10. August 2013
336. Ergänzendes zu dieser Woche.
Montag 5.August.2013 - Termin beim Psychiater.
Nachdem ich die Nacht über kaum geschlafen hatte, schleppte ich mich mit letzter Kraft zum Termin beim Psychiater. Haben über die letzten Wochen gesprochen, Krise erwähnt und ihn um eine neue Medikation gebeten & bekommen. Nehme also bereits seit Montag wieder Citalopram und mir gehts soweit recht gut. Schwer auszuhalten.
Dienstag 6.August.2013 (Vormittag) - Termin beim Psychiatrischen Dienst.
Vormittags durfte ich also meinen 14-tägigen Termin im SPD wahrnehmen. Als ich durch die Tür kam, stand sie schon da und einen Augenblick später kam schon ihr Hund ''Homer'' aus einem anderen Gang dazu.
Wir sprachen über das FSJ, die Beziehung zu Holger und meine Ziele, die ich für das HPG (welches nächste Woche stattfindet) brauche. Zum FSJ: Sie erklärte mir, meine Situation aus ihrer Sicht und findet soweit alles ok. Das FSJ würde aber nicht rein passen, denn Fakt ist, ich bin nicht stabil und jeder der mich kennt, weiß dass ich mich leicht überanspruche. Zu Holger: Ich erzählte ihr, dass Holger Urlaub gehabt und nun seit gestern (in dem Fall Montag) wieder da sei und ich mich darüber freue, da ich ihn schon arg vermisst hab. Sie fing dann davon an, dass ich in den Beziehungen zu Ulf und Holger sehr ambivalent sei. Was ja auch stimmt. Aber ich hab die Situation dann wie folgt erklärt: Ich mag Holger als Person, aber nicht seinen Job. Kaum hatte ich es ausgesprochen, fing sie an kurz zu lachen.
Dienstag 6.8.2013 (Nachmittag) - Besuch in der Heimat.
Wie schon im Post von Dienstag beschrieben, war ich in Coppenbrügge. Eigentlich war mein Ziel, zu meinem Vater zu fahren, jedoch hatte ich vorher im Zug schon meiner Tante geschrieben und sie gefragt, ob sie Zeit hätte. Ich dachte ich würde es noch schaffen, aber leider fuhr kein Bus mehr. So entschied ich mich, vom Bahnhof aus durch den Ort zu gehen. So ging ich an meiner alten Grundschule vorbei und bemerkte, dass der Gang (welcher von der Bushaltestelle zur Schule führte) von den Bäumen befreit wurde. Mich machte dies schon irgendwie traurig, denn dieser Gang zauberte mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht.
So langsam ging ich dann in Richtung Burg, wo ich mich mit meiner Tante treffen sollte. Da sie aber noch nicht da war, ging ich in das Museum (welches sich in der Burg befindet).
Dort sah ein Buch mit dem Titel ''Die Geschichte der Emigranten der Salzburger.''
Beim durchblättern des Buches fiel mir ein Foto auf, denn auf dem Foto sah man mein altes Zuhause. Als ich näher hinschaute sah ich, dass man auf einigen Seiten lesen konnte, wie meine Vorfahren aus Bayern nach Coppenbrügge kamen und sich dort nieder ließen. Ich las, wie und wen meine Vorfahren heirateten und welche Kinder starben. Ganz am Schluss stand:
''Nach 250 (!!!) Jahren Familienbesitz verkaufte Frau Z. das Haus an R.v.R.''
Das Haus könnte immer noch uns gehören (und irgendwann auch mir) wenn meine Mutter es nicht verkauft hätte. 250 Jahre Familienbesitz einfach weggeschmissen.
Mittwoch 7.8.2013 - Treffen mit Holger.
Ich sah endlich Holger wieder. Nach ein paar Dingen die wir zusammen erledigen mussten, brachte er mich noch zur Ergotherapie. Er ist zwar nur mein Betreuer, aber ich hatte das Gefühlt, dass nicht er sondern mein Vater neben mir stehen würde. Holger ähnelt meinem Vater so sehr.
Jedenfalls..Auf dem Weg dorthin erzählt er mir noch, was er seiner Tochter zu ihrem Geburtstag schenken würde. War irgendwie süß, welche Gedanken er sich drum macht.
Donnerstag 8.8.2013 - 4. Tattoo, Maschseefest und Wohngruppe.
