2. Mai 2014

441.

Ich möchte wach sein, aber gleichzeitig auch für immer schlafen. Ich möchte leben, aber auch sterben. Ich möchte ehrlich sein, aber kann das Verheimlichen nicht lassen. Ich möchte glücklich sein, aber werde von den Gedanken in meinem Kopf daran gehindert. Ich möchte immer 100% geben, aber schaffe es nicht. Ich möchte einmal jemanden in meiner Kontaktliste finden, den ich anrufen oder schreiben kann, wenn nichts mehr geht...Einer der mich versteht, mich nicht verurteilt und einfach für mich da ist... Ich möchte lieben, aber schrecke vor dem Gefühl zurück. Ich möchte jemanden hier bei mir haben, der mich einfach in den Arm nimmt und sagt, dass er mir helfen wird. Ich bin am Ende, Suizidgedanken sind schon Klasse.


440. Ruhe in Frieden

Sie lag eine komplette Woche im Sterben und wurde von Tag zu Tag immer schwächer. Man hat mir verboten in ihr Zimmer zu gehen und somit konnte ich nicht wirklich bei ihr sein. Mir zerreißt es das Herz, es ist so verdammt traurig.Gestern habe ich sie noch zwei Mal gesehen, jetzt werde ich sie nie wieder sehen.  Zu wem soll ich jetzt 'Schätzlein' sagen? Sie war perfekt!

Ruhe in Frieden
 Frau H. G. 
1920 -2014

29. April 2014

439.

Ich liebe diesen Geruch der in der Luft ist, wenn ich morgens um halb 6 zur Arbeit gehe. Es riecht so wunderbar nach der Natur. Manchmal erinnert es mich an Wunstorf, dort hat es abends immer so gerochen.

Seit gestern ist meine Stimmung einbisschen besser. Nicht gut, aber auch nicht so beschissen wie gar die letzte Woche. Auf der Arbeit habe ich mich gestern erst einmal bei der Wohnbereichsleitung ausgekotzt und was das denn alles soll mit dem Wechsel.
Diese Woche soll ich noch auf dem Wohnbereich, aber nächste Woche kann ich wieder hoch ins Vertraute. Zwischenzeitlich habe ich überhaupt gemerkt, dass es wahrscheinlich nie hätte rauskommen dürfen, dass ich so "schwer" psychisch krank bin.

Nach der Arbeit war ich dann noch beim Psychodoc. Hab ihm die Ereignisse der letzten drei Wochen erzählt und darum gebeten, dass ich Beruhigungsmittel bekomme. Es kann ja immer schneller kommen als gedacht, dass ich wieder heulend auf der Arbeit zusammensacke. Nun gut. Habe dann "Quetiapin" verschrieben bekommen... Beipackzettel durchgelesen und da stand dieses böse Wort wieder : Gewichtszunahme als eine "sehr häufige" Nebenwirkung. Meine größte Angst besteht darin, dass ich wieder so dick werde wie vor 2 Jahren. Ich kann nicht all das wieder zunehmen, was ich so schön runtergehungert habe! Also ist die Frage jetzt: nehmen und wieder fetter werden oder Tavor weiter nehmen und süchtig werden?

26. April 2014

438.

Sie sagen alle, dass Tavor süchtig macht und der Entzug schlimm sein wird. Dieses eine Mal wollte ich auf alle hören und habe es brav abgesetzt, denn zwei Tavor am Tag über 2 Wochen würde bestimmt ein guter Anfang für eine Sucht sein. Und jetzt habe ich die Quittung bekommen - ich darf nicht mehr auf dem Wohnbereich arbeiten, auf dem ich seit September übergehend war! 
In der Pause kam die Fachkraft zu mir und meinte, dass alle Kollegen mich nicht mehr wiedererkennen und ich mich immer mehr zurückziehen würde. Ich solle doch jetzt einen anderen Wohnbereich machen, damit ich nicht mehr unter Stress bin und ich vorallem nicht mehr bei Frau G. bin, da sie seit Donnerstag im Sterben liegt. Ich würde deswegen so durchdrehen. Unsinn! Ich hatte bereits am Mittwoch auf der Arbeit einen Heulkrampf. Gefolgt von Donnerstag und gestern. Und der Versuch ihr zu erklären, dass mich der Wechsel auf einen anderen Wohnbereich eher stresst, lief erfolglos. Inzwischen denke ich sogar schon darüber nach, ob ich nicht einfach kündige und mir einen anderen Job und ein anderes Heim für die Ausbildung suche. 

