16. März 2014

414.

Ich glaube ich habe einen riesen Fehler gemacht. Die eMail hätte ich nicht losschicken sollen. Fuck >.<

''Ich weiß nicht mehr, an wen ich mich wenden kann. Aber ich muss einfach jemandem schreiben, sonst komme ich weder heute noch morgen oder übermorgen unbeschadet davon. Seit dem letzten Wochenende geht meine Stimmung immer weiter in den Keller. Zuerst habe ich gedacht, dass es an dem Stress liegt den ich durch das Lernen für meine Prüfung hatte, aber das Gefühl ist geblieben. Die ganzen Gedanken sind weiterhin da und haben dafür gesorgt, dass ich mich privat sowie auch auf der Arbeit mehr anstrengen muss die ''Gesunde'' zu spielen. Inzwischen habe ich jedoch keine Kraft mehr. Ich schlafe kaum mehr als 4 Stunden pro Nacht und habe ständig das Gefühl das ich beim nächsten Schritt zusammenbrechen könnte. Und dann ist da auch noch der Druck mich zu verletzten und dann noch das Verlangen mich umzubringen. Ich habe keine Ahnung mehr, wie ich dieses Leben schaffen soll. Ich möchte doch einfach nur weg sein, mehr nicht.''

Und dann habe ich vorhin noch diese liebe Nachricht bekommen: 



14. März 2014

413. Goodbye.

Hallo Frau G****, 

inzwischen ist es schon zwei Monate her und ich habe lange überlegt, wie es mit der Betreuung weitergehen soll. Nach dem Hilfeplangespräch wurde die Situation und die Ängste die ich hatte, besser sodass ich eine andere Meinung gegenüber der Hilfe hatte. Aber inzwischen bin ich wieder an dem Punkt angelangt, dass es besser wäre, wenn die Betreuung zeitnah beendet wird. Mir ist bewusst geworden, dass ich die Hilfe nur immer weiter bewilligt haben wollte, weil ich so an den Beiden gewöhnt war und sie dadurch nicht hergeben wollte. Da der Verstand aber inzwischen siegt, weiß ich auch, dass die weitere Betreuung keinen Sinn mehr macht. Mir ist der Schritt nicht leicht gefallen und ich weiß auch, dass ich wahrscheinlich nicht klarkommen werde, aber es ist die richtige Entscheidung. 


412.

Und wieder sitze ich hier und überlege, wie ich die nächste Zeit überstehen soll. Es ging mir in den letzten Wochen immer besser. Die Arbeit habe ich gut hinbekommen und konnte dabei sogar Freude empfinden. Aber inzwischen hat sich alles um 180 Grad gewendet. Ich komme mit, meist, schlechter Laune zur Arbeit. Versuche die Übergabe irgendwie zu überstehen und dann heißt es auch noch, dass ich den Nachmittag und den Abend nicht zusammenbrechen darf. Es ist schwierig, sehr schwierig. Betreuer, Ärzte, Therapeuten.. alle wollen Aufmerksamkeit haben. Sie merken alle gar nicht, wie viel Kraft mich jedes einzelne Treffen kostet. Und so wird mir immer mehr bewusst, dass ich nicht mehr zurecht komme.  Mein Körper gibt bald auf und meine Psyche ist auch schon am Rande des Abgrunds.

12. März 2014

411. Keine Ahnung wies mir geht. Aufjedenfall nicht gut.

Es ist dieses eine Gefühl. Du siehst in den Himmel und überlegst, wie es dort oben wohl sein mag. Klar hat jeder von uns seine eigene Vorstellung und obwohl wir wissen, dass es bei vielen die Gleiche sein mag, haben wir auch die Hoffnung, dass es etwas ganz besonderes ist. Etwas was auf jeden einzelnen Menschen perfekt zugeschnitten ist. Jeder von uns möchte die Menschen wiedersehen, die er am liebsten um sich hatte, aber leider zu früh gehen mussten. Ich wünsche mir seit Jahren, dass sich meine Vorstellungen, die ich über den Himmel und das Leben nach dem Tod habe doch bald erfüllen. Aber es geschieht einfach nicht. Dieses kleine Wort 'Schicksal'. Was heißt Schicksal denn für jeden von uns? Für die meisten Menschen bedeutet es, dass das Schicksal ihnen übel mitgespielt hat. Denn jeden Tag aufs Neue sehe ich Menschen die das Gleiche wie ich empfinden. Sie wollen auch nicht mehr hier auf dieser Erde verweilen, aber das Schicksal hält sie hier. Hier auf dieser Welt. Ich würde so gerne ehrlich zu ihnen sein, aber ich muss ihnen immer wieder klar machen, dass sie noch wundervolle Tagen in ihrem Leben haben werden.