Wie ihr schon gesehen habt, habe ich mir gestern mein 4. Tattoo stechen lassen. Ich bin stolz, dass ich endlich (aber früher als geplant) die Eigentümerin dieses wunderschönen Tattoo's bin. Jedenfalls hat die ganze Prozedur knapp 70 Minuten gedauert (die Pause ist schon abgezogen) und immer wieder musste Martin (der Tätowierer) aufhören, da die Farbe meine Narben einfach nicht überdecken wollte. Irgendwann nahmen sie die Farbe doch noch an und ich musste mir noch anhören, dass ich damit bloß aufhören soll.
Nachdem ich kurz in meiner Wohnung war, schrieb mir Alina und wir trafen uns in der Stadt. Ich zeigte ihr mein Tattoo und beschlossen dann noch gemeinsam aufs Maschseefest zu gehen. Dort angekommen merkten wir schnell, dass es doch nichts für uns ist und so tranken wir noch ein Longdrink und gingen dann wieder. Während der ganzen Zeit, ist mir immer wieder bewusst geworden, dass wir uns wirklich kaum etwas zu sagen haben. Schade eigentlich, denn ich mag dieses Mädchen als Freundin und Person.
Auf dem Weg nach Hause machte ich noch einen Umweg über die Wohngruppe. Dort angekommen, wurde ich erst einmal angemeckert, dass ich 1 1/2 Stunden zu spät sei -.-. Ich blieb zwar nur eine halbe Stunde, aber ich merkte, wie ich immer nervöser und ängstlicher wurde. (Warum macht mich diese Wohngruppe immer noch so fertig ?)
Freitag 9.8.2013 - FA.
Den ganzen Tag über nur gefressen. Ich hasse mich so sehr!! Morgen früh gehe ich erst einmal ins Fintnessstudio und danach noch in die Apotheke. Ich brauche neue, stärkere und vorallem viele Tabletten. Ohne gehts einfach nicht und ganz ehrlich ? Ich SCHEIßE auf das Ziel in meinem HPG, dass ich einen Plan entwickeln soll, dass ich keine Tabletten mehr nehme.
Mein Körper muss für das, was er tut bestraft werden!!!
Sorry, für den langen Text. Ich sollte mir vielleicht angewöhnen jeden Tag wenigstens einbisschen zu schreiben.
Gute Nacht und haut rein :)
8. August 2013
6. August 2013
334. Maske bröckelte und fiel.
In Coppenbrügge gewesen - geborgen und heimisch gefühlt.
Beim Zumba gewesen - dumm gefühlt, aber es hat Spass gemacht.
Bei ihr Zuhause gewesen - aufgehoben gefühlt.
Fahrt zum Bahnhof - lächerlich,eklig und beschissen gefühlt. Maske bröckelte langsam.
Im Zug - Druck,Suizidgedanken,Selbsthass - ich möchte Tabletten nehmen!!!
Holger angerufen - 2 Minuten telefoniert, er ist müde und will schlafen gehen.
Nachher in meiner Wohnung - hoffentlich kommt mehr Blut als sonst.
4. August 2013
333. Ich darf nicht existieren!!
Tabletten intus, aber wie viel waren es jetzt genau ? 15 oder 20? Ich weiß es schon gar nicht mehr. Aber fakt ist, ich spüre rein gar nichts. Hass, Selbsthass!
Will schneiden oder wenigstens kotzen. Hauptsache ich schade mir irgendwie.
332. Denn er fühlt alles, was wir fühlen.
1. August 2013
331. Dies ist kein Abschied, denn ich war nie willkommen.
31. Juli 2013
330. Ruhe.
Verzweifelt und erschöpft.
Möcht meine Ruhe haben und bekomme sie nicht.
Wieso kann ich nicht einfach einsam und alleine sterben?!
- Essen: ca. 1100kcal gegessen (zu viel!!!)
- Tagesziele nicht erreicht
- SvV: Tag 2
-Stimmung: mittelmäßig bis schlecht.
29. Juli 2013
329. Man siehts sogar schon.
''Entschuldige bitte, aber ich muss das jetzt wirklich einmal sagen. Du siehst total niedergeschlagen aus. Hast du mal daran gedacht, dich wieder stationär aufnehmen zu lassen?''
Ich dachte echt, ich höre nicht richtig. (Man sieht mir die Depression also schon an!) Aber sie hat schon Recht mit dieser Äußerung. Ich muss in die Klinik, aber das einzige was mich daran hält... na ja.. ist der Gedanke, dass ich diesen Aufenthalt nicht in der KJP, sondern in der normalen Psychiatrie verbringen müsste. Mir wäre es sogar schon Recht, wenn ich nur noch dieses eine Mal auf die Bult kommen könnte. Der letzte Aufenthalt von vor vier Jahren ist zwar sehr negativ in meinem Gedächtnis hängen geblieben, aber ich wäre auf einer Station wo ich die Menschen kenne.
