20. März 2016

546. Die Welt ist grausam und hässlich.





Ich kämpfe und kämpfe. Ich kämpfe jeden Tag aufs neue ums überleben. Ich kämpfe darum, dass ich diesem riesigen Druck nicht nachgebe und mich verletze oder gar umbringe. Ich kämpfe darum gemocht und so akzeptiert zu werde wie ich bin. Ich kämpfe um die Menschen die mir etwas bedeuten. Und trotzdem werden die Augenblicke, in denen ich mich verletzen und mich umbringen möchte immer stärker. Es wird immer schwerer mich dagegen zu wehren. Und trotz allem muss ich nach außen hin immer die 'Fröhliche' spielen. Es kostet zu inzwischen zu viel Kraft, Kraft die ich eigentlich nicht mehr habe. 

4. März 2016

545. Update: Riesen Krach, eigenes Auto & Verräterschwein.

Es ist schon irgendwie sehr komisch. Da bin ich vor einer knappen Woche bei meiner zuständigen Ansprechperson vom Psychiatrischen Dienst und rede über meine Familie. Mir ging es an dem Tag wirklich sehr gut, Schule lief ganz gut und ich war an dem Tag sehr froh, dass ich nun meinen Geburtstag hinter mir hatte. Jedenfalls sprachen wir über die Beziehungen in meiner Familie und fanden heraus, dass meine Familie und ich uns häufig streiten und man dies grundsätzlich mit einem Kontaktabbruch endet. So auch an diesem Tag! Ich fuhr nach dem Termin in die Wohnung von meiner Tante. Anwesend waren sie, ihre Freundin, meine Mutter, meine Schwägerin + Mia und ich. Wir sprachen über meinen Opa und sie baten mich, dass ich meinem Opa ein kleines Dankeschön kaufe, denn er hat mir zum Geburtstag ein Auto geschenkt. (Bin nun stolze Besitzerin eines kleinen Smarts!) Ich meinte dann zu meiner Tante und meiner Mutter, dass ich meinen Opa nicht um ein Auto gebeten habe und das er dies einfach aus eigenem Ansporn macht. Meine Tante und meine Mutter sind sofort ausgerastet. Bitte nichts falsch verstehen! Ich bin wirklich sehr froh, dass mein Opa mir dieses Geschenk gemacht hat. An diesem Tag war ich einfach nur genervt von meiner Mutter (wie eigentlich immer wenn ich sie sehen muss.) Meine Mutter fing dann plötzlich an mich zu beleidigen. Ja, ganz genau gehört - die eigene Mutter! Sie betitelte mich als ein "undankbares Miststück". Das reichte mir und so nahm ich Mia und ging in ein anderes Zimmer. Aber selbst dort musste ich mir weiter anhören, wie sie über mich herzog. Ich fing an zu weinen. Bis dann meine Schwägerin meiner Mutter die Meinung gesagt hat. Meine Mutter ist daraufhin noch weiter ausgerastet und hat den Kontakt zu meiner ganzen Familie abgebrochen. Während C. (meine Schwägerin) versuchte mich zu beruhigen kam meine Tante und schrie mich erst einmal an, um mir so zu erklären, dass ich doch bitte aufhören sollte zu weinen. Am nächsten Tag rief ich beim Psychiatrischen Dienst an (der für meine Mutter zuständig ist) und meldete sie dort. DENN, meine Mutter dreht völlig durch, sie hat Wahnvorstellungen und denkt, dass Putin sie verfolgen würde! Alles sehr crazy. Schreibt mir mal bitte eure Meinung zu dem ganzen Thema!
Es macht mich einfach nur traurig, dass ich einfach nirgends "willkommen" bin und keinen habe mit dem ich reden kann,. Offen reden kann! In meiner Familie bekomme ich das Gefühl, dass ich nur noch geduldet werde. Sobald ich an Treffen nicht teilnehme oder einfach nur in einem anderen Raum bin, lästern sie über mich ab. Sie fragten mich beispielsweise an meinem Geburstag, was ich gerne zum Abendessen haben möchte. Nur dann im nächsten Moment meinen Wunsch zu ignorieren und irgendetwas anderes zu machen. Oder auch vor ein paar Tagen: mein Bruder und seine Freundin haben noch nicht geheiratet (ja, ich nenne sie trotzdem schon einmal "meine Schwägerin"). Sie erzählte mir dann, dass sie nun einfach ein Termin im Standesamt macht und so meinen Bruder einbisschen unter Druck setzt. Ich suchte im Internet nach den Trauorten hier bei uns und so endeckten wir, dass man unteranderem auf dem Maschsee heiraten kann. Ein wirklich wunderschönes Ereignis, aber dafür kostet es auch nach 400€. Als C. es den anderen erzählte, sagten diese, dass dies nicht gemacht wird. Man könne ja schließlich auch beispielsweise im Straßenbahn-Museum heiraten. Ist billiger, aber für ein junges Paar nicht angebracht.

Den nächsten großen Krach gab es heute in der Schule. Wir schrieben Anatomie und danach stellte sich herraus das eine Mitschülerin in der Klausur gespickt hat. Weil ich es unfair gegenüber uns anderen fand, erzählte eine andere Mitschülerin und ich es dem Dozent. Dieser sagte noch, dass er es vollkommen richtig von uns fand. Da aber die andere Mitschülerin (die mit dabei war) es den anderen aus unserer Gruppe erzählte, rasteten einige von denen aus. Wir standen auf dem Flur mit denjenigen und versuchten alles zu erklären, dass es einfach nur falsch war. Bis auf einmal eine (so dachte ich es bis dahin) Freundin kam und mich richtig beleidigte. Andere kamen dann auch noch dazu und so kamen auch von denen Beleidigungen. Als alle weg waren blieb ich mit der anderen Mitschülerin noch draußen stehen und wir fassten den Entschluss, jetzt einfach zu gehen und somit den Unterricht zu verlassen um nach Hause zu gehen. Als ich meine Sachen holen wollte, hatte ich (aufgrund der Beleidigungen) noch Tränen in den Augen. Dies machten sich einige zu nutzen und beleidigten uns weiter und um dann noch aggressiv  werden zu müssen. Als wenn das nicht genug wäre, beleidigten die anderen uns noch im Gruppenchat weiter. Ich habe mich tausendmal bei allen entschuldigt und habe versucht es erneut zu erklären, aber Pustekuchen. Sie ließen nicht wirklich mit sich reden und so habe ich vor Montag mehr Angst denn je! Aber so wird es wahrscheinlich erst einmal bis nach den Osterferien bleiben. Sabine, das Verräterschwein.

Entschuldigt bitte den langen Post, ich sollte versuchen mal zwischendurch öfter zu schreiben, damit das nicht immer so viel wird. Bis bald.

24. Februar 2016

544. Du lachst, du weinst.

Nun sind es knapp zwei Wochen in denen ich mit meinen Medikamente lebe. Die Situation ist allgemein entspannter geworden und ich muss nur noch hin und wieder daran denken wie ich mich verletze oder gar umbringe. Die meiste Zeit über lache ich, sprich ich setze meine Maske auf.
Aber dann gibt es auch die Momente, wo der Blick erstarrt und meine Maske abfällt.

Gestern habe ich mit einer Freundin und meiner Pflegelehrerin zusammen die Mittagspause verbracht. Irgendwann nahm sie meine Hand und meinte: "Also Sabine, wie wäre es wenn ich sie mal einbisschen bemuttere?" Mir war das in dem Augenblick total unangenehm. Ich hab abgewunken und bin schnell wieder zurück zur Schule.

Vorhin habe ich noch zusammen mit Ulf geschrieben und aus reiner Neugier fragte ich ihn dann was denn mit meiner alten WG sei. Geplant war ja, dass sie bereits 2014 in ein größeres Haus umziehen. Bis jetzt sind sie es immer noch nicht und so fragte ich ihn enfach noch, was denn nun mit Holger sei. Inzwischen hat Holger die WG gewechselt und .... er arbeitet jetzt in der WG die noch nicht einmal 1km von meiner Wohnung entfernt ist. Ich freue mich. Vielleicht sehe ich ihn so häufiger. Wer weiß...

In diesem Sinne auf einen beschissenen Geburtstag und gleichzeitig ein 'Happy Birthday' an mich selbst... bis die Tage!

11. Februar 2016

543. Neu und trotzdem alt.

Nun soll es also wieder "Elontril" werden. Warum auch was neues nehmen, wenn das altbekannte früher auch geholfen hat. Jedenfalls bin ich froh, dass sie mir zugehört hat und mich nicht einfach abgespeist hat. Ab morgen werde ich starten und hoffen, dass diese Bilder mit den aufgeschnittenen Armen aus meinem Kopf verschwinden...

Gestern fragte ich eine Freundin ob sie nicht in zwei Wochen bei mir schlafen möchte, da ich am nächsten Tag Geburtstag habe. Sie sagte, dass sie noch schießen hat, sprich Schützenverein. Das halt bis abends und dann müsste sie ja noch die 30 Minuten mit dem Auto zu mir fahren. Am Rande: es wäre mir scheiß egal gewesen wenn sie auch erst um 24 Uhr bei mir wäre, ich möchte einfach nicht alleine sein. Aber ihre letzte Antwort war dann einfach, dass sie ja den Weg nicht kennt. Obwohl das eine Lüge ist. Jetzt frage ich mich, ist es so schlimm einen Abend zu opfern? Selbst unsere Lehrerin ist verwundert, dass wir nichts zusammen machen obwohl wir in der Schule so viel machen. Ich bin einfach nur unendlich traurig. In den letzten Jahren war mein Geburtstag immer ein Desaster. Im letzten Jahr hatte ich Frühdienst und danach habe ich geschlafen. Super, oder?

542.

Der 47382. Versuch vom Hausarzt was gegen meine immer stärker werdenden Depressionen zu bekommen.

4. Februar 2016

541.

Mit jedem Schritt, den ich Richtung Schulgebäude gehe, wird meine Laune schlechter und schlechter. Acht Stunden Schule sind zu schaffen.

3. Februar 2016

540. Ich habe einfach kein Bock mehr "Ich" zu sein.

Und somit befinde ich mich auf dem Weg zum psychiatrischen Dienst. Krisentermin nennt man es wohl, wenn die dortige Ansprechpartnerin einen bittet heute noch zu kommen, nachdem ich ihr eine Mail geschrieben hatte. Ich möchte sie im Grunde gar nicht sehen. Aber das ist wohl eine andere Sache.

Um ehrlich zu sein, würde ich nicht gerade behaupten das es mir so schlecht geht. Ich bin einfach nur müde und ausgelaugt. Diese ständige Anwesenheit im Heim macht mich noch einmal fertig. An dieser Stelle vermisse ich meinen Ex - Nebenjob.
Und dann ist da auch noch die Schule. Ständig erwartet man etwas von mir. Hausarbeiten, Referate, Arbeitsaufträge und und und.. mal abgesehen von der Anwesentheit in der Schule. Was solls. Die U-Bahn ist gleich angekommen und dann schaue ich einfach mal weiter.

31. Dezember 2015

539. Ein kleiner Punkt über dem Boden.


Seit nun knapp 3 Jahren schreibe ich hier und versuche immer wieder meine Gedanken so gut es geht zu ordnen. In diesem Jahr habe ich so wenig wie noch nie zuvor geschrieben. 
In den letzten 12 Monaten durchlebte ich alle möglichen Höhen und Tiefen. Angefangen mit der Kündigung meines Ausbildungsplatzes am Anfang des Jahres und dem damit verbundenen Wechsel in eine andere Einrichtung und meiner bestandenen Führerscheinprüfung. Nicht zu vergessen die gewaltige Gewichtszunahme seit Ende Februar, dem ''Ein-Jahr-ohne-Selbstverletzung'' und dem kompletten Absetzen der Medikamente. Um nur ein paar Sachen zu nennen. Aber trotzallem existiere ich noch, obwohl viele aus meiner Umgebung fest daran glauben, dass ich zu 100% mich einmal selbst aus dem Leben verabschiede. 


Nun sitze ich hier und versuche die letzten Stunden des Jahres irgendwie zu überstehen. Da ich in den letzten zwei Tagen knapp 4 Kilo zugenommen habe, warte ich nun das die Wirkung der 9 Tabletten endlich eintritt.


In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und bis bald! 

8. Dezember 2015

538. Sollte man nicht meinen das einen selbst die schlimmsten Dinge stärker machen?

Sollte man nicht eigentlich meinen das einen selbst die schlimmsten Dinge stärker machen? Nach den letzten Tagen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Vor gut einer Woche hat sich der Bruder von der besten Freundin meiner Tante umgebracht. Er konnte einfach nicht mit der Diagnose "Multiple Sklerose" leben. Verständlich. Aber versucht das mal Trauernden zu erklären.

Weiter ging es dann damit, dass ich am Samstag keine erneute Zusicherung bezüglich einer Vertragsverlängerung bekommen habe. Das heißt für mich, dass ich statt 1300 Euro im Monat nun nur noch 900 Euro im Monat zur Verfügung habe. Es reicht alles vorne und hinten nicht. Neben den anderen Belastungen wird dies nun noch einen großen Anteil daran haben, dass es mir schlechter geht.

Die Krönung kam gestern noch. Ich entschied mich dazu endlich mal bei meinem Psychiater einen Termin zu machen, da es immer schlimmer wird mit meiner Situation. Und was ist? Ich würde frühestens im Februar einen neuen Termin bekommen. Viel zu lang und nach der Erklärung die ich der Frau am Telefon gab, war sie bereit meinem Arzt eine Notiz zu hinterlegen. Er würde sich melden. Ich weiß jedoch ganz genau, dass er es nicht machen wird. Beim letzten Mal hat er es auch nicht getan, wieso denn ausgerechnet jetzt?

20. November 2015

537.



Wir haben uns gut verstanden und dann fragte er, was mein Tattoo auf meinem Schlüsselbein bedeutet. Ich sagte es ihm und er versprach das es nichts zwischen uns ändert. Und was ist? Ein paar Tage hatte er sich noch gemeldet und dann kam nichts mehr. Es ist immer das gleiche - ich bin einfach nur enttäuscht und wütend. 



22. Oktober 2015

536. Jede Träne ist ein Wort das ich nicht sagen kann.

Immer wieder habe ich versucht zu leben oder eben wie man so schön sagt; ''Das Leben zu lieben.''
Es sind Erinnerungen die ich an damals habe. Erinnerungen die im Moment immer wieder aufflammen und dafür sorgen, dass ein völliges Chaos in meinem Kopf herrscht. Ich denke an die Zeit von damals zurück, wo ich mich alleine in meinem Zimmer verborgen habe.
Es ist die Zeit von vor sechs Jahren, wo ich mich immer mehr aufgab und keinen Lichtblick mehr am Tunnel sah. Ich lebte in den Tag hinein und wollte nicht mehr erleben, wie ich jemals glücklich sein könnte. Die Akzeptanz bzw. die Anerkennung die manchen entgegen gebracht wurde, bekam ich nicht. Stattdessen wurde ich von meiner 'Familie' außen vor gelassen und so beschloss ich zu gehen.
Es war der erste Versuch mein Leben zu beenden und (außer das ich sehr lange schlief) passierte nichts. Statt Reue gegenüber mich selbst zu empfinden oder etwa auch Scham, ging es mir körperlich und seelisch wirklich gut. Und dann kam der zweite Versuch mein Dasein auf dieser Welt zu beenden. Ich war mir sicher, dass ich es dieses Mal schaffen würde und nahm auch mein Schicksal an. Jedoch kam dann der Augenblick, wo mir bewusst wurde:''Ich sitze jetzt hier und ich denke, dass ich es doch nicht schaffe.'' Und auch die Wochen die ich nach dem ersten und dem zweiten Versuch in der Klinik verbrachte, brachten mich nie wieder an den Punkt: ''Ich bin stabil.''
Und so ging es die ganzen Jahre weiter, Wirklich leben? Leben, lieben, lachen? Bis heute undenkbar.
Als ich heute meine Bilder durchsah und sah, wie ich lächelnd neben U. und H.stehe, kommen mir diese Erinnerungen so vor, als wären sie eigentlich nie passiert. Durch den losen Kontankt bzw. den nicht vorhanden Kontakt zu den Beiden, fehlen sie mir natürlich umso mehr. Aber auch die Menschen aus den Klinikzeiten vermisse ich. Ich komme mir nur so fehl am Platz vor wenn ich sehe, dass es allen gut geht und manche von ihnen sogar eigene kleine Familien gegründet haben.
Durch solche Augenblicke entwickelt sich einfach die Sehnsucht einfach ins Auto zu steigen und gegen einen Baum zu fahren. Vielleicht ist es dann endlich zu Ende. Leben war nie etwas für mich und wird es auch nie werden. Genau wie vor sechs Jahren wäre dann der Augenblick gekommen.

13. Oktober 2015

535.


Sie fragen mich alle was mit mir los ist und warum ich einfach nichts sage. 
Es geht einfach nichts mehr. Es ist einfach zu viel Schmerz in mir. 



Zwischen ''mir gehts so lala'' und ''ich bringe mich demnächst um.''


6. September 2015

534. Wenn Momente einen einholen.

Nun habe ich ein neues Medikament verschrieben bekommen. Duloxetin soll meine Mundwinkel wieder in den etwas fröhlicheren "Zustand" bringen und die Suizidgedanken verschwinden lassen. Es ist ein ewiges Hin und Her gewesen. Für ihn war es eine etwas schwierigere Aufgabe gewesen, da ich ihm ein paar Bedingungen gestellt hatte. Da das Elontril (was ich bisher immer hatte) mich in den letzten Monaten immer fetter gemacht hatten, wollte ich dieses Mal keine Pille nehmen, mit denen ich noch mehr zunehme. Immerhin wiege ich jetzt genauso viel wie Anfang 2013. Ekel pur.

Mit diesem Wetterumschwung kommen auch viele Erinnerungen hoch, die während des Spätsommers bzw. Herbst stattfanden. Sei es die versuchten Einweisungen, die Suizidversuche,die wirkliche Einweisung vor einigen Jahren oder der Suizid von I.. Die Erkenntnis das M. wieder in W. ist macht es auch nicht gerade besser,




2. September 2015

533. Psychodoc, Arbeit und alte Klinikzeiten.

Nun habe ich morgen meinen nächsten Termin bei meinem Psychodoc. Auf diesen Termin freue ich mich jedoch nicht so besonders. Schon seit einem Jahr liege ich ihm in den Ohren, dass ich ein anderes Medikament haben möchte. Und was ist? Ihn interessiert es nicht. Alleine deswegen habe ich jetzt selbst einbisschen Doktor gespielt und mir die (vermeintlich) passende Dosis zusammengestellt.
Helfen tut diese aber auch nicht.

Arbeiten gehe ich im Moment immer noch sehr ungerne. Sei es im Heim, wo mir die alten Leute inzwischen sehr auf die Nerven gehen oder bei ***. Es ist einfach nicht mehr mein Ding. Irgendwie gar nichts mehr.

Vor knapp 1 1/2 Wochen schrieb mir eine Freundin (die ich noch aus der Klinikzeit kenne), dass sie inzwischen wieder in der Klinik ist. Ausgerechnet die Station die unmittelbar neben der Kinder-und Jugendpsychiatrie liegt. Sie würde L. und mich gerne wiedersehen. Wir beide sollen sie besuchen kommen und an sich habe ich auch keine Einwände dagegen, aber dieser Gedanke wieder nach W. zu fahren... sorry, aber das geht nicht. Nächsten Monat sind es drei Jahre her, dass ich mit ihr zusammen noch in W. war. So dumm es klingt, aber ich vermisse diese Zeit. Es war die erste Klinik, wo ich mich zu 100% wohlgefühlt habe.

Wen ich auch in W. kennengelernt habe ist I. Mit I. hatte ich mir ein Zimmer geteilt und nun ist nächste Woche Mittwoch ihr 2. Todestag. Es ist immer noch unbeschreiblich wie sie sich umgebracht hat. Ich habe mich nie wirklich mit ihr verstanden, aber sich auf die grausame Art und Weise das Leben zu nehmen, sollte niemand machen. I. wird immer in meinem Herzen bleiben, egal was passiert ist.


Zum Schluss noch einen lieben Dank an euch! Zur Zeit erreichen mich immer wieder liebevolle Nachrichten von euch. Das Gefühl, dass jemand dort draußen ist beruhigt einen sehr.

12. August 2015

532. Wenn die eigene Psyche zum Gegner wird.

Nach den zwei Tagen wo es mir wirklich gut ging, gehts mir seit Sonntag wieder sehr schlecht. Neben den vermehrten Wunsch mich umzubringen und der damit verbundenen Leere, könnte ich heute einfach nur noch weinen. Sei es auf dem Weg nach Hause, als ich den Weinkrampf in der Bahn unterdrücken musste oder jetzt hier vorm Laptop. Ich kann einfach nicht mehr.
Besonders schwer wird es vorallem dadurch, dass alle meine Ärzte im Urlaub sind und selbst meine Ansprechpartnerin vom SPD nicht da ist. 

Inzwischen denke ich selbst darüber nach alles abzubrechen. Angefangen über die Ausbildung bis hin zum Kontakt zur Familie. Selbst über das Wegziehen von Hannover denke ich nach. 

6. August 2015

531. 365 Tage ohne.


Seit Monaten habe ich auf diesen Tag gewartet und nun ist er endlich da. Vor einem Jahr dachte ich nicht, dass ich es soweit schaffen würde. Es war sehr anstrengend und oft wollte ich aufgeben.

Ein großen Anteil hat dieses kleine Geschöpf neben mir. Mia wird nächsten Monat nun ein Jahr alt und mir kommt es vor, als wäre sie erst gestern geboren worden.
Ich kann mich noch gut an den Augenblick erinnern, als ich bei der Geburt dabei sein durfte und sie als erste aus meiner Familie halten durfte.




                                     06.08.2015 

                          1. ganzes Jahr ohne SvV.

29. Juli 2015

530. Ein Wiedersehen nach 10 Monaten.

Ich merke immer mehr, dass es körperlich bergab geht. Nach den wochenlangen Schmerzen im Knie spielt nun mein Kreislauf nicht mehr mit. Mir war es unglaublich peinlich als ich heute morgen auf dem Wohnbereich saß und noch nicht einmal aufstehen konnte. Und natürlich waren genau die Kollegen da, mit denen ich mich nicht so gut verstehe.
Jedenfalls durfte ich gehen und seitdem versuche ich mich irgendwie auf den Beinen zu halten.

Letzte Woche traf ich mich dann noch mit Holger. Wir gingen gemeinsam durch die Stadt und redeten lange. Über die letzten Wochen aber auch über Gott und die Welt. Zum Schluss hat er mir noch Videos von seinem Sohn gezeigt und ich im Gegenzug welche von Mia. Mir ging es wirklich gut an dem Tag...

Da inzwischen auch hier in Niedersachsen Sommerferien sind, habe ich jetzt auch mein Zeugnis bekommen. Und siehe da: es ist gar nicht so schlimm wie ich dachte. In den meisten Fächern stehe ich zwischen 1 und 2. Aber in den wirklich wichtigen Fächer wie Pflege stehe ich auf 3 - 4... Was soll's. Das 1. Ausbildungsjahr ist vorbei und ab nächsten Monat bin ich schon im 2. Ausbildungsjahr.

19. Juli 2015

529. Eine Achterbahnfahrt vom feinsten.

Es ist ein ewiges Hin und Her, wie eine Achterbahnfahrt vom feisten. Die letzten Tage hat sich jedoch eine Stimmung auf einem konstanten Level eingependelt, sodass diese Stimmungsschwankungen nicht mehr so oft aufgetreten sind. Am Montag hatte ich einen totalen Absturz. Mir ging es überhaupt nicht gut, sodass ich zu einer Freundin gefahren bin und da auch geschlafen hab. Wir blieben lange wach, haben uns betrunken und Drogen genommen.
Nachdem wir aufgestanden waren, nahmen wir wieder etwas und so bin ich dann zum Termin in den psychiatrischen Dienst gefahren.

Abends konnte ich mich dann nicht beruhigen, sodass ich völlig verzweifelt durch die Straßen Hannovers gegangen bin und darüber nachgedacht hatte mich umzubringen. Ich rauchte eine Zigarette nach der anderen. Irgendwie habe ich es dann geschafft mich zu beruhigen.
Am nächsten Morgen schrieb mir dann Holger, nachdem ich ihn am Montag anrief. Wir treffen uns am Dienstag Vormittag. Nach 9 Monaten.

Vor ein paar Tagen traf ich mich zusammen mit einer Freundin bei meiner Klassenlehrerin aus meinem Abschlussjahr 2012. Auch wenn es schon drei Jahre her ist, sehe ich sie noch alle paar Monate. Wir unterhielten uns lange zu dritt, bis sie mich fragte wie es mir geht. Ich erzählte ihr von den letzten Wochen und sie versucht mir auch heute noch zu helfen. Es ist beruhigend zu wissen, das ich mich immer bei ihr melden kann wenn etwas ist. Sie ist so liebevoll..

15. Juli 2015

528.

Wie bringe ich mich am Besten um? Wie verletze ich mich, dass das alles ein Ende hat? Es bricht alles über mir zusammen und ich finde einfach keinen Weg mehr. 



(KEINE ANKÜNDIGUNG!)

9. Juli 2015

527. Das Wissen wie es ihm geht... Mehr nicht.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Stimmung sich verändern kann. Die letzten Tage ging es immer wieder mit meiner Stimmung, aber heute geht es ganz und gar nicht. Da ich ja momentan Urlaub im Heim habe, hocke ich hier Zuhause rum und versinke in den Gedanken. Ich muss zur Zeit immer wieder an früher denken und durch den letzten Post auch an H. Leider habe ich den Fehler begangen und habe mir mal wieder seine Facebookseite angeschaut. Es sind zwar nur Bilder von vor 2/3 Jahre die ich sehen kann, da wir nicht befreundet sind. Aber dennoch würde ich ihm gerne eine Nachricht schicken. Einfach hören wie es ihm geht. Mehr nicht.

Morgen (heute) habe ich einen Termin bei meinem Psychiater. Da der letzte Versuch bei ihm einen Termin zu bekommen, lief ja nach hinten los. Nun muss ich ihn überzeugen (es ist traurig, dass man einen Psychiater überzeugen muss) das ich wirklich Hilfe brauche. Es läuft einfach nicht mehr und außerdem brauche ich ein Attest für meinen Schulleiter. Drückt mir bitte die Daumen!

8. Juli 2015

526. Wiedersehen

Wochen und Monate habe ich mit ihm an meiner Seite gekämpft. Auch die Zeit nach der Beendigung habe ich mir nichts sehnlicheres gewünscht, als ihn wieder an meiner Seite zu haben. Vor gut zwei Wochen habe ich mich nun mit meinem alten Betreuer U. getroffen. Der Wunsch nach dem Treffen kam von ihm aus, da der Träger der Betreuung anscheinend noch Geld von mir hatte.
Da ich Angst vor diesem Treffen hatte, habe ich eine Freundin mitgenommen. Diese ist inzwischen ebenfalls in der Betreuung. Das Treffen lief dann auch genau so ab, wie ich es mir gedacht hatte. 
Wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen. Nachdem L. und ich uns einen Spaß daraus gemacht haben, den ''kaputten'' Feuermelder  anzumachen ist er völlig ausgerastet. Und genau das war der Punkt an dem ich mir sagte: ''Du musst hier weg. Sofort.'' 

Das was früher war gibts inzwischen einfach nicht mehr. Und obwohl es weh tut, bin ich froh darüber. 

Während ich in der Betreuung war, habe ich mich immer wieder verletzt. Ich sah in dieser Zeit keine andere Option mich von diesem Schmerz zu befreien. Auch kurz nach Beendigung der Betreuung habe ich mich noch einmal verletzt. Nun darf ich am 6. August meinen ersten Jahrestag feiern. Ein Jahr ohne eine Wunde, dennoch fühlt es sich komisch an, denn 6 Jahre lang habe ich immer wieder zur Klinge gegriffen. 


Meine damaligen Betreuer. 

5. Juli 2015

525.

Ich kapsel mich immer weiter ab. Wenn meine Familie mich zum Ausflug einlädt, kann ich grundsätzlich nicht. Auch wenn Freunde mir schreiben und sich mit mir treffen wollen, sage ich ab. Ich bin daher sehr froh, dass ich ab morgen Urlaub habe und am Donnerstag das letzte Mal Schule hatte. In der Schule hab ich mich immer wieder mit den anderen angelegt, wurde zusammen mit einer Freundin zum Gesprächstoff der gesamten Klasse. Selbst ein Gespräch mit den Klassensprechern musste ich führen. Es ist komisch. Im September waren wir alle noch befreundet. Wir haben uns gegenseitig immer unterstützt. Und jetzt? Jetzt reden wir nicht einmal mehr und beachten einander ebenfalls nicht mehr...Ich würde lieber alleine sterben, anstatt mit Menschen zu leben die nicht ehrlich zu mir sind.

20. Juni 2015

524. Alleine.

Nie hatte ich den Mut um zu sagen, dass es mir schlecht geht und ich Hilfe benötige. Egal was war, ich habe alles in mich hinein gefressen. Sobald ein Wort meine Lippen verlassen hätte, wäre meine Mauer zum Einsturz gekommen. Und jetzt, wo es gar nicht mehr ging, wollte ich mein Schweigen brechen. Ich hatte auf einmal den Mut mir Hilfe zu suchen und rief deswegen bei meinem Psychiater und beim Psychiatrischen Dienst an. Keinen einzigen klaren Gedanken konnte ich fassen. Doch weder mein Psychiater und die vom SPD hatten einen Termin frei. Und so saß ich da. Schwer depressiv und vollkommen alleine auf dieser Welt.

18. Juni 2015

523.

In mitten von Menschen und doch so allein. Leere, Einsamkeit und der Wunsch zu sterben erfüllt mich 24 Stunden am Tag.

14. Juni 2015

522. Immer weiter ins Tief.

Mit jedem Tag und jeder Minute versinke ich mehr in meinem Tief. Statt zu lernen, liege ich bereits den ganzen Tag auf meinem Sofa und versuche mich, mittels Fressattacken, von meinen Suizidabsichten zu distanzieren. Das ich mich dadurch immer mehr in den Teufelskreis begeben habe, hab ich erst vorhin gemerkt. Ein Blick auf die Waage und die Gedanken wurden wieder schlimmer. Die Anzeige zeigte wieder so viel an, dass ich im Moment auf die Wirkung der Tabletten warte, damit ich all das Essen wieder auskotzen kann und mich somit besser fühlen kann. Jedenfalls einbisschen.

12. Juni 2015

521. Unfähig.

Seit Stunden liege ich regungslos in meinem Bett und versuche mich irgendwie zu beruhigen. Nachdem ich in den letzten Tagen wieder Hoffnung verspürte, frage ich mich jetzt, ob das Leben überhaupt noch lebenswert ist. Meine Gedanken kreisen nur noch darum, wie ich mir weh tun kann und gleichzeitig.  fühle ich mich einfach nur wertlos und ekelhaft in meinem Körper.  Ich habe sage und schreibe 10 Kilo in knapp 6 Wochen zugenommen... wie es soweit gekommen ist, habe ich wahrscheinlich einfach verdrängt.

8. Juni 2015

2. Juni 2015

519. Wenn nichts mehr geht.

Es ist schon bemerkenswert wie schlecht es einem nach Monaten wieder gehen kann. Monatelang bin ich irgendwie durchgekommen, aber jetzt schaffe ich noch nicht einmal einen Schultag hinter mich zu bringen. Schon vor der 1.Stunde sehe ich mich im Spiegel an und könnte sofort anfangen zu weinen. Statt Zuhause zu bleiben quäle ich mich in die Schule. Dort werde ich auch nur gefragt was los sei. Und immer wieder sage ich allen, dass alles gut sei. Im nächsten Moment fange ich an zu weinen und versuche mit meiner letzten Kraft dies zu unterdrücken. Ich schaffs nicht mehr...

19. Mai 2015

518. Und wenn es mein Schicksal ist?

Es scheint langsam egal zu sein was ich mache...Phasenweise gehts mir gut und dann ändert es sich schlagartig und ich habe den großen Drang mich zu verletzten und mich gar umzubringen.
Ich fühle nur noch eine große Leere in mir, die ich aus eigenen Stücken nicht mehr bewältigen kann. Zu allem Überfluss habe ich gestern noch einen Betreuer aus der Wohngruppe beim einkaufen getroffen. Er ist überrascht was aus mir geworden ist. Und vorallem kann er es nicht fassen, dass ich mich seit 9 Monaten nicht mehr verletzt habe. Wir haben uns kurz unterhalten und so erzählte er mir auch was aus der Wohngruppe und natürlich auch was aus Holger geworden ist..
Auch wenn ich interessiert dabei war, fühle ich mich einfach nicht mehr willkommen auf dieser Welt. Ich brauche einfach mal eine Auszeit von mir und meinem Leben.

13. Mai 2015

517. Jedes einzelne Wort

Mit jedem Wort das er zu mir sagt, verliebe ich mich immer mehr in diesen Menschen. Er nimmt mich so wie ich bin. Und das ist selten.

8. Mai 2015

516. Ausrasten.

Ich könnte gerade einfach nur ausrasten.. ich war gerade im Heim um mit dem Heimleiter über mein Problem mit den Diensten zu sprechen. Ende vom Lied ist, dass er hinter der PDL steht und ich somit arbeiten kommen muss. Es ist fast ein Jahr her, dass ich mich das letzte Mal verletzt habe, aber genau jetzt ist das Verlangen größer denn je. Warum soll ich eigentlich noch weiter machen? Hat eh alles kein Sinn.

5. Mai 2015

515. Ich bin zurück.

Es ist fast einen Monat her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. In den letzten Wochen habe ich jeden einzelnen Tag irgendwie überstanden. Denn der Nebenjob, die Arbeit im Heim und auch die Schule haben mich doch sehr auf Trab gehalten. Aber trotz allem habe ich besonders jetzt das Gefühl, dass ich gefühlsloser denn je bin.

So dachte ich beispielsweise, dass nach dem Wechsel des Heimes alles besser werden würde. Anfangs war auch alles top. Aber dann (vor ca 2 Wochen) wurde jeder Dienst zu einer Qual. Statt mit Freude dort hinzugehen, habe ich seitdem jeden Tag ein schlechtes Gefühl.
Und seit der Dienstplan für diesen Monat raus ist, habe ich noch mehr Ärger. Jetzt aber mit meinen Vorgesetzten... Ich stehe mit Diensten für Pfingsten im Plan, jedoch habe ich ab dem 18.5 Blockunterricht. Da in den vier Wochen keiner von uns zu seiner Arbeitsstelle darf, sind diese Dienste von der Schule aus auch verboten. Ich habe mehrere Gespräche dies bezüglich gehabt, mit der Erkenntnis, dass ich trotzdem arbeiten muss. Und genauso ist es auch am kommenden Freitag. Ich habe an diesem Tag frei und fest geplant, dass ich dann meine Hausarbeiten schreibe. Nun bekam ich gestern einen Anruf, dass ich doch bitte kommen soll. Als ich "nein" sagte und die Begründung mit den Hausarbeiten angab, wurde dies nicht akzeptiert. Solche Sachen muss ich in meiner Freizeit machen, das sei schließlich in jeder Ausbildung so. Doch wie soll ich das in der Freizeit machen, wenn diese mir gestrichen wird? Ich bin langsam echt ratlos und weiß auch nicht mehr wie ich mich verhalten soll...

Kann nicht einmal im Leben etwas gut laufen, oder geht es jetzt immer so weiter?

6. April 2015

514. Ich wünschte ich wäre jemand anderes.

Es ist lange her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Aber irgendwie geht im Moment nichts mehr. Ich hoffe euch geht es gut und bis bald! 

Mia wurde letzte Woche getauft !:) 

8. März 2015

513. Eens in je leven ...



In manchen Momenten geht es mir wunderbar und dann ist es im nächsten Moment wieder so schlimm, dass ich es nicht mehr aushalte. In den letzten Tage ging es mir häufig gut. Na ja... gut in Anführungszeichen. Am Mittwoch hatte ich eine kleine OP, sodass ich seitdem krankgeschrieben bin. Und genau das macht mir zu schaffen. Nichts zu machen und den ganzen Tag Zuhause zu sein, sorgt dafür das ich falle. Und das wirklich tief. Aber dann habe ich einen wirklich lieben Menschen kennengelernt. Wir schrieben uns, sobald wir aufstanden und auch wenn wir schlafen gingen.
Wir schrieben zwischen unseren Schichten und auch, wenn wir zwischen Terminen Zeit hatten.
Ich fing an mich immer mehr auf ihn einzulassen und ihm zu vertrauen. Und so schrieb ich ihm gestern, dass ich krank bin. Krank in dem Sinne, dass ich chronisch depressiv bin, Borderline habe und vieles mehr. Er hatte bereits diese Gedanken, da er auf einem Bild bei facebook ein Teil meiner Narben gesehen hatte. Die Nachricht fasste er wirklich gut auf, hinterfragte einige Dinge und möchte nun meine ganze Geschichten wissen. Wann es zu dieser 'Offenbarung' meinerseits kommt, ist ungewiss...


27. Februar 2015

512. Ich baue eine Mauer.

Und schon bin ich wieder im Loch gefangen und muss dazu auch noch schlimme Suizidgedanken aushalten.

Mir gehts einfach nicht mehr gut. Am Dienstag habe ich einen Termin im Psychiatrischen Dienst und ich weiß noch nicht einmal, ob ich ihn wahrnehmen soll.
Ich möchte mich einfach nur noch verkriechen und nur noch zu den nötigsten Dingen die Wohnung verlassen.

24. Februar 2015

511. Endlich.

Sobald eine Achterbahn hoch fährt ist alles gut. Man fühlt sich langsam aber sicher endlich besser. Und dann kommt der Fall nach unten. Noch befinde ich mich auf der Spitze, aber dennoch merke ich, dass es bald wieder hinab geht.

Manche Menschen verbringen so einen Tag wie diesen zwischen Menschen, die sie besonders gerne haben. Und dann gibts noch die Menschen, die solch einen Tag mit sich verbringen. Alleine.
Ich gehöre von der zweiten Sorte. Ich bin heute morgen zur Arbeit gegangen, habe zwischendurch meine Fahrprüfung bestanden (nach zwei Jahren!!!) :) und dann ging es schon wieder nach Hause. Nach schlafen und einkaufen sitze ich hier nun und denke daran, dass ich meinen Vater liebend gerne bei mir hätte. Wenigstens für heute. 

In diesem Sinne,
happy birthday to me.

22. Februar 2015

510. Wie manche Menschen einen verändern können.


Mir gehts seit gestern relativ gut, nur habe ich eine heiden Angst vor morgen. Denn Morgen arbeite ich das erste Mal richtig in dem neuen Heim. 

19. Februar 2015

509. Die Gefühle werden nicht schwächer, nur weil ich sie verdrängt habe.

Es läuft einfach nichts mehr. Egal was ich mache, alles ist falsch. Ich lache und Augenblicke später könnte ich ausrasten. Es prallen immer mehr Fragen auf mich ein. ''Warum bist du im Moment so?'' ''Was ist passiert?'' ''Hast du wieder Depressionen?'' Inzwischen antworte ich gar nicht mehr auf solche Fragen. Das einzige was aus meinem Mund kommt ist, dass ich keine Ahnung habe. 

Ich habe versucht mit meiner Ansprechpartnerin vom Psychiatrischen Dienst zu reden. Habe versucht ihr zu erklären, dass ich einfach nicht mehr kann und überfordert bin. Ich sollte aufzählen, was diese Stimmung auslöst. Nachdem ich ihr all die Punkte genannt habe, kam von ihr einfach nur, dass ich doch alles im Griff hätte und ich das schon schaffen würde...Ich schaffe es jedoch nicht. Warum sollte ich sonst immer wieder 'kleine' Überdosen nehmen, um all dem aus dem Weg zu gehen? Warum sollte ich mir sonst Medikamente erschleichen? Ich habe alles im Griff... merkt man doch, oder? 



10. Februar 2015

508. Zwischen den Extremen.

Ein Leben mit Borderline, bedeutet für mich ein Leben zwischen den Extremen.Zwischen zu viel oder zu wenig fühlen und einer inneren Leere,die nicht zu ertragen ist.Es ist schlimmer als Sterben,denn du stirbst nur einmal und dann hört der Schmerz auf.Für immer.So jedoch,stirbst du immer und immer wieder und es gibt Tage,an denen dir der Tod wie eine Erlösung erscheint.

Besonders heute fühle ich mich einfach nur wertlos. Den ganzen Tag über muss ich immer wieder weinen, obwohl ich Unterstützung von ganz lieben Menschen bekommen habe. Danke an C,M,A und M. 

25. Januar 2015

506.

Und so weiß ich gar nicht mehr wie ich mich richtig verhalten soll. Es passiert so viel, was ich verstehen, akzeptieren und manchmal widerspiegeln muss. Aber oft genug schaffe ich es gar nicht. Es sind so viele Menschen in meiner Umgebung, die sich auf mich verlassen. Und irgendwie muss ich diese Erwartungen erfüllen. Komme was wolle...

Hin und wieder frage ich mich aber auch, was ich noch alles ertragen muss.
So bin ich mit der Freundin meines Bruders und Mia auf der Arbeit gewesen, da ich meinen Stundenzettel und meine Benotung abholen sollte. Beinahe wäre ich bei dem Anblick meiner Benotung ausgerastet. Die Endnote ist zwar eine 2, aber die einzelnen Kategorien waren teilweise so schlecht benotet worden... Ich habe in den letzten 12 Monaten immer ALLEINE auf dem Wohnbereich gearbeitet und so konnte mich auch niemand benoten. Und auch der Satz, dass ich nicht kritikfähig wäre und meine Berechtigungen nicht einhalten würde, haben das Gefühl nicht besser gemacht. So langsam aber sicher entwickele ich einen riesen Hass auf dieses Heim.  

Morgen früh muss ich zum Probearbeiten ins neue Heim. Und mal wieder habe ich eine große Angst vor diesem Tag. Neue Menschen kennnenzulernen ist für mich nicht sehr leicht. Ich treffe auch ein Team, welches schon lange eine Einheit ist und dann treffe ich dazu. Aber ich weiß auch, dass ich diese sieben Stunden durchziehen muss. Irgendwie muss es gehen. 