Ich werde morgen und übermorgen noch arbeiten gehen, danach schaue ich weiter. Entweder ich lasse mich krankschreiben oder ich lasse mir am Montag so starke Medikamente verschreiben, dass ich die nächsten Dienste bis Freitag schaffe. 


22. April 2014

437. Der Glaube perfekt sein zu müssen.

Sie sagen mir alle, dass ich eine Pause machen soll. Erst einmal wieder richtig zu Kräften kommen... Aber ich kann es nicht. Ich kann mir keine Pause gönnen. Auf der Arbeit muss man mich drei - bis vier Mal anrufen, damit ich endlich zur Pause gehe und dort dann auch bleibe. Ich versuche all das wieder aufzuholen, was ich während der Woche wo ich Zuhause war, versäumt habe. Und ich denke mal, dass die ganzen Medikamente, die ich nehme mir dabei gut helfen. Aber  dennoch gibt es auch dabei wieder Menschen die sich Sorgen um mich machen. So habe ich heute von der lieben Frau vom Psychiatrischen Dienst gehört, dass das auch nicht lange gut gehen wird. Sie betonte dabei wieder und wieder, dass ich ein gesundes Zwischenmaß finden muss. Sonst würde ich in 6 Wochen wieder in der Klinik hocken.
Um ein gesundes Maß zu finden, muss ich wahrscheinlich erst einmal lernen, was das überhaupt bedeutet. 

Ich habe schreckliche Angst, dass ich versage könnte. Dass ich keine gute Tochter (obwohl das bei der Mutter wahrscheinlich auch nicht so schlimm wäre), Nichte und Schwester bin. Ich soll mich um alles kümmern. Den Umzug von meinem Bruder nach Hannover und den dazugehörigen Anträgen. Wenn meine Mutter oder meine Tante anruft, muss ich sofort springen und immer wieder 180 % geben. Wenn es weniger ist, bekomme ich es sofort zu hören. Und dabei glauben sie alle, dass alles bestens ist.
Aus meiner Familie weiß nur mein großer Bruder und die Halbschwester meiner Mutter wirklich Bescheid. Ich meine, dass ich in der Klinik war und das ich mich vor  1 1/2 Wochen zu tief geschnitten habe. Die anderen denken alle, dass ich wegen Kreislaufproblemen im Krankenhaus war. Ehrlichkeit geht bei meiner Familie nicht. Bei der Familie die ich habe, kann ich nicht wirklich sagen, dass es meine Familie ist. Familie werden immer mehr meine Kollegen von der Arbeit. Ich bekomme von ihnen sogar Sachen zum Geburtstag, zu Ostern und zu Weihnachten.. Auf mein ''Warum'', bekam ich die Antwort, dass ich ihr Kind sei. 
Ein komisches und zugleich tolles Gefühl.



19. April 2014

436. Lieblingsomi im Heim :)

Darf ich vorstellen: Frau G., bekannt als "Wenn, dann hätte ich sie gerne als Oma!" :)


17. April 2014

435.

Nun ist Herr H. gestorben - Organversagen. Es ist komisch an seinem Zimmer vorbei zu kommen, immer mit dem Bild im Kopf, wie ich ihn am Dienstagmorgen gefunden habe und wie dann der Rettungswagen gekommen ist. Gestern um 4.00Uhr morgens ist er dann verstorben. 
Heute habe ich seine Frau getroffen und ihr erst einmal mein Beileid gewünscht. Ich habe so viel Trauer in ihren Augen gesehen. Sie war die ganze Zeit an seinem Bett, bis er durch das Morphium eingeschlafen und dann auch schließlich gestorben ist. Ich habe sie gefragt, wann die Beerdigung von Herrn H. stattfindet...
Ich denke ich werde dorthin gehen.. Eine Kollegin und ich haben ihn immer gefragt, ob er uns nicht adoptieren möchte - er war so wunderbar!