Ich habe solch eine Angst vor den nächsten vier Wochen.
Die ganze Zeit bin ich nun schon am überlegen, ob ich nicht Christian oder Nico anrufen soll. Die beiden sind Kollegen von Ulf und haben sich bereit erklärt, mich zu betreuen wenn irgendetwas in dieser Woche ist. Aber ich bin irgendwie zu stolz, um dieses Angebot anzunehmen. Kann ich denn nicht wenigstens eine Woche ohne Betreuer auskommen ???
Ich möcht' nicht mehr!
328. Rückfall der 3728282855839 !!
Geschnitten - mit der Hoffnung, dass der Druck nachlässt und gute Gefühle kommen. Aber bis jetzt ist rein gar nichts passiert, obwohl das Blut immer noch fließt.
Mit der Hoffnung, dass diese Gedanken aufhören habe ich jetzt Truxal genommen. Ich hoffe, ich wache nie wieder auf.
28. Juli 2013
327. Krankes Hirn, ein Traum und eine Welt voller Qualen,
Vor ein paar Minuten ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mich inzwischen eigentlich isoliere.
Aus meiner Wohnung gehe ich nur dann, wenn ich ein Termin habe oder wenn ich mich mal mit einem anderen Menschen treffe. Dieser muss mir jedoch schon sehr viel bedeuten. Selbst bei Facebook habe ich mich erst einmal deaktiviert. Für mich ist die Welt dort draußen einfach nur noch eine Qual. Und das einzige was ich möchte ist Ruhe.
26. Juli 2013
326. Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.
Vor ein paar Tagen war ich auf einer Geburtstagsfeier und mir ging es den ganzen Abend relativ gut. Spätabends wollten wir dann noch feiern gehen, aber sind dann doch wieder gefahren und dann passierte es. Meine Stimmung war wie so oft im anderen Moment schlecht. Alina hatte das gesehen und fragte mich die ganze Zeit, was denn los sei. Aber ich konnte ihr einfach nicht sagen, dass es mir wieder so schlecht geht.
25. Juli 2013
325. Wie so oft in den letzten Tagen.
Und schon wieder liege ich am Boden und bin wieder derart verzweifelt, dass ich aufgeben möchte.
Ich will nicht leben und nicht tot sein. Ich möchte nur sterben.
Das Gefühl, was ich so sehr vermisse.
21. Juli 2013
324.
19. Juli 2013
322. Das Leben kotzt täglich an.
18. Juli 2013
321. Never to forget.
17. Juli 2013
320. Wahrscheinlich war es einfach nur ein Traum.
16. Juli 2013
319. Weil ich weiß, dass ich ohne dich nicht mehr kann.
15. Juli 2013
318. "I need your love, I need your time..."
Ich bin verzweifelt, sehr verzweifelt. Schwanke von beiden Seiten hin und her.
Leben oder sterben ? Die Menschen verlassen oder die Zeit, die man für mein Leben bestimmt hat, versuchen zu genießen und zu leben ?
Ich will mich entscheiden, aber kann es nicht. Ich kann nicht ohne die Menschen leben, die bereits gestorben sind.
Diese Menschen gaben mir ein Gefühl, das Gefühl, was ich immer brauchte und immer brauchen werde. Sie gaben mir Liebe, Geborgenheit und Zuversicht.
Ich vermisse meinen Vater. Möchte bei ihm sein, seine Nähe spüren.
12. Juli 2013
317. Kaputt, gemischte Gefühle und kein Lächeln mehr - bin zurück aus Holland.
8. Juli 2013
316. Holland!
Ich wünsche euch ein paar schöne Tage und bis Freitag!
6. Juli 2013
315. Ein Hin und Her.
19. Juni 2013
314.
Adresse gibts auf Anfrage (!) über meinen Facebook - Account oder ihr setzt einen Kommentar unter diesen Post.
313. Ich wünsche mir mein altes Leben zurück.
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.
Positiv kann man den Tag jetzt nicht beschreiben - ich wünsche mir mein altes Leben zurück.
Wie jeden Abend macht sich der Druck breit. Möchte tief schneiden, meine Haut zerstören. Bin der Meinung, dass sie sich genug ausgeruht hat. Sie soll bluten.. Jetzt!
Ich dachte, ich könnte mit ihm reden. Er war immer der, der mich in der Wohngruppe am meisten verstanden hat. Und was ist ? Nichts. Bin alleine. Es versteht keiner meine Gedanken. Die, die mich aus meiner Gefühlswelt herausholen können sind weg. Weit weg.