Und dann ist da noch dieses Monster ihn mir. Viele Monate hatte ich es immer wieder versteckt und wenn etwas kam, konnte ich es verheimlichen. Aber in der letzten Zeit kommt es immer häufiger wieder ans Tageslicht. Ich weiß gar nicht, was ich so schlimmes gemacht habe. Irgendetwas löst die ganze Sache doch aus. Karma - ein Wort, was wahrscheinlich eine von euch kennen werden. Die Gedanken die da sind, die werden immer schlimmer.Tagsüber kann ich sie gut verstecken. Alle die mich kennen, würden über mich sagen, dass ich in den letzten paar Monaten sehr 'stabil' geworden bin. Was auch immer das heißen mag. Sie sehen es, aber ich nicht. Ich merke nur, dass sich meine Stimmung auf einen Punkt eingependelt hat. Aber dann sind diese Phasen auch wieder da. Die Phasen, die mich wieder dazu bringen, dass ich die Klinge an meine Haut setze und zuschneide. Eigentlich wollte ich es nicht mehr machen. Dann frage ich mich aber: ''Was dann? Was soll ich dann machen?''
Soll ich mich dann einfach weiter kaputt machen lassen? Ich gehe dann statt dem Schneiden häufiger zum Dienst und lasse mich da mehr von Bewohnern anschreien und schlagen. Die gleiche Wirkung wird es bestimmt haben. Egal was ich mache, beschissen und ekelig fühle ich mich seit mehr als 19 Jahren. 19 Jahre zu viel. Viel zu viel. 


5. März 2014

410.

Langsam aber sicher geht es wieder bergauf. Nachdem ich gestern einen Rückfall hatte, verschwanden all die Gedanken nur langsam. Irgendwann lag ich weinend zusammen gesunken unter meinem Esstisch und habe immer wieder versucht U. anzurufen. Er ging nicht ans Telefon und so kam es, dass ich mir ein Herz fasste und ihm eine Nachricht bei Whatsapp schrieb: ''Ich packe das alles nicht mehr. Mein Kopf explodiert gleich, es sind so viele Gedanken. Ich möchte nicht mehr.'' Und immer noch kam keine Nachricht. Irgendwann.. gegen 22 Uhr kam dann endlich eine Antwort. Er versuchte mich anzurufen... Ich fragte ihn, ob wir einen Vertrag bis heute machen könnten und so schickte ich ihm einen.
Heute Morgen besuchte er mich und wir gingen eine Stunde lang nur umher und sprachen. Und sprachen.
Er möchte am Freitag mit mir etwas unternehmen. Aber ich weiß einfach nicht was. Am liebsten würde ich ihn einfach nur in meiner Nähe haben. Er muss nichts sagen, nichts tun. Nur da sein. Wenigstens einmal in meinem Leben.

4. März 2014

409.

Den ganzen Tag verbringe ich schon damit, zwischen dem Bett und dem Bad hin und her zu pendeln. Ich könnte so viel besseres tun, aber die Kraft fehlt heute einfach. Heute Morgen hätte ich eigentlich einen Termin beim Psychiatrischen Dienst gehabt. Ich habe ihn aber schon gestern Abend per Mail abgesagt. Die ganze Zeit wollte ich ihr aus dem Weg gehen und dann passiert es natürlich das sie versucht mich zu erreichen. Beim 1. Anruf bin ich nicht ans Handy gegangen aber dann dachte ich mir, dass ich ihr das auch nicht wieder antun kann. Und so habe ich zurück gerufen. Sie hat sich gewundert, warum ich denn nicht bei ihr im Büro bin. Sie hatte anscheinend die eMail nicht gelesen. Ich erzählte ihr irgendein Unsinn und so verabschiedete sie sich damit, dass wenn etwas ist, ich ihr schreiben soll oder wenn es gar nicht mehr geht auch anrufen soll. Mal sehen. 
Vielleicht sollte ich es doch machen. Ich merke schon lange, dass wenn ich mal nicht auf der Arbeit bin, na ja.. ich merke eben, dass es mir hier Zuhause immer schlecht geht. Ich überlege schon die ganze Zeit, wo ich denn noch Klingen versteckt haben könnte. Mir fällt es aber einfach nicht mehr ein. Eigentlich könnte ich auch einen der vielen Rasierer auseinander bauen, aber dass wäre mir um ehrlich zu sein zu viel Arbeit..



3. März 2014

408. Mach du einmal ein Wechsel von guter Laune zu schlimmen Depressionen durch.

Es ist unglaublich, wie eine Nachricht die Stimmung so schnell verändern kann, dass man sich nicht mehr vorstellen kann noch weiter auf dieser Erde zu verweilen.
Und dann zack! Bei der nächsten Nachricht ist wieder alles gut. Damit sie auch so bleibt, muss ich die Geschichte am Montag schaffen. Wenn nicht, dann bin ich wieder in meinem tiefen Loch gefangen. Auf immer und ewig. Und ich weiß ganz genau, dass ich dort dann erst einmal bleiben werde.

28. Februar 2014

407.

"Überlegen wir mal. Nachdem ihr entschiedet habt, dass ich depressiv bin oder was auch immer, setzt ihr mich auf Medikamente, nicht wahr? Ich kenne hunderte von Menschen und denen geht es gut. Tatsache. Mit meinen neuen Medikamenten gehe ich dann wieder zur Arbeit. Ich mache allen klar, dass ich wieder die Sabine bin, die ihnen nie Ärger gemacht hat."

Ich finde keinen Ausweg mehr aus meiner jetzigen Situation. Die Hoffnung, die ich noch verspürt hatte, ist verschwunden. Ich weiß einfach nicht mehr. Nichts mehr ist positiv. Sehe nur noch den einen, endgültigen Ausweg.

26. Februar 2014

406. Sie erinnerte mich..

Nachdem mein Geburtstag damit endete, dass ich heulend im Bett lag und einfach nur verschwinden wollte, war ich gestern in meiner alten Schule. Meine alte Klassenlehrerin hatte mir geschrieben, da ich mich lange nicht mehr gemeldet hatte und so beschloss ich, sie einfach zu besuchen. Sie fragt mich, wie es in den letzten Wochen so war, stimmungstechnisch. Ich versuchte so ehrlich wie möglich zu sein, aber konnte es nicht unterlassen mal wieder alles mit einem Lachen zu überspielen.
Als wir so in der Fluren der Schule standen, mitten von Schülern umgeben, sah ich meine voherige Klassenlehrerin. Ich hatte sie das letzte Mal auf meiner Abschlussfeier gesehen und das war im Juni 2012. Danach ging sie in Mutterschutz und dann in Elternzeit. Als ich gerade von meiner anderen Klassenlehrerin verabschieden wollte, kam sie auf mich zu und ich umarmte sie erst einmal. Sie fragte mich, was ich jetzt mache. Sie war überrascht, dass ich ein FSJ mache, da ihr letzter Stand war, dass ich die Fachoberschule besuche.... und so erzählte ich ihr alles in kurzen Sätzen. Sie hat es natürlich nicht gefreut, aber hofft immer noch das es irgendwann alles gut wird.

Sie wiederzusehen erinnerte mich an all die Zeit die ich so sehr vermisste. Die Zeit mit ihr als Klassenlehrerin. Die Zeit als es mir so schlecht ging und sie immer wieder versuchte mir zu helfen. Die Zeit, die nach den Suizidversuchen war und vorallem die Zeit, in der es mir in der WG nicht so gut ging.
Sie ist so ein wundervoller Mensch. Wenn ihr sie kennen würdet, würdet ihr sie lieben. Das bin ich mir sicher.

24. Februar 2014

405.

