15. September 2014

479. Irgendwo zwischen Suizidgedanken und das Gefühl jemanden zu vermissen...

Wie es mir geht? Ich habe um ehrlich zu sein überhaupt keine Ahnung. Seit Tagen denke ich wieder viel nach, wahrscheinlich zu viel. Und so merke ich, wie erschöpft ich eigentlich bin. Die Gedanken und der Druck sind in den letzten Tagen wieder präsenter gewesen. Auch heute wieder. Da sich am Donnerstag mein Suizidversuch jährt, sind die Gedanken an die Zeit von vor fünf Jahren wieder in meinem Kopf. So bleibt es auch nicht aus,
dass ich an meinen ersten und dritten Aufenthalt in der Psychiatrie denken muss. Am liebsten möchte ich wieder in die Klinik. Aber nicht, weil ich es (aus meiner Sicht) benötige. Ich vermisse es an einem Ort zu sein, wo ich mich so verhalten kann wie ich wirklich bin. Und auch vermisse ich es mit einem Betreuer oder einem Therapeuten zu reden. Natürlich werdet ihr euch jetzt denken, wenn sie sich nach so etwas sehnt, warum sucht sie sich nicht einen Therapeuten? Die Antwort: ich möchte nur mit den Therapeuten reden, die ich zu der Zeit hatte. Komisch, ich weiß.


Mit dem Schulstart letzte Woche hier in Niedersachsen, bin ich nun auch wieder Schülerin. Es ist komisch wieder in einem Klassenraum zu sitzen und vorallem wieder zu lernