9. September 2013

366. Wünsche und Träume.

In mir drin sind so viele Gedanken und Gefühle. Einerseits möchte ich sie jemandem erzählen aber andererseits, weiß ich nicht wem ich sie anvertrauen kann. Ich habe in den letzten Tagen gesehen, dass es keine gute Idee war H. alles zu erzählen.. Erst heute sagte er wieder, dass er wegen meiner Hirngespinst sauer gewesen sei. Und dann schnitt er wieder mein größtes Problem an:
er sagte mir, dass ich die Gespräche (die ich nur mit ihm machen möchte) auch mit U. machen soll. U. müsste es vorallem auch deswegen machen, weil H. nur noch bis November für mich zuständig ist.
Ich habe solch eine Panik davor. Wenn ich H. verliere, gebe ich U. gleich mit ab. Lieber H. als U.

Bei der Arbeit läuft es ganz ok. Ich bin froh, dass ich im Moment in einer anderen Schicht als meine Anleiterin arbeite und dementsprechend in Ruhe arbeiten kann. Ich werde morgen früh noch einmal mit einer Kollegin über das Ganze reden und danach werde ich auch noch das Gespräch mit der Pflegedienstleitung suchen.

Heute ist der 13. Tag ohne eine neue Wunde. Ich würde mich am liebsten verletzen, aber durch die Arbeit bin ich Nachmittags so fertig, dass ich noch nicht einmal zum DM komme und neue Klingen zu kaufen.



Ich wünsche euch eine gute Nacht und schlaft gut!

365. Coming home.

Und nächste Woche ist es soweit - Freude und Angst zugleich.

7. September 2013

364. Vor einem Jahr.

Der 7.9.2012 fiel auf ein Freitag. Ich ging in die Schule und kam um 15 Uhr zurück in die WG. Dort warteten schon meine beiden Betreuerinnen auf mich und fragten mich, ob ich Suizidgedanken hätte. Ich wusste nicht, warum sie mich fragten. Bis sie sagten, dass sie einen Anruf bekommen hätten und daraufhin in meinem Zimmer einen Abschiedsbrief  gefunden hätten. Ich rannte nach oben, schmiss meine Sachen auf den Fussboden und griff zu einer Klinge und rannte hinaus in den Garten. Ich versteckte mich hinter dem Schuppen, in der Hoffnung sie würden mich nicht finden. Nach kurzer Zeit kamen sie jedoch schon und sagten zu mir, dass ich jerzt zwei Möglichkeiten hätte: entweder ich fahre freiwillig mit in die KJP oder sie rufen die Polizei zur Hilfe.
Eine Stunde später befand ich mich in der KJP und versuchte mit aller Kraft nicht eingewiesen zu werden. Ich hatte gute Chancen, bis auf einmal die Ärztin in den Raum kam, mit der inzwischen schon mehrmals zu tun hatte. Sie war schwerer zu überzeugen, aber ich schaffte es und konnte (mit festen Bedingungen) nach Hause.

Heute (ein Jahr später) sind die gleichen Gedanken wieder da.
Ich kann nicht mehr.

6. September 2013

363. Mit Sicherheit.

Wenn es nicht in 12 Tagen passieren wird, dann wird es am 10. November zu 100%  passieren.

5. September 2013

362. Wo die Zeit scheinbar niemals vergeht.

Die beiden gehen mir im Moment wieder einmal sehr auf die Nerven. Wenn ich den einen anrufe, dann bekomme ich nur eine genervte Stimme zu hören und bei dem anderen stoße ich einfach nur noch auf Granit. Ganz ehrlich ? Ich habe einfach keine Lust mehr auf euch. Ihr seit mir zwar sehr ans Herz gewachsen, aber so bringt es auch nichts mehr.. Am Besten, ich beende das hier und jetzt. Schluss, aus, vorbei!!

Im Moment bin ich kaputt und müde. Der Stress mit den beiden, das frühe Aufstehen und meine Anleiterin saugen mich komplett aus. Ich bin froh, dass ich heute meinen Dienst schon hinter mir habe und dass ich morgen frei habe. 

In 2 Wochen ist es dann endlich wieder so weit.

4. September 2013

361. Lage.

Stimmung ist nicht die Beste, aber was soll's. Bei der Arbeit, kommt so langsam die Routine und die Fehler werden weniger. Mit H. und U. läuft es meiner Meinung nach sehr schlecht, aber ich weiß auch nicht wirklich was ich machen kann. Shit happens!

Bis die Tage!

2. September 2013

360. Kurzes vom Tag.

Ich konnte den Schock, die Unverständnis und die Ratlosigkeit in H. Gesicht sehen. Er blieb die ganze Zeit stumm vor mir sitzen und erst als ich gehen wollte, meinte er dass ich doch noch bleiben soll. Wir müssten über die Sache dringend reden, aber ich ging.
Jetzt herrscht Funkstille zwischen uns. Ich muss die Sache irgendwie klären. Irgendwie.

Heute kam der Tag, vor dem ich  die letzten Wochen und besonders heute Morgen noch solche Angst hatte. Gestern begann offiziel mein FSJ, jedoch musste ich heute erst anfangen. 
Die Zeit verging den Vormittag über sehr langsam, aber um 13 Uhr hatte ich es dann auch endlich geschafft. Ich musste dann nur noch auf den Spätdienst warten und die Übergabe mitmachen. 
Bis Donnerstag habe ich nun Frühschicht, Freitag habe ich frei, aber dafür muss ich das Wochenende durcharbeiten. Yeah -.-''

Macht's gut (und besser als ich) und schlaft schön  :* 

31. August 2013

359. That's life bitches!!

Bei mir läuft es drunter und drüber. Ich versuche alles richtig zu machen, doch was genau bedeutet ''Richtig''?  Wahrscheinlich hat jemand eine richtige Meinung, ein anderer eine Falsche und noch jemand (wie ich) eine verzerrte Meinung, was 'Richtig' bedeutet.

Bei mir läuft im Moment 'Fabian Buch - Turn off the lights' rauf und runter. Für mich ist dieses Lied einfach der Inbegriff an einen wunderschönen Herbst. Es war der erste Herbst, den ich in der Wohngruppe verbrachte und ich immer wenn ich zum Praktikum fuhr, machte ich dieses Lied an.
Und nun wird es draußen wieder Herbst und ich freue mich einerseits, aber andererseits habe ich auch schreckliche Angst.
So schön der Herbst auch ist, diese Zeit bedeutet für mich, dass ich mit täglichen Flashbacks kämpfen muss.

Es gibt eine Nachricht, über die ich ganz froh bin:
seit Dienstag war nicht klar, ob die Freundin meines Bruders schwanger ist, oder nicht. Jetzt ist klar, dass ich keine Tante werde und bin so etwas von froh. Ich bin deswegen so froh, weil nicht noch ein Kind in diese beschissene Familie hineingeboren werden soll. Es würde nur schlechte Gene haben und ich bin mir sicher, dass es sich später dafür so hassen würde.

Beim Einkaufen sah mein Arm auf einmal schrecklich aus. Und man muss auch bedenken, dass es nur die Spuren der letzten Tage sind, die ihn so schlimm aussehen lassen:



Entschuldigt bitte, das komplette Durcheinander. 


30. August 2013

358. I need your love.

Noch nie war ich mir in einer Sache so sicher wie jetzt. Ich hab mich entschieden.

29. August 2013

357. Nothing.

Gibt nicht so viel zu berichten.

Fühle mich vernachlässigt von ihm, hasse mich jeden Tag mehr und mehr, und fange Montag meinen Dienst an. Keine Lust mehr. 

28. August 2013

356. Zwischen Leben und Tod

Sie sind alle darauf bedacht, dass es mir gut geht. Sie alle möchten, dass ich weiterlebe. Aber wofür ? Ich befinde mich seit Monaten zwischen Leben und Tod, aber besonders gestern habe ich bemerkt, dass ich mich eher auf der Seites des Todes befinde.

27. August 2013

26. August 2013

354.

"Dies ist kein Abschied, denn ich war nie willkommen, will auf und davon und nie wiederkomm'. Kein Lebewohl, will euch nicht kennen."

25. August 2013

353. Ich tanze und tanze und merke erst zu spät, ....

Es wird nichts besser. Rein gar nichts!! Ich habe seit Freitag Mittag nur 1 1/2 Stunden geschlafen und bin immer noch nicht müde. Der Selbsthass steigt stetig an und ich muss mich unbedingt verletzen. Egal wie! Oder wenigstens die kleinen, gelben Tabletten nehmen, die vor mir auf dem Tisch auf ihren Einsatz warten.

Meine Tante macht sich große Sorgen um mich. Als ich ihr die Mail geschickt habe, wollte sich mich sofort zu sich holen, damit ich mich bei ihr ausruhen kann. Es ist so lieb gemeint, aber Ich labiles Miststück, kann doch nicht bei jemandem sein, der sogar die gleiche Krankheit in sich trägt, wie man selbst.

Papa, bitte hol' mich zu dir. Ich habe es nicht anders verdient!!


24. August 2013

352. Weg aus dem Chaos.

Hallo *****, 

ich weiß gar nicht so genau, wieso ich dir ausgerechnet jetzt (mitten in der Nacht) schreibe. Vielleicht möchte ich einfach nur irgendwie das Chaos in meinem Kopf ordnen...
Seit Donnerstag geht es mir wieder sehr schlecht. Ich fühle mich nur noch schrecklich und mit jeder Minute werden die Gedanken in meinem Kopf schlimmer.
Ich habe versucht mich abzulenken: war mit Ulf unterwegs, bin mit meinem Bruder shoppen und Tretboot fahren gewesen und habe versucht die Unordnung in meiner Wohnung zu beseitigen. Ohne Erfolg.
Und so naiv wie ich bin, dachte ich, dass es mit den Medikamenten wieder gehen würde und ich nicht mehr daran denke, dass ich mich umbringen möchte. Aber die Suizidgedanken werden immer präsenter, konkreter, kaum aushaltbar.
Ich male mir aus, wie ich die ganze Sache mithilfe einer Überdosis auf dem Spielplatz beende. Dort wo ich es vor vier Jahren einfach nicht hinbekommen habe. 

Ich weiß noch nicht einmal, wie ich es mit meiner aktuellen Stimmung bis Montag schaffen soll. Wieso kann ich nicht einfach sterben ? Dann müsste ich diese Gedanken nicht mehr aushalten, die mich auch noch zwingen, dass ich mich wieder und wieder verletze. 
Vielleicht ist Therapie doch keine so schlechte Idee und bitte behalte die Mail vorerst für dich, bis wir gemeinsam darüber geredet haben. 

Alles Liebe und bis Montag,
Sabine. 


Ich finde mich nächste Woche bestimmt in der Klinik wieder.

23. August 2013

351. Nur diese eine Bitte.

Lasst mich doch einfach sterben. Ich weiß sonst nicht, wie ich das bis Montag aushalten soll.

350.

Suizidgedanken werden immer konkreter. Ich kann nicht mehr.

349. Angst, Druck, Selbsthass und Suizidgedanken.

Und wieder sind die negativen Gedanken da. Wie muss man sich fühlen, wenn man immer wieder mit den gleichen Dingen kämpfen muss? Angst, Druck, Selbsthass, Suizidgedanken... Die Liste meiner derzeitigen Gefühlslage könnte ich auf mehreren Seiten beschreiben.
Ich habe seit zwei Tagen wieder einmal eine unbeschreibliche Angst. Abends liege ich im Bett, meine Truxalration bereits im Körper und denke, ich würde sterben, wenn ich jetzt einschlafen würde.
Seitdem ich mein Hilfeplangespräch hatte, habe ich Druck. Immer wieder möchte ich mir die Arme aufschlitzen. Das einzige was mich davon abhält, sind die großen Narben die auf meinem Arm bleiben werden. 
Der Selbsthass wird auch immer schlimmer. Heute (gestern) habe ich bis 17 Uhr nichts gegessen. Und dann ging es los. Das einzige was ich machen möchte ist, die Tabletten zu nehmen, die vorgestern per Post gekommen sind.
                 und dann noch die....
                             Suizidgedanken...
wieso kann ich mir nicht vorstellen zu leben, zu atmen und das Leben irgendwie zu lieben?
Wieso glaube ich so fest daran, dass ich niemals 20 Jahre alt werde? Nein, eigentlich glaube ich
dass ich noch nicht einmal dass ich 19 Jahre alt werde. Wieso haben sich meine Eltern nicht gegen mich entschieden ?
Sie wussten oder erahnten, dass bei ihren Kindern eine Wahrscheinlichkeit 
für eine psychische Erkrankung besteht.Wieso muss ich leben? Wieso?

21. August 2013

348. Machtlos

Noch immer bin ich von der Nachricht betäubt, dass sie sich umbringen wollte. Ich kann es verstehen, aber möchte es nicht wahrhaben. Sie ist doch mein ''Kind'', sie kann mich doch nicht alleine auf dieser scheiß Welt lassen. Am liebsten würde ich zu ihr fahren und mit ihr reden, aber ich weiß noch nicht einmal, wo sie ist und was mit ihr passieren wird. Ich hasse es, wenn ich machtlos bin.



20. August 2013

347. Ich will dich nicht im Sarg sehen.

Sie liegt im Krankenhaus, hat eine Überdosis genommen. Mache mir Vorwürfe, ich hätte sie abhalten müssen. Ich hätte, aber konnte nicht. Wie gern, hätte ich sie in den Arm genommen.

18. August 2013

346. Flashbacks, Verzweiflung, bald ist Jahrestag!

Immer wieder blicke ich auf die letzten Jahre zurück und komme einfach nicht darauf klar, dass die Zeit so schnell vorbei gegangen ist. Seit ein paar Tagen habe ich wieder Flashbacks. Ich fühle mich so, als wäre ich wieder in der Zeit von vor vier Jahren bzw. switcht es auch zu der Zeit von vor einem Jahr. Alles fühlt sich gleich an. Die Denkweise ähnelt sich so stark. Die Gefühle die ich verspüre könnten von damals sein. Und genau wie damals, komme ich nicht mit mir und meinem Leben klar.

Seitdem ich mein Hilfeplangespräch hatte, zweifel ich an jedem kleinen bisschen und nutze jede kleine Möglichkeit um mir zu schaden..
Mir wurde gesagt, wie der Plan für die nächsten Monate sein wird und denke einfach nur daran, dass ich das Alles nicht mehr möchte. Ich möchte nicht mehr denken, leben, atmen...
Ich möchte nicht mehr diese Traurigkeit verspüren und dabei an alles denken, was mir jemals in meinem Leben Hoffnung gab. Und dann zu erkennen, dass alles was ich liebte weg ist und niemals wieder kommen wird.

In genau einem Monat jährt sich mein 1. Suizidversuch bereits zum vierten Mal und ich weiß jetzt schon, dass ich an diesem Tag die fröhliche Sabine spielen muss. Ich werde es hassen und verfluchen, dass ich mich für das FSJ und die damit verbundenen Seminare entschieden habe.

Lieber Gott, warum hast du mich nicht bei meinen Suizidversuchen sterben lassen können ???



17. August 2013

345. Kranke Gedanken.

So viel Hass in mir. Möchte schneiden, möchte das Blut wieder rausspritzen sehen. Brauche Hilfe.

15. August 2013

344. Fuck!!!

Fuck, fuck, fuck!!! Wieder verletzt, wieder tief und wieder kommt das Blut durch den Verband durch. Wie kann mich nicht endlich jemand erlösen?! Selbsthass hoch 10. Möchte einfach nur verschwinden. Ich hatte mir erhofft, dass ich ein paar Tage bei meiner Tante wohnen kann. Die Ruhe, die ich dort hatte war wunderschön. Aber sie wird es sich wahrscheinlich nicht zutrauen, da sich auch die ganze Zeit arbeiten muss.... Und wer lässt auch jemanden zurück, der noch nicht einmal versprechen kann, dass er sich nicht wieder verletzt?!

Selbstmitleid Ende.

14. August 2013

343. Unverändert.

Sie machen sich alle Sorgen um mich. 
Holger hat mich heute zwei Mal angerufen und gefragt wie es mir geht. Meine Tante schreibt mir alle 2 Stunden und fragt mich, wie es mir geht und eine Freundin von mir ist sauer auf mich, weil ich ihr gestern nicht geschrieben habe, obwohl wir bereits geschrieben hatten.

Heute ist meine Stimmung immer noch nicht gut. Ich fühle mich ekelhaft und möchte mir ins Fleisch schneiden. So viel Hass steckt in mir.


12. August 2013

339. Angst

Ich hatte zwar schon vor vielen Gesprächen Angst, aber die Angst, die ich jetzt verspüre tut mir nicht gut. Morgen findet mein Hilfeplangespräch statt und es steht wahrscheinlich zur Debatte, ob ich die Hilfe weiter bewilligt bekomme. Mein ganzer Kopf scheint zu platzen - die ganzen Gedanken, was passiert, wenn sie 'Nein' sagen überschlagen sich.
Ich muss hier weg, raus aus Hannover.
Ich hasse mich.

338. Gefühlschaos

Fühle mich schrecklich.
Meine Gefühle zur Zeit:

337. Everything is okay.

Fühle mich ausgelaugt, habe Angst und will die Zeit zurückdrehen. Vor einem Jahr war noch alles ok.

Hasse mich für die Sachen.

10. August 2013

336. Ergänzendes zu dieser Woche.

Da ich in dieser Woche kaum etwas gepostet habe, ergänzt dieser Post die vorhandenen und beschreibt das, was sonst noch die Woche los war.

Montag 5.August.2013 - Termin beim Psychiater.
Nachdem ich die Nacht über kaum geschlafen hatte, schleppte ich mich mit letzter Kraft zum Termin beim Psychiater. Haben über die letzten Wochen gesprochen, Krise erwähnt und ihn um eine neue Medikation gebeten & bekommen. Nehme also bereits seit Montag wieder Citalopram und mir gehts soweit recht gut. Schwer auszuhalten.