23. Januar 2015

505. Ein Mensch der soviel verletzt wurde, wird dir nie deine Komplimente glauben.

Die letzten paar Wochen läuft kaum noch etwas. Ich merke wie ich selbst nicht mehr 'Ich' bin. Und die anderen Menschen in meiner Umgebung sehen es, sprechen mich sogar darauf an. Fragen mich was los sei und das einzige was ich darauf antworten kann ist: ''Alles ist gut und ja, wenn etwas ist melde ich mich bei dir.'' Ich  merke wie ich immer Gefallen daran finde, wie es ist wenn ich mich umbringen würde. Hege immer öfter die Gedanken daran und hoffe, irgendwie verstanden zu werden. Verständnis zu bekommen endet jedoch mit folgenden Sätzen: ''Denk doch einfach an deine Zukunft, wenn du dich immer wieder von deiner Vergangenheit einholen lässt, kann es dir auch nicht gut gehen.'' oder ''Muss ich mir Sorgen um Sie machen, obwohl ich eigentlich schon weiß, dass nichts passieren wird?'' Kein Verständnis zu bekommen macht mich traurig. Aber vielleicht schaffe ich es doch noch. Demnächst werde ich operiert, vielleicht vergesse ich einfach den Menschen zu sagen, dass ich noch andere Medikamente nehme. Und dann ist es vorbei.

13. Januar 2015

8. Januar 2015

503. Wir meinten immer nur einander, wenn wir Glück sagten.


Die momentane Situation setzt mir immer mehr zu. Wenn es still ist und ich alleine bin, merke ich erst welch eine Leere in mir herrscht. Immer wieder versuche ich daran zu denken, dass das Leben auch gute Seiten haben kann, bis die dunklen Wolken am Himmel überhand nehmen.
Mir ist im Moment nicht wohl dabei, dass ich mich jederzeit wieder soweit verändern kann, dass ich nur noch einen viertel Schritt machen muss, um im Abgrund zu landen.
Genau wie es am Dienstag fast geschah.
Die Quittung dafür bekam ich heute, als ich mich im Psychiatrischen Krisendienst wieder fand.
Sie versuchte mir zu erklären, dass sie telefoniert hätte und ich mich bitte bei einer ihrer Kolleginnen melden soll. Eine Kollegin, die für den Erwachsenenbereich zuständig ist und mir helfen soll eine Betreuung zu bekommen. Es ist also wieder soweit. Meine Gedanken spielen verrückt.
Und so ist es auch ein Wunder, dass ich die Schule im Moment schaffe. Es ist ein Wunder, dass ich die Klausuren mit einer 1 und einer 2 geschafft habe und auch ist es ein Wunder, dass ich mich dort Menschen gegenüber öffnen konnte. Ich saß mit zwei meiner Mitschülerinnen zusammen und versuchte all ihre Fragen, bezüglich meiner Krankheiten zu beantworten. Nach einer langen Zeit, habe ich mich in der Gesellschaft wieder wohler gefühlt als sonst. Dieses Gefühl jemanden zu haben, der sich wirklich mit einem beschäftigt, war einfach etwas unbekanntes. Und so fand ich es rührend, als sie mich fragten, ob ich mit ihnen zusammen etwas unternehmen möchte.
Sie erzählten mir, dass sie sich um einen Mitschüler von uns Sorgen machten und baten mich darum, ihn zu fragen was los sei. Im Unterricht und in unserer Whatsappgruppe verschloss er sich allen anderen gegenüber.. nur mir nicht. Er schrieb mir vorhin all das, was er niemanden sagen konnte...Und so versuchte ich, ihm all seine Sorgen abzunehmen...Obwohl er selbst schrieb, dass er doch eigentlich für mich dasein muss.

6. Januar 2015

502. Wir sind passiert, bevor wir wussten, was passiert.

Bereits seit Stunden stehe ich schon unter Druck. Möchte mich verletzen und range mit dem Wunsch eine Überdosis zu nehmen. Es ist einfach so viel ist in den letzten Tagen passiert, was sich einfach schwer in Worte fassen lässt. Obwohl wahrscheinlich drei Worte reichen:

Kündigung, Suizidgedanken, Selbsthass


Und so ist jeder Moment, den ich erlebe voller Angst und Verzweiflung. Jede Sekunde und jede Stunde habe ich Angst, dass ich mich entgültig für den Tod entscheiden werde. 


4. Januar 2015

501. Durcheinander.



Der Titel sagt es schon. Durcheinander. Es herrscht ein großes durcheinander in meinem Kopf und in meinem Leben. Ich bin nun schon die zweite Woche krankgeschrieben. Vor gut zwei Wochen habe ich eine Mittelohrentzündung und eine Mandelentzündung bekommen. Ich konnte auf einem Ohr gar nichts mehr hören und trotzdem bestand meine Chefin darauf, dass ich meine Dienste über Weihnachten mache. Aber es ging nicht, obwohl ich gerne gekommen wäre. Als ich mit ihr schrieb, kam dann nur ganz am Rande: dein Urlaub ist übrigens gestrichen worden. Das erste Mal staute sich die Wut auf. Durch die Krankschreibung verbrachte ich Weihnachten  bei meinem Bruder. Es ging eigentlich, aber dann hat die große Fresserei angefangen und ich wurde mit dem Selbsthass nur so überschüttet. Als ich dann am 1. Weihnachtsfeiertag auch noch Magenschmerzen bekam und ich mich übergeben musste, hat es mir auch gereicht. Ich rief meine Tante an, dass sie mich doch bitte abholen möchte. Sie war nicht begeistert, aber sie kam.
Am 26. fand in meiner Familie die Bescherung statt. Mein Opa kam mit seiner Freundin und wir aßen ekelhafte Fertigtorten. Der erste Teil der Bescherung fand statt, mein Opa fuhr wieder, das Abendessen kam und dann der letzte Teil der Bescherung. Mir ging es von Stunde zu Stunde schlechter. Jedoch hat es niemanden interessiert. Genauso am 30.12, als mein Opa Geburtstag hatte.
Und als das nicht genug wäre, muss ich am Montag zu meiner Chefin und mir ihr Geschrei anhören. Die Kollegin die mir VERSPROCHEN hatte, den Mund zu halten, hat es doch nicht getan. Ich möchte kündigen und sie versteht einfach nicht, warum ich nicht zu ihr gekommen bin...

Nun sitze ich hier, höre Prinz Pi und überlege, wie ich mich gerade am Besten schaden könnte.
Wenn das so weiter geht finde ich mich in der Klinik oder auf dem Friedhof wieder.





KEINE ANKÜNDIGUNG!

31. Dezember 2014

500. Silvester

Ich wollte mich nur kurz melden und euch einen guten Rutsch und in 1 1/2 Stunden dann auch ein frohes Neues Jahr wünschen. Mir gehts physisch, sowie psychisch momentan nicht sehr gut. Aber das wird schon irgendwie. Bis bald.

18. Dezember 2014

499. Versuch

Ich sitze im Unterricht und wir schauen alle zusammen 'Veronika beschließt zu sterben'. Es ist ein Versuch meinen Mitschülern klar zu machen, wie es ist sich umbringen zu wollen und dann in die Klinik zu müssen. Der Versuch ist gescheitert. Sie verstehen es nicht.

9. Dezember 2014

498.

Und so passiert es, dass ich am 22. Januar ein Termin im Jugendamt zur Wiederaufnahme in die Betreuung habe.. Wie konnte es nur soweit kommen?




Mein Lieblingsmensch: Mia! <3

7. Dezember 2014

497. Du fällst so schnell und du fällst immer schneller..

Es ist lange her, dass ich diese starken Suizidgedanken zum letzten Mal hatte. Umso mehr ich nachdenke, hört sich dieser Gedanke realistischer an. Vorhin kam kurz die Frage auf, wie lange ich es denn aushalten müsste, wenn ich es nicht selbst beende. Monate, Jahre, Jahrzente?
Es läuft irgendwie alles, aber dann auch wieder nicht richtig. Ich möchte das nicht mehr erleben müssen. Welchen Sinn hat meine Existenz?


5. Dezember 2014

496. Gefühle verschließen, Verstand einschalten.

Irgendwann verwandelt sich die Trauer und der Hass in Gleichgültigkeit. Ja, irgendwann baut man eine Mauer um sich herum, über die niemand klettern kann. Man blockt ab, gibt sich kalt.
Wir geben uns niemanden mehr hin, verschließen unser Herz aus Angst... Angst vor erneuten Enttäuschungen,  Angst vor Lügen und Intrigen. Kalt sein ist ein Zeichen von Stärke, denkst du?
Nein, es ist das schwächste überhaupt.Vor seinen Problemen wegzurennen, statt sich ihnen zu stellen. Den 'einfachen' Weg zu gehen:  Gefühle verschließen, Verstand einschalten.

Es ist komisch mit anzusehen, wie Menschen sich verletzen und ihre Wunden anpreisen. Zu sehen, wie die Wunde blutet und klafft... Es sind 132 Tage ohne Schneiden. Ich habe Druck, aber darf es aufgrund meiner Jobs und einfach wegen der langen Zeit, nicht machen. 







2. Dezember 2014

495. Dieses eine Gefühl.

Es ist schon toll, dass ich im Moment immer wieder mit der Angst leben muss, dass ich jeden Moment gekündigt werden kann. Nur weil ich einmal meinen Mund aufgemacht habe, stehe ich jetzt im Fokus der Pflegedienstleitung und des Heimleiters. Wie sie gestern sagte: ''Wenn du deine Fehlzeiten nicht in den Griff bekommst, dann muss ich mit Herrn J. sprechen. Wir müssen dann überlegen, ob das bei uns überhaupt noch einen Sinn macht.'' Das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Mit einer schlechten Laune bin ich auf den Wohnbereich gegangen und es dauerte nicht lange, als G. mir entgegen kam und fragte was los sei. Seit einem Jahr reiße ich mir den Arsch für dieses Heim auf, mache teilweise Doppelschichten und sonst noch was. Es macht mich fassungslos, aber ich überlege ja schon seit einigen Wochen, dort zu kündigen. Aber wie schwer es wirklich ist, mitten im Ausbildungsjahr einen neuen Praktikumsplatz zu bekommen, merke ich jetzt erst. 

Um irgendwie eine Entscheidung zu finden bzw. eine Maßnahme zu finden, treffe ich mich morgen in meiner Mittagspause mit Ulf. Ich habe ihn vor zwei Wochen geschrieben, ob er mir helfen könnte und er hat 'ja' gesagt. Mal schauen wie es wird..

