14. März 2014
413. Goodbye.
412.
12. März 2014
411. Keine Ahnung wies mir geht. Aufjedenfall nicht gut.
5. März 2014
410.
Heute Morgen besuchte er mich und wir gingen eine Stunde lang nur umher und sprachen. Und sprachen.
Er möchte am Freitag mit mir etwas unternehmen. Aber ich weiß einfach nicht was. Am liebsten würde ich ihn einfach nur in meiner Nähe haben. Er muss nichts sagen, nichts tun. Nur da sein. Wenigstens einmal in meinem Leben.
4. März 2014
409.
3. März 2014
408. Mach du einmal ein Wechsel von guter Laune zu schlimmen Depressionen durch.
Es ist unglaublich, wie eine Nachricht die Stimmung so schnell verändern kann, dass man sich nicht mehr vorstellen kann noch weiter auf dieser Erde zu verweilen.
Und dann zack! Bei der nächsten Nachricht ist wieder alles gut. Damit sie auch so bleibt, muss ich die Geschichte am Montag schaffen. Wenn nicht, dann bin ich wieder in meinem tiefen Loch gefangen. Auf immer und ewig. Und ich weiß ganz genau, dass ich dort dann erst einmal bleiben werde.
28. Februar 2014
407.
"Überlegen wir mal. Nachdem ihr entschiedet habt, dass ich depressiv bin oder was auch immer, setzt ihr mich auf Medikamente, nicht wahr? Ich kenne hunderte von Menschen und denen geht es gut. Tatsache. Mit meinen neuen Medikamenten gehe ich dann wieder zur Arbeit. Ich mache allen klar, dass ich wieder die Sabine bin, die ihnen nie Ärger gemacht hat."
Ich finde keinen Ausweg mehr aus meiner jetzigen Situation. Die Hoffnung, die ich noch verspürt hatte, ist verschwunden. Ich weiß einfach nicht mehr. Nichts mehr ist positiv. Sehe nur noch den einen, endgültigen Ausweg.
26. Februar 2014
406. Sie erinnerte mich..
Nachdem mein Geburtstag damit endete, dass ich heulend im Bett lag und einfach nur verschwinden wollte, war ich gestern in meiner alten Schule. Meine alte Klassenlehrerin hatte mir geschrieben, da ich mich lange nicht mehr gemeldet hatte und so beschloss ich, sie einfach zu besuchen. Sie fragt mich, wie es in den letzten Wochen so war, stimmungstechnisch. Ich versuchte so ehrlich wie möglich zu sein, aber konnte es nicht unterlassen mal wieder alles mit einem Lachen zu überspielen.
Als wir so in der Fluren der Schule standen, mitten von Schülern umgeben, sah ich meine voherige Klassenlehrerin. Ich hatte sie das letzte Mal auf meiner Abschlussfeier gesehen und das war im Juni 2012. Danach ging sie in Mutterschutz und dann in Elternzeit. Als ich gerade von meiner anderen Klassenlehrerin verabschieden wollte, kam sie auf mich zu und ich umarmte sie erst einmal. Sie fragte mich, was ich jetzt mache. Sie war überrascht, dass ich ein FSJ mache, da ihr letzter Stand war, dass ich die Fachoberschule besuche.... und so erzählte ich ihr alles in kurzen Sätzen. Sie hat es natürlich nicht gefreut, aber hofft immer noch das es irgendwann alles gut wird.
Sie wiederzusehen erinnerte mich an all die Zeit die ich so sehr vermisste. Die Zeit mit ihr als Klassenlehrerin. Die Zeit als es mir so schlecht ging und sie immer wieder versuchte mir zu helfen. Die Zeit, die nach den Suizidversuchen war und vorallem die Zeit, in der es mir in der WG nicht so gut ging.
Sie ist so ein wundervoller Mensch. Wenn ihr sie kennen würdet, würdet ihr sie lieben. Das bin ich mir sicher.
24. Februar 2014
405.