Ich fühle mich unwohl und wohl zugleich. Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte und merke dabei, dass ich alleine dafür verantwortlich bin und immer sein werde. Ich weiß, dass es lange, sehr lange dauern wird, bis ich wieder an dem Punkt angekommen bin, sodass ich sagen kann, dass alles beim Alten ist. Aber wird es das jemals werden? Wird alles irgendwann beim Alten sein?

Sie hat mir alles erzählt. Sie meinte es wahrscheinlich gut, aber sie hat wieder einmal etwas in mir ausgelöst. Sie hat dafür gesorgt, dass die Gedanken über den Tod und wie es ist, wenn ich endlich von dieser Welt bin, wieder an die Oberfläche kommen.

Sagt man nicht, dass die Menschen die am meisten lachen, die Traurigsten sind und innerlich am weinen sind? Genauso fühle ich mich. Ich zeige den Menschen in meiner Umwelt, dass alles in Ordnung ist, aber die Sachen, die innerlich bei mir abgehen sind ganz und gar nicht gut.
In der nächsten Woche habe ich Urlaub und damit extra Krisentermine beim Psychiatrischen Dienst bekommen. Ich möchte sie schwänzen und mich eine komplette woche nur verkriechen. Keinen sehen, keinen sprechen, keinem Rechenschaft ablegen.

In diesem Sinne, happy birthday to me.

13. Februar 2014

404. ''Fuck, ich weiß nicht mehr weiter, kann mich jemand erlösen?''

Ich fühle mich schrecklich. Nicht nur: ''Oh, heute ist es mal wieder nicht so gut.'' Sondern: ''Fuck, ich weiß nicht mehr was ich machen soll, kann mich nicht jemand erlösen?'' Jeden Tag kommen neue Probleme auf die vorhandenen oben drauf. Der Stapel wird immer größer, genauso wie der daraus entstehende Selbsthass. Die Hoffnung, dass er kleiner wird schwindet. Alleine bekomme ich das nicht hin – ich brauche dringend Hilfe.

Ich habe Probleme im FSJ, die Leitung rief heute an und sagte mir, dass wir unbedingt reden müssen. Es würde so nicht weitergehen. Seit Anfang Januar bin ich schon mehr als zwei Wochen krank geschrieben gewesen. Sie hat den Anschein, dass ich es nicht mehr so ernst nehme. Als ich vor ein paar Tagen gerade in den Fahrstuhl bei uns gehen wollte, sagte eine Kollegin zur anderen: ''Sabine hat sich richtig verändert, sie ist keine Streberin mehr.'' Das ganze FSJ überfordert mich nur noch. Einerseits liebe ich die Arbeit, aber ich habe im Moment nur noch Spätdienst und da das Haus voll ist, habe ich dich größte Etage (14 Bewohner) und muss sie komplett alleine machen. Ich würde es ja schaffen, wäre ich bloß nicht wieder krank...

In den letzten Wochen habe ich nicht mehr so oft daran gedacht, mich in der nächsten Zeit umzubringen. Aber jetzt finde ich wieder Gefallen daran, schlimmer als meine jetzige Situation kann es nicht mehr werden...:

1. Eigentlich habe ich mit der Leitung eine Abmachung, dass ich ab August als Schülerin dort anfangen kann. Sie sagte zu - das war im Dezember. Anfang Januar bekam ich die Zusage von der Schule, dass ich einen Schulplatz habe. Das sagte ich der Leitung und bis heute habe ich keinen Vertrag bekommen.2.Vorgestern bekam ich die Nachricht, dass ich zu meinem Wunschseminar mitfahren kann. Freuen kann ich mich da auch nicht wirklich. Eine Freundin aus Wunstorf wollte ebenfalls dort mit hin, aber wurde jetzt für ein anderes eingeteilt. Also werde ich dann eine Woche lang mit irgendwelchen Leuten die Zeit in einem Kloster in Südfrankreich verbringen. 3. Dann weiß ich immer noch nicht, was ich wegen H. und U. machen soll. Mein Herz schreit, dass ich sie nicht gehen lassen darf. Der Verstand schreit dagegen hat und möchte, dass die beiden gehen. Ich habe keine Ahnung, was ich dem Jugendamt im nächsten HPG sagen soll. Ja oder Nein zur Hilfe?
4.Dann das ewige Thema, mit meiner finanziellen Situation. Es kommen immer mehr Rechnungen, die beglichen werden wollen. Sofort und ohne Widersprüche. Bloß kann ich mit dem Minigehalt, dem Kindergeld und der Halbwaisenrente nicht alles bezahlen. Dann muss ich irgendwie noch den Führerschein machen (der auch bezahlt werden will) und das bis Anfang April. Sind ja nur noch alle Sonderfahrten und noch etliche Fahrstunden die ich machen muss.

