24. Februar 2016

544. Du lachst, du weinst.

Nun sind es knapp zwei Wochen in denen ich mit meinen Medikamente lebe. Die Situation ist allgemein entspannter geworden und ich muss nur noch hin und wieder daran denken wie ich mich verletze oder gar umbringe. Die meiste Zeit über lache ich, sprich ich setze meine Maske auf.
Aber dann gibt es auch die Momente, wo der Blick erstarrt und meine Maske abfällt.

Gestern habe ich mit einer Freundin und meiner Pflegelehrerin zusammen die Mittagspause verbracht. Irgendwann nahm sie meine Hand und meinte: "Also Sabine, wie wäre es wenn ich sie mal einbisschen bemuttere?" Mir war das in dem Augenblick total unangenehm. Ich hab abgewunken und bin schnell wieder zurück zur Schule.

Vorhin habe ich noch zusammen mit Ulf geschrieben und aus reiner Neugier fragte ich ihn dann was denn mit meiner alten WG sei. Geplant war ja, dass sie bereits 2014 in ein größeres Haus umziehen. Bis jetzt sind sie es immer noch nicht und so fragte ich ihn enfach noch, was denn nun mit Holger sei. Inzwischen hat Holger die WG gewechselt und .... er arbeitet jetzt in der WG die noch nicht einmal 1km von meiner Wohnung entfernt ist. Ich freue mich. Vielleicht sehe ich ihn so häufiger. Wer weiß...

In diesem Sinne auf einen beschissenen Geburtstag und gleichzeitig ein 'Happy Birthday' an mich selbst... bis die Tage!

11. Februar 2016

543. Neu und trotzdem alt.

Nun soll es also wieder "Elontril" werden. Warum auch was neues nehmen, wenn das altbekannte früher auch geholfen hat. Jedenfalls bin ich froh, dass sie mir zugehört hat und mich nicht einfach abgespeist hat. Ab morgen werde ich starten und hoffen, dass diese Bilder mit den aufgeschnittenen Armen aus meinem Kopf verschwinden...

Gestern fragte ich eine Freundin ob sie nicht in zwei Wochen bei mir schlafen möchte, da ich am nächsten Tag Geburtstag habe. Sie sagte, dass sie noch schießen hat, sprich Schützenverein. Das halt bis abends und dann müsste sie ja noch die 30 Minuten mit dem Auto zu mir fahren. Am Rande: es wäre mir scheiß egal gewesen wenn sie auch erst um 24 Uhr bei mir wäre, ich möchte einfach nicht alleine sein. Aber ihre letzte Antwort war dann einfach, dass sie ja den Weg nicht kennt. Obwohl das eine Lüge ist. Jetzt frage ich mich, ist es so schlimm einen Abend zu opfern? Selbst unsere Lehrerin ist verwundert, dass wir nichts zusammen machen obwohl wir in der Schule so viel machen. Ich bin einfach nur unendlich traurig. In den letzten Jahren war mein Geburtstag immer ein Desaster. Im letzten Jahr hatte ich Frühdienst und danach habe ich geschlafen. Super, oder?

542.

Der 47382. Versuch vom Hausarzt was gegen meine immer stärker werdenden Depressionen zu bekommen.

4. Februar 2016

541.

Mit jedem Schritt, den ich Richtung Schulgebäude gehe, wird meine Laune schlechter und schlechter. Acht Stunden Schule sind zu schaffen.

3. Februar 2016

540. Ich habe einfach kein Bock mehr "Ich" zu sein.

Und somit befinde ich mich auf dem Weg zum psychiatrischen Dienst. Krisentermin nennt man es wohl, wenn die dortige Ansprechpartnerin einen bittet heute noch zu kommen, nachdem ich ihr eine Mail geschrieben hatte. Ich möchte sie im Grunde gar nicht sehen. Aber das ist wohl eine andere Sache.

Um ehrlich zu sein, würde ich nicht gerade behaupten das es mir so schlecht geht. Ich bin einfach nur müde und ausgelaugt. Diese ständige Anwesenheit im Heim macht mich noch einmal fertig. An dieser Stelle vermisse ich meinen Ex - Nebenjob.
Und dann ist da auch noch die Schule. Ständig erwartet man etwas von mir. Hausarbeiten, Referate, Arbeitsaufträge und und und.. mal abgesehen von der Anwesentheit in der Schule. Was solls. Die U-Bahn ist gleich angekommen und dann schaue ich einfach mal weiter.