D. H.
1929 - 2014


Gestern bin ich nach meinem Dienst mit U. durch den Wald gelaufen und habe versucht zu erklären, was los ist. Ich habe ihm von Montag erzählt und wie wenig ich mit den Medikamenten, die ich im Moment alle nehme klarkomme. Ich wollte meinen Psychiater anrufen und einen Termin haben - er hat Urlaub. Dann habe ich im SPD angerufen und die Ärztin dort meinte, dass ich erst einmal 100mg Melperon zum Schlafen nehmen soll. Wieder 50mg mehr. Und so bin ich heute bei der Vertretung von meinem Hausarzt gewesen und bekam dort ein neues Rezept.
Ich habe das Gefühl, dass ich im Moment so labil wie lange nicht mehr bin. Nur mit Medikamente schaffe ich es wenigstens die Gedanken noch auszuhalten, würde ich sie nicht nehmen, würde ich mich wahrscheinlich täglich verletzen... Aber so muss das erst einmal weitergehen. Bis zum 26. Mai, dann habe ich erst den nächsten Termin beim Psychodoc.

14. April 2014

433.

Ich höre seit Stunden die Schreie und Rufe von vielen unterschiedlichen Kinder, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass es hier drin mit jeder Sekunde stiller und einsamer wird. Und vorallem merke ich dabei, wie es immer schlimmer wird. Quäle mich mit Suizidgedanken und starkem Druck, versuche aber dennoch stark zu bleiben. 'Stay Strong' kann man ja hier überall lesen, dann werde ich das mal versuchen. Stark bleiben - was heißt das eigentlich?

432. Therapie?

Ich hätte ein Frage an euch: welche Ziele wolltet ihr in eurer Therapie erreichen?

Bitte schreibt es unten in die Kommentarbox! Danke!

13. April 2014

431. Arbeit oder weiter krankschreiben lassen ?

Wie es gerade ausschaut bei mir? Mal sehen, neben den morgendlichen Tiefs, dem ständigen Druck und dem Vorspielen guter Laune, läufts. Es ist komisch, am Dienstagmorgen wieder auf der Arbeit zu sein und allen erklären zu müssen was los war. Ich bin wieder mal an dem Punkt angelangt, wo mir alles egal wird. Wirklich alles. Ich liebe die Arbeit im Heim und komme mit jedem, na ja fast jedem, klar. Aber was ist, wenn ich mich morgen von meinem Hausarzt noch einmal krankschreiben lasse? Noch einmal für eine Woche? Er meinte ja selbst, dass er mich lieber erst einmal aus dem Verkehr ziehen möchte. Seine Worte!
Wahrscheinlich würde ich in dieser Woche wieder in ein, wenn nicht sogar mehrere Tiefs reinrutschen und würde mehr und mehr Gefallen an den dunklen Gedanken finden. Aber ich vermisse auch die Bewohner schrecklich. Ich vermisse Frau H. der ich 'Tschakka' und 'Ghettofaust' beigebracht habe. Ich vermisse Frau G. die durch ihre teils zickige Art eine liebevolle Person ist. Ich vermisse Herrn H. der durch sein Blick und seine Gesten verdammt süß ist! Und zuletzt vermisse ich auch Frau M. die immer lächelt wenn sie mich sieht... Senioren sind schon etwas tolles!

Heute bin ich zum ersten Mal, ich weiß nicht Juni?, wieder unter die magische Grenze gekommen. Endlich! Ich hoffe nur, dass dies Morgen nicht wieder wet sein wird. Pommes sei dank. Aber ich hab doch auch Sport gemacht. 40 Minuten Crosstrainer müssten doch reichen um die Pommes wieder runter zu bekommen, oder?

12. April 2014

430. Wenn etwas falsch ist, dann bringst du es wieder in Ordnung..

Ist seit langem mal wieder ein Foto von mir. (Denn eigentlich wollte ich so gut es eben ging anonym bleiben. Ich habe es wenigstens versucht.) Und nicht alleine. Hier habt ihr mal ein Bild, wie H. in natura aussieht. Er ist so ein wundervoller Mensch!

429. Du bleibst auf Ewigkeit in meinem Herzen.

Es ist 7:30 Uhr an einem Samstagmorgen in einem Krankenhaus in meiner Geburtstadt. Zwei Schwestern fangen an, ihn zu waschen und führen alle nötigen Dinge durch. Es ist 7:45 Uhr am gleichen Morgen, dass das Herz von ihm nicht mehr schlagen wollte und er stirbt. Und es ist 8 Uhr rum, als mein Leben zerbrach und sich für immer verändert.

                                                                       Es ist der 12.04.2003

Papa, ich liebe dich über alles! Ich verfluche den Tag als ich dich verloren habe. Ich wusste nie wie ich es schaffen soll, ohne dich glücklich und hoffungsvoll zu leben. Und ich weiß es auch jetzt nicht. Ruhe in Frieden, es dauert nicht mehr lange.
Und ein 'Happy Birthday' an meine Schwägerin in Spe! Alles Gute zum 19ten!

