29. Juli 2015

530. Ein Wiedersehen nach 10 Monaten.

Ich merke immer mehr, dass es körperlich bergab geht. Nach den wochenlangen Schmerzen im Knie spielt nun mein Kreislauf nicht mehr mit. Mir war es unglaublich peinlich als ich heute morgen auf dem Wohnbereich saß und noch nicht einmal aufstehen konnte. Und natürlich waren genau die Kollegen da, mit denen ich mich nicht so gut verstehe.
Jedenfalls durfte ich gehen und seitdem versuche ich mich irgendwie auf den Beinen zu halten.

Letzte Woche traf ich mich dann noch mit Holger. Wir gingen gemeinsam durch die Stadt und redeten lange. Über die letzten Wochen aber auch über Gott und die Welt. Zum Schluss hat er mir noch Videos von seinem Sohn gezeigt und ich im Gegenzug welche von Mia. Mir ging es wirklich gut an dem Tag...

Da inzwischen auch hier in Niedersachsen Sommerferien sind, habe ich jetzt auch mein Zeugnis bekommen. Und siehe da: es ist gar nicht so schlimm wie ich dachte. In den meisten Fächern stehe ich zwischen 1 und 2. Aber in den wirklich wichtigen Fächer wie Pflege stehe ich auf 3 - 4... Was soll's. Das 1. Ausbildungsjahr ist vorbei und ab nächsten Monat bin ich schon im 2. Ausbildungsjahr.

19. Juli 2015

529. Eine Achterbahnfahrt vom feinsten.

Es ist ein ewiges Hin und Her, wie eine Achterbahnfahrt vom feisten. Die letzten Tage hat sich jedoch eine Stimmung auf einem konstanten Level eingependelt, sodass diese Stimmungsschwankungen nicht mehr so oft aufgetreten sind. Am Montag hatte ich einen totalen Absturz. Mir ging es überhaupt nicht gut, sodass ich zu einer Freundin gefahren bin und da auch geschlafen hab. Wir blieben lange wach, haben uns betrunken und Drogen genommen.
Nachdem wir aufgestanden waren, nahmen wir wieder etwas und so bin ich dann zum Termin in den psychiatrischen Dienst gefahren.

Abends konnte ich mich dann nicht beruhigen, sodass ich völlig verzweifelt durch die Straßen Hannovers gegangen bin und darüber nachgedacht hatte mich umzubringen. Ich rauchte eine Zigarette nach der anderen. Irgendwie habe ich es dann geschafft mich zu beruhigen.
Am nächsten Morgen schrieb mir dann Holger, nachdem ich ihn am Montag anrief. Wir treffen uns am Dienstag Vormittag. Nach 9 Monaten.

Vor ein paar Tagen traf ich mich zusammen mit einer Freundin bei meiner Klassenlehrerin aus meinem Abschlussjahr 2012. Auch wenn es schon drei Jahre her ist, sehe ich sie noch alle paar Monate. Wir unterhielten uns lange zu dritt, bis sie mich fragte wie es mir geht. Ich erzählte ihr von den letzten Wochen und sie versucht mir auch heute noch zu helfen. Es ist beruhigend zu wissen, das ich mich immer bei ihr melden kann wenn etwas ist. Sie ist so liebevoll..

15. Juli 2015

528.

Wie bringe ich mich am Besten um? Wie verletze ich mich, dass das alles ein Ende hat? Es bricht alles über mir zusammen und ich finde einfach keinen Weg mehr. 



(KEINE ANKÜNDIGUNG!)

9. Juli 2015

527. Das Wissen wie es ihm geht... Mehr nicht.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Stimmung sich verändern kann. Die letzten Tage ging es immer wieder mit meiner Stimmung, aber heute geht es ganz und gar nicht. Da ich ja momentan Urlaub im Heim habe, hocke ich hier Zuhause rum und versinke in den Gedanken. Ich muss zur Zeit immer wieder an früher denken und durch den letzten Post auch an H. Leider habe ich den Fehler begangen und habe mir mal wieder seine Facebookseite angeschaut. Es sind zwar nur Bilder von vor 2/3 Jahre die ich sehen kann, da wir nicht befreundet sind. Aber dennoch würde ich ihm gerne eine Nachricht schicken. Einfach hören wie es ihm geht. Mehr nicht.

Morgen (heute) habe ich einen Termin bei meinem Psychiater. Da der letzte Versuch bei ihm einen Termin zu bekommen, lief ja nach hinten los. Nun muss ich ihn überzeugen (es ist traurig, dass man einen Psychiater überzeugen muss) das ich wirklich Hilfe brauche. Es läuft einfach nicht mehr und außerdem brauche ich ein Attest für meinen Schulleiter. Drückt mir bitte die Daumen!

8. Juli 2015

526. Wiedersehen

Wochen und Monate habe ich mit ihm an meiner Seite gekämpft. Auch die Zeit nach der Beendigung habe ich mir nichts sehnlicheres gewünscht, als ihn wieder an meiner Seite zu haben. Vor gut zwei Wochen habe ich mich nun mit meinem alten Betreuer U. getroffen. Der Wunsch nach dem Treffen kam von ihm aus, da der Träger der Betreuung anscheinend noch Geld von mir hatte.
Da ich Angst vor diesem Treffen hatte, habe ich eine Freundin mitgenommen. Diese ist inzwischen ebenfalls in der Betreuung. Das Treffen lief dann auch genau so ab, wie ich es mir gedacht hatte. 
Wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen. Nachdem L. und ich uns einen Spaß daraus gemacht haben, den ''kaputten'' Feuermelder  anzumachen ist er völlig ausgerastet. Und genau das war der Punkt an dem ich mir sagte: ''Du musst hier weg. Sofort.'' 

Das was früher war gibts inzwischen einfach nicht mehr. Und obwohl es weh tut, bin ich froh darüber. 

Während ich in der Betreuung war, habe ich mich immer wieder verletzt. Ich sah in dieser Zeit keine andere Option mich von diesem Schmerz zu befreien. Auch kurz nach Beendigung der Betreuung habe ich mich noch einmal verletzt. Nun darf ich am 6. August meinen ersten Jahrestag feiern. Ein Jahr ohne eine Wunde, dennoch fühlt es sich komisch an, denn 6 Jahre lang habe ich immer wieder zur Klinge gegriffen. 


Meine damaligen Betreuer. 

5. Juli 2015

525.

Ich kapsel mich immer weiter ab. Wenn meine Familie mich zum Ausflug einlädt, kann ich grundsätzlich nicht. Auch wenn Freunde mir schreiben und sich mit mir treffen wollen, sage ich ab. Ich bin daher sehr froh, dass ich ab morgen Urlaub habe und am Donnerstag das letzte Mal Schule hatte. In der Schule hab ich mich immer wieder mit den anderen angelegt, wurde zusammen mit einer Freundin zum Gesprächstoff der gesamten Klasse. Selbst ein Gespräch mit den Klassensprechern musste ich führen. Es ist komisch. Im September waren wir alle noch befreundet. Wir haben uns gegenseitig immer unterstützt. Und jetzt? Jetzt reden wir nicht einmal mehr und beachten einander ebenfalls nicht mehr...Ich würde lieber alleine sterben, anstatt mit Menschen zu leben die nicht ehrlich zu mir sind.