16. November 2014

493. Denn wenn du gehst, nimmst du alle Farben mit.

In den letzten 2 1/2 Wochen sind Dinge passiert, die ich nur schwer in Sätze formulieren kann. Es ist immer sehr schwierig von Dingen zu berichten, die bereits einige Tage her sind. 
Meine Stimmung fährt im Moment Achterbahn. Es geht mir tagelang gut und dann wieder wochenweise schlecht. Es hat alles damit angefangen, dass ich bei facebook ein Profil einer ehemaligen Mitschülerin aus meiner Geburtsstadt gefunden habe. Ich las mir ihr Profil durch und sah, dass sie inzwischen ihr Abitur geschaffen hat und jetzt auf eine Uni geht. Nachdem ich das las, schaute ich mir ihre Freundesliste durch und sah weitere Mitschüler von damals. Jeder einzelne von ihnen hat es geschafft auf eine Uni zu gehen oder verbringt gerade ein Jahr im Ausland. Sie haben das geschafft, wovon ich seit Jahren träume. Alle samt haben mich schikaniert, ausgerenzt und psychisch so sehr unter Druck gesetzt, dass heute so kaputt bin. 
So blieb es natürlich nicht aus, dass ich Druck bekam und wütend wurde. Da ich mich jedoch seit Anfang August nicht mehr verletzt habe, blieb mir nur eine Möglichkeit: eine Überdosis. 
Da ich mich nur 'verletzen' wollte, blieb es bei einer kleinen Überdosis. Auf jeden fall reichte es für einen kompletten Sonntag mit starken Schmerzen im Bett. Ein Sonntag, wo ich eigentlich nur an meinen Vater denken wollte, denn immerhin war es doch sein Geburtstag. Ich wollte an ihn denken und nicht durch so eine Aktion diesen Tag komplett vergessen.
Psychisch am Boden wachte ich am Montagmorgen auf und versuchte die Hoffnung aufwecken zu lassen, dass ich den Tag ohne einen Zwischenfall packe. Aber der Jahrestag meines zweiten Suizidversuches war nervenaufreibend. Bis zum Mittag war alles ok, bis dann meine Chefin anrief und fragte, wo ich denn sei. Ich wusste nicht wirklich was sie meinte, denn eigentlich hatte ich doch frei. Aber ihrem Anschein nach, war dies nicht so. Sie hätte bereits vor zwei Wochen einen Dienst für diesen Tag einen Dienst eingetragen. So fest von dieser Aussage überzeugt, ließ sie mir keine Wahl und somit musste ich, mit Protest, zum Heim fahren. Ich diskutierte lange mit ihr, da ich am Abend meinen Nebenjob anfangen sollte. Nach zwei stressigen Stunden auf der Etage im Heim durfte ich gehen und fing meinen Nebenjob an. Dieser Nebenjob bereitet mir wirklich Freude. 
Am Mittwochabend ging es mir wieder schlechter, sodass ich Angst hatte, wieder eine Überdosis zu nehmen oder gar meine drei Monate ohne das Schneiden aufzugeben. Ich entschied mich zu eine eMail an den Psychiatrischen Dienst zu schreiben. Gegen ein Uhr nachts war ich fertig und hoffte, auf eine schnelle Antwort. 
Die bekam ich am Donnerstagmorgen, mitten in der Schulzeit. Nachdem ich meinem Lehrer kurz die Situation erklärt hatte, durfte ich ohne Wiederworte gehen. 
Die anderthalb Stunden bei Frau Z. halfen ein wenig, mehr nicht. Aber sie schrieb mich erst einmal krank, sodass ich nicht zur Arbeit ins Heim gehen musste. Als ich meiner Chefin das mitteilte, konnte ich merken, was sie am liebsten dazu gesagt hätte. Doch ihre Frage war nur, was los sei und ein anschließendes 'ok'. Am Abend traf ich mich noch mit G. und wir redeten lange über die Arbeit. Und so erzählte ich ihr auch, dass ich dabei bin mir eine andere Praktikumsstelle zu suchen. Oder würdet ihr euch immer wieder entschuldigen wollen, wenn ihr einfach krank seit und nicht kommen könnt? Nein? Ich auch nicht. 
Vor zwei Tagen hatte ich dann noch einen Termin bei meinem Psychiater. Nachdem ich den Termin davor einfach abgesagt hatte, ließ er diesesmal keine Wiederworte zu. So saß ich also in seinem Büo, erzählte, dass es mir nicht gut geht. Er ging nicht wirklich darauf ein, aber lobte mich dafür, dass ich mich solange nicht selbstverletzt habe. Aber zu der Bitte, etwas an der Medikamentation zu ändern, sagte er nur, dass er es so lieber belassen möchte. Es waren die gleichen Worte wie vor 5 Monaten. 
Wie kam ich nur auf die Idee, dass er sich jetzt dazu durchringen könnte?


14. November 2014

29. Oktober 2014

490. Lebenslange Haft im eigenen Körper.

Und so habe ich Dinge erfahren, die ich nicht wissen wollte. Sie sprachen die ganze Zeit von Dingen, die mich im gleichen Moment tief verletzt haben. Keiner der beiden wusste, was sie damit in mir auslösten. Aber ich sagte ihnen auch nicht, wie es in mir ausschaut.  
Ich habe immer gedacht, das es sich gut anfühlen würde. Das einzige was sich gut angefühlt hat, war die Umarmung. Mehr nicht. Das Abschiedstreffen mit H. und U. war wirklich nicht das, was ich mir erhofft habe. Sie unterhielten sich, während ich daneben saß und in Gedanken versunken war. Nach einiger Zeit hielt ich es nicht mehr aus. Ich ging sehr abrupt und hoffte für einen Augenblick, dass das Thema jetzt durch wäre. 
Aber es ist es nicht. Ich werde es wahrscheinlich nie abschließen können. 
Und so denke ich, an eine erneute Betreuung durch das Jugendamt nach. Jedoch kommt nach dem Gedanken schon wieder die Erkenntnis, dass ich Ziele dafür haben muss.. und ich weiß nicht, welche Ziele ich überhaupt in meinem Leben habe, die durch eine Betreuung erreicht werden könnte. 
Sie könnten noch nicht einmal daür sorgen, dass ich nicht mehr diesen Selbsthass und Ekel verspüre.
Mir gehts im Moment wirklich nicht gut, aber Hoffnung habe ich auch nicht mehr. Ich denke an I. und wie sie es geschafft hat von dieser verfluchten Welt zu kommen. Neid. 


26. Oktober 2014

489. 92 Tage ohne eine neue Wunde.

Es ist nicht lange her, dass ich dachte, dass es mir seit einigen Tagen mal wieder richtig gut geht. Ich habe wirklich fest daran geglaubt, sogar mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Aber jetzt schaut es wieder anders aus. Ich bin wieder gefangen. Gefangen in meinem Körper, gefangen von meinen eigenen Gedanken und Gefühle. Ein sehr bescheidenes Gefühl. 
Ich versuche mit Tonnen von Make-up irgendwie eine Maske mir zurecht zu schminken, aber.. es klappt einfach nicht. Statt mich ansatzweise zu freuen,wird der Ekel nur noch größer. 
Ich könnte einfach nur noch weinen. Weinen vor Verzweiflung und Wut. Und Schneiden, aber auf der anderen Seite sind es inzwischen schon 92 Tage ohne eine neue Wunde. 

22. Oktober 2014

487. ''Die Menschen an die du abends vor dem Einschlafen denkst, sind die, welche dir wirklich wichtig sind.''

Inzwischen geht es mir etwas besser. Ich kämpfe zwar noch mit meinem Selbsthass, aber die 
schlimmen Suizidgedanken sind besser geworden. Und so habe ich an Menschen gedacht, die ich
in den letzten Jahren kennenlernen durfte. Menschen, wo ich früher gedacht habe, dass ich ohne 
sie nicht weiterleben kann. Und siehe da, sie sind weg und ich lebe...

Am Freitag ist der letzte Schultag vor den Herbstferien und ich kann es kaum abwarten. Besonders 
in den letzten Tage habe ich germerkt, dass ich keine Lust mehr auf den Unterricht habe und
sowieso keinen wirklichen Grund sehe solche Sachen zu wissen. 
Die Klausuren die wir in den letzten 5 Wochen geschrieben habe, habe ich alle gemeistert. Keine 
Note ist schlechter als eine 3. Und selbst die Klausur in ''Lernen, lernen'' habe ich nicht verhauen. 

Letzte Woche habe ich noch mit U. telefoniert. U, H. und ich treffen uns am Montag zu einem 
Abschiedstreffen. Es wird also ernst und ich weiß eigentlich nicht, wie ich mich verhalten soll. 
Wie schon öfters geschrieben, möchte ich mich einfach nicht für immer verabschieden. Zwar habe 
ich die Trennung jetzt nach 3 Monaten so gut es geht verarbeitet, aber keiner kann garantieren, 
wie es mir Montagabend gehen wird... Wünscht mir Glück!

Gestern hatte ich noch ein Vorstellungsgespräch für einen Nebenjob. Ich hatte bereits am Montag 
eine große Angst vor dem Gespräch, da ich mich in solchen Situationen wirklich sehr unwohl 
fühle. Dachte sogar daran, dass ich das Gespräch kurzfristig absage. 
Aber... ich habe das Gespräch durchgezogen und siehe da: ich hab den Job! Mein Vertrag beginnt am 10.11.2014 und geht erst einmal für 3 Monate. Danach wird geschaut, wie ich mich verhalten habe
und ob die zufrieden mit mir waren. Für mich bedeutet es einfach nur, dass es zwar sehr stressig wird, aber ich so die Mittel habe meine Rechnungen zu bezahlen. 


Zum Schluss möchte ich euch noch von meinem letzten Wochenende erzählen. 
Da mir am Wochenende grundsätzlich langweilig ist, dachte ich mir am Samstag, dass ich mich einfach bei meiner Tante in die Wohnung setze und dort das Wlan ausnutze. 
Sie fragte mich, ob ich mit nach Hildesheim zu meiner Großtante kommen will. Es war ein großer FEHLER!! Meine Großtante ist einfach nur egoistisch, möchte sich nichts sagen lassen und ist fest davon überzeugt, dass ihre Kinder und Enkel etwas ganz besonderes sind. Meine Tante ist darauf natürlich eingegangen und versicherte immer wieder, dass alle anderen aus der Familie schlecht sind und nur sie nicht. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie eine Heilige ist. Nicht... 
Und so ging das bis abends weiter. Ich war froh, dass ich dann irgendwann Zuhause war...
Ich bin in eine unmögliche Familie hineingeboren worden..  


20. Oktober 2014

486.

Es gibt nicht sonderlich viel zu sagen. Ich kämpfe mit großem Selbsthass, Suizidgedanken und allgemeiner Verzweiflung. Ich habe nicht mehr die Hoffnung, dass es jemals gut werden könnte. Möchte alleine sein und zu niemandem mehr Kontakt haben.

Wenn es mir nachher besser geht, melde ich mich noch einmal.

16. Oktober 2014

485. Ich will nicht wieder so sein wie damals.



Ich habe heute Morgen einen regelrechten Schock bekommen, als ich auf die Waage stieg. Schon wieder (!) zu genommen. Es macht einfach kein Spaß mehr. Egal was ich esse, ich nehme zu. Na ja. Außer ich esse nur Gemüse, Obst und Suppen. Dann natürlich nicht.
Ich frage mich, wie ich das vor 1 1/2 Jahren mit dem Essen geschafft habe. Ich hatte damals bis 15 Uhr nichts gegessen und erst als ich Zuhause war, aß ich etwas. Ich kam so auf höchstens 500 Kalorien am Tag. Und ich fühlte mich psychisch gut. Physisch war das natürlich nicht gerade angenehm. Aber so habe ich 21 Kilo abgenommen! Ich möchte den Ergeiz von damals wieder haben!

