Anfang Juni. 

Es wäre lieb, wenn ihr mit Antworten würdet. :*

16. Mai 2013

288. Stolz.

Befindlichkeit: 4,5
Suizidalität: 4
Tageszeiten: teilweise erreicht.

Ich bin so überrascht. Nicht von mir oder so, sondern von Nora.
Nora ist eine sehr liebe Freundin von mir. Ich kenne sie inzwischen seit gut 4 Jahren und wir haben einbisschen was gemeinsam.
Neben der Schule haben wir auch den gleichen Musikgeschmack und vor allem aber haben wir beide psychische Probleme.
Nora war immer eine, die sich nie helfen lassen wollte. Jeder Versuch ihr zu helfen, lief ins Leere.
Gestern hat sie mir nun geschrieben, dass sie sich bei ihrer Krankenkasse um eine Reha bemüht hat. Schon bald wird sie in der Klinik sein.
Ich bin einfach nur froh, dass sie sich nun Hilfe holt. Sie meinte auch zu mir, dass ich es auch noch einmal versuchen soll...
Klinik ist im Moment einfach nicht drin.

Nächste Woche kommt endlich Ulf wieder! Ich freue mich total auf ihn und habe mir jetzt einfach mal vorgenommen, dass ich die Treffen mit ihm erhöhe. Ich möchte ihm einfach zeigen, dass ich Interesse habe und ihn auch mag! In den letzten Woche ich habe ich das nämlich sehr reduziert.

15. Mai 2013

287. Ein Versuch, mein Leben erträglicher zu machen.

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Ich war einbisschen überrascht, als er mich gestern ein Junkie nannte. Und das alles nur, weil ich mehr Truxal haben wollte. Mehr als mein Arzt mir erlauben würde.

Diese Aussage hat mich  zum nachdenken gebracht. Wie viele Tabletten hab ich bei meinem Medikamentenmissbrauch schon genommen ? Mehr als 500 sind es aufjedenfall schon...

Im Moment esse ich wieder einmal kaum etwas. Und wenn, dann ist es Obst, Gemüse und Joghurt.
So erlange ich täglich eine Kalorienzufuhr von etwa 400. Wenn es so weitergeht, hab in einem Monat knapp 10 Kilo abgenommen...Selbsthass sei dank...

13. Mai 2013

286. Dann bin ich am Zug.

Befindlichkeit: 4,5
Suizidalität: 4
Tagesziele: teilweise erreicht.

Da ist es also wieder. Genau das, was mir schon so viele Betreuer, Therapeuten und Ärzte vorgeworfen habe. Alle meinen, dass ich spiele. Ich spiele ein Spiel.

Und meine Gegenspieler sind sie - Betreuer, Therapeuten und Ärzte.

Doch niemand weiß, dass ich dieses Spiel gewinnen werde. Keiner kann mich davon abhalten, sie können mein Gewinnen nur herauszögern.


Ich glaube, ich werde morgen im Psychiatrischen Dienst anrufen. Ich denk, ich werde wohl in einer Krise sein. 


12. Mai 2013

285. September 2009

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Es war ein ganz normaler Vormittag im Spätsommer. Sie saß in einem Gespräch mit ihrer Mutter und zwei Lehrerinnen und sollte erklären, warum sie keine Entschuldigungen habe. Sie sagte, dass sie sie gefälscht hätte, mehr nicht. Die drei Frauen redeten auf sie ein, aber sie blieb stumm. Irgendwann sollte sie ihre Gedanken aufschreiben und brachte diesen Satz auf das Papier:
''Ich habe Angst, dass ich versuche könnte mich umzubringen.''
Eine der beiden las den Satz und zeigte ihn ihrer Kollegin. Sie forderten sie auf, ihnen alles zu bringen. Das Mädchen holte ihre Sachen und fuhr nach Hause. Als sie wieder kam, hatte sie eine Dose Tabletten dabei. Sie war halbvoll und gab sie einen der beiden Lehrerinnen. 

Am Nachmittag fand sie sich in der Begleitung ihrer Lehrerin im Krankenhaus wieder. Sie sollte reden. Sie erzählte von ihrem Leid, aber dass sie sich nie etwas antun würde. Der Arzt glaubte ihr, machte aber trotzdem einen Vertrag mit ihr. Sie durfte gehen. 