Dienstag 6.August.2013 (Vormittag) - Termin beim Psychiatrischen Dienst.
Vormittags durfte ich also meinen 14-tägigen Termin im SPD wahrnehmen. Als ich durch die Tür kam, stand sie schon da und einen Augenblick später kam schon ihr Hund ''Homer'' aus einem anderen Gang dazu.
Wir sprachen über das FSJ, die Beziehung zu Holger und meine Ziele, die ich für das HPG (welches nächste Woche stattfindet) brauche. Zum FSJ: Sie erklärte mir, meine Situation aus ihrer Sicht und findet soweit alles ok. Das FSJ würde aber nicht rein passen, denn Fakt ist, ich bin nicht stabil und jeder der mich kennt, weiß dass ich mich leicht überanspruche. Zu Holger: Ich erzählte ihr, dass Holger Urlaub gehabt und nun seit gestern (in dem Fall Montag) wieder da sei und ich mich darüber freue, da ich ihn schon arg vermisst hab. Sie fing dann davon an, dass ich in den Beziehungen zu Ulf und Holger sehr ambivalent sei. Was ja auch stimmt. Aber ich hab die Situation dann wie folgt erklärt: Ich mag Holger als Person, aber nicht seinen Job. Kaum hatte ich es ausgesprochen, fing sie an kurz zu lachen.

Dienstag 6.8.2013 (Nachmittag) - Besuch in der Heimat. 
Wie schon im Post von Dienstag beschrieben, war ich in Coppenbrügge. Eigentlich war mein Ziel, zu meinem Vater zu fahren, jedoch hatte ich vorher im Zug schon meiner Tante geschrieben und sie gefragt, ob sie Zeit hätte. Ich dachte ich würde es noch schaffen, aber leider fuhr kein Bus mehr. So entschied ich mich, vom Bahnhof aus durch den Ort zu gehen. So ging ich an meiner alten Grundschule vorbei und bemerkte, dass der Gang (welcher von der Bushaltestelle zur Schule führte) von den Bäumen befreit wurde. Mich machte dies schon irgendwie traurig, denn dieser Gang zauberte mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht.
So langsam ging ich dann in Richtung Burg, wo ich mich mit meiner Tante treffen sollte. Da sie aber noch nicht da war, ging ich in das Museum (welches sich in der Burg befindet).
Dort sah ein Buch mit dem Titel ''Die Geschichte der Emigranten der Salzburger.''
Beim durchblättern des Buches fiel mir ein Foto auf, denn auf dem Foto sah man mein altes Zuhause. Als ich näher hinschaute sah ich, dass man auf einigen Seiten lesen konnte, wie meine Vorfahren aus Bayern nach Coppenbrügge kamen und sich dort nieder ließen. Ich las, wie und wen meine Vorfahren heirateten und welche Kinder starben. Ganz am Schluss stand:

''Nach 250 (!!!) Jahren Familienbesitz verkaufte Frau Z. das Haus an R.v.R.''

Das Haus könnte immer noch uns gehören (und irgendwann auch mir) wenn meine Mutter es nicht verkauft hätte. 250 Jahre Familienbesitz einfach weggeschmissen.

Mittwoch 7.8.2013 - Treffen mit Holger.
Ich sah endlich Holger wieder. Nach ein paar Dingen die wir zusammen erledigen mussten, brachte er mich noch zur Ergotherapie. Er ist zwar nur mein Betreuer, aber ich hatte das Gefühlt, dass nicht er sondern mein Vater neben mir stehen würde. Holger ähnelt meinem Vater so sehr.
Jedenfalls..Auf dem Weg dorthin erzählt er mir noch, was er seiner Tochter zu ihrem Geburtstag schenken würde. War irgendwie süß, welche Gedanken er sich drum macht.

Donnerstag 8.8.2013 - 4. Tattoo, Maschseefest und Wohngruppe. 
Wie ihr schon gesehen habt, habe ich mir gestern mein 4. Tattoo stechen lassen. Ich bin stolz, dass ich endlich (aber früher als geplant) die Eigentümerin dieses wunderschönen Tattoo's bin. Jedenfalls hat die ganze Prozedur knapp 70 Minuten gedauert (die Pause ist schon abgezogen) und immer wieder musste Martin (der Tätowierer) aufhören, da die Farbe meine Narben einfach nicht überdecken wollte. Irgendwann nahmen sie die Farbe doch noch an und ich musste mir noch anhören, dass ich damit bloß aufhören soll.

Nachdem ich kurz in meiner Wohnung war, schrieb mir Alina und wir trafen uns in der Stadt. Ich zeigte ihr mein Tattoo und beschlossen dann noch gemeinsam aufs Maschseefest zu gehen. Dort angekommen merkten wir schnell, dass es doch nichts für uns ist und so tranken wir noch ein Longdrink und gingen dann wieder. Während der ganzen Zeit, ist mir immer wieder bewusst geworden, dass wir uns wirklich kaum etwas zu sagen haben. Schade eigentlich, denn ich mag dieses Mädchen als Freundin und Person.

Auf dem Weg nach Hause machte ich noch einen Umweg über die Wohngruppe. Dort angekommen, wurde ich erst einmal angemeckert, dass ich 1 1/2 Stunden zu spät sei -.-. Ich blieb zwar nur eine halbe Stunde, aber ich merkte, wie ich immer nervöser und ängstlicher wurde. (Warum macht mich diese Wohngruppe immer noch so fertig ?)

Freitag 9.8.2013 - FA.
Den ganzen Tag über nur gefressen. Ich hasse mich so sehr!! Morgen früh gehe ich erst einmal ins Fintnessstudio und danach noch in die Apotheke. Ich brauche neue, stärkere und vorallem viele Tabletten. Ohne gehts einfach nicht und ganz ehrlich ? Ich SCHEIßE auf das Ziel in meinem HPG, dass ich einen Plan entwickeln soll, dass ich keine Tabletten mehr nehme.
Mein Körper muss für das, was er tut bestraft werden!!!

Sorry, für den langen Text. Ich sollte mir vielleicht angewöhnen jeden Tag wenigstens einbisschen zu schreiben.
Gute Nacht und haut rein :)

6. August 2013

334. Maske bröckelte und fiel.

In Coppenbrügge gewesen - geborgen und heimisch gefühlt.
Beim Zumba gewesen - dumm gefühlt, aber es hat Spass gemacht.
Bei ihr Zuhause gewesen - aufgehoben gefühlt.
Fahrt zum Bahnhof - lächerlich,eklig und beschissen gefühlt. Maske bröckelte langsam.
Im Zug - Druck,Suizidgedanken,Selbsthass - ich möchte Tabletten nehmen!!!
Holger angerufen - 2 Minuten telefoniert, er ist müde und will schlafen gehen.

Nachher in meiner Wohnung - hoffentlich kommt mehr Blut als sonst.

4. August 2013

333. Ich darf nicht existieren!!

Tabletten intus, aber wie viel waren es jetzt genau ? 15 oder 20? Ich weiß es schon gar nicht mehr. Aber fakt ist, ich spüre rein gar nichts. Hass, Selbsthass!

Will schneiden oder wenigstens kotzen. Hauptsache ich schade mir irgendwie.

332. Denn er fühlt alles, was wir fühlen.

''Ich weiß von mir selbst, wie ich aussehe, mich verständige und handle.
Ich weiß von mir selbst auch, wie ich heiße und wie meine Vergangenheit abgelaufen ist. 
Ich mag keinen Sommer und keinen Frühling.
Ich liebe den Herbst und kann mich auch mit dem Winter anfreunden.
Im Kontakt mit Menschen bin ich zunächst eher schüchtern, aber nach einer Zeit kann ich aufblühen.
Ich weiß von mir selbst auch, dass ich schnell eifersüchtig werde, wenn Menschen die ich gerne habe neue Menschen kennen lernen.
Mir selbst fällt es nicht leicht zu sagen wie es mir geht oder wenn mir etwas nicht passt.
Und mir fällt es leicht, neue Dinge zu erlernen.''

Diesen Text habe ich gerade beim durchsuchen meines alten Schulordners gefunden. Am 2. Schultag mussten wir in Religion aufschreiben, wie wir uns selbst sehen und nun ja.. das ist dabei herausgekommen. Mir ist aufgefallen, dass ich nach diesem knappen Jahr, mich in vielen Teilen immer noch wiedererkenne. Nur der letzte Satz stimmt nicht mehr. Mir fällt es inzwischen schwer, neue Dinge zu erlernen. 

Da das Wochenende größtenteils nur aus schlafen bestand, wollte ich noch kurz etwas über Freitag schreiben.

Am Freitag bin ich Nachmittags zu Besuch bei Sarina gewesen. Sarina und ich kennen uns inzwischen seit gut 6 Jahren und sie ist seitdem (so nenne ich wirklich kaum jemanden) eine meiner besten Freundinnen. Jedenfalls bin ich bis Abends dort geblieben. Wir haben einen Film geguckt und viel geredet. Bis eine Nachbarin kam und sagte, dass die Frau (die unter Sarina und ihrem Mann wohnt) schon länger nicht mehr gesehen wurde. Sie riefen dann die Polizei und ich sah zum ersten Mal in meinem Leben, wie Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen kamen und die Tür der Frau aufbrachen. Die Frau war nicht da und so verschwanden alle Einsatzkräfte.