17. Juni 2013
312. Zurück auf Anfang.
Suizidalität: 3,5
Tagesziele: nicht erreicht.
Da öffne ich mich einmal und bekomme dann nur solche Kommentare. Macht doch was ihr wollt. Es ist einfach nur schade, dass man immer verurteilt wird.
16. Juni 2013
311. Same shit!
Suizidalität: 4
Tagesziele: wie immer nicht erreicht.
Tja.. was gibts zu erzählen ? Relativ wenig.
Der Termin beim Psychiater war jetzt nicht so der Hit, aber was solls..Hab ihm von dem Medikamtenmissbrauch erzählt. Er meinte nur dazu, dass es ja auch zum selbstverletzenden Verhalten gehört. Weiß ich ganz genau und ich habe noch nicht einmal studiert! Jedenfalls habe ich dann noch eine Verordnung für weitere Ergotherapiestunden bekommen und dazu noch ein Rezept für Truxal.
Morgen steht der nächste Termin beim psychiatrischen Dienst an. Wird bestimmt wieder lustig in der Vergangenheit rumzustochern.. ach ja..
13. Juni 2013
310. Wie ist es, sein Leben auf einem Stück Papier zu beenden?
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: nicht erreich
Ich konnte in seinen Augen so viel Leid sehen und erkennen das er selbst mit den Tränen kämpft. So bemerkte ich auch, dass wir wahrscheinlich gerade die selben Gefühle in uns hatten. Wir beide waren traurig und redeten auch darüber.
Ich versuchte ihn zu trösten, ihm Halt zu geben. Ihm das zu geben, was ich die ganze Zeit von ihm bekam.
Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht wirklich. Dieses Treffen hat mir jedoch gezeigt, dass er auch nur ein Mensch ist und nicht immer nur stark sein kann.. Selbst ein Betreuer lässt Tränen zu.
Inzwischen zieht mich alles runter. In den Medien wird von Menschen berichtet die einen Suizidversuch unternommen haben. Der bekannteste Versuch mag wohl in diesen Tag der von Paris Jackson sein.
Dabei kommen immer wieder die gleichen Fragen hoch.
Wie schreibt man einen Abschiedsbrief, der voller Emotionen geladen ist?
Wie ist es, sein Leben auf einem Stück Papier zu beenden?
Wie, frage ich euch, wie soll man etwas erklären, das für andere feige, sinnlos und als Sünde angesehen wird?
Wie soll man den Schmerz, der tief in der Seele fest sitzt und so sehr schmerzt, beschreiben?
Wie soll man erklären, was der Unterschied zwischen den inneren Kampf zwischen nicht mehr leben und 'es noch einmal versuchen' erklären?
Wie, dass abwiegen, zwischen der endlosen, eigenen Sehnsucht nach nicht mehr leben wollen und der Bitte, der Anderen weiter am Leben bleiben zu sollen, in Wort fassen?
Wie die eigene, sinnlosvorkommende Existenz, die man hasst und die schwerer auf der Seele liegt, als die Nichtahnung vor dem Tod, zu erklären?
Wie soll man es erklären, dass man lieber tot wäre, als weiter zu existieren und den täglichen Schmerz zu ertragen?
Morgen habe ich wieder einmal einen Termin bei meinem Psychiater. Ich weiß gerade gar nicht, wie ich darüber denken soll. Der letzte Termin lief schon nicht optimal, wie soll dann der bloß morgen werden ?
309. Zurück aus London.
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.
Neuer Blog ist online. In den nächsten Tagen werde ich ihn langsam fertig machen, sodass dieser Blog geschlossen werden kann. Der neue Blog soll dann die letzte Möglichkeit sein, wenn er wieder so verkommt, werde ich ganz aufhören zu bloggen.
Wer den Link haben möchte, kann mir bei facebook schreiben oder hier einen Kommentar drunter setzen.
Meine Stimmung an sich ist gerade schlecht. Ich bin heute Mittag wieder in Hannover angekommen und kann sagen, dass London nichts für mich ist.
Ich bin eigentlich nur hin geflogen um dann sagen zu können: ''Ja, ich habe diese Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten gesehen.''
Als ich vormittags dann endlich an kam, war meine Stimmung einigermaßen gut. Mit jeder Stunde die verging, sank meine Stimmung immer weiter nach unten, sodass ich abends genervt war und schlimmen Druck und heftige Suizidgedanken hatte.
Und der Auslöser war einfach nur, dass immer wieder Krankenwagen und Polizeiautos durch die Straßen gefahren sind und dabei die Sirene anhatten.