- 2 Wochen später -

Sie konnte das Versprechen nicht mehr einhalten und versuchte es. Ihr Körper wollte jedoch leben und ließ sie knapp 20 Stunden schlafen. 4 Tage später saß sie wieder in einem Gespräch mit ihren Lehrerinnen. Diesmal wollte sie das Gespräch. Sie wollte Hilfe und so erzählte sie ihnen von ihrem Suizidversuch. 
Am Abend rief eine der beiden Lehrerinnen an und wollte ihre Mutter sprechen. 
Sie sagte, dass ihre Mutter nicht da sei. Die Lehrerin akzeptierte es. 

Am nächsten Mittag kam sie von der Schule nach Hause und ihre Mutter erzählte ihr, dass eine der Lehrerinnen angerufen hätte. Weiterhin erzählte sie auch noch, dass sie gleich einen Termin in der Psychiatrie hätten. Am gleichen Tag wurde sie weggeschlossen. Sie sollte 42 Tage in der Kinder - und Jugendpsychiatrie bleiben.

Es ist meine Geschichte. Passiert ist sie im September 2009. Verarbeitet ist sie jedoch noch lange nicht.

Eigentlich gelingt es mir, dass ich diese Geschehnisse verdränge. Aber in der letzten Zeit kommen all diese Erinnerungen wieder hoch. Es fühlt sich so an, als hätte es die letzte 4 Jahre nicht gegeben...
Als wäre alles, was in den Jahren passiert ist, nicht mehr da.

11. Mai 2013

284. Grau in grau.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: /

Machtlos,leer.
Gedanken schwirren durch den Kopf.
Einige sind neu, andere altbekannt - doch alles zeigen sie mir das Gleiche.
Die Angst kommt hoch. Angst vor allem und jeden.

Kann wieder nicht schlafen.
Liege hier und denke immer weiter nach. Überlege wo ich nachher Tabletten herbekomme. Mir fällt nichts ein.
Erinnere mich an das letzte Jahr.
Alles war perfekt. Ich habe gelebt, geliebt..
Alles ist vorbei.
Nichts wird so sein, wie es einmal war. Genau das macht mich so unendlich traurig.

Sie sagen mir, dass ich mich ändern muss. Mir ist das bewusst, aber wo ist der Wille nach einem gesunden und glücklichen Leben ?
Wo hat sich die Hoffnung versteckt ? Habe ich sie bei den ganzen Gefühlen und Gedanken übersehen ? Wahrscheinlich werde ich sie nie wieder finden. Alles ist so schwarz.

Die Welt, die Gedanken, die Empfindungen.... alles ist so farblos.

8. Mai 2013

283. Alles abladen und verschwinden.

Ich komme nicht mehr klar. Ich fühle mich machtlos, leer, traurig. Alles kommt hoch. Alle Gedanken sind präsent. Warum lebe ich ? Warum fühle ich ? Warum erwartet man soviel von mir ?
Ich weiß gar nichts mehr.

Der Tag war beschissen - vielleicht doch nicht. Sagen wir, er war na ja, mit einer starken schlechten Seite. Meine Laune war heute Vormittag gut, na ja.. jedenfalls viel besser als die letzten Tage. Aber leider fiel meine Stimmung mit jeder Stunde, mit jeder Minute, mit jeder Sekunde.
Ich denke aber mal, dass Holger sich  gefreut hat, dass ich nicht so schlecht drauf war wie gestern. 
Ach ja.. das habe ich euch ja noch nicht erzählt..

Ich war gestern Vormittag in der Wohngruppe. Mir gings vorher schon sehr schlecht. Konnte den Gedanken nicht ertragen dorthin zu fahren. Mit jedem Stück des Hauses verbinde ich so viele Gefühle und Geschehnisse. Ich vermisse es dort zu wohnen. Den Rausschmisss aus der WG empfinde ich heute, 8 Monate später als das schlimmste was mir je passiert ist. 
Jedenfalls hat er versucht mit mir zu reden. Wir saßen in der Küche dort und er redete einfach nur auf mich ein. Irgendwann kamen mir die Tränen. Nach einiger Zeit sagte ich ihm, dass es noch alte Sachen sind, warum es mir nicht gut geht. Fragte ihn nach dem Laptop und zeigte ihm die letzten 3 Einträge des Blogs. 
Hatte Angst, weil ich nicht wusste, was er denkt. Aber, er hat alles gut aufgenommen.
Fühle mich aufgehoben in seiner uns Ulf's Nähe.
Vermisse Ulf, zum Glück kommt er in knapp 2 Wochen wieder.

