7. Dezember 2013

396.Kurt Cobain sagte, ich soll so kommen wie ich bin.

Nur um zu sagen das alles in Ordnung ist und dann aber doch wieder nicht, schreibe ich diesen Post.
Ich vegetiere mal mehr und mal weniger vor mich hin. Versuche mich immer wieder zu motivieren, dass ich noch zur Arbeit gehe, nur um dort zu merken, dass es so viel Kraft kosten wird diese 7 1/2 Stunden durchzustehen. Gehe oft genug über den Flur, hin und her um zu zeigen, dass alles gut ist. Lache mit Kollegen und versuche die ganzen Gedanken und die kranken Fantasien die sich in meinem Kopf zutragen zu überspielen - und das nur an guten Tagen. An schlechten Tagen, gehe ich die Treppe hinunter in den Keller und versuche die Tränen zu verstecken. Frage mich dabei immer wieder, ob ich es bringen kann, wenn ich mich auf der Arbeit verletze. Aber die Vernunft siegt dann doch immer. Wenn Kollegen fragen, warum ich so traurig aussehe, verstumme ich oder gehe gar weg. Keiner soll meine ganzen Gedanken wissen. Möchte nie wieder jemandem so vertrauen wie ich es bisher bei allen gemacht. Menschen zu vertrauen heißt doch entweder, man hat Glück und derjenige nimmt es richtig auf oder man wird bitterlich enttäuscht.
Ich frage mich, wie sehr ich die Menschen in meiner Umgebung enttäuschen werde, wenn ich sie versuche zu verlassen. Besonders in der Gegenwart meines Großvaters kommt diese Frage hoch. Ich sah auf der Beerdigung meiner Oma, wie sehr er verletzt ist. Wie muss es für ihn sein, wenn er vor hinterm meinem Sarg hinterher läuft? Man wird es sehen..




The tutu-project


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