18. August 2014

474. Sind Träume Worte, die der Mund nie zu denken wagt.

Es ist komisch zu wissen, dass es einem im Grunde eigentlich gut geht und trotzdem noch den leichten Drang hat sich zu verletzen. Mir ging es nie um den Schmerz. Mir geht es einfach nur um das Blut und die (hoffentlich) klaffenden Wunden. Ist schon krank was ich hier schreibe. Denkt euch einfach nichts bei.

16. August 2014

473. Quasi nebenan.

Ich habe zwar geschrieben, dass ich euch erst einmal nicht mehr wiedersehen möchte, aber insgeheim hoffe ich, dass ich euch einfach mal zufällig treffe. Immerhin fahre ich mit der Bahn, die H. nehmen muss, wenn er zur Arbeit fährt. Und immerhin arbeite ich quasi bei U. Büro nebenan. Ich vermisse sie sehr, aber ich merke, dass es mir im allgemeinen deutlich besser geht. Grund dafür ist einfach nur, dass ich mehr von meinem Anti-Depressiva nehme als erlaubt. Aber solange ich keine Nebenwirkungen an mir merke ist doch alles gut, nicht wahr?

12. August 2014

472. Menschen zu vermissen ist eines der schlimmsten Gefühle der Welt.

Die Tage wo ich morgens aufgewacht bin und mich auf den Tag gefreut habe, sind in der letzten Zeit weniger geworden. Es ist schon lange kein richtiges Leben mehr was ich führe. Man kann es nur funktionieren nennen. Wie eine Maschine. Die letzten 2 Wochen waren kaum audzuhalten. Ich brach in der Öffentlichkeit zusammen. Mehrmals. Und meistens in den unpassensten Momenten überhaupt. Selbst die Abende waren unangenehm. Es folgte am Anfang ein Weinkrampf nach dem anderen. Und auch folgte ein Rückfalls nach dem anderen. Ich merke selbst wie labil ich eigentlich in Wirklichkeit bin. Innerlich bin ich tot. Meine Entscheidung ohne H. und U. zu leben ist schwieriger als gedacht. Jeden Tag aufs Neue kommen neue Probleme ans Tageslicht. An den Meisten zerbreche ich. Die Sache mit H. und U. ist besonders schwierig auszuhalten, wenn ich auch jetzt noch Nachrichten von ihnen bekomme. Beide haben mich nach einem Treffen gefragt, da die Beendigung sehr radikal kam. Vorerst sehe ich jedoch kein Treffen in naher Zukunft.

Eines habe ich in den letzten zwei Wochen jedoch gemerkt: egal was war, ich kann mich immer auf einige meiner Kollegen verlassen. Sie sind so herzlich zu mir und ich weiß bloß nicht wie ich damit umgehen soll. In all den Jahren sind Momente, wo sich jemand so um mich gekümmert hat, eher selten gewesen. Aber sie haben es geschafft mir ,in dieser schwierigen Zeit, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und mir für einen Moment Sorgen abzunehmen.
Umso schwieriger ist es, weiter die Person zu sein, die sie angenommen haben. Es ist daher schwierig, da ich im Kopf nur noch Bilder von aufgeschlitzten Armen sehe... es ist alles schwieriger geworden. Ich fühle mich dem nicht mehr gewachsen..

Gestern ist ein wundervoller Schauspieler freiwillig aus dem Leben geschieden.

                       Rest in peace
          Robin Williams * 1951 - 2014