Ich fühle mich unwohl und wohl zugleich. Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte und merke dabei, dass ich alleine dafür verantwortlich bin und immer sein werde. Ich weiß, dass es lange, sehr lange dauern wird, bis ich wieder an dem Punkt angekommen bin, sodass ich sagen kann, dass alles beim Alten ist. Aber wird es das jemals werden? Wird alles irgendwann beim Alten sein?
Sie hat mir alles erzählt. Sie meinte es wahrscheinlich gut, aber sie hat wieder einmal etwas in mir ausgelöst. Sie hat dafür gesorgt, dass die Gedanken über den Tod und wie es ist, wenn ich endlich von dieser Welt bin, wieder an die Oberfläche kommen.
Sagt man nicht, dass die Menschen die am meisten lachen, die Traurigsten sind und innerlich am weinen sind? Genauso fühle ich mich. Ich zeige den Menschen in meiner Umwelt, dass alles in Ordnung ist, aber die Sachen, die innerlich bei mir abgehen sind ganz und gar nicht gut.
In der nächsten Woche habe ich Urlaub und damit extra Krisentermine beim Psychiatrischen Dienst bekommen. Ich möchte sie schwänzen und mich eine komplette woche nur verkriechen. Keinen sehen, keinen sprechen, keinem Rechenschaft ablegen.
In diesem Sinne, happy birthday to me.
13. Februar 2014
404. ''Fuck, ich weiß nicht mehr weiter, kann mich jemand erlösen?''
12. Februar 2014
403.
Seit dem 2.1 habe ich mich nicht mehr verletzt. Dies wäre doch mal ein Grund wieder anfangen, wie man sieht bin ich wirklich für alles zu dumm:
11. Februar 2014
2. Februar 2014
401.
Ich mache mir Gedanken über die Betreuung durch H. und U. In und nach dem Hilfeplangespräch war ich mir sicher, dass ich die beiden 'abgeben' werde. Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich möchte die beiden nicht hergeben, aber ich kann auch nicht mit Ihnen leben. Oft genug habe ich gemerkt, dass es mir immer schlechter geht, weil die Betreuung, die da ist, mir nicht einmal annähernd ausreicht.
Letzte Woche wurde ich gefragt, was die ganze Betreuung mir bisher gebracht hat. Ich konnte nur eine Antwort geben und die war: seit 5 Jahren habe ich keinen erneuten Versuch unternommen.
In den letzten Monaten und Jahren hatte ich zwar immer wieder das Verlangen nicht mehr auf dieser Welt zu sein, aber dann habe ich jedes Mal gemerkt, dass ich es meinem Betreuer (den ich zu dieser Zeit gerade hatte) nicht antun kann.
Kurz nach meinem 15. Geburtstag, ich habe gerade mal 4 Tage in der Wohngruppe gewohnt, konnte ich sehen wie schwer es selbst für Betreuer ist, eines seiner Bezugskinder zu überleben. Damals starb einer meiner Mitbewohner an einem Autounfall. Komisch ist, dass ich mich an diesen Tag noch genau erinnern. Die Nachricht von N. Tod bekamen wir von meinem damaligem Bezugsbetreuer P.
Die Frage, die ich mir immer wieder stelle ist, schaffe ich es ohne eine Betreuung? Schaffe ich es, nachmeinem FSJ die Ausbildung im Heim anzufangen und die auch durchzustehen, oder werde ich schon einige Wochen später wieder in einer Klinik sein? Grund: Suizidversuch.