Ich hatte mir nie einen Kopf gemacht, was passieren würde, wenn ich tot in meiner Wohnung liegen würde. Jetzt habe ich es gesehen und mich hat es mitgenommen. 



1. August 2013

331. Dies ist kein Abschied, denn ich war nie willkommen.

Ich war immer davon überzeugt, dass ich nie wieder Kontakt zu ihnen haben werde. Doch meine Hoffnung wurde zerstört. Seit gestern hat die Hölle wieder ihre Türen geöffnet und somit bin ich wieder in meiner Familie willkommen.

31. Juli 2013

330. Ruhe.

Verzweifelt und erschöpft.

Möcht meine Ruhe haben und bekomme sie nicht.
Wieso kann ich nicht einfach einsam und alleine sterben?!

- Essen: ca. 1100kcal gegessen (zu viel!!!)
- Tagesziele nicht erreicht
- SvV: Tag 2
-Stimmung: mittelmäßig bis schlecht.

29. Juli 2013

329. Man siehts sogar schon.

Da bekomme ich doch heute wirklich diesen Satz zu hören:
''Entschuldige bitte, aber ich muss das jetzt wirklich einmal sagen. Du siehst total niedergeschlagen aus. Hast du mal daran gedacht, dich wieder stationär aufnehmen zu lassen?'' 
Ich dachte echt, ich höre nicht richtig. (Man sieht mir die Depression also schon an!) Aber sie hat schon Recht mit dieser Äußerung. Ich muss in die Klinik, aber das einzige was mich daran hält... na ja.. ist der Gedanke, dass ich diesen Aufenthalt nicht in der KJP, sondern in der normalen Psychiatrie verbringen müsste. Mir wäre es sogar schon Recht, wenn ich nur noch dieses eine Mal auf die Bult kommen könnte. Der letzte Aufenthalt von vor vier Jahren ist zwar sehr negativ in meinem Gedächtnis hängen geblieben, aber ich wäre auf einer Station wo ich die Menschen kenne.
Ich habe solch eine Angst vor den nächsten vier Wochen.

Die ganze Zeit bin ich nun schon am überlegen, ob ich nicht Christian oder Nico anrufen soll. Die beiden sind Kollegen von Ulf und haben sich bereit erklärt, mich zu betreuen wenn irgendetwas in dieser Woche ist. Aber ich bin irgendwie zu stolz, um dieses Angebot anzunehmen. Kann ich denn nicht wenigstens eine Woche ohne Betreuer auskommen ???

Ich möcht' nicht mehr!

328. Rückfall der 3728282855839 !!

Geschnitten - mit der Hoffnung, dass der Druck nachlässt und gute Gefühle kommen. Aber bis jetzt ist rein gar nichts passiert, obwohl das Blut immer noch fließt.
Mit der Hoffnung, dass diese Gedanken aufhören habe ich jetzt Truxal genommen. Ich hoffe, ich wache nie wieder auf.

28. Juli 2013

327. Krankes Hirn, ein Traum und eine Welt voller Qualen,

In meinem Hirn wird wieder einmal irgendetwas krankes geschaffen. Also eigentlich wie immer, aber dieses Mal will es einfach nicht verschwinden. Ich träume von dem, was andere haben. Mein Hirn sehnt sich nach Wunden, die endlich einmal genäht werden müssen. Wenigstens einmal in meinem beschissenen Leben.

Vor ein paar Minuten ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mich inzwischen eigentlich isoliere.
Aus meiner Wohnung gehe ich nur dann, wenn ich ein Termin habe oder wenn ich mich mal mit einem anderen Menschen treffe. Dieser muss mir jedoch schon sehr viel bedeuten. Selbst bei Facebook habe ich mich erst einmal deaktiviert. Für mich ist die Welt dort draußen einfach nur noch eine Qual. Und das einzige was ich möchte ist Ruhe.

26. Juli 2013

326. Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

Es scheint mir so, als würde es nie wieder besser werden. Seit Samstag geht es immer weiter bergab. Nicht nur in meiner Stimmung, sondern auch im Umgang mit den Menschen in meiner Umgebung. Jeden Abend bzw. jede Nacht liege ich weinend auf dem Fußboden, will schneiden und einfach nur sterben. Erst wenn mein Körper gar nicht mehr kann schlafe ich ein.

Vor ein paar Tagen war ich auf einer Geburtstagsfeier und mir ging es den ganzen Abend relativ gut. Spätabends wollten wir dann noch feiern gehen, aber sind dann doch wieder gefahren und dann passierte es. Meine Stimmung war wie so oft im anderen Moment schlecht. Alina hatte das gesehen und fragte mich die ganze Zeit, was denn los sei. Aber ich konnte ihr einfach nicht sagen, dass es mir wieder so schlecht geht.




Vor gut vier Wochen saß ich in einem Büro des Psychiatrischen Dienstes und erklärte der Frau dort, dass ich mich kommende Woche umbringen würde. Am gleichen Tag, sollte mich Holger in die Klinik nach Langenhagen bringen. Im ersten Moment war ich noch einverstanden damit, aber als ich dann wieder unten an der Bahnhaltestelle war, wurde mir bewusst, dass ich es nicht machen kann. Ich konnte einfach nicht wieder in die Klinik. Und ich kam nicht in die Klinik.
Was ich damit sagen will:
trotz des Planes habe ich die ''kommende Woche'' nichts gemacht. Mir ging es dann auch auf einmal wieder besser. Aber jetzt, jetzt kommen die ganzen Flashbacks wieder. Sie lösen die gleichen Gefühle, wie vor 4 Jahren bei mir aus. Die Lage ist gleich. Ich wohnte damals 'sozusagen' alleine und war schwer depressiv. Die Schule besuchte ich unregelmäßig und ich war alleine.
Habe mich isoliert und schlief tagsüber und machte die Nacht zum Tag. 
Inzwischen wird mir auch bewusst, warum ich mich vor 3 Wochen nicht umgebrachte habe. Die Zeit war noch nicht gekommen. Egal zu welcher Zeit, konnte ich immer sagen, dass ich niemals im Frühling, Sommer oder Winter sterben möchte. Der Herbst hat es mir angetan und da dieser wieder einmal vor der Tür steht, wird die Zeit immer weniger und ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll. Denn wie ich schon in meinem letzten Post geschrieben habe:

     Ich möchte nicht leben, aber auch nicht tot sein. Das einzige was ich möchte ist sterben.

Jeder der schon einmal einen Suizidversuch mit Tabletten unternommen hat, kennt dieses Gefühl. Dieses Gefühl, wenn du alle Tabletten in deinem Körper hast und so langsam die Wirkung spürst. Du merkst, wie du müde wirst und schlafen möchtest. Und wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, weißt du, dass es sein kann, dass du nachher nicht mehr aufwachen wirst.
Und das ist es. 

Nächste Woche werde ich ohne jeglichen Bezugsbetreuer sein, denn Holger ist bereits seit Montag im Urlaub und Ulf ist morgen noch da und ab Samstag dann ebenfalls im Urlaub. Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll. 



Inmitten von 'Alles wird gut.' und 'Ich hab den Mut.' steht ein 'Bitte komm zurück!' in der Farbe von Blut.



25. Juli 2013

325. Wie so oft in den letzten Tagen.

Und schon wieder liege ich am Boden und bin wieder derart verzweifelt, dass ich aufgeben möchte.

Ich will nicht leben und nicht tot sein. Ich möchte nur sterben.
Das Gefühl, was ich so sehr vermisse.

21. Juli 2013

324.

Wie fertig man wirklich in seinem Inneren ist, merkt man erst dann, wenn man sich betrinkt, sich verletzt und heulend am Fenster steht und springen will.

19. Juli 2013

323. Zurück in die Vergangenheit

In der Heimat gewesen und Papa besucht. 







322. Das Leben kotzt täglich an.

Betreuer anrufen. Fragen ob er Zeit hat. Hinfahren. Sagen wie es einem geht. Lebensvertrag unterschreiben. Sagen, dass man sich vielleicht nach dem Wochenende nicht mehr sieht. Gehen. Innerlich denken, wie schön die Zeit doch mit ihm war.



18. Juli 2013

321. Never to forget.

Verzweifelt. Angst. Nachdenken. Abschiede nehmen. Überdosis. Suizidversuch. Sterben. Tot. 2013 

17. Juli 2013

320. Wahrscheinlich war es einfach nur ein Traum.

... und ich fühle mich genauso wie damals. Als wäre nichts passiert und ich immer noch 30 Kilo mehr wiegen würde.
März 2012                                           Juni 2013

16. Juli 2013

319. Weil ich weiß, dass ich ohne dich nicht mehr kann.

Mir ist bewusst, dass ich mit meinen Äußerungen und Handlungen Menschen verletzen werde, sie traurig machen werde. Aber ich habe mich dafür entschieden. Nicht heute, nicht morgen, nicht diese Woche aber bald. Dann wenn keiner es erwarten wird, dann werden wir wieder zusammen sein.


15. Juli 2013

318. "I need your love, I need your time..."

