31. Juli 2013

330. Ruhe.

Verzweifelt und erschöpft.

Möcht meine Ruhe haben und bekomme sie nicht.
Wieso kann ich nicht einfach einsam und alleine sterben?!

- Essen: ca. 1100kcal gegessen (zu viel!!!)
- Tagesziele nicht erreicht
- SvV: Tag 2
-Stimmung: mittelmäßig bis schlecht.

29. Juli 2013

329. Man siehts sogar schon.

Da bekomme ich doch heute wirklich diesen Satz zu hören:
''Entschuldige bitte, aber ich muss das jetzt wirklich einmal sagen. Du siehst total niedergeschlagen aus. Hast du mal daran gedacht, dich wieder stationär aufnehmen zu lassen?'' 
Ich dachte echt, ich höre nicht richtig. (Man sieht mir die Depression also schon an!) Aber sie hat schon Recht mit dieser Äußerung. Ich muss in die Klinik, aber das einzige was mich daran hält... na ja.. ist der Gedanke, dass ich diesen Aufenthalt nicht in der KJP, sondern in der normalen Psychiatrie verbringen müsste. Mir wäre es sogar schon Recht, wenn ich nur noch dieses eine Mal auf die Bult kommen könnte. Der letzte Aufenthalt von vor vier Jahren ist zwar sehr negativ in meinem Gedächtnis hängen geblieben, aber ich wäre auf einer Station wo ich die Menschen kenne.
Ich habe solch eine Angst vor den nächsten vier Wochen.

Die ganze Zeit bin ich nun schon am überlegen, ob ich nicht Christian oder Nico anrufen soll. Die beiden sind Kollegen von Ulf und haben sich bereit erklärt, mich zu betreuen wenn irgendetwas in dieser Woche ist. Aber ich bin irgendwie zu stolz, um dieses Angebot anzunehmen. Kann ich denn nicht wenigstens eine Woche ohne Betreuer auskommen ???

Ich möcht' nicht mehr!

328. Rückfall der 3728282855839 !!

Geschnitten - mit der Hoffnung, dass der Druck nachlässt und gute Gefühle kommen. Aber bis jetzt ist rein gar nichts passiert, obwohl das Blut immer noch fließt.
Mit der Hoffnung, dass diese Gedanken aufhören habe ich jetzt Truxal genommen. Ich hoffe, ich wache nie wieder auf.

28. Juli 2013

327. Krankes Hirn, ein Traum und eine Welt voller Qualen,

In meinem Hirn wird wieder einmal irgendetwas krankes geschaffen. Also eigentlich wie immer, aber dieses Mal will es einfach nicht verschwinden. Ich träume von dem, was andere haben. Mein Hirn sehnt sich nach Wunden, die endlich einmal genäht werden müssen. Wenigstens einmal in meinem beschissenen Leben.

Vor ein paar Minuten ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mich inzwischen eigentlich isoliere.
Aus meiner Wohnung gehe ich nur dann, wenn ich ein Termin habe oder wenn ich mich mal mit einem anderen Menschen treffe. Dieser muss mir jedoch schon sehr viel bedeuten. Selbst bei Facebook habe ich mich erst einmal deaktiviert. Für mich ist die Welt dort draußen einfach nur noch eine Qual. Und das einzige was ich möchte ist Ruhe.

26. Juli 2013

326. Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.

Es scheint mir so, als würde es nie wieder besser werden. Seit Samstag geht es immer weiter bergab. Nicht nur in meiner Stimmung, sondern auch im Umgang mit den Menschen in meiner Umgebung. Jeden Abend bzw. jede Nacht liege ich weinend auf dem Fußboden, will schneiden und einfach nur sterben. Erst wenn mein Körper gar nicht mehr kann schlafe ich ein.

Vor ein paar Tagen war ich auf einer Geburtstagsfeier und mir ging es den ganzen Abend relativ gut. Spätabends wollten wir dann noch feiern gehen, aber sind dann doch wieder gefahren und dann passierte es. Meine Stimmung war wie so oft im anderen Moment schlecht. Alina hatte das gesehen und fragte mich die ganze Zeit, was denn los sei. Aber ich konnte ihr einfach nicht sagen, dass es mir wieder so schlecht geht.