Wahrscheinlich muss ich das mal erklären:
Immer wenn ich die Sirenen und Martinshörner höre, zucke ich zusammen. Ich verbinde mit diesen Geräuschen viele negative Erinnerungen. In London wurden die Erinnerungen verstärkt. Ich vermute, dass es an der anderen Atmosphäre gelegen hat, in der die Geräusche ertönten..
Einige Bilder:
10. Juni 2013
308. Welcome Great Britain
Freue kann ich mich jedoch nicht wirklich. Der Grund ist meine ''Familie''...
9. Juni 2013
307. Das wars dann wohl.
Überdosis oder Schneiden.
7. Juni 2013
306. Flashbacks, angespanntes Verhältnis und Albträume.
Suizidalität: 5,5
Tagesziele: nicht erreicht
So langsam verschwindet die Panik gegenüber diesem Krankenhaus. Die letzten 4 Jahre bin ich immer mit einem sehr unguten Gefühl in dieses Gebäude hineingegangen. Immerhin habe ich jedes Mal Flashbacks bekommen. Und immer wieder hatte ich die Angst, dass ich einen der Ärzte wiedertreffe. Die Chance ist immer noch sehr hoch. Die Ärzte von der Intensivstation sehe ich immer noch vor Augen und die ganzen Betreuer und Therapeuten von der Notaufnahme sind wahrscheinlich immer noch nicht gut auf mich zu sprechen. Die Zeit wo man versucht hat mich einzuweisen jährt sich. Vor einem Jahr hat es angefangen, wo die Betreuer nicht mehr wussten wie es weitergeht und mich jedes Mal in die Notaufnahme brachten. Es ging doch auch schon so weit, dass sie die Polizei riefen und mich mittels deren Hilfe hinfuhren...
Ich glaube, ich werde niemals darüber hinweg kommen. Aber dadurch, dass immer mehr Freunde in dieses Krankenhaus kommen und ich sie besuchen möchte, gewöhne ich mich an diese Situation. Leider.
Ich könnte gerade so anfangen zu heulen. Es will nichts mehr klappen. Rein gar nichts..
Aufzählen wäre wahrscheinlich überflüssig...
Aber was wahrscheinlich einer der größten Punkte ist:
Zu allem Überfluss ist mein Verhältnis zu ihm noch sehr angespannt. Zu angespannt. Ich habe jedes Mal Angst, dass ich irgendetwas falsches sagen und ihn dadurch verletzen könnte. Das Gefühl, dass es so ist, ist einfach nur schrecklich..
Es nimmt mich aber so mit, dass ich schon Albträume dadurch bekomme. In jedem einzelnen Traum kommt er und manchmal sogar noch der ein oder andere von seinen Kollegen vor. Das schlimme ist auch noch, dass es sich so real anfühlt...
Ich frage mich die ganze Zeit, wie lange ich wohl nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie bleiben müsste. Bestimmt nicht länger als 6 Wochen.. Suizidgedanken sind wieder einmal stärker geworden..
6. Juni 2013
305. Sommer 2012
5. Juni 2013
304. Endlosschleife.
Jeder Tag ähnelt den anderen.
Es fühlt sich so an, als würde ich mich in einer Endlosschleife befinden. Alles erblasst in Dunkelheit und dass, obwohl es mir gut gehen müsste.
Müsste..
Die Fahrstunde lief heute eigentlich gut. Mein Fahrlehrer meinte, dass ich so eine positive Energie ausstrahle. Irgendwie voll lieb gemeint :')
Und dann das.. ich komme nach Hause und fange wieder einmal an zu essen. Es ist einfach nicht mehr normal. Mir wurde schlecht und ich wollte einfach nur kotzen. Geschafft hab ich es leider nicht.
Deswegen bin ich gerade auf dem Weg ins Fitnessstudio. Muss diese ganzen Kalorien loswerden, auch wenn es heißt, dass ich 2 Stunden trainieren muss.
Ich hasse mich so sehr...
303. Eine Mischung, täglicher Mist und mal wieder das Thema WG.
4. Juni 2013
302. Zu gesund.
Und natürlich habe ich es ihr nicht gesagt. Hab das Thema Klinik gar nicht angesprochen. Noch nicht einmal mit einem Wort.
Denke wohl, dass ich noch zu gesund dafür bin.
Mit dem Verhalten und den Gedanken ist doch noch alles ok, oder ? Klinik ist also noch nicht drin..
Werde wohl warten, bis ich gar nicht mehr kann.