Was mir den Vormittag geholfen hat zu überstehen, war das zufällige Treffen mit U. Als ich an der Ampel stand, stand er neben mir. Ich habe ihn sofort umarmt und gefragt, wie es ihm geht. Wir haben uns noch nicht einmal 5 Minuten unterhalten, aber es tat gut.
Er hat mich übrigens  (genau wie H.) gefragt, was denn nun mit einem Abschiedstreffen ist.
Eine genaue Antwort bekam er nicht von mir, ich bin ihm eher ausgewichen.

Gestern war ich nach langem mal wieder auf dem Spielplatz, wo ich 2009 meinen Suizidversuch unternahm. Ich hatte schon die ganzen letzten Tage das Gefühl, dass ich unbedingt dahin gehen muss. Ich habe lange überlegt wie es eigentlich weitergehen soll. Ich meine, wie ich das überhaupt schaffen soll und was passiert, wenn ich es doch nicht schaffe. Es wäre toll, wenn jemand neben mir stehen würde, der den Weg für mich aussucht...


KEINE ANKÜNDIGUNG!!!


15. Oktober 2014

484. Applaus, Applaus.

"Mit dem Tod deines Vaters ist ein Teil von dir gestorben." - Fr. S

Wie wahr doch diese Aussage ist. Ich hab gestern auf der Suche nach etwas anderem mein Tagebuch von 2010 gefunden und den Satz gelesen. Im nächsten Monat wäre er 61 jahre alt geworden. Geworden...
Immer wenn ich Frauen mit ihren Vätern sehe, werde ich traurig. Wie gern würde ich jetzt meinen Vater in die Arme schließen...

Meine Familie macht sich Sorgen um mich, ja selbst die Tante, die ich höchstens zwei Mal im Jahr sehe.
Sie alle glauben, dass ich bald zusammenbrechen werde. Physisch und Psychisch. Ich hab die meisten Tage in der Woche um 15 Uhr Schulschluss. Danach habe ich meine Termine oder helfe im Heim aus. Genauso wie an den Wochenenden.. Was meine Familie noch nicht weiß: ich bin gerade dabei mir einen Nebenjob zu suchen! Durch die ganzen Rechnungen habe ich schlimme finanzielle Probleme bekommen. Und wenn ich nicht noch einen Job annehme, bekomme ich das gar nicht mehr auf die Reihe.

Die Klausur in "Lernen, lernen" habe ich übrigens verhauen. War ja eigentlich schon vorhersehbar.

7. Oktober 2014

483. Ausbildung, Gespräch und SvV.

Um es auf den Punkt zu bringen: diese Ausbildung war wahrscheinlich einfach ein Fehler! Da ich ja bereits in der ersten Woche gedacht habe, dass ich das nicht packe,  na ja... da merke ich jetzt eigentlich erst, dass ich es wirklich nicht packe. Es gibt Lernfelder in denen ich gut klar komme. Aber dann gibt es noch Fächer wie 'Lernen lernen' wo ich ich überhaupt nicht klarkomme. Bisher hatten wir 6 Stunden bei ihr und ich habe bis jetzt nicht verstanden was diese Frau eigentlich von mir möchte. Und nächste Woche schreiben wir auch noch eine Klausur in dem Fach. 

Meine schlechte Stimmung wirkt sich auch enorm auf meine schulische Leistung aus. Ich bin unkonzentriert und halte (an besonders schlechten Tagen) noch nicht einmal zwei Stunden aus. Genau wie heute. Um im Vorfeld einiges klar zu stellen, habe ichn mir in der letzten Woche meinen Klassenlehrer geschnappt und ihm all die Psychoscheiße erzählt. Seine Reaktion: ''Sabine, ich finde es sehr gut, dass du mir dieses große Vertrauen schenkst. Herr F. und ich werden schauen wie wir dich in den nächsten drei Jahren unterstützen können.'' Diese Reaktion habe ich mir erhofft, aber das ich sie wirklich bekommen habe, rührt mich sehr. 

Um noch auf das selbstverletzende Verhalten zu kommen: Im Grunde gehe ich wirklich offen mit meinen Narben und vorallem mit meiner Tätowierung um. Aber innerhalb von zwei Stunden zwei Mal auf alles angesprochen zu werden und komisch beäugt zu werden... NERVT! Ich antworte immer freundlich und bestätige auch ihre Vermutung,aber ich glaube, wenn sie wirklich alles hören würden, würden sie mich gleich in die Psychiatrie stecken. 

Achja.. Ich habe in der letzten Woche noch ein langes Telefonat mit Holger gehabt. Da er Geburtstag hatte, habe ich mich einfach mal bei ihm gemeldet. Wir haben lange über seinen Sohn gesprochen (der zwei Tage nach der Beendigung der Betreuung kam) und wie es mir geht. Er fragte mich auch, ob ich mich im Moment auf ein abschließendes Treffen einlassen kann.. Ich habe ihm zugesagt. Ich Moment erscheint mir das aber auch wieder ein Fehler zu sein. Ich möchte Beiden bei einem Wiedersehen zeigen, dass ich es geschafft habe, aber so wie es jetzt läuft... bin ich weit davon entfehrnt... 


5. Oktober 2014

482. Ausweg?


Ich bin überfordert mit mir und meiner Situation. Ich finde einfach keinen Ausweg mehr. Eigentlich wollte ich bereits vor zwei Tagen aufgeben. Aber ich finde selbst dazu keine Kraft mehr.

4. Oktober 2014

481.


Seit knapp zwei Monaten nicht mehr selbstverletzt. Mir gehts nicht gut, 
aber ich darf es nicht.

29. September 2014

480. Alltägliches.

Es ist einige Tage her, dass ich mich zum letzten Mal hier geäußert habe. Es ist einiges vorgefallen, was ich einerseits lieber verschweigen möchte, aber andererseits doch aussprechen möchte.
Beim letzten Mal dachte ich schon, dass die Erschöpfung nicht noch schlimmer werden könnte. Aber da habe ich mich auch geirrt. Egal was ich gemacht habe, ich bin erschöpft. Die Schule, die Arbeit und die ganzen Termine haben mir zugesetzt. Natürlich kann es auch sein, dass ich allgemein vom Leben erschöpft bin.
Den Jahrestag meines Suizidversuches habe ich eher schlecht als recht überstanden. Ich habe mich in keiner Weise verletzt oder so. Ich musste nur mit heftigen Stimmungsschwankungen leben. Ein Tag später wurde ich dann zum ersten Mal Tante. Am 19.09 kam meine Nichte Mia Sophie auf die Welt. Mein Bruder war bei der Geburt seiner Tochter nicht anwesend, ich schon. Es war ein komisches Gefühl.
In der letzten Woche habe ich sehr häufig gemerkt, dass ich diese ganze Ausbildung nicht schaffen werde. Alles was die Lehrer oder Mitschüler gesagt haben, hat sich für mich nicht verständlich angehört. Wie eine andere Sprache. Und auch die Äußerung von meinem Lehrer, dass Borderline die größte Deformation der Seele ist und das die Menschen die diese Krankheit haben kaum lebensfähig sind, hat mich sehr verletzt. Aber vielleicht hat er auch recht. Ich bin lebensunfähigkeit und viele Menschen da draußen auch.
Am Samstag ist mein großer Bruder nach knapp 3 Monaten bei mir ausgezogen. Drei Monate war ich die größte Zeit nicht alleine und kaum ist er weg, habe ich die Nacht darauf sehr schlimme Alpträume.

Es ist alles komisch zur Zeit.
Bis bald,
Sabine.

15. September 2014

479. Irgendwo zwischen Suizidgedanken und das Gefühl jemanden zu vermissen...

Wie es mir geht? Ich habe um ehrlich zu sein überhaupt keine Ahnung. Seit Tagen denke ich wieder viel nach, wahrscheinlich zu viel. Und so merke ich, wie erschöpft ich eigentlich bin. Die Gedanken und der Druck sind in den letzten Tagen wieder präsenter gewesen. Auch heute wieder. Da sich am Donnerstag mein Suizidversuch jährt, sind die Gedanken an die Zeit von vor fünf Jahren wieder in meinem Kopf. So bleibt es auch nicht aus,
dass ich an meinen ersten und dritten Aufenthalt in der Psychiatrie denken muss. Am liebsten möchte ich wieder in die Klinik. Aber nicht, weil ich es (aus meiner Sicht) benötige. Ich vermisse es an einem Ort zu sein, wo ich mich so verhalten kann wie ich wirklich bin. Und auch vermisse ich es mit einem Betreuer oder einem Therapeuten zu reden. Natürlich werdet ihr euch jetzt denken, wenn sie sich nach so etwas sehnt, warum sucht sie sich nicht einen Therapeuten? Die Antwort: ich möchte nur mit den Therapeuten reden, die ich zu der Zeit hatte. Komisch, ich weiß.


Mit dem Schulstart letzte Woche hier in Niedersachsen, bin ich nun auch wieder Schülerin. Es ist komisch wieder in einem Klassenraum zu sitzen und vorallem wieder zu lernen. Den richtigen Umgang und das Fachwissen sich anzueignen, welches ich für den Beruf der Altenpflegerin brauche ist schwieriger als ich gedacht habe. Und auch mein Stundenplan lässt nicht viel Luft zum atmen übrig. Als ich heute nach der Schule zum Heim gegangen bin, hatte ich das Gefühl das ich Ulf im Spiegel gesehen habe. Aber ob dies der Realität entspricht ist auch wieder fraglich.

Den Kontakt zu Ulf und Holger würde ich liebend gerne wieder aufnehmen. Der einzige Grund warum ich den Beiden nicht schreibe, dass ich sie sehen möchte ist, dass es dann endgültig wäre. Sobald ich sie gesehen habe, war es das. Die Trennung würde endgültig werden. Das packe ich einfach nicht.  

5. September 2014

477. Einsamer als je zuvor.

Man sagt ja immer, dass die Zeit alle Wunden heilen wird. Aber so ist es nicht. Nach knapp 5 Wochen habe ich heute U. zufällig getroffen, als ich mit einer Bewohnerin unterwegs war. Um ehrlich zu sein, bin ich extra diese Route mit ihr gegangen. Ich wollte wahrscheinlich irgendwie en Treffen erzwingen. Die ganze Zeit dachte ich, dass ich über ihn und H. hinweg bin... Aber seit unserem Wiedersehen spuckt er mir wieder im Kopf herum. Seit die Beiden weg sind, bin ich noch einsamer als zuvor.

1. September 2014

476. Druck.

Wie es ist mit starken Suizidgedanken und Druck, die Fröhliche bei anderen zu spielen, merke ich im Moment.
Ich fühle mich mies und eklig, trotz der unzähligen Tabletten die ich am Tag nehme. Ich möchte einfach nur meine Ruhe haben.