Vor gut vier Wochen saß ich in einem Büro des Psychiatrischen Dienstes und erklärte der Frau dort, dass ich mich kommende Woche umbringen würde. Am gleichen Tag, sollte mich Holger in die Klinik nach Langenhagen bringen. Im ersten Moment war ich noch einverstanden damit, aber als ich dann wieder unten an der Bahnhaltestelle war, wurde mir bewusst, dass ich es nicht machen kann. Ich konnte einfach nicht wieder in die Klinik. Und ich kam nicht in die Klinik.
Was ich damit sagen will:
trotz des Planes habe ich die ''kommende Woche'' nichts gemacht. Mir ging es dann auch auf einmal wieder besser. Aber jetzt, jetzt kommen die ganzen Flashbacks wieder. Sie lösen die gleichen Gefühle, wie vor 4 Jahren bei mir aus. Die Lage ist gleich. Ich wohnte damals 'sozusagen' alleine und war schwer depressiv. Die Schule besuchte ich unregelmäßig und ich war alleine.
Habe mich isoliert und schlief tagsüber und machte die Nacht zum Tag. 
Inzwischen wird mir auch bewusst, warum ich mich vor 3 Wochen nicht umgebrachte habe. Die Zeit war noch nicht gekommen. Egal zu welcher Zeit, konnte ich immer sagen, dass ich niemals im Frühling, Sommer oder Winter sterben möchte. Der Herbst hat es mir angetan und da dieser wieder einmal vor der Tür steht, wird die Zeit immer weniger und ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll. Denn wie ich schon in meinem letzten Post geschrieben habe:

     Ich möchte nicht leben, aber auch nicht tot sein. Das einzige was ich möchte ist sterben.

Jeder der schon einmal einen Suizidversuch mit Tabletten unternommen hat, kennt dieses Gefühl. Dieses Gefühl, wenn du alle Tabletten in deinem Körper hast und so langsam die Wirkung spürst. Du merkst, wie du müde wirst und schlafen möchtest. Und wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, weißt du, dass es sein kann, dass du nachher nicht mehr aufwachen wirst.
Und das ist es. 

Nächste Woche werde ich ohne jeglichen Bezugsbetreuer sein, denn Holger ist bereits seit Montag im Urlaub und Ulf ist morgen noch da und ab Samstag dann ebenfalls im Urlaub. Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll. 



Inmitten von 'Alles wird gut.' und 'Ich hab den Mut.' steht ein 'Bitte komm zurück!' in der Farbe von Blut.



25. Juli 2013

325. Wie so oft in den letzten Tagen.

Und schon wieder liege ich am Boden und bin wieder derart verzweifelt, dass ich aufgeben möchte.

Ich will nicht leben und nicht tot sein. Ich möchte nur sterben.
Das Gefühl, was ich so sehr vermisse.

21. Juli 2013

324.

Wie fertig man wirklich in seinem Inneren ist, merkt man erst dann, wenn man sich betrinkt, sich verletzt und heulend am Fenster steht und springen will.

19. Juli 2013

323. Zurück in die Vergangenheit

In der Heimat gewesen und Papa besucht. 







322. Das Leben kotzt täglich an.

Betreuer anrufen. Fragen ob er Zeit hat. Hinfahren. Sagen wie es einem geht. Lebensvertrag unterschreiben. Sagen, dass man sich vielleicht nach dem Wochenende nicht mehr sieht. Gehen. Innerlich denken, wie schön die Zeit doch mit ihm war.



18. Juli 2013

321. Never to forget.

Verzweifelt. Angst. Nachdenken. Abschiede nehmen. Überdosis. Suizidversuch. Sterben. Tot. 2013 

17. Juli 2013

320. Wahrscheinlich war es einfach nur ein Traum.

... und ich fühle mich genauso wie damals. Als wäre nichts passiert und ich immer noch 30 Kilo mehr wiegen würde.
März 2012                                           Juni 2013

16. Juli 2013

319. Weil ich weiß, dass ich ohne dich nicht mehr kann.

Mir ist bewusst, dass ich mit meinen Äußerungen und Handlungen Menschen verletzen werde, sie traurig machen werde. Aber ich habe mich dafür entschieden. Nicht heute, nicht morgen, nicht diese Woche aber bald. Dann wenn keiner es erwarten wird, dann werden wir wieder zusammen sein.