3. Juni 2013
301. Die guten Klingen,..
1. Juni 2013
300. Und hoffentlich tut er nachher dass, was ich nicht schaffe.
30. Mai 2013
299. Überdosis, Tränen, Massen an Essen und ein Hospitationstermin.
29. Mai 2013
298. Nächtliche Einbrüche.
28. Mai 2013
297. Keine Klinik, FSJ mit Behinderten und ein gestörtes Essverhalten.
26. Mai 2013
296. Ekel, Jan Leyk und ne Taube.
23. Mai 2013
295. Abbruch, Wiedersehensfreude und endlich das 3. Tattoo!
22. Mai 2013
294. Und wieder einmal hadere ich mit mir.
293. Irgendwo zwischen Flashbacks, Glück und Verzweiflung.
20. Mai 2013
292. Glücklich vs. Traurigkeit.
18. Mai 2013
291. CSD und ESC
17. Mai 2013
290. Handeln
289. Unterstützung.
16. Mai 2013
288. Stolz.
Suizidalität: 4
Tageszeiten: teilweise erreicht.
Ich bin so überrascht. Nicht von mir oder so, sondern von Nora.
Nora ist eine sehr liebe Freundin von mir. Ich kenne sie inzwischen seit gut 4 Jahren und wir haben einbisschen was gemeinsam.
Neben der Schule haben wir auch den gleichen Musikgeschmack und vor allem aber haben wir beide psychische Probleme.
Nora war immer eine, die sich nie helfen lassen wollte. Jeder Versuch ihr zu helfen, lief ins Leere.
Gestern hat sie mir nun geschrieben, dass sie sich bei ihrer Krankenkasse um eine Reha bemüht hat. Schon bald wird sie in der Klinik sein.
Ich bin einfach nur froh, dass sie sich nun Hilfe holt. Sie meinte auch zu mir, dass ich es auch noch einmal versuchen soll...
Klinik ist im Moment einfach nicht drin.
Nächste Woche kommt endlich Ulf wieder! Ich freue mich total auf ihn und habe mir jetzt einfach mal vorgenommen, dass ich die Treffen mit ihm erhöhe. Ich möchte ihm einfach zeigen, dass ich Interesse habe und ihn auch mag! In den letzten Woche ich habe ich das nämlich sehr reduziert.
15. Mai 2013
287. Ein Versuch, mein Leben erträglicher zu machen.
Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.
Ich war einbisschen überrascht, als er mich gestern ein Junkie nannte. Und das alles nur, weil ich mehr Truxal haben wollte. Mehr als mein Arzt mir erlauben würde.
Diese Aussage hat mich zum nachdenken gebracht. Wie viele Tabletten hab ich bei meinem Medikamentenmissbrauch schon genommen ? Mehr als 500 sind es aufjedenfall schon...
Im Moment esse ich wieder einmal kaum etwas. Und wenn, dann ist es Obst, Gemüse und Joghurt.
So erlange ich täglich eine Kalorienzufuhr von etwa 400. Wenn es so weitergeht, hab in einem Monat knapp 10 Kilo abgenommen...Selbsthass sei dank...
13. Mai 2013
286. Dann bin ich am Zug.
Suizidalität: 4
Tagesziele: teilweise erreicht.
Da ist es also wieder. Genau das, was mir schon so viele Betreuer, Therapeuten und Ärzte vorgeworfen habe. Alle meinen, dass ich spiele. Ich spiele ein Spiel.
Und meine Gegenspieler sind sie - Betreuer, Therapeuten und Ärzte.
Doch niemand weiß, dass ich dieses Spiel gewinnen werde. Keiner kann mich davon abhalten, sie können mein Gewinnen nur herauszögern.
Ich glaube, ich werde morgen im Psychiatrischen Dienst anrufen. Ich denk, ich werde wohl in einer Krise sein.
12. Mai 2013
285. September 2009
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.
Es war ein ganz normaler Vormittag im Spätsommer. Sie saß in einem Gespräch mit ihrer Mutter und zwei Lehrerinnen und sollte erklären, warum sie keine Entschuldigungen habe. Sie sagte, dass sie sie gefälscht hätte, mehr nicht. Die drei Frauen redeten auf sie ein, aber sie blieb stumm. Irgendwann sollte sie ihre Gedanken aufschreiben und brachte diesen Satz auf das Papier:
''Ich habe Angst, dass ich versuche könnte mich umzubringen.''
Eine der beiden las den Satz und zeigte ihn ihrer Kollegin. Sie forderten sie auf, ihnen alles zu bringen. Das Mädchen holte ihre Sachen und fuhr nach Hause. Als sie wieder kam, hatte sie eine Dose Tabletten dabei. Sie war halbvoll und gab sie einen der beiden Lehrerinnen.