Die Wahrheit würde alle verstören - das was in meinem Kopf vorgeht, würde keiner verstehen.
Ich bin verzweifelt, sehr verzweifelt. Schwanke von beiden Seiten hin und her.
Leben oder sterben ? Die Menschen verlassen oder die Zeit, die man für mein Leben bestimmt hat, versuchen zu genießen und zu leben ?
Ich will mich entscheiden, aber kann es nicht. Ich kann nicht ohne die Menschen leben, die bereits gestorben sind.
Diese Menschen gaben mir ein Gefühl, das Gefühl, was ich immer brauchte und immer brauchen werde. Sie gaben mir Liebe, Geborgenheit und Zuversicht.

Ich vermisse meinen Vater. Möchte bei ihm sein, seine Nähe spüren.

12. Juli 2013

317. Kaputt, gemischte Gefühle und kein Lächeln mehr - bin zurück aus Holland.

Habe harte und teils-glückliche Tage mit meiner lieben Alina hinter mir.
So wie unser Urlaub geplant war, verlief es nicht. Unten dazu mehr.








Ursprünglich hatten wir geplant, durch insgesamt 4 Länder zu reisen und das in drei Tagen. Nach einigem Hin und Her, sahen wir dann ein, dass es nicht klappen würde und so beschlossen wir, dass wir erst einmal nach Amsterdam fahren (dort den Nachmittag vebringen) und dann weiter nach Den Haag fahren, dort einen Tag verbringen und für ein paar Stunden dann nach Belgien runterfahren. Belgien haben wir dann gecancelt. 
Ich fands sehr schade, da ich mich auf Belgien gefreut hatte, aber ich konnte auch einfach nicht mehr. Ich hatte die ganzen Tage eine schlechte Stimmung, wollte schneiden, dachte an einen Suizid dort und bekam dank den Erinnerungen (hervorgerufen durch den Strand in Scheveningen) unerträgliche Flashbacks. 
Jedenfalls sind wir dann bereits am Mittwochnachmittag zurück nach Amsterdam gefahren und waren schon auf dem Weg zur Grenze als es eine Störung gab. Wir sind dann wieder zurück nach Amsterdam, haben einen anderen Zug genommen der uns bis zur Grenze fuhr und so kam es, dass wir dadurch die ganzen Anschlusszüge verpassten. Also sind wir mit den Zügen gefahren, die noch fuhren um wenigstens in die Nähe von Hannover zu kommen. Hannover erreichten wir dann heute Morgen nach knapp 14 Stunden Fahrt.
So viel zu Holland.

Heute Morgen fand ich auch noch einen Brief von dem Träger des FSJ's im Briefkasten. Ich habe meinen Vertrag bekommen und kann jetzt offiziell sagen, dass ich ab September im Altenheim arbeiten werde.
Aber um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wirklich was ich dazu sagen soll. Freuen tue ich mich nicht wirklich (und die wird wahrscheinlich auch nie hochkommen), da ich es notgedrungen machen muss und immer noch die ganze Sache mit der Schule im Hinterkopf habe. Aber da die Sache vom Tisch ist, bleibt mir auch nichts anderes mehr übrig, als die ganze FSJ - Sache hinter mich zu bringen. Am 31.8.2014 ist es dann auch vorbei und ich alleine weiß, ob ich diesen Tag, Monat oder dieses Jahr überhaupt noch hier sein werde...

8. Juli 2013

316. Holland!

...ich verabschiede mich heute schon einmal von euch, denn morgen früh geht es in die wunderschöne Niederlande! <3 Ich hoffe, dass ich dort den Kopf frei bekomme und über alles nachdenken kann.

Ich wünsche euch ein paar schöne Tage und bis Freitag!

6. Juli 2013

315. Ein Hin und Her.

Es ist ein ständiges Hin und Her. Stehe zwischen mehreren Stühlen und weiß nicht mehr, wohin mit mir. 
Es ist viel passiert, seitdem ich das letzte Mal gepostet hab. Und ja.. eigentlich wollte ich diesen Blog nie wieder benutzen. Aber mir ist eins klar geworden. Er ist und bleibt ein Stück meiner Vergangenheit. Ein Stück, was ich einfach nicht aufgeben möchte.

In der letzten Zeit ist viel passiert. 
Mir ging es in den letzten Wochen sehr schlecht. Ich hatte einen Zusammenbruch in der Fahrstunde, der dazu geführt hat, dass ich ganz den Boden unter meinen Füßen verloren hab.
So kam es, dass die ganzen Gedanken in meinem Kopf mir zu viel worden. Die Suizidgedanken wurden immer stärker und so plante ich meinen Tod bis ins kleinste Detail. 
Ich behielt die Gedanken eine knappe Woche für mich, bis mir klar wurde, dass ich das Chaos jemanden mitteilen muss. In einem Gespräch mit Holger und dem psychiatrischen Dienst, offenbarte ich alles. 
Der ganze Plan, mich umzubringen lag offen da. Ich wusste, dass irgendetwas passieren wird und so kam es dann auch. Holger wollte mich in die Klinik bringen. Wir diskutierten stundenlang und kamen zu dem Entschluss, dass er alles Ulf übergeben wird und nun zur Freizeit fährt.
Einen Tag später traf ich mich mit Ulf und es passierte nichts. 

Jetzt, gut eine Woche später ist meine Maske wieder perfekt. Mir gehts nach außen hin gut, aber innerlich bin ich am brodeln. Die Suizidgedanken sind ein wenig schwächer, aber dennoch präsent. Es dauert nicht mehr lange. 

19. Juni 2013

314.

Der Blog ist nun endgültig gestorben. Der Neuanfang ist da und somit ist mein neuer Blog online.

Adresse gibts auf Anfrage (!) über meinen Facebook - Account oder ihr setzt einen Kommentar unter diesen Post.

313. Ich wünsche mir mein altes Leben zurück.

Stimmung: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Positiv kann man den Tag jetzt nicht beschreiben - ich wünsche mir mein altes Leben zurück. 
Wie jeden Abend macht sich der Druck breit. Möchte tief schneiden, meine Haut zerstören. Bin der Meinung, dass sie sich genug ausgeruht hat. Sie soll bluten.. Jetzt!

Ich dachte, ich könnte mit ihm reden. Er war immer der, der mich in der Wohngruppe am meisten verstanden hat. Und was ist ? Nichts. Bin alleine. Es versteht keiner meine Gedanken. Die, die mich aus meiner Gefühlswelt herausholen können sind weg. Weit weg.

17. Juni 2013

312. Zurück auf Anfang.

Befindlichkeit: 4
Suizidalität: 3,5
Tagesziele: nicht erreicht.

Da öffne ich mich einmal und bekomme dann nur solche Kommentare. Macht doch was ihr wollt. Es ist einfach nur schade, dass man immer verurteilt wird.


16. Juni 2013

311. Same shit!

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 4
Tagesziele: wie immer nicht erreicht.

Tja.. was gibts zu erzählen ? Relativ wenig.
Der Termin beim Psychiater war jetzt nicht so der Hit, aber was solls..Hab ihm von dem Medikamtenmissbrauch erzählt. Er meinte nur dazu, dass es ja auch zum selbstverletzenden Verhalten gehört. Weiß ich ganz genau und ich habe noch nicht einmal studiert! Jedenfalls habe ich dann noch eine Verordnung für weitere Ergotherapiestunden bekommen und dazu noch ein Rezept für Truxal. 100 Tabletten liegen auf meinem Tisch und die Folgen bei einer Überdosis hören sich himmlisch an...Ich muss die Dinger dringend loswerden!!

Morgen steht der nächste Termin beim psychiatrischen Dienst an. Wird bestimmt wieder lustig in der Vergangenheit rumzustochern.. ach ja..

13. Juni 2013

310. Wie ist es, sein Leben auf einem Stück Papier zu beenden?

Stimmung: 5
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: nicht erreich

Ich konnte in seinen Augen so viel Leid sehen und erkennen das er selbst mit den Tränen kämpft. So bemerkte ich auch, dass wir wahrscheinlich gerade die selben Gefühle in uns hatten. Wir beide waren traurig und redeten auch darüber.
Ich versuchte ihn zu trösten, ihm Halt zu geben. Ihm das zu geben, was ich die ganze Zeit von ihm bekam.
Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht wirklich. Dieses Treffen hat mir jedoch gezeigt, dass er auch nur ein Mensch ist und nicht immer nur stark sein kann.. Selbst ein Betreuer lässt Tränen zu.

Inzwischen zieht mich alles runter. In den Medien wird von Menschen berichtet die einen Suizidversuch unternommen haben. Der bekannteste Versuch mag wohl in diesen Tag der von Paris Jackson sein.
Dabei kommen immer wieder die gleichen Fragen hoch.

Wie schreibt man einen Abschiedsbrief, der voller Emotionen geladen ist? 
Wie ist es, sein Leben auf einem Stück Papier zu beenden?
Wie, frage ich euch, wie soll man etwas erklären, das für andere feige, sinnlos und als Sünde angesehen wird?
Wie soll man den Schmerz, der tief in der Seele fest sitzt und so sehr schmerzt, beschreiben? 
Wie soll man erklären, was der Unterschied zwischen den inneren Kampf zwischen nicht mehr leben und 'es noch einmal versuchen' erklären?
Wie, dass abwiegen, zwischen der endlosen, eigenen Sehnsucht nach nicht mehr leben wollen und der Bitte, der Anderen weiter am Leben bleiben zu sollen, in Wort fassen?
Wie die eigene, sinnlosvorkommende Existenz, die man hasst und die schwerer auf der Seele liegt, als die Nichtahnung vor dem Tod, zu erklären?
Wie soll man es erklären, dass man lieber tot wäre, als weiter zu existieren und den täglichen Schmerz zu ertragen?