Ich merke allmählich, wie ich immer weiter versinke. Durch die immer wechselnden Dienste habe ich meinen Psychiater vor ein paar Wochen das letzte Mal gesehen. Ein neuen Termin bei ihm zu bekommen
ist die größte Kunst. So habe ich inzwischen auch meine Tabletten selbst höher dosiert. 150mg mehr Elotril ist auch kein Weltuntergang mehr. Und auch die Termin bei Frau Z. werden immer weniger. Letzte Woche sah ich sie nach vielen Wochen wieder. Diese Frau ist wirklich nett, hört mir auch zu und versteht mich halbwegs. Aber ich werde den Gedanken nicht los, dass ich ihr nicht mehr trauen kann. Es ist zu viel passiert in den letzten Jahren. Ich bin immer wieder von Betreuern, Ärzten und Therapeuten verarscht worden. In den vielen Stunden in denen ich mit all denen zusammen saß, hatte ich das Gefühl, dass alles gut sei. Wochen später erfuhr ich, dass es nicht so ist. Sie konnten mich alle nicht leiden und wollte mich auch nicht bei sich haben. Ich mag schon gar nicht mehr aufzählen bei wie vielen Therapeuten und Psychiatern ich rausgeworfen wurde, wie viele Betreuer ich vergrault habe. Mein jetziger Psychiater und vorallem aber meine letzten Betreuer sind ein gutes Beispiel dafür.
Was ist mit dem ganzen Geschreibe eigentlich sagen möchte: es sind so viele Menschen um mich, die mir helfen wollen. Sie strecken alle ihre Hände zu mir und ich will sie greifen. Aber ich kann nicht mehr. Die Zeit wo ich die ganzen Hände gebraucht hätte, ist vorbei. Wir haben 2014 und nicht mehr 2012.
15. Januar 2014
400.
Als sie mich gefragt hat, warum ich das Alles nicht mehr möchte, habe ich dich als einen Grund genannt. So wusste sie nun, dass die Bindung zu dir stärker und intensiver ist, als zu ihm. Aber einen Grund habe ich noch verschwiegen. Ich möchte das Alles nicht mehr, weil ich weiß, dass meine Gedanken bald gewonnen haben. Ich bringe es nicht übers Herz, mit dir oder ihm den Schritt über den Abgrund zu wagen. Die Bindung zu dir und zu ihm ist zu intensiv, dass ich euch damit hineinziehe. Mein Wunsch ist es nicht, euch weh zu tun. Auch möchte ich nicht, dass ihr euch die Schuld gebt. Aber das Alles verhindere ich nur, wenn ich euch 'Goodbye' sage und euch vor meinem Sturz in den Abgrund, verliere.
4. Januar 2014
399.
Es sind diese Momente, wo er dir sagt, dass er Zeit für dich hat, aber trotzdem nicht lange bleiben kann. Es ist dieser Moment, wo du dich entschließt, lieber alleine Zuhause zu bleiben und in deinen krassen Suizidphantasien zu versinken, statt das Treffen stattfinden zu lassen.
Ich kann nicht sagen, dass es mir gut geht. Es geht eher in die Richtung, wo ich mir keine Zukunft mehr vorstellen kann.
Ich bin inzwischen umgezogen, habe Hainholz verlassen und bin nach Wülfel gezogen. Habe gestern die Nachricht bekommen, dass ich einen Schulplatz für die Altenpflegeausbildung bekommen habe. Die Zukunft ist gesichert, aber um welchen Preis? Ich habe Angst, riesige Angst. Angst, die sich mit Verzweiflung mischt. Ich weiß nicht mehr, wie lange das noch gut gehen soll. Ich weiß nicht mal, ob ich nächsten Monat meinen 19. Geburtstag noch erleben werde. Ich kann einfach nicht mehr.
24. Dezember 2013
398.
Weihnachten - eine Zeit welche man mit den Liebsten verbingt, sich beschenken lässt und am Tannenbaum zusammen sitzt. Wenn die Beschreibung auf euren Heiligabend zutrifft, na ja.. dann herzlichen Glückwunsch!
Für mich gibts kein Weihnachten. Heute Morgen bin ich noch was für meine neue Wohnung kaufen gegangen (ja, ich ziehe um) und dann war ich auch schon auf der Arbeit. Während die Bewohner im Gottesdienst saßen, saß ich zwischen meinen Kollegen, die alle von ihrem Essen mit der Familie erzählten. Wenn ich gleich Zuhause bin, wartet keine Familie auf mich. Auf mich warten Tabletten, der Fernseher und Klingen.
In diesem Sinne, Frohe Weihnachten!