15. Juli 2013

318. "I need your love, I need your time..."

Die Wahrheit würde alle verstören - das was in meinem Kopf vorgeht, würde keiner verstehen.
Ich bin verzweifelt, sehr verzweifelt. Schwanke von beiden Seiten hin und her.
Leben oder sterben ? Die Menschen verlassen oder die Zeit, die man für mein Leben bestimmt hat, versuchen zu genießen und zu leben ?
Ich will mich entscheiden, aber kann es nicht. Ich kann nicht ohne die Menschen leben, die bereits gestorben sind.
Diese Menschen gaben mir ein Gefühl, das Gefühl, was ich immer brauchte und immer brauchen werde. Sie gaben mir Liebe, Geborgenheit und Zuversicht.

Ich vermisse meinen Vater. Möchte bei ihm sein, seine Nähe spüren.

12. Juli 2013

317. Kaputt, gemischte Gefühle und kein Lächeln mehr - bin zurück aus Holland.

Habe harte und teils-glückliche Tage mit meiner lieben Alina hinter mir.
So wie unser Urlaub geplant war, verlief es nicht. Unten dazu mehr.








Ursprünglich hatten wir geplant, durch insgesamt 4 Länder zu reisen und das in drei Tagen. Nach einigem Hin und Her, sahen wir dann ein, dass es nicht klappen würde und so beschlossen wir, dass wir erst einmal nach Amsterdam fahren (dort den Nachmittag vebringen) und dann weiter nach Den Haag fahren, dort einen Tag verbringen und für ein paar Stunden dann nach Belgien runterfahren. Belgien haben wir dann gecancelt. 
Ich fands sehr schade, da ich mich auf Belgien gefreut hatte, aber ich konnte auch einfach nicht mehr. Ich hatte die ganzen Tage eine schlechte Stimmung, wollte schneiden, dachte an einen Suizid dort und bekam dank den Erinnerungen (hervorgerufen durch den Strand in Scheveningen) unerträgliche Flashbacks. 
Jedenfalls sind wir dann bereits am Mittwochnachmittag zurück nach Amsterdam gefahren und waren schon auf dem Weg zur Grenze als es eine Störung gab. Wir sind dann wieder zurück nach Amsterdam, haben einen anderen Zug genommen der uns bis zur Grenze fuhr und so kam es, dass wir dadurch die ganzen Anschlusszüge verpassten. Also sind wir mit den Zügen gefahren, die noch fuhren um wenigstens in die Nähe von Hannover zu kommen. Hannover erreichten wir dann heute Morgen nach knapp 14 Stunden Fahrt.
So viel zu Holland.

Heute Morgen fand ich auch noch einen Brief von dem Träger des FSJ's im Briefkasten. Ich habe meinen Vertrag bekommen und kann jetzt offiziell sagen, dass ich ab September im Altenheim arbeiten werde.
Aber um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wirklich was ich dazu sagen soll. Freuen tue ich mich nicht wirklich (und die wird wahrscheinlich auch nie hochkommen), da ich es notgedrungen machen muss und immer noch die ganze Sache mit der Schule im Hinterkopf habe. Aber da die Sache vom Tisch ist, bleibt mir auch nichts anderes mehr übrig, als die ganze FSJ - Sache hinter mich zu bringen. Am 31.8.2014 ist es dann auch vorbei und ich alleine weiß, ob ich diesen Tag, Monat oder dieses Jahr überhaupt noch hier sein werde...

8. Juli 2013

316. Holland!

...ich verabschiede mich heute schon einmal von euch, denn morgen früh geht es in die wunderschöne Niederlande! <3 Ich hoffe, dass ich dort den Kopf frei bekomme und über alles nachdenken kann.

Ich wünsche euch ein paar schöne Tage und bis Freitag!