Morgen habe ich wieder einmal einen Termin bei meinem Psychiater. Ich weiß gerade gar nicht, wie ich darüber denken soll. Der letzte Termin lief schon nicht optimal, wie soll dann der bloß morgen werden ?


 

309. Zurück aus London.

Stimmung: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Neuer Blog ist online. In den nächsten Tagen werde ich ihn langsam fertig machen, sodass dieser Blog geschlossen werden kann. Der neue Blog soll dann die letzte Möglichkeit sein, wenn er wieder so verkommt, werde ich ganz aufhören zu bloggen.
Wer den Link haben möchte, kann mir bei facebook schreiben oder hier einen Kommentar drunter setzen. 

Meine Stimmung an sich ist gerade schlecht. Ich bin heute Mittag wieder in Hannover angekommen  und kann sagen, dass London nichts für mich ist.
Ich bin eigentlich nur hin geflogen um dann sagen zu können: ''Ja, ich habe diese Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten gesehen.''

Als ich vormittags dann endlich an kam, war meine Stimmung einigermaßen gut. Mit jeder Stunde die verging, sank meine Stimmung immer weiter nach unten, sodass ich abends genervt war und schlimmen Druck und heftige Suizidgedanken hatte.

Und der Auslöser war einfach nur, dass immer wieder Krankenwagen und Polizeiautos durch die Straßen gefahren sind und dabei die Sirene anhatten.
Wahrscheinlich muss ich das mal erklären:
Immer wenn ich die Sirenen und Martinshörner höre, zucke ich zusammen. Ich verbinde mit diesen Geräuschen viele negative Erinnerungen. In London wurden die Erinnerungen verstärkt. Ich vermute, dass es an der anderen Atmosphäre gelegen hat, in der die Geräusche ertönten..

Einige Bilder:


an der Themse

am Hyde Park

Hanover street





10. Juni 2013

308. Welcome Great Britain

Wahrscheinlich ist es einfach nur die Hoffnung, welche mich dazu bewegt einfach mal aus diesem Alltagstrott heraus zu kommen und zu verschwinden. In diesem Sinne verabschiede ich mich mit diesem Post für 1 1/2 Tage. Morgen früh um 5 Uhr gehts nach Bremen zum Flughafen und in Richtung England.

Freue kann ich mich jedoch nicht wirklich. Der Grund ist meine ''Familie''...

9. Juni 2013

307. Das wars dann wohl.

Option war:
Überdosis oder Schneiden.
Hab mich entschieden. 56 Tage waren umsonst. Irgendwie...

7. Juni 2013

306. Flashbacks, angespanntes Verhältnis und Albträume.

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5,5
Tagesziele: nicht erreicht

So langsam verschwindet die Panik gegenüber diesem Krankenhaus. Die letzten 4 Jahre bin ich immer mit einem sehr unguten Gefühl in dieses Gebäude hineingegangen. Immerhin habe ich jedes Mal Flashbacks bekommen. Und immer wieder hatte ich die Angst, dass ich einen der Ärzte wiedertreffe. Die Chance ist immer noch sehr hoch. Die Ärzte von der Intensivstation sehe ich immer noch vor Augen und die ganzen Betreuer und Therapeuten von der Notaufnahme sind wahrscheinlich immer noch nicht gut auf mich zu sprechen. Die Zeit wo man versucht hat mich einzuweisen jährt sich. Vor einem Jahr hat es angefangen, wo die Betreuer nicht mehr wussten wie es weitergeht und mich jedes Mal in die Notaufnahme brachten. Es ging doch auch schon so weit, dass sie die Polizei riefen und mich mittels deren Hilfe hinfuhren...

Ich glaube, ich werde niemals darüber hinweg kommen. Aber dadurch, dass immer mehr Freunde in dieses Krankenhaus kommen und ich sie besuchen möchte, gewöhne ich mich an diese Situation. Leider.

Ich könnte gerade so anfangen zu heulen. Es will nichts mehr klappen. Rein gar nichts..
Aufzählen wäre wahrscheinlich überflüssig...

Aber was wahrscheinlich einer der größten Punkte ist:
Zu allem Überfluss ist mein Verhältnis zu ihm noch sehr angespannt. Zu angespannt. Ich habe jedes Mal Angst, dass ich irgendetwas falsches sagen und ihn dadurch verletzen könnte. Das Gefühl, dass es so ist, ist einfach nur schrecklich..
Es nimmt mich aber so mit, dass ich schon Albträume dadurch bekomme. In jedem einzelnen Traum kommt er  und manchmal sogar noch der ein oder andere von seinen Kollegen vor. Das schlimme ist auch noch, dass es sich so real anfühlt...

Ich frage mich die ganze Zeit, wie lange ich wohl nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie bleiben müsste. Bestimmt nicht länger als 6 Wochen.. Suizidgedanken sind wieder einmal stärker geworden..


6. Juni 2013

305. Sommer 2012

Es lag dort und ich musste es einfach nehmen. Hab's aufgeschlagen und angefangen zu lesen...

In diesem Buch sind die 2 Monate voller Schmerz und Verzweiflung beschrieben. 
Man kann lesen, wie ich immer mehr die Hoffnung verloren habe. Kurz gesagt, es ist der Sommer 2012. Der Sommer, der mein Leben unerträglich gemacht hat. 

Das Buch ist nicht nur ein gewöhnliches Tagebuch gewesen. Es war mein Suizidbuch. Hört sich krank an, aber in diesem Buch waren alle Vorbereitungen für meinen Tod aufgeschrieben. Von Abschiedsbriefen bis zur Gästeliste ist alles vertreten. 

Vielleicht war es ein Fehler. Vielleicht hätte ich es nicht lesen sollen. Mir gehts schlechter denn je. Will sterben. Jetzt und hier. 

5. Juni 2013

304. Endlosschleife.

Jeder Tag ähnelt den anderen.
Es fühlt sich so an, als würde ich mich in einer Endlosschleife befinden. Alles erblasst in Dunkelheit und dass, obwohl es mir gut gehen müsste.

Müsste..

Die Fahrstunde lief heute eigentlich  gut. Mein Fahrlehrer meinte, dass ich so eine positive Energie ausstrahle. Irgendwie voll lieb gemeint :')

Und dann das.. ich komme nach Hause und fange wieder einmal an zu essen. Es ist einfach nicht mehr normal. Mir wurde schlecht und ich wollte einfach nur kotzen. Geschafft hab ich es leider nicht.

Deswegen bin ich gerade auf dem Weg ins Fitnessstudio. Muss diese ganzen Kalorien loswerden, auch wenn es heißt, dass ich 2 Stunden trainieren muss.

Ich hasse mich so sehr...

303. Eine Mischung, täglicher Mist und mal wieder das Thema WG.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: wie immer nicht erreicht.

Schon lange hatte ich dieses Gefühl nicht mehr. Vielleicht nur den Anfang davon, aber so wie es jetzt ist, wurde es mit lange erspart. Zum Glück.
Es ist eine Mischung aus Angst, Verzweiflung, Hass, Leere, Selbsthass und Ekel. Sehr viel Ekel ist in mir.

Jeder Tag verläuft gleich:
Irgendwann um 11 Uhr aufstehen; versuchen nicht die Krise zu kriegen, irgendwelche Termine wahrnehmen, FA's bekommen und irgendwann um 3 Uhr morgens ins Bett gehen und schlafen. 

Und dabei schaffe ich es noch nicht einmal meine Wohnung aufzuräumen. Hier schaut's aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Interessieren tut's mich irgendwie, aber ändern kann ich es auch nicht.

Ich hab mich heute mit Aileen in der Stadt getroffen. Wir haben uns über die WG unterhalten. Dabei ist wieder einmal so viel Hass hochgekommen. Ich hasse es, wie mit den Jugendlichen umgegangen wird , wie mit mir umgegangen wurde. 
Später ist Holger noch dazu gekommen. Eigentlich war es meine Zeit die ich mit ihm hatte, aber ich konnte einfach nicht ihm alleine sein. Deswegen hatte ich auch Aileen gebeten, dabei zu bleiben. 
So geschah es, dass ich mich nicht wirklich ins Gespräch eingebracht habe. Ich habe die beiden reden lassen.

Irgendwie muss das alles besser werden. Aber anscheinend muss ich immer auf jemanden enttäuscht und sauer sein. Ich war solange auf Ulf sauer, bis ich gesehen hab, wie sehr ich ihn damit verletze. Jetzt wo ich nicht mehr auf ihn sauer bin, bin es jedoch im Bezug auf Holger. 
Verkehrte Welt - schreckliche Welt!!