Am Nachmittag fand sie sich in der Begleitung ihrer Lehrerin im Krankenhaus wieder. Sie sollte reden. Sie erzählte von ihrem Leid, aber dass sie sich nie etwas antun würde. Der Arzt glaubte ihr, machte aber trotzdem einen Vertrag mit ihr. Sie durfte gehen.
- 2 Wochen später -
Sie konnte das Versprechen nicht mehr einhalten und versuchte es. Ihr Körper wollte jedoch leben und ließ sie knapp 20 Stunden schlafen. 4 Tage später saß sie wieder in einem Gespräch mit ihren Lehrerinnen. Diesmal wollte sie das Gespräch. Sie wollte Hilfe und so erzählte sie ihnen von ihrem Suizidversuch.
Am Abend rief eine der beiden Lehrerinnen an und wollte ihre Mutter sprechen.
Sie sagte, dass ihre Mutter nicht da sei. Die Lehrerin akzeptierte es.
Am nächsten Mittag kam sie von der Schule nach Hause und ihre Mutter erzählte ihr, dass eine der Lehrerinnen angerufen hätte. Weiterhin erzählte sie auch noch, dass sie gleich einen Termin in der Psychiatrie hätten. Am gleichen Tag wurde sie weggeschlossen. Sie sollte 42 Tage in der Kinder - und Jugendpsychiatrie bleiben.
Es ist meine Geschichte. Passiert ist sie im September 2009. Verarbeitet ist sie jedoch noch lange nicht.
Eigentlich gelingt es mir, dass ich diese Geschehnisse verdränge. Aber in der letzten Zeit kommen all diese Erinnerungen wieder hoch. Es fühlt sich so an, als hätte es die letzte 4 Jahre nicht gegeben...
Als wäre alles, was in den Jahren passiert ist, nicht mehr da.
11. Mai 2013
284. Grau in grau.
Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: /
Machtlos,leer.
Gedanken schwirren durch den Kopf.
Einige sind neu, andere altbekannt - doch alles zeigen sie mir das Gleiche.
Die Angst kommt hoch. Angst vor allem und jeden.
Kann wieder nicht schlafen.
Liege hier und denke immer weiter nach. Überlege wo ich nachher Tabletten herbekomme. Mir fällt nichts ein.
Erinnere mich an das letzte Jahr.
Alles war perfekt. Ich habe gelebt, geliebt..
Alles ist vorbei.
Nichts wird so sein, wie es einmal war. Genau das macht mich so unendlich traurig.
Sie sagen mir, dass ich mich ändern muss. Mir ist das bewusst, aber wo ist der Wille nach einem gesunden und glücklichen Leben ?
Wo hat sich die Hoffnung versteckt ? Habe ich sie bei den ganzen Gefühlen und Gedanken übersehen ? Wahrscheinlich werde ich sie nie wieder finden. Alles ist so schwarz.
Die Welt, die Gedanken, die Empfindungen.... alles ist so farblos.
8. Mai 2013
283. Alles abladen und verschwinden.
282. Es wird das richtige sein.
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht
Das wagt sie sich ernsthaft zu mir in die Wohnung und schwafelt mir etwas von ''Ich liebe dich'' vor.
Dann besitzt sie auch noch die Frechheit mir zu sagen, dass ihre Entscheidung mich in die Klinik einzuweisen die Richtige war.
Da frage ich mich doch ernsthaft, was soll der scheiß? Sie war niemals für mich da und hat dafür gesorgt, dass mein Leben so ist, wie es ist. Ich hasse meine Erzeugerin.
Jedenfalls hat sie dafür gesorgt, dass ich gleich zur Klinge greifen werde. Ich werde den Rückfall genießen. 23 Tage ohne Blut ? Wie konnte ich nur ?
5. Mai 2013
281. 21 Tage, 504 Stunden und 30240 Sekunden.
Suizidalität: 4
Tagesziele: aufräumen, lernen, ggf. Fitnessstudio
Ich könnte so kotzen. Es sind inzwischen wieder drei Wochen ohne jegliche Verletzungen. Eigentlich müsste ich stolz auf mich sein und es als einen Anfang zum aufhören sehen.
Aber das kann ich einfach nicht. Ich habe das Gefühl, dass mit jedem Tag wo ich mich nicht verletze, immer mehr von mir stirbt. Die Sachen die mich ausmachen, werden nicht mehr da sein - sterben einfach.
