3. Januar 2013

122. Sinn.

Ich möchte nur eine Sache aussprechen können. Ich möchte mich gegenüber anderen öffnen können, verstanden werden und Hilfe bekommen.
Wenn ich dies machen würde, würde ich mich jedoch wieder in der Psychatrie wiederfinden.
Und das geht nicht. Am Montag ist hier in Niedersachsen wieder Schule und ab dem 28.1 arbeite ich wieder in der Krippe.
Wenn ich jetzt wieder in die Klinik müsste, wärs das mit der 11.Klasse.
.........
Um 12 Uhr hab ich einen Termin in der Praxis von meiner Psychiaterin.
Ich hab einfach kein Bock mehr darauf. Ich mein, auch mit Gesprächen entscheiden sie sich dagegen mir Medikamente zu verschreiben.
Wenigstens muss ich mit Ulf dorthin und darüber freue ich mich tierisch. Ich hoffe, er hat noch einbisschen mehr Zeit, damit ich ein paar Stunden mit ihm verbringen kann.
.....
Jetzt hab ich noch eine Frage an euch...
Ist es normal,  wenn ich mich an jeden meiner Bezugsbetreuer gewöhne, sodass ich in eine Krise abrutsche,  wenn sie mich verlassen?
Beispiele :
Bei Martin war es wirklich heftig. Mir ging es monatelang schlecht.
Dann hab ich Holger bekommen und ich befürchte, dass es genauso wird. Ich hab mich in den Monaten (in der er mein Betreuer ist) so sehr an ihn gewöhnt.
Ab dem 24.2 wird er auch nicht mehr da sein.
Inzwischen gewöhne ich mich auch wieder an den nächsten - Ulf.
Zum Glûck werde ich ihn noch ein paar Monate haben.

2 Kommentare:

  1. Das Problem, das du im ersten Abschnitt nennst, kommt mir so vertraut vor.
    Ich wünsche mir selbst so sehr Hilfe, aber die Angst davor in 'ner Psychiatrie zu landen, sorgt dafür, dass ich immer drum herum rede, bei vielen Dingen ausweiche oder diese verharmlose und somit nicht die Hilfe bekomme, die ich brauche.:/

    Ich weiß nicht, ob das normal ist (Was ist denn bitte schön normal?), aber ich kann es schon irgendwo nachvollziehen, dass du dadurch in solche Krisen abstürzt.
    Vielleicht sind diese Männer für dich unbewusst ein Vaterersatz (wenn ich mich recht erinner ist deiner gestorben) und jedes Mal, wenn du einen Bezugsbetreuer verlierst, hast du dann das Gefühl, dass du erneut deinen Vater verlierst?
    Ist nur 'ne Vermutung, die mir da grad gekommen ist, aber vielleicht könntest du das ja auch mal in der Therapie ansprechen?

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  2. Alle wissen, dass ich nicht mit der Sprache rausrücke und deswegen bekomme ich immer zu sagen, dass man mir nur helfen kann, wenn ich endlich rede.

    Das hatte ich mir auch schon so gedacht. Aber wieso kommt es so plötzlich. Es ist immerhin schon fast 10 Jahre her, als mein Vater starb. Und vorher hatte ich soetwas nie.
    Das bei der Therapie anzusprechen, wäre wahrscheinlich gut. Aber, ich hab auch das Gefühl, dass ich durch dieses Gefühl nicht richtig mit meinen Betreuern arbeiten kann.

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