Morgen hab ich mal wieder eine Fahrstunde. Ich hab Angst meinen Fahrlehrer wieder zu sehen. Wie wird er auf die letzte Fahrstunde reagieren ?
Dann steht mal wieder Ergotherapie auf dem Plan und mal schauen, wie das jetzt mit Alina weitergeht.
Eigentlich wollten wir morgen gemeinsam ins Tattoostudio, aber sie meldet sich mal wieder nicht.
Immer die gleiche scheiße! Und dann muss ich ja noch im Krankenhaus anrufen. Muss ja irgendwie mal hospitieren gehen. 

4. Juni 2013

302. Zu gesund.

Und natürlich habe ich es ihr nicht gesagt. Hab das Thema Klinik gar nicht angesprochen. Noch nicht einmal mit einem Wort.
Denke wohl, dass ich noch zu gesund dafür bin.
Mit dem Verhalten und den Gedanken ist doch noch alles ok, oder ? Klinik ist also noch nicht drin..

Werde wohl warten, bis ich gar nicht mehr kann.

3. Juni 2013

301. Die guten Klingen,..

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: NICHT ERREICHT

Ich kann nicht wirklich sagen, dass es mir gut geht. So viele Gedanken sind immer noch in meinem Kopf. Alles ist so wirr, klare Gedanken existieren nicht mehr.
Traurigkeit steigt in mir hoch. Neben mir liegen Rasierklingen. Es sind sogar die, wo die Wunden noch schön tief werden..

Morgen muss ich meine Entscheidung kundgeben. Klinik ? Ja oder nein ?
Und wenn in welche Klinik ? Wunstorf, Langenhagen oder doch eine, die extra auf Borderline spezialisiert ist??

1. Juni 2013

300. Und hoffentlich tut er nachher dass, was ich nicht schaffe.

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5,5
Tagesziele: nicht erreicht.

Fühle mich schrecklich.. Einsam, ungeliebt, verzweifelt.
Möchte alles kaputt schneiden, denn es würde doch sowieso keinen interessieren.
Möchte sterben - die Welt alleine lassen. Sie soll ohne mich weiterleben!

Überall Hass.
Überall Schmerz.
Überall Verzweiflung.

Überall sind Menschen, die sterben wollen und es nicht dürfen. Und zu diesen Menschen gehöre ich. 

Muss los, soll feiern gehen. Hoffentlich tut der Alkohol nachher das, was ich nicht hinbekomme..
Macht's gut.. Bis irgendwann einmal! 

30. Mai 2013

299. Überdosis, Tränen, Massen an Essen und ein Hospitationstermin.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: keine

Ich fühle mich einfach nur schrecklich. Ich hab Druck, will mich verletzen und wieder eine Überdosis nehmen. Wie gestern.
Hab letzte Nacht 20 Tabletten genommen,  die ich schließlich 6 Stunden in meinem Körper behielt, bis ich sie erbrach. Die Folge des ganzen war, dass ich den ganzen Tag über Krämpfe hatte. 

Vorhin hatte ich dann ein Gespräch mit Holger und Ulf. Dank der Stimmung und der Schmerzen kamen mir am Anfang die Tränen. Beide bemerkten dies und fragten natürlich nach und wollten wissen was denn los ist. Ich blieb stumm und so führten wir das Gespräch fort. 
Nachdem Holger weg war, fragte ich Ulf ob wir spazieren gehen können.

Ich wollte ihm erklären, was los ist und erzählte ihm die Sache mit den Tabletten. Das der Druck mich dazu zwang. Es ist kein normaler Druck in dem Sinne. Oder vielleicht doch ? Ach ich weiß es nicht...
Ich erzählte ihm, dass der Druck zum Teil von dem Essen kommt. Und ich einfach eine Problematik entwickelt habe. Er erzählte mir, dass ihm das schon sehr aufgefallen ist. Immerhin habe ich mich immer schwer getan mit ihm zu kochen bzw. zu Backen. 

Zusammen thematisierten wir noch einmal das Thema Klinik. Nächste Woche Dienstag habe ich einen Termin bei dem psychiatrischen Dienst. Dort soll ich eine Entscheidung treffen. Wenn ich ja sage, dann befinde ich mich Ende nächster Woche in der erwachsenen Psychiatrie. Aber ich habe das Versprechen, dass Ulf mich begleiten wird. 

Ich habe das Gefühl, dass ich Massen an Essen in mir habe. Es sind auch Massen an Essen:
                                                         *Kartoffelbrei 188kcal*
                                                        *2 Früchteriegel 146kcal*
                                                            *Salat ca. 100kcal*
                                                            *3 Waffeln 303kcal*
Ich will alles los werden!! 

Morgen habe ich mein Hospitationstermin in der Wohngruppe. Mal schauen wie es wird. 


29. Mai 2013

298. Nächtliche Einbrüche.

Mir gehts schrecklich. Von Suizidgedanken, über starkem Selbsthass bis zum überdimensionierten Druck. Ich will einfach nur schneiden und Kotzen. Bin 45 Tage ohne eine einzige neue Wunde. Will nicht mehr.. Vermisse das Blut und die klaffenden Wunden! 

28. Mai 2013

297. Keine Klinik, FSJ mit Behinderten und ein gestörtes Essverhalten.

Stimmung: 4
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: teilweise erreicht.

Es ist einiges in den letzten Tagen passiert...

Gestern hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater und er lief mal so gar nicht gut. Also für mich. 
Ich bin mit Gedanken zu dem Termin gegangen, dass ich zeitnah mich stationär aufnehmen lasse.
Wie immer wurde mein Wunsch ignoriert. Mein Psychiater und Holger (der dabei war) sagten dann, dass die Klinik im Moment nicht hilfreich und unbedingt benötigt wird. 
Was soll denn bitte noch alles passieren ? Soll ich erst wieder auf der Intensivstation mit einer Überdosis liegen ?

Vorhin hatte ich dann ein Bewerbungsgespräch für ein FSJ bei der Diakonie hier in Hannover.
Am Ende des Gesprächs habe ich zwei Möglichkeiten bekommen, wo ich arbeiten kann. Entweder ich verbringe das Jahr in einer Wohngruppe für behinderte Menschen oder ich arbeite das Jahr über im Krankenhaus.
Ich habe mich jetzt erst einmal für die WG entschieden und wenn es dann doch nicht passt, werde ich im Krankenhaus anfangen zu arbeiten. Morgen werde ich erst einmal dort anrufen und einen Termin zum hospitieren ausmachen. 

Im Moment habe ich wieder einmal extreme Probleme mit dem Essen. Entweder sind es tägliche FA's, kaum eine Nahrungsaufnahme oder eben normal essen aber dann mit anschließender Kotzerei.
Mir ist grad mal bewusst geworden, dass ich seit Jahren kein normales Essverhalten habe. Selbst eine Ernährungsberatung ist erfolglos gewesen..

26. Mai 2013

296. Ekel, Jan Leyk und ne Taube.

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht 

Der Tag war überhaupt nicht gut, was sich auch in meiner Stimmung wiedergibt.

Freitagabend ar ich zum ersten Mal in meinem Leben feiern...zusammen mit Aileen war ich auf der Abgefuckt-Party hier in Hannover. Anfangs war ich mies drauf. Ich kam mir einfach nur komisch vor und um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht, wie ich tanzen soll... Peinlich o.O
Irgendwann haben Aileen und ich mit zwei Männern aus München getanzt. 
Während wir getanzt haben, überkam mich der Ekel. Vor der Party hatte Aileen mir große Löcher in mein Oberteilngeschnitten und das hatte er ausgenutzt um mich anzufassen. Ich hab es zugelassen, weil ich keinen Aufstand machen wollte..

Übrigens hatte Jan Leyk aus Berlin Tag und Nacht an dem Abend aufgelegt.

                                  

                                  

Total übermüdet war ich dann mittags mit Holger in der Stadt. Ganz ehrlich ? Das Treffen hätte ich mir auch sparen können, denn wir sind nur Lebensmittel einkaufen gewesen. 
Das einzige was ich mir wünsche, sind entspannte Treffen..So wie es jetzt wieder ist, möchte ich es nicht weiter haben...

Im letzten Post habe ich ja schon angekündigt, dass ein 3. Tattoo meine Haut verzieren wird. Und den Termin hatte ich heute... Bevor ihr es seht, muss ich noch sagen, dass es so wie es jetzt aussieht nicht leiben kann... Wenn ich mit dem Tattoo zum nachstehen war, plane ich mit dem Tätowierer meinen kompletten Unterarm voll zu tätowieren.
Beim stechen, wurde mir wieder einmal klar, dass es ja ganz schön an das Schneiden erinnert. 
So hatte ich noch Stunden nach dem Termin heftigen Druck. 

                                 

Ja... So sieht's aus.. Die Taube ist leider einbisschen zu nah an dem anderen Tattoo.. :/

Dank einem FA, liege ich jetzt hier im Bett und habe einen großen Drang Tabletten zu nehmen.. Neue habe ich bereits gekauft, sie runterzu Kriegen ist die große Kunst!

Damit verabschiede ich mich in die Nacht! Schlaft gut!
          


23. Mai 2013

295. Abbruch, Wiedersehensfreude und endlich das 3. Tattoo!

Befindlichkeit: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht

Ich weiß inzwischen nicht mehr, wie ich mit ihm umgehen soll...  Es sind immer mehr Nachrichten, die mich dazu bringen, dass ich ihn verachte und ihn nicht mehr als Betreuer haben möchte.
Ich möchte, dass diese Gedanken verschwinden! Denn eigentlich ist das Betreuer - Bezugsjugendlichenverhältnis und die Gewöhnung an ihn, zu stark. 
Wie soll das noch weitergehen ? 