10. April 2014

428. Erinnerungen

 Es ist dieses 'Hey, mir gehts so lala', und dieses 'Ich kann nicht mehr.' In den letzten Stunden und Tagen habe ich einiges an Gefühlen und Gedanken durchgemacht. Depression ist die Devise! Ich wusste nicht, und weiß immer noch nicht, wie es weitergehen soll. Die Träume die ich habe, sind zwar in greifbarer Nähe, aber ich zweifele daran, ob ich diese noch erleben werde. Suizidgedanken und die dazugehörigen Pläne sind doch etwas feines, oder?An einem Tag nehme ich inzwischen drei unterschiedliche Psychopharmaka. Elontril und Tavor am Morgen, Tavor am Mittag, Tavor am Abend, Tavor und Melperon zur Nacht. Ohne diese Medikation drehe ich noch ganz durch. Aber leider kann dieser Zustand nicht von Dauer sein.
Es sind so viele Erinnerungen, die mich dazu gebracht haben wie ich heute bin und wie ich heute handle.
Es sind die schlechten Erinnerungen, die mich kränker werden ließen und mich dazu gebracht haben mich selbst immer wieder zu schneiden. Aber es sind auch die guten Erinnerungen. All' die guten Erinnerungen, wie zum Beispiel das Kennenlernen von vielen verschiedenen Menschen, haben mich zu der Person gemacht.
2011 und 2012 durfte ich ein wundervolles Jahr in einer 10.ten Klasse verbringen. Ich lernte liebe Personen kennen und vorallem hatte ich eine wundervolle Klassenlehrerin. Sie hat mir damals schon zugehört, wenn ich ihr sagte, dass ich wegen dem Chaos in meinem Kopf nicht zur Schule kommen kann und sie hört mir auch jetzt, 2 Jahre danach, zu. Wie heute. Ich hatte ihr am Samstag geschrieben, dass ich wieder in der Klinik bin und von ihr kam dann, dass sie gern etwas für mich tun würde, aber leider gerade im Urlaub ist.
Vorgestern kam dann wieder eine Nachricht von ihr. Sie fragte mich, wie es mir geht und dass sie mich gerne wiedersehen würde. Ich wusste nicht, was ich antworten soll und so schickte ich ihr keine Antwort. Bis gestern. Gestern Abend sagte ich einem Treffen für heute zu. Dieses Treffen hat mich wieder einmal aus der Bahn geworfen. Es ist mir immer so unangenehm bei ihr zu sein. Bei ihr Zuhause - ganz privat. Mein Gedanke ist nur, dass ich in ihre Privatsphäre einbreche. Aber es ist nicht so.
Sie ist der erste Mensch seit langem, ja wirklich seit langem, der mir wirklich zugehört hat. Mich nicht verurteilt hat und mich einfach so genommen hat, wie ich wirklich bin. Ich musste nicht sagen, dass es mir gut geht und es im Geheimen gar nicht stimmt. Keine Lügen, keine verdammten Lügen!!  Ich habe sie vermisst und werde sie immer vermissen...Selbst in 30 Jahren.

Ich weiß nicht, ob ich die Nacht wirklich überstehe. Ich mein, ohne Versuch oder einen Schnitt. Es ist allein das Schicksal was es mir zeigen wird. Macht euch keine Sorgen, ich werde schon klarkommen. 

Meine Abschlussfahrt - Amsterdam im März 2012. 


7. April 2014

427. Kurztrip in die Psychiatrie - buchbar über jede Krankenkasse!

Da bin ich wieder. Mein Ausflug in die Psychiatrie wurde heute mittag nach der Visite beendet. Ich wurde gefragt wie es mir geht und ich versuchte ehrlich wie möglich zu sein und so sagte ich: ''Abgesehen von den Medikamenten die mich müde machen, gehts mir gut.'' Und so war es auch. Die 'schwachen' Suizidgedanken die ich hatte, konnte ich gekonnt unterdrücken. Nun sitze ich hier wieder. Die ganze Sicherheit, die ich in den letzten Tagen verspührt hatte ist verpufft. Geblieben ist der Alltagstrott. Irgendwie bin ich wieder an dem gleichen Punkt, an dem ich vor dem Wochenende bereits war. Alleine, suizidal und verzweifelt.

Die beste Suite.

