26. April 2014

438.

Sie sagen alle, dass Tavor süchtig macht und der Entzug schlimm sein wird. Dieses eine Mal wollte ich auf alle hören und habe es brav abgesetzt, denn zwei Tavor am Tag über 2 Wochen würde bestimmt ein guter Anfang für eine Sucht sein. Und jetzt habe ich die Quittung bekommen - ich darf nicht mehr auf dem Wohnbereich arbeiten, auf dem ich seit September übergehend war! 
In der Pause kam die Fachkraft zu mir und meinte, dass alle Kollegen mich nicht mehr wiedererkennen und ich mich immer mehr zurückziehen würde. Ich solle doch jetzt einen anderen Wohnbereich machen, damit ich nicht mehr unter Stress bin und ich vorallem nicht mehr bei Frau G. bin, da sie seit Donnerstag im Sterben liegt. Ich würde deswegen so durchdrehen. Unsinn! Ich hatte bereits am Mittwoch auf der Arbeit einen Heulkrampf. Gefolgt von Donnerstag und gestern. Und der Versuch ihr zu erklären, dass mich der Wechsel auf einen anderen Wohnbereich eher stresst, lief erfolglos. Inzwischen denke ich sogar schon darüber nach, ob ich nicht einfach kündige und mir einen anderen Job und ein anderes Heim für die Ausbildung suche. 

Ich werde morgen und übermorgen noch arbeiten gehen, danach schaue ich weiter. Entweder ich lasse mich krankschreiben oder ich lasse mir am Montag so starke Medikamente verschreiben, dass ich die nächsten Dienste bis Freitag schaffe. 


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