Drei Wochen und drei Tage waren es jetzt. Solange hatten Ulf und ich uns jetzt nicht gesehen. 
Ich bin froh, dass ich ihn heute endlich wiedergesehen habe! Es Tat sehr gut, mal wieder eine Umarmung von ihm zu bekommen :')
Wir haben uns erst einmal ein wenig unterhalten (er hat mir eine Menge von Kreta erzâhlt und ich muss sagen, ich bin richtig neidisch geworden!), danach sind wir zum Maschsee Gefahren und haben eine Rundfahrt mit einem der Schiffe gemacht.. Während der Fahrt habe ich ihn noch einige Fragen gestellt, aber dazu erzähle ich euch am Montagabend mehr...
Nach einem kleinen Einkauf bei Primark haben wir uns dann auch verabschiedet...

Aber ich muss euch noch eine riesen Neuigkeit erzählen...! Vor der Rundfahrt habe ich einen Anruf bekommen und.... es war das Tattoostudio! Ich hatte vor zwei Wochen eine Anfrage hingeschickt und bekam heute telefonisch einen Termin für Samstag :))) 

Eigentlich wollte ich morgen endlich nach Bremen fahren, aber das fällt auch wieder flach. schade eigentlich, aber was soll's... Dafür sehe ich Samstag die liebe Alina wieder und Sonntag kommt mich die liebe Nani besuchen..Es ist schon krass, denn Nani und ich haben uns das letzte Mal auf meiner Geburtstagfeier gesehen..die Feier war Anfang März :// Nani ? Wenn du das liest. Ich freu mich auf dich :*


22. Mai 2013

294. Und wieder einmal hadere ich mit mir.

Befindlichkeit: 4,5
Suizidalität: 4,5
Tagesziele: /

Ich hadere mit mir. Frage mich die ganze Zeit, wie ich in den einzelnen Punkten handeln soll.
Entscheide ich mich in dem einem Moment, kann es in einem anderen Moment sich schon wieder ändern. 

Ich kann mich nicht wirklich überwinden bei meinem alten Therapeuten anzurufen. Zu groß ist die Angst wieder einmal auf Ablehnung zu treffen. Ich habe einfach nur Angst. 

Morgen seh ich dann hoffentlich mal Ulf wieder. Ich glaube, ich würd richtig am Boden sein, wenn das Treffen dann doch nicht stattfinden wird. Ich vermiss ihn einfach nur.. 

293. Irgendwo zwischen Flashbacks, Glück und Verzweiflung.

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 5
Tagesziele: teilweise erreicht.

Dieser Blog verkommt einfach nur... Ich traue mich gar nicht mehr richtig zu posten, meine wirklichen Gedanken rauszulassen. Immer wieder muss ich das Gefühl haben, von Menschen bevormundet zu werden oder einfach nur ein falsches Interesse vorgespielt zu bekommen.
Ich weiß im Moment nicht, wie die Zukunft des Blog's aussehen soll. Wahrscheinlich muss ich darüber mal mit ein paar Menschen reden...

Im Moment fragen mich viele Freundinnen, wie es mir geht...  Ich fühle mich komisch dabei, wenn ich ihnen mein ''Leiden'' vorjammere. Inzwischen frage ich mich einfach nur, wie lange das noch so weitergeht. Irgendwann werden auch sie sich von mir abwenden. So wie immer in meinem Leben. 

Ich hatte eigentlich vor nach Bremen zu fahren um Melissa zu besuchen. Da ich es schon im Gefühl hatte, schrieb ich noch einmal eine Nachricht und siehe da... Sie hat mich vergessen! Ich muss sagen, dass es doch ein wunderbares Gefühl, wenn die eigenen Freunde einen vergessen. 

Gestern hatte ich mit Holger ausgemacht, dass ich meinen Psychiater anrufen soll... Es ging darum, dass ich ihn fragen sollte, ob er mich rückmwirkend krank schreibt, sodass die Schule mich nicht kündigt. Und was ist ? Klein - Sabine bekommt es nicht, weil sie Angst hat und muss so Holger um Hilfe bitten. 

So kam es dazu, dass ich in die WG gefahren bin. Im Nachhinein war es einfach nur ein Fehler. Ich habe zwar Aileen und Katharina wiedergesehen, aber dennoch breitete sich einfach nur die Angst in mir aus. Bekam dazu auch noch Flashbacks. Jedenfalls ist mir wieder einmal klar geworden, dass sich alles verändert hat. Was damals noch hohe Priorität hatte, ist heute nur noch ein Witz. Es macht mich unglaublich traurig, dass die ganze 'Familie' auseinander gebrochen ist. Vor gut einem Jahr lebten die Jugendlichen und die Betreur dort noch gemeinsam, hatten Spass und haben sich einfach nur verstanden. Und heute herrscht dort einfach nur noch Krieg...

Dann hatte ich mittags auch noch eine Karte bekommen. Ich hatte zwar mit ihr gerechnet, aber als ich sie im Briefkasten hatte, empfand ich für einen Moment einfach nur Glück. 
Die Karte ist eine Ansichtskarte und kam von Ulf. Auf der Karte standen so liebe Dinge und ich hab mich irgendwann einfach nur schuldig gefühlt. Ich habe ihn die letzten Wochen so Mies behandelt. Deswegen hatte ich mich umso mehr auf das Treffen mit ihm am Donnerstag gefreut und nun schaut's so aus, als würde es nur vielleicht stattfinden. 
Er entscheidet es spontan... Fühlt sich irgendwie beschissen an... :(


20. Mai 2013

292. Glücklich vs. Traurigkeit.

 Befindlichkeit: 4,5
Suizidalität: 4
Tagesziele: teilweise erreicht.

Gestern hab ich einen schönen Abend in Velber verbracht. Lara, Crissy und ich haben den sonnigen Tag ausgenutzt und dort gegrillt. Es war toll verstanden und akzeptiert zu werden. Ich konnte mit den beiden offen über das Thema Selbstmord und Psychiatrie reden. Ich habe den beiden erzählt, dass ich schon lange darüber nachdenke meinen alten Therapeuten aus Wunstorf (den beide auch kennen) anzurufen. Beide haben mir angeboten, dass wenn ich nicht alleine hinfahren möchte, sie auch mitkommen würden.
Echt lieb :')

Heute Morgen war dann Holger bei mir und wir haben endlich mal wieder ein paar entspannte Stunden  zusammen verbracht. Kein Wort über meine Gedanken und meine Stimmung, nur Spass :)
Anfangs musste ich zwar noch einen Wochenplan für einen strukturierten Alltag machen, aber danach haben wir angefangen einen Lillifeekuchen zu backen und Skip-bo zu spielen.
So entspannt waren unsere Treffen das letzte Mal vor ein paar Wochen :/


                              
                                           Lilliffeekuchen :)

    Ich hasse Wochenpläne ;(


Alles war so toll, aber jetzt besucht mich die Dunkelheit wieder einmal...

18. Mai 2013

291. CSD und ESC

Befindlichkeit: 3,5
Suizidalität: 4
Tagesziele: teilweise erreicht.

Mir gehts soweit ganz ok.
Den Mittag hab ich mit Holger verbracht. Wir sind zusammen im Wald gewesen und haben uns dann noch in einem Café unterhalten. Er möchte, dass mein Tag wieder strukturierter wird. Wird schwer, weil ich es im Moment ganz gut finde, so wie es ist.


Den Nachmittag über war ich mt meinem Bruder und seinem Freund auf dem CSD hier in Hannover. 
Es war das 1. Mal das ich dort war und ich bin einfach nur begeistert. Alle halten zusammen, egal wie man aussieht oder ob man bi -, hetero-, Homo- oder transsexuell ist. 

Was mich auch noch riesig gefreut hat, war dass ich eine alte Freundin von mir beim Umzug getroffen hab. Sophie und ich haben uns vor 4 Jahren in der KJP hier in Hannover kennengelernt. Sie hat einen großen Anteil daran, wie ich heute bin. Nach dem Aufenthalt hatten wir eine lange Zeit kein Kontakt, bis wir uns dann einmal getroffen haben. Seitdem sind auch wieder 2 Jahre vergangen... Jedenfalls haben wir die Nummern ausgetauscht und ich hoffe mal, dass wir uns jetzt öfter sehen werden...

Ich wünsch euch allen noch einen schönen Abend und ich hoffe, ihr fiebert heute auch beim ESC mit.

17. Mai 2013

290. Handeln

Befindlichkeit: 6
Suizidalität: 5
Tagesziele: keine

Mein Körper schreit nach Hilfe. Er will leben, doch meine Psyche kämpft gegen den Willen an..
Die Leere übernimmt mein Denken. 




Sie denken, ich würde es nicht ernst meinen. Keiner denkt, dass ich es nicht noch einmal machen würde.. Erst dann, wenn es passiert ist werden sie sich fragen, warum sie nicht gehandelt haben. Sie werden sich die Schuld geben.