6. Juli 2013

315. Ein Hin und Her.

Es ist ein ständiges Hin und Her. Stehe zwischen mehreren Stühlen und weiß nicht mehr, wohin mit mir. 
Es ist viel passiert, seitdem ich das letzte Mal gepostet hab. Und ja.. eigentlich wollte ich diesen Blog nie wieder benutzen. Aber mir ist eins klar geworden. Er ist und bleibt ein Stück meiner Vergangenheit. Ein Stück, was ich einfach nicht aufgeben möchte.

In der letzten Zeit ist viel passiert. 
Mir ging es in den letzten Wochen sehr schlecht. Ich hatte einen Zusammenbruch in der Fahrstunde, der dazu geführt hat, dass ich ganz den Boden unter meinen Füßen verloren hab.
So kam es, dass die ganzen Gedanken in meinem Kopf mir zu viel worden. Die Suizidgedanken wurden immer stärker und so plante ich meinen Tod bis ins kleinste Detail. 
Ich behielt die Gedanken eine knappe Woche für mich, bis mir klar wurde, dass ich das Chaos jemanden mitteilen muss. In einem Gespräch mit Holger und dem psychiatrischen Dienst, offenbarte ich alles. 
Der ganze Plan, mich umzubringen lag offen da. Ich wusste, dass irgendetwas passieren wird und so kam es dann auch. Holger wollte mich in die Klinik bringen. Wir diskutierten stundenlang und kamen zu dem Entschluss, dass er alles Ulf übergeben wird und nun zur Freizeit fährt.
Einen Tag später traf ich mich mit Ulf und es passierte nichts. 

Jetzt, gut eine Woche später ist meine Maske wieder perfekt. Mir gehts nach außen hin gut, aber innerlich bin ich am brodeln. Die Suizidgedanken sind ein wenig schwächer, aber dennoch präsent. Es dauert nicht mehr lange. 

19. Juni 2013

314.

Der Blog ist nun endgültig gestorben. Der Neuanfang ist da und somit ist mein neuer Blog online.

Adresse gibts auf Anfrage (!) über meinen Facebook - Account oder ihr setzt einen Kommentar unter diesen Post.

313. Ich wünsche mir mein altes Leben zurück.

Stimmung: 5,5
Suizidalität: 5
Tagesziele: nicht erreicht.

Positiv kann man den Tag jetzt nicht beschreiben - ich wünsche mir mein altes Leben zurück. 
Wie jeden Abend macht sich der Druck breit. Möchte tief schneiden, meine Haut zerstören. Bin der Meinung, dass sie sich genug ausgeruht hat. Sie soll bluten.. Jetzt!

Ich dachte, ich könnte mit ihm reden. Er war immer der, der mich in der Wohngruppe am meisten verstanden hat. Und was ist ? Nichts. Bin alleine. Es versteht keiner meine Gedanken. Die, die mich aus meiner Gefühlswelt herausholen können sind weg. Weit weg.

17. Juni 2013

312. Zurück auf Anfang.

Befindlichkeit: 4
Suizidalität: 3,5
Tagesziele: nicht erreicht.

Da öffne ich mich einmal und bekomme dann nur solche Kommentare. Macht doch was ihr wollt. Es ist einfach nur schade, dass man immer verurteilt wird.


16. Juni 2013

311. Same shit!

Befindlichkeit: 5
Suizidalität: 4
Tagesziele: wie immer nicht erreicht.

Tja.. was gibts zu erzählen ? Relativ wenig.
Der Termin beim Psychiater war jetzt nicht so der Hit, aber was solls..Hab ihm von dem Medikamtenmissbrauch erzählt. Er meinte nur dazu, dass es ja auch zum selbstverletzenden Verhalten gehört. Weiß ich ganz genau und ich habe noch nicht einmal studiert! Jedenfalls habe ich dann noch eine Verordnung für weitere Ergotherapiestunden bekommen und dazu noch ein Rezept für Truxal. 100 Tabletten liegen auf meinem Tisch und die Folgen bei einer Überdosis hören sich himmlisch an...Ich muss die Dinger dringend loswerden!!

Morgen steht der nächste Termin beim psychiatrischen Dienst an. Wird bestimmt wieder lustig in der Vergangenheit rumzustochern.. ach ja..