18. August 2014

474. Sind Träume Worte, die der Mund nie zu denken wagt.

Es ist komisch zu wissen, dass es einem im Grunde eigentlich gut geht und trotzdem noch den leichten Drang hat sich zu verletzen. Mir ging es nie um den Schmerz. Mir geht es einfach nur um das Blut und die (hoffentlich) klaffenden Wunden. Ist schon krank was ich hier schreibe. Denkt euch einfach nichts bei.

16. August 2014

473. Quasi nebenan.

Ich habe zwar geschrieben, dass ich euch erst einmal nicht mehr wiedersehen möchte, aber insgeheim hoffe ich, dass ich euch einfach mal zufällig treffe. Immerhin fahre ich mit der Bahn, die H. nehmen muss, wenn er zur Arbeit fährt. Und immerhin arbeite ich quasi bei U. Büro nebenan. Ich vermisse sie sehr, aber ich merke, dass es mir im allgemeinen deutlich besser geht. Grund dafür ist einfach nur, dass ich mehr von meinem Anti-Depressiva nehme als erlaubt. Aber solange ich keine Nebenwirkungen an mir merke ist doch alles gut, nicht wahr?

12. August 2014

472. Menschen zu vermissen ist eines der schlimmsten Gefühle der Welt.

Die Tage wo ich morgens aufgewacht bin und mich auf den Tag gefreut habe, sind in der letzten Zeit weniger geworden. Es ist schon lange kein richtiges Leben mehr was ich führe. Man kann es nur funktionieren nennen. Wie eine Maschine. Die letzten 2 Wochen waren kaum audzuhalten. Ich brach in der Öffentlichkeit zusammen. Mehrmals. Und meistens in den unpassensten Momenten überhaupt. Selbst die Abende waren unangenehm. Es folgte am Anfang ein Weinkrampf nach dem anderen. Und auch folgte ein Rückfalls nach dem anderen. Ich merke selbst wie labil ich eigentlich in Wirklichkeit bin. Innerlich bin ich tot. Meine Entscheidung ohne H. und U. zu leben ist schwieriger als gedacht. Jeden Tag aufs Neue kommen neue Probleme ans Tageslicht. An den Meisten zerbreche ich. Die Sache mit H. und U. ist besonders schwierig auszuhalten, wenn ich auch jetzt noch Nachrichten von ihnen bekomme. Beide haben mich nach einem Treffen gefragt, da die Beendigung sehr radikal kam. Vorerst sehe ich jedoch kein Treffen in naher Zukunft.

Eines habe ich in den letzten zwei Wochen jedoch gemerkt: egal was war, ich kann mich immer auf einige meiner Kollegen verlassen. Sie sind so herzlich zu mir und ich weiß bloß nicht wie ich damit umgehen soll. In all den Jahren sind Momente, wo sich jemand so um mich gekümmert hat, eher selten gewesen. Aber sie haben es geschafft mir ,in dieser schwierigen Zeit, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und mir für einen Moment Sorgen abzunehmen.
Umso schwieriger ist es, weiter die Person zu sein, die sie angenommen haben. Es ist daher schwierig, da ich im Kopf nur noch Bilder von aufgeschlitzten Armen sehe... es ist alles schwieriger geworden. Ich fühle mich dem nicht mehr gewachsen..

Gestern ist ein wundervoller Schauspieler freiwillig aus dem Leben geschieden.

                       Rest in peace
          Robin Williams * 1951 - 2014

31. Juli 2014

471. War schon ganz nett mit euch.

Wie es mir geht? Na schauen wir mal..Nachdem ich mich gestern von der Betreuung durch das Jugendamt und somit von H. und U. getrennt habe, leide ich seit jeder Minute unter der Trennung. Ich wusste, dass eine Beendigung sich negativ auf meine Stimmung auswirken würde, aber ich dachte nicht, dass ich somit fast ununterbrochen weinen würde.. Der Cut musste kommen, das war klar, da eine weitere Betreuung nicht mehr sinnvoll gewesen wäre.. Danke für alles Holger und Ulf.

21. Juli 2014

470. 'Maybe life isn't for everyone'

Es ist zwar erst Juli, aber ich merke schon wie es langsam Herbst wird. Ja, es ist komisch, dass bereits im Juli die Blätter von den Bäumen fallen.. Aber ich liebe es. Es erinnert mich immer an die besten Zeiten der letzten Jahre. Es erinnert mich an meine Klinikzeiten, die komischerweise immer im Herbst stattfanden und es erinnert mich daran, dass es die einzige Zeit war, wo ich mich in der Wohngruppe wie Zuhause gefühlt habe.
Und jetzt, ein, zwei, drei, vier und fünf Jahre später geht alles zu Ende. Seit fünf Jahren lebe ich nicht mehr bei meiner Mutter. Seit fünf Jahren bin ich nie wieder den Schritt gegangen um von dieser Welr zu gehen und seit fünf Jahren lebe ich nun schon mit meinem treuen Begleiter, der Depression. Seit vier Jahren kenne ich den ein oder anderen Mensch, der mir heute als sehr wichtig erscheint. Seit vier Jahren habe ich mehr oder weniger gelernt auf eigenen Beinen zu stehen und seit vier Jahren habe ich das Gefühl, dass ich hin und wieder einem Menschen wichtig war. Seit drei Jahren habe ich einen Hauptschulabschluss. Seit drei Jahren kenne ich nun schon meine ehemalige Betreuerin D. und seit drei Jahren habe ich diese gravierenden Probleme mit mir. Seit zwei Jahren habe ich einen Realschulabschluss. Seit zwei Jahren kenne ich nun schon H. und seit zwei Jahren komme ich nun schon ohne euch aus. Seit einem Jahr kenne ich nun schon meine wundervolle Anleiterin G. Seit einem Jahr nehme ich bereits mit meine kleinen Wunderpillen, die mir eigentlich das Leben erleichtern sollen. Aber Pustekuchen. Und seit einem Jahr gehe ich nicht mehr zum Seelenklempner um meinen neuen besten Freund, Borderline, zu verscheuchen. Und vorallem, zum Schluss dieser Aufzählung:
In all' den Jahren war ich nicht mehr ich selbst.

Ich habe das Gefühl, dass es kein Zurück mehr gibt. In den letzten Tagen war ich mir noch nie so sicher, dass dieses mein letztes Jahr ist. Wann ist all' das endlich zu Ende? Ich kann nicht mehr.

12. Juli 2014

469.

Ich war auf einem guten Weg. Ehrlich. Aber dann kam wieder die Leere und die damit verbundenen Gedanken. Und somit wurde ich wieder die, die ich teilweise so massiv hasse. Der Tag begann nicht so gut, aber dennoch mit einem Lichtblick. Nach 1 1/2 Wochen habe ich mich mit H. getroffen. Zusammen waren wir in der Stadt und weil es am Kröpke eine Aktion von der Feuerwehr gab, habe ich ihn solange angebettelt, bis er 'ja' gesagt hat.  Und somit sind wir mit einer Feuerwehrleiter bis auf 29 Meter in die Luft gefahren. Herrlich!
Aber das war auch die einzige gute Sache an diesem Tag. Da mir die Situation mit meinem Bruder so sehr zusetzt und ich außerdem kein Tavor mehr habe, gehts mir... sagen wir mal nicht so prickelnd. Warum sollte es auch anders sein?

11. Juli 2014

468. Der Mensch, der ich heute bin.

Ich bin traurig darüber, dass ihr Beiden gehen werdet. Ich bin traurig darüber, dass du nicht mehr hier bist. Ich bin traurig darüber, dass ich euch wahrscheinlich nicht mehr sehen werde. Ich bin traurig darüber, dass ich nicht die Familie habe, die für normal gehalten wird. Ich bin traurig darüber, dass ich soviele schwerwiegende Fehler gemacht habe. Ich bin traurig darüber, dass ich es nicht schaffe meinen Führerschein zu machen. Ich bin traurig darüber, dass nicht schaffe jemanden an mich heran zu lassen. Ich bin traurig darüber, dass ich nicht zu denen gehört habe, die ihr Zeugnis über den Erwerb des Fachabis bekommen haben. Ich bin traurig darüber, dass ich meine einst wahren Träume nicht mehr verfolgt habe. Ich bin traurig darüber, dass ich der Mensch geworden bin, der ich heute bin.

9. Juli 2014

467. Wie alles schief läuft.

Nachdem ich letzte Woche beim SPD zu einem Krisentermin war, habe ich heute eine eMail von ihr bekommen. Sie fragt, wie es mir geht und schreibt gleichzeitig, dass sie inzwischen zwei mögliche Termine mit dem KSD für ein HPG gefunden hat. In den letzten paar Stunden habe ich immer wieder angefangen eine Antwort zu schreiben. Bis jetzt ist nichts dabei herausgekommen. Am liebsten würde ich ihr alles schreiben. Wie beschissen es mir eigentlich geht und wie ich unter dem Zusammenleben mit meinem Bruder leide. Aber... nein, lieber nicht. Sie hat in der letzten Woche schon das Thema Klinik angeschnitten.

Mit H. und U. läuft es auch nicht so besonders. In der letzten Woche habe ich U. nicht gesehen. Am Montag schrieb er mir eine Nachricht, ob wir uns in dieser Woche nicht treffen möchten. Auch hier habe ich lange gezögert, bis ich in die Gruppe (in der auch H. dazugehört) geschrieben habe, dass ich in dieser Woche keinen Termin benötige. U. schrieb, dass es schade ist. H. schrieb Abends dann auch, dass es schade sei, wenn wir uns nicht sehen. Ich bin gefühlsmässig so fest an die Beiden gebunden, dass ich eine Trennung wahrscheinlich niemals verkraften werde...

Und auch auf der Arbeit läuft es nicht gut. Zwar habe ich seit Monatg Urlaub, aber die letzten Tage waren nicht besonders angenehm. Nachdem meine Anleiterin meiner alten Anleiterin vorgeworfen hat, sie würde mich 'mobben', ist nun jeder Dienst mit ihr ein Horror. Ich merke in jeder Pause, wie sie Andere gegen mich aufhetzt. Und so bekomme ich auch von den anderen Kollegen zu hören, dass sie eigentlich dachten, dass wir zusammen arbeiten und nicht gegeneinander. Bin somit bei fast jedem unten durch. Super gemacht, nicht! Hat jemand etwas dagegen, wenn ich mich endlich umbringe?

6. Juli 2014

466. So perfekt unperfekt.

Ich sitze da, höre mir all das an, was die Anderen an mir auszusetzen haben und warte. Warte darauf, dass sie endlich verschwinden und mich in Ruhe lassen. Die Einzige, die nichts an mir auszusetzen hat, kommt von hinten an mich heran und umarmt mich. Es war zu viel für mich. Ich fing an zu weinen und bevor, ich völlig die Fassung verlor, stand ich auf und ging. Inzwischen bin ich Zuhause und weiß nicht wohin mit mir. Ich habe großen Druck, aber beim letzten Mal wurde es schon zu tief...