Meine Motivation etwas hier in meiner Wohnung zu machen, sprich aufräumen und putzen, ist relativ niedrig. Ist es euch schon einmal aufgefallen, dass die Tage so schnell vorbei gehen ? Kaum ist man aufgestanden, ist es schon wieder Zeit ins Bett zu gehen und zu schlafen.
Das Leben rennt einem weg und man kann einfach nichts dagegen machen.
Die Monate vergehen und ich weiß nicht was ich ab August machen soll. Ich weiß nicht, ob ich eine Ausbildung oder ein FSJ machen soll. Dann wäre da aber auch noch die Möglichkeit einfach zu arbeiten. Aber wer sagt mir, dass ich das aushalte? Ich denke mal, dass ich im Leben erst richtig durchstarten kann, wenn ich die Krankheiten bekämpfe und anfange zu leben...
Leben - was ist das ?
4. Mai 2013
280. Wir leben nicht um zu Sterben. Wir sterben für das Leben.
Suizidalität: 4 (Mir geht es nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt, Suizidgedanken fangen an.)
Tagesziele: /
Wie verzweifelt müssen Menschen sein, wenn sie keine Zukunft mehr für ihr Leben sehen und sich hinsetzen und einen Abschiedsbrief schreiben ?
Mir war bewusst, dass es ohne Medikamente nicht besser werden wird. Mir war auch bewusst, dass es noch schlimmer wird, wenn ich nicht mehr zur Therapie gehe. Aber mir war nicht bewusst, dass es solch ein Ausmaß annimmt.
Die letzten Tage waren nicht besonders toll. Donnerstag hat es wieder einmal ein neues Ausmaß angenommen. Wenn so viele Gedanken auf einen einprallen, kann selbst ein gesunder Mensch sich nicht beruhigen. Ich fragte mich nur die ganze Zeit, was ich tun soll. Dachte darüber nach in der Wohngruppe anzurufen und um Hilfe zu bitten. Und auch, ob ich Holger in seinem Frei anrufen soll.
Aber beides tat ich nicht.
Ich legte mich auf den Fußboden und nahm ein Blatt und fing an zu schreiben. Das Resultat war ein Abschiedsbrief.
Das schreiben half mir und ich begann mich zu beruhigen.
1. Mai 2013
279. Alles braucht Zeit... Trigger!
Suizidalität: 4 (Mir gehts nicht gut. Meine Stimmung ist bedrückt, Suizidgedanken fangen an.)
Tagesziele: nicht erreicht.
Meine lieben Leser,
dieser Post zeigt euch, wie es in meine Kopf vorgeht. Es mag teilweise verstörend auf euch wirken, aber denkt bitte daran, dass ich noch alles unter Kontrolle habe. Dieser Eintrag ist der Anfang einer Reihe und soll somit eine Möglichkeit sein, Menschen in meiner Umgebung zu zeigen was ich vor ihnen verberge und nicht auszusprechen zu wage.
Sie sagen alle zu mir, dass ich in diesem Jahr viel geschafft habe und dass ich stolz auf mich sein kann.
Aber ich kann es nicht. Dieses eine Jahr hat mir mein Leben zerstört. Ich musste das Aufgeben, wofür ich mehrere Monate gekämpft hatte. Alles war einfach weg.
Um weiter nach vorne zu schauen, müsste ich wahrscheinlich die Geschehnisse aus diesem Jahr aufarbeiten. Aber mit wem soll ich das machen ? Mit den Menschen, die direkt oder teilweise indirekt damit zu tun haben ? Nein. Warum, fragt ihr euch ? Weil ich es schon probiert habe. Es hat mir jedoch kein Mensch zugehört. Sie haben mir alle immer die Schuld an den Sachen gegeben. Kein Mensch hat mich gefragt, wie ich mich fühle, was ich denke, warum ich das gemacht habe. Jeder dachte, dass ich ihnen weh tun wollte. Aber ich wollte es nicht. Ich wollte keinen Mensch weh tun... es war wahrscheinlich einfach nur ein kranker Weg, zu helfen.
Inzwischen bin ich bei Tag, 17 ohne jegliche Selbstverletzung. In den letzten Tagen hat sich mein Druck auf einem konstanten Level eingependelt. Der Druck ist hoch. In meinen Gedanken spielt sich immer das Gleiche Szenario ab. Ich nehme die Klinge und schneide.. schneide immer tiefer und spüre, wie das Blut an meinen Armen runterläuft. Sehe die klaffenden Wunden und bekomme zwiegespaltene Gefühle. Einerseits denke ich mir, dass es gut ist. Aber andererseits denke mir dann, dass es nicht mehr werden dürfen. Meine eigene Wahrnehmung, bei meinen Narben ist sehr verzerrt.






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