1. Mai 2013

279. Alles braucht Zeit... Trigger!

Befindlichkeit: 5 (Mir gehts nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt und ich brauche Unterstützung)
Suizidalität: 4 (Mir gehts nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt, Suizidgedanken fangen an.)
Tagesziele: nicht erreicht.


Meine lieben Leser, 
dieser Post zeigt euch, wie es in meine Kopf vorgeht. Es mag teilweise verstörend auf euch wirken, aber denkt bitte daran, dass ich noch alles unter Kontrolle habe. Dieser Eintrag ist der Anfang einer  Reihe und soll somit eine Möglichkeit sein, Menschen in meiner Umgebung zu zeigen was ich vor ihnen verberge und nicht auszusprechen zu wage. 





Sie sagen alle zu mir, dass ich in diesem Jahr viel geschafft habe und dass ich stolz auf mich sein kann.
Aber ich kann es nicht. Dieses eine Jahr hat mir mein Leben zerstört. Ich musste das Aufgeben, wofür ich mehrere Monate gekämpft hatte. Alles war einfach weg. 

Um weiter nach vorne zu schauen, müsste ich wahrscheinlich die Geschehnisse aus diesem Jahr aufarbeiten. Aber mit wem soll ich das machen ? Mit den Menschen, die direkt oder teilweise indirekt damit zu tun haben ? Nein. Warum, fragt ihr euch ? Weil ich es schon probiert habe. Es hat mir jedoch kein Mensch zugehört. Sie haben mir alle immer die Schuld an den Sachen gegeben. Kein Mensch hat mich gefragt, wie ich mich fühle, was ich denke, warum ich das gemacht habe. Jeder dachte, dass ich ihnen weh tun wollte. Aber ich wollte es nicht. Ich wollte keinen Mensch weh tun... es war wahrscheinlich einfach nur ein kranker Weg, zu helfen.

Inzwischen bin ich bei Tag, 17 ohne jegliche Selbstverletzung. In den letzten Tagen hat sich mein Druck auf einem konstanten Level eingependelt. Der Druck ist hoch. In meinen Gedanken spielt sich immer das Gleiche Szenario ab. Ich nehme die Klinge und schneide.. schneide immer tiefer und spüre, wie das Blut an meinen Armen runterläuft. Sehe die klaffenden Wunden und bekomme zwiegespaltene Gefühle. Einerseits denke ich mir, dass es gut ist. Aber andererseits denke mir dann, dass es nicht mehr werden dürfen. Meine eigene Wahrnehmung, bei meinen Narben ist sehr verzerrt.



Ich sehe darin nur verblasste Narben, die kaum sichtbar sind. Denke, dass es lange her ist, dass ich mich geschnitten habe.
Für Andere die meinen Arm sehen, merken sofort, dass die Momente wo ich hoffnungslos und verzweifelt war. nicht lange her sein können...




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