Und dann ist da noch der Tag, den ich jedes Mal aufs Neue hasse. Heute ist der 13. Februar und das heißt mal wieder, dass ich bald Geburtstag habe. Etliche fragen mich, was sie mir schenken sollen und ob ich mit Ihnen zusammen feiern möchte. Andere setzen es auch fest, dass ich mit Ihnen Feiern muss. Wenn ich es nicht freiwillig machen möchte, wird eine Geburtstagsfeier eben zur Regel, die man nicht brechen darf. Ich versuche jedem klar zu machen, dass ich nicht feiern möchte. Geburtstag zu haben mag für andere eine tolle Sache zu sein – für mich nicht. Es ist nur ein weiterer Tag, an dem ich mich hasse und verfluche, dass ich jemals auf die Welt gekommen bin. Meine Mutter wollte mich nie, wie sie früher immer so schön sagte: ''Warum habe ich nur Kinder bekommen?'' Ich habe eine tolle Familie, oder? Ich hätte nie jemandem sagen sollen, wann ich Geburtstag habe. So könnte ich den kommenden nach Jahren vielleicht mal in Ruhe verbringen.


Zu guter Letzt: Heute hatte ich nach Wochen mal wieder einen Termin bei meinem Psychiater. Er sah mich an, und sprach davon, dass ich nicht mehr so niedergeschlagen wirke. Ich erzählte ihm dass die Tabletten wirken und der Drang mir selbst weh zu tun, weniger wird. Die Menge, die ich von mir aus bereits erhöht hatte, hat er von sich aus nun offiziel erhöht. Er machte mich dann bloß noch darauf aufmerksam, dass diese Dosis die höchste zulässige wäre und wir danach, wenn es gar nicht mehr geht, wieder auf ein anderes Medikament wechseln müssten. Eine interessante Frage stellt sich jetzt bloß bei mir: ''Was passiert eigentlich bei 450mg Elontril?''

12. Februar 2014

403.

Seit dem 2.1 habe ich mich nicht mehr verletzt. Dies wäre doch mal ein Grund wieder anfangen, wie man sieht bin ich wirklich für alles zu dumm:

11. Februar 2014

2. Februar 2014

401.

Wie oft saß ich in den letzten Tagen hier vor diesem Bildschirm und habe versucht etwas auf der Tastatur zu schreiben ?! Zu viele Male habe ich versucht den schlechten Gedanken einen Weg ins Äußere zu ebnen, aber immer wurde dieser Weg mir verwehrt.

Ich mache mir Gedanken über die Betreuung durch H. und U. In und nach dem Hilfeplangespräch war ich mir sicher, dass ich die beiden 'abgeben' werde. Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich möchte die beiden nicht hergeben, aber ich kann auch nicht mit Ihnen leben. Oft genug habe ich gemerkt, dass es mir immer schlechter geht, weil die Betreuung, die da ist, mir nicht einmal annähernd ausreicht.
Letzte Woche wurde ich gefragt, was die ganze Betreuung mir bisher gebracht hat. Ich konnte nur eine Antwort geben und die war: seit 5 Jahren habe ich keinen erneuten Versuch unternommen.
In den letzten Monaten und Jahren hatte ich zwar immer wieder das Verlangen nicht mehr auf dieser Welt zu sein, aber dann habe ich jedes Mal gemerkt, dass ich es meinem Betreuer (den ich zu dieser Zeit gerade hatte) nicht antun kann.
Kurz nach meinem 15. Geburtstag, ich habe gerade mal 4 Tage in der Wohngruppe gewohnt, konnte ich sehen wie schwer es selbst für Betreuer ist, eines seiner Bezugskinder zu überleben. Damals starb einer meiner Mitbewohner an einem Autounfall. Komisch ist, dass ich mich an diesen Tag noch genau erinnern. Die Nachricht von N. Tod bekamen wir von meinem damaligem Bezugsbetreuer P.
Die Frage, die ich mir immer wieder stelle ist, schaffe ich es ohne eine Betreuung? Schaffe ich es,  nachmeinem FSJ die Ausbildung im Heim anzufangen und die auch durchzustehen, oder werde ich schon einige Wochen später wieder in einer Klinik sein? Grund: Suizidversuch.