Die Geschichte geht ja noch weiter. Warum fiel meine Stimmung heute noch..
Ich war mit Holger im Centrum. Das Centrum ist hier in Hannover ein Szene - Cafe / Kneipe.. Jedenfalls sollte ich essen, was ich auch tat. Mit jedem Bissen den ich aß, fühlte ich mich immer schlechter. Und wann wurde ich auch noch die ganze Zeit gefragt, was  ich denn jetzt nach den Sommerferien machen will.
Ich weiß es einfach nicht. 
Mein Traum war es immer, mein Fachabi zu machen und dann zu studieren. Obwohl ? War es wirklich mein Traum ? Vielleicht habe ich mich ja nur von den Menschen leiten lassen. Denn immer wurde mir gesagt, dass ich aufjedenfall etwas in der Richtung machen soll. Und wenn es einfach nur der Beruf einer Erzieherin ist. 
Alle könnten sich nur dies als meinen Beruf vorstellen. Vielleicht  kam es dann einfach nur, dass ich den Menschen geglaubt habe. Ich darf nur diese Richtung für meine Laufbahn wählen.
Ich weiß gar nichts mehr.

Ich kann mir nicht vorstellen jemals zu arbeiten. Arbeiten bedeutet älter, erwachsen werden. Und kann ich erwachsen werden ? Ich fühle mich nicht wie 18. Ich fühle mich noch so wie ein kleines Kind. Ein Kind, dass Wärme und Nähe braucht. Und Liebe. Liebe ist ein Gefühl, dass ich zuletzt richtig gespürt habe, als ich 8 Jahre war. Die letzten 10 Jahre war es einfach nur eine blasse Erscheinung...

Tut mir leid, dass ich so viel geschrieben hab... Ach übrigens.. Schlafsstörungen sind wieder da... Auf eine lange Nacht ! Ich könnte so kotzen...

Macht's gut.. Bis Tage und vergesst eins nicht... STAY STRONG!

282. Es wird das richtige sein.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht

Das wagt sie sich ernsthaft zu mir in die Wohnung und schwafelt mir etwas von ''Ich liebe dich'' vor.
Dann besitzt sie auch noch die Frechheit mir zu sagen, dass ihre Entscheidung mich in die Klinik einzuweisen die Richtige war.
Da frage ich mich doch ernsthaft, was soll der scheiß? Sie war niemals für mich da und hat dafür gesorgt, dass mein Leben so ist, wie es ist. Ich hasse meine Erzeugerin.

Jedenfalls hat sie dafür gesorgt, dass ich gleich zur Klinge greifen werde. Ich werde den Rückfall genießen. 23 Tage ohne Blut ? Wie konnte ich nur ?

5. Mai 2013

281. 21 Tage, 504 Stunden und 30240 Sekunden.

Befindlichkeit: 4
Suizidalität: 4
Tagesziele: aufräumen, lernen, ggf. Fitnessstudio

Ich könnte so kotzen. Es sind inzwischen wieder drei Wochen ohne jegliche Verletzungen.  Eigentlich müsste ich stolz auf mich sein und es als einen Anfang zum aufhören sehen.
Aber das kann ich einfach nicht. Ich habe das Gefühl, dass mit jedem Tag wo ich mich nicht verletze, immer mehr von mir stirbt. Die Sachen die mich ausmachen, werden nicht mehr da sein - sterben einfach.

Meine Motivation etwas hier in meiner Wohnung zu machen, sprich aufräumen und putzen, ist relativ niedrig. Ist es euch schon einmal aufgefallen, dass die Tage so schnell vorbei gehen ? Kaum ist man aufgestanden, ist es schon wieder Zeit ins Bett zu gehen und zu schlafen.
Das Leben rennt einem weg und man kann einfach nichts dagegen machen.

Die Monate vergehen und ich weiß nicht was ich ab August machen soll. Ich weiß nicht, ob ich eine Ausbildung oder ein FSJ machen soll. Dann wäre da aber auch noch die Möglichkeit einfach zu arbeiten. Aber wer sagt mir, dass ich das aushalte? Ich denke mal, dass ich im Leben erst richtig durchstarten kann, wenn ich die Krankheiten bekämpfe und anfange zu leben...

Leben - was ist das ?

