7. Juni 2013

306. Flashbacks, angespanntes Verhältnis und Albträume.

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5,5
Tagesziele: nicht erreicht

So langsam verschwindet die Panik gegenüber diesem Krankenhaus. Die letzten 4 Jahre bin ich immer mit einem sehr unguten Gefühl in dieses Gebäude hineingegangen. Immerhin habe ich jedes Mal Flashbacks bekommen. Und immer wieder hatte ich die Angst, dass ich einen der Ärzte wiedertreffe. Die Chance ist immer noch sehr hoch. Die Ärzte von der Intensivstation sehe ich immer noch vor Augen und die ganzen Betreuer und Therapeuten von der Notaufnahme sind wahrscheinlich immer noch nicht gut auf mich zu sprechen. Die Zeit wo man versucht hat mich einzuweisen jährt sich. Vor einem Jahr hat es angefangen, wo die Betreuer nicht mehr wussten wie es weitergeht und mich jedes Mal in die Notaufnahme brachten. Es ging doch auch schon so weit, dass sie die Polizei riefen und mich mittels deren Hilfe hinfuhren...

Ich glaube, ich werde niemals darüber hinweg kommen. Aber dadurch, dass immer mehr Freunde in dieses Krankenhaus kommen und ich sie besuchen möchte, gewöhne ich mich an diese Situation. Leider.

Ich könnte gerade so anfangen zu heulen. Es will nichts mehr klappen. Rein gar nichts..
Aufzählen wäre wahrscheinlich überflüssig...

Aber was wahrscheinlich einer der größten Punkte ist:
Zu allem Überfluss ist mein Verhältnis zu ihm noch sehr angespannt. Zu angespannt. Ich habe jedes Mal Angst, dass ich irgendetwas falsches sagen und ihn dadurch verletzen könnte. Das Gefühl, dass es so ist, ist einfach nur schrecklich..
Es nimmt mich aber so mit, dass ich schon Albträume dadurch bekomme. In jedem einzelnen Traum kommt er  und manchmal sogar noch der ein oder andere von seinen Kollegen vor. Das schlimme ist auch noch, dass es sich so real anfühlt...

Ich frage mich die ganze Zeit, wie lange ich wohl nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie bleiben müsste. Bestimmt nicht länger als 6 Wochen.. Suizidgedanken sind wieder einmal stärker geworden..


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