Ich merke allmählich, wie ich immer weiter versinke. Durch die immer wechselnden Dienste habe ich meinen Psychiater vor ein paar Wochen das letzte Mal gesehen. Ein neuen Termin bei ihm zu bekommen
ist die größte Kunst. So habe ich inzwischen auch meine Tabletten selbst höher dosiert. 150mg mehr Elotril ist auch kein Weltuntergang mehr. Und auch die Termin bei Frau Z. werden immer weniger. Letzte Woche sah ich sie nach vielen Wochen wieder. Diese Frau ist wirklich nett, hört mir auch zu und versteht mich halbwegs. Aber ich werde den Gedanken nicht los, dass ich ihr nicht mehr trauen kann. Es ist zu viel passiert in den letzten Jahren. Ich bin immer wieder von Betreuern, Ärzten und Therapeuten verarscht worden. In den vielen Stunden in denen ich mit all denen zusammen saß, hatte ich das Gefühl, dass alles gut sei. Wochen später erfuhr ich, dass es nicht so ist. Sie konnten mich alle nicht leiden und wollte mich auch nicht bei sich haben. Ich mag schon gar nicht mehr aufzählen bei wie vielen Therapeuten und Psychiatern ich rausgeworfen wurde, wie viele Betreuer ich vergrault habe. Mein jetziger Psychiater und vorallem aber meine letzten Betreuer sind ein gutes Beispiel dafür.

Was ist mit dem ganzen Geschreibe eigentlich sagen möchte: es sind so viele Menschen um mich, die mir helfen wollen. Sie strecken alle ihre Hände zu mir und ich will sie greifen. Aber ich kann nicht mehr. Die Zeit wo ich die ganzen Hände gebraucht hätte, ist vorbei. Wir haben 2014 und nicht mehr 2012.

15. Januar 2014

400.

Immer wenn ich dich ansehe, sehe ich die Zeit vor meinen Augen, die mich glücklich und andererseits auch kaputt gemacht hat. In jedem Treffen hoffe ich nur darauf, dass du mir wirklich zuhörst. Zuhören - dass was kaum noch jemand macht. Aber dann bekomme ich fast immer den gleichen Satz zuhören, du hättest nur wenig Zeit für mich. Andere sind auch noch da. Andere, die Priorität haben. Und so lässt du mich zurück. Alleine und verzweifelt.
Als sie mich gefragt hat, warum ich das Alles nicht mehr möchte, habe ich dich als einen Grund genannt. So wusste sie nun, dass die Bindung zu dir stärker und intensiver ist, als zu ihm. Aber einen Grund habe ich noch verschwiegen. Ich möchte das Alles nicht mehr, weil ich weiß, dass meine Gedanken bald gewonnen haben. Ich bringe es nicht übers Herz, mit dir oder ihm den Schritt über den Abgrund zu wagen. Die Bindung zu dir und zu ihm ist zu intensiv, dass ich euch damit hineinziehe. Mein Wunsch ist es nicht, euch weh zu tun. Auch möchte ich nicht, dass ihr euch die Schuld gebt. Aber das Alles verhindere ich nur, wenn ich euch 'Goodbye' sage und euch vor meinem Sturz in den Abgrund, verliere.

4. Januar 2014

399.

Es sind diese Momente, wo er dir sagt, dass er Zeit für dich hat, aber trotzdem nicht lange bleiben kann. Es ist dieser Moment, wo du dich entschließt, lieber alleine Zuhause zu bleiben und in deinen krassen Suizidphantasien zu versinken, statt das Treffen stattfinden zu lassen.
Ich kann nicht sagen, dass es mir gut geht. Es geht eher in die Richtung, wo ich mir keine Zukunft mehr vorstellen kann.