4. Mai 2013

280. Wir leben nicht um zu Sterben. Wir sterben für das Leben.

Befindlichkeit: 4 (Mir geht es mittelmäßig. Meine Stimmung ist bedrückt, aber ich kann mich ablenken.)
Suizidalität: 4 (Mir geht es nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt, Suizidgedanken fangen an.)
Tagesziele: /

Wie verzweifelt müssen Menschen sein, wenn sie keine Zukunft mehr für ihr Leben sehen und sich hinsetzen und einen Abschiedsbrief schreiben ?
Mir war bewusst, dass es ohne Medikamente nicht besser werden wird. Mir war auch bewusst, dass es noch schlimmer wird, wenn ich nicht mehr zur Therapie gehe. Aber mir war nicht bewusst, dass es solch ein Ausmaß annimmt.

Die letzten Tage waren nicht besonders toll. Donnerstag hat es wieder einmal ein neues Ausmaß angenommen. Wenn so viele Gedanken auf einen einprallen, kann selbst ein gesunder Mensch sich nicht beruhigen. Ich fragte mich nur die ganze Zeit, was ich tun soll. Dachte darüber nach in der Wohngruppe anzurufen und um Hilfe zu bitten. Und auch, ob ich Holger in seinem Frei anrufen soll.
Aber beides tat ich nicht.
Ich legte mich auf den Fußboden und nahm ein Blatt und fing an zu schreiben. Das Resultat war ein Abschiedsbrief.
Das schreiben half mir und ich begann mich zu beruhigen.

1. Mai 2013

279. Alles braucht Zeit... Trigger!

Befindlichkeit: 5 (Mir gehts nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt und ich brauche Unterstützung)
Suizidalität: 4 (Mir gehts nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt, Suizidgedanken fangen an.)
Tagesziele: nicht erreicht.


Meine lieben Leser, 
dieser Post zeigt euch, wie es in meine Kopf vorgeht. Es mag teilweise verstörend auf euch wirken, aber denkt bitte daran, dass ich noch alles unter Kontrolle habe. Dieser Eintrag ist der Anfang einer  Reihe und soll somit eine Möglichkeit sein, Menschen in meiner Umgebung zu zeigen was ich vor ihnen verberge und nicht auszusprechen zu wage. 





Sie sagen alle zu mir, dass ich in diesem Jahr viel geschafft habe und dass ich stolz auf mich sein kann.
Aber ich kann es nicht. Dieses eine Jahr hat mir mein Leben zerstört. Ich musste das Aufgeben, wofür ich mehrere Monate gekämpft hatte. Alles war einfach weg. 

Um weiter nach vorne zu schauen, müsste ich wahrscheinlich die Geschehnisse aus diesem Jahr aufarbeiten. Aber mit wem soll ich das machen ? Mit den Menschen, die direkt oder teilweise indirekt damit zu tun haben ? Nein. Warum, fragt ihr euch ? Weil ich es schon probiert habe. Es hat mir jedoch kein Mensch zugehört. Sie haben mir alle immer die Schuld an den Sachen gegeben. Kein Mensch hat mich gefragt, wie ich mich fühle, was ich denke, warum ich das gemacht habe. Jeder dachte, dass ich ihnen weh tun wollte. Aber ich wollte es nicht. Ich wollte keinen Mensch weh tun... es war wahrscheinlich einfach nur ein kranker Weg, zu helfen.

Inzwischen bin ich bei Tag, 17 ohne jegliche Selbstverletzung. In den letzten Tagen hat sich mein Druck auf einem konstanten Level eingependelt. Der Druck ist hoch. In meinen Gedanken spielt sich immer das Gleiche Szenario ab. Ich nehme die Klinge und schneide.. schneide immer tiefer und spüre, wie das Blut an meinen Armen runterläuft. Sehe die klaffenden Wunden und bekomme zwiegespaltene Gefühle. Einerseits denke ich mir, dass es gut ist. Aber andererseits denke mir dann, dass es nicht mehr werden dürfen. Meine eigene Wahrnehmung, bei meinen Narben ist sehr verzerrt.



Ich sehe darin nur verblasste Narben, die kaum sichtbar sind. Denke, dass es lange her ist, dass ich mich geschnitten habe.
Für Andere die meinen Arm sehen, merken sofort, dass die Momente wo ich hoffnungslos und verzweifelt war. nicht lange her sein können...