5. April 2014

426.

Und so landete ich mit Tavor vollgepumpt in der geschlossenen Suchtstation...

425.

Die letzten Wochen waren einfach zu viel für mich. Immer wieder musste ich gegen meine Gedanken, gegen verschiedene Äußerungen und Meinungen kämpfen. Meine Psyche und mein Körper halten es nicht mehr aus. Ich dachte zwar, dass ich es schaffen könnte, aber nun bleiben noch zwei Möglichkeiten: A: ich versuche mich umzubringen oder B: ich gehe wieder in die Klinik. Ich habe mich für die letzte Möglichkeit entschieden. Bald kommt meine Tante und bringt mich in die Psychiatrie. Ist wahrscheinlich besser so...

3. April 2014

424. In eine bessere Welt...

Kennt ihr das, wenn man immer wieder an die Zeiten denkt, wo man genau weiß, dass die einen glücklich gemacht haben? Man fragt sich, was passiert ist. Entweder man findet die Lösung oder tappt weiterhin im Dunkeln. Solch' einen Moment konnte ich heute erleben. Ich habe heute den Mann wieder gesehen, der mein erster Betreuer in der Wohngruppe war. Es ist so verdammt traurig zu sehen, dass dort einer ist, der dich in und auswendig kennt und doch nichts mehr mit dir zu tun hat und so auch nicht mehr helfen kann. Es ist so verdammt traurig...

Der Besuch bei Peter hat mir gezeigt, dass ich die Vergangenheit nur verdrängt habe. Von Verarbeitung kann keiner sprechen. Kurz bevor ich gegangen bin, sind wir noch eine rauchen gewesen. Ich habe ihn gefragt, ob er noch Kontakt zu M. hat. Aber Peter hat lange nichts mehr von ihm gehört. Und von F. ebenfalls nichts mehr. Diese drei Männer haben so viel für mich getan, mich immer wieder aufgebaut und vorallem aber haben sie immer dafür gesorgt, dass nichts schlimmeres mehr passiert ist.
Und jetzt wo sie nicht mehr da sind und ich H., sowie U. kaum noch Vertrauen schenken kann... na ja. Kann es passieren, dass eine Krise mal schlimm endet. Wenn dies passieren sollte und ich dies überlebe, soll aber weder U. und H. noch meine Familie etwas davon erfahren. Wenn, dann möchte ich ihnen das selber beibringen... 

2. April 2014

423.

Ich erlebe im Moment die schwärzesten Tage seit langem. Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen, sagt man doch immer. Aber ich sehe es nicht, ich spüre es nicht. Und so haben alle Gedanken, die in die Tat umgesetzt werden wollen, einen nahrhaften Boden gefunden. Denn wer glaubt schon an sich, wenn er körperlich und psychisch so am Ende ist? Ich war noch nie so entschlossen wie jetzt.

1. April 2014

422. Das Nimmerland ist nah.

Es ist dieses ständige Hin und Her. Ich weiß nicht, welche Entscheidung ich treffen soll. Welche die richtige für mich sein wird. Weiß nicht, welches Ausmaß die Entscheidung haben wird. Weiß gar nichts mehr. 
Dieses sich nicht entscheiden können, macht mich aus. Früher konnte ich mich nie entscheiden, sei es nur die Frage, was ich mir zum Geburtstag wünsche. Es wird sich bald zeigen, welchen Weg ich dann endgültig gewählt habe.

Im Moment fühle ich mich sehr unter Druck gesetzt. Sei es auf der Arbeit, wo man so viel von mir erwartet oder auch von meiner Familie und vorallem auch von meinen Betreuern. Es ist immer schwieriger dem Allen gewachsen zu sein. Von allen Seiten höre ich in den letzten Tagen und Wochen immer mehr Gemecker.
Bin ich so schlimm, dass man nur noch so mit mir umgehen kann?
Kann man nicht mehr normal mit mir umgehen, nicht ein klares Wort mit mir reden?
Wie eine Frau letztens zu mir sagte: ''Du bist anders.''
Und auch wenn ich so anders bin, benötige ich eins im Moment mehr denn je. 
Jemand der mir zuhört, mich versteht. 
Ich überlege seit Stunden, wem ich schreiben oder mit wem ich darüber reden kann. 
Aber ich finde niemanden. Ich finde gar keinen. Schon traurig, oder?
Und so bleibe ich alleine mit meinen Gedanken und meinen Problemen. Wie so oft in letzter Zeit.