Ich bin inzwischen umgezogen, habe Hainholz verlassen und bin nach Wülfel gezogen. Habe gestern die Nachricht bekommen, dass ich einen Schulplatz für die Altenpflegeausbildung bekommen habe. Die Zukunft ist gesichert, aber um welchen Preis? Ich habe Angst, riesige Angst. Angst, die sich mit Verzweiflung mischt. Ich weiß nicht mehr, wie lange das noch gut gehen soll. Ich weiß nicht mal, ob ich nächsten Monat meinen 19. Geburtstag noch erleben werde. Ich kann einfach nicht mehr.

24. Dezember 2013

398.

Weihnachten - eine Zeit welche man mit den Liebsten verbingt, sich beschenken lässt und am Tannenbaum zusammen sitzt. Wenn die Beschreibung auf euren Heiligabend zutrifft, na ja.. dann herzlichen Glückwunsch!

Für mich gibts kein Weihnachten. Heute Morgen bin ich noch was für meine neue Wohnung kaufen gegangen (ja, ich ziehe um) und dann war ich auch schon auf der Arbeit. Während die Bewohner im Gottesdienst saßen, saß ich zwischen meinen Kollegen, die alle von ihrem Essen mit der Familie erzählten. Wenn ich gleich Zuhause bin, wartet keine Familie auf mich. Auf mich warten Tabletten, der Fernseher und Klingen.

In diesem Sinne, Frohe Weihnachten!

14. Dezember 2013

397.

''Seit einigen Tagen bin ich wieder am Abgrund. Mit einem Fuß stehe ich noch da, mit dem anderen möchte ich den Schritt vorwärts machen und mich in die Tiefe stürzen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Jeden Tag fühle ich mich schlechter und inzwischen versuche ich wieder mehr zu hungern. Das Gefühl Nahrung in mir drin zu haben lässt mich noch schlechter stimmen. Geschnitten habe ich mich seit ca 3 oder 4 Wochen nicht mehr. Der Druck ist jedoch geblieben. Ich schneide nicht mehr, aber dafür nehme ich jetzt mehr Tabletten denn je.'' - edit: ich habe solch einen Druck. Ich werde schneiden und keiner kann mich abhalten. H. wird gleich kommen und mich finden. Wird es fürs Krankenhaus reichen? 

7. Dezember 2013

396.Kurt Cobain sagte, ich soll so kommen wie ich bin.

Nur um zu sagen das alles in Ordnung ist und dann aber doch wieder nicht, schreibe ich diesen Post.
Ich vegetiere mal mehr und mal weniger vor mich hin. Versuche mich immer wieder zu motivieren, dass ich noch zur Arbeit gehe, nur um dort zu merken, dass es so viel Kraft kosten wird diese 7 1/2 Stunden durchzustehen. Gehe oft genug über den Flur, hin und her um zu zeigen, dass alles gut ist. Lache mit Kollegen und versuche die ganzen Gedanken und die kranken Fantasien die sich in meinem Kopf zutragen zu überspielen - und das nur an guten Tagen. An schlechten Tagen, gehe ich die Treppe hinunter in den Keller und versuche die Tränen zu verstecken. Frage mich dabei immer wieder, ob ich es bringen kann, wenn ich mich auf der Arbeit verletze. Aber die Vernunft siegt dann doch immer. Wenn Kollegen fragen, warum ich so traurig aussehe, verstumme ich oder gehe gar weg. Keiner soll meine ganzen Gedanken wissen. Möchte nie wieder jemandem so vertrauen wie ich es bisher bei allen gemacht. Menschen zu vertrauen heißt doch entweder, man hat Glück und derjenige nimmt es richtig auf oder man wird bitterlich enttäuscht.
Ich frage mich, wie sehr ich die Menschen in meiner Umgebung enttäuschen werde, wenn ich sie versuche zu verlassen. Besonders in der Gegenwart meines Großvaters kommt diese Frage hoch. Ich sah auf der Beerdigung meiner Oma, wie sehr er verletzt ist. Wie muss es für ihn sein, wenn er vor hinterm meinem Sarg hinterher läuft? Man wird es sehen..




The tutu-project


2. November 2013

395.

Und die Geschichte geht hier weiter: 

http://winterkindersterben.wordpress.com