30. Mai 2013

299. Überdosis, Tränen, Massen an Essen und ein Hospitationstermin.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: keine

Ich fühle mich einfach nur schrecklich. Ich hab Druck, will mich verletzen und wieder eine Überdosis nehmen. Wie gestern.
Hab letzte Nacht 20 Tabletten genommen,  die ich schließlich 6 Stunden in meinem Körper behielt, bis ich sie erbrach. Die Folge des ganzen war, dass ich den ganzen Tag über Krämpfe hatte. 

Vorhin hatte ich dann ein Gespräch mit Holger und Ulf. Dank der Stimmung und der Schmerzen kamen mir am Anfang die Tränen. Beide bemerkten dies und fragten natürlich nach und wollten wissen was denn los ist. Ich blieb stumm und so führten wir das Gespräch fort. 
Nachdem Holger weg war, fragte ich Ulf ob wir spazieren gehen können.

Ich wollte ihm erklären, was los ist und erzählte ihm die Sache mit den Tabletten. Das der Druck mich dazu zwang. Es ist kein normaler Druck in dem Sinne. Oder vielleicht doch ? Ach ich weiß es nicht...
Ich erzählte ihm, dass der Druck zum Teil von dem Essen kommt. Und ich einfach eine Problematik entwickelt habe. Er erzählte mir, dass ihm das schon sehr aufgefallen ist. Immerhin habe ich mich immer schwer getan mit ihm zu kochen bzw. zu Backen. 

Zusammen thematisierten wir noch einmal das Thema Klinik. Nächste Woche Dienstag habe ich einen Termin bei dem psychiatrischen Dienst. Dort soll ich eine Entscheidung treffen. Wenn ich ja sage, dann befinde ich mich Ende nächster Woche in der erwachsenen Psychiatrie. Aber ich habe das Versprechen, dass Ulf mich begleiten wird. 

Ich habe das Gefühl, dass ich Massen an Essen in mir habe. Es sind auch Massen an Essen:
                                                         *Kartoffelbrei 188kcal*
                                                        *2 Früchteriegel 146kcal*
                                                            *Salat ca. 100kcal*
                                                            *3 Waffeln 303kcal*
Ich will alles los werden!! 

Morgen habe ich mein Hospitationstermin in der Wohngruppe. Mal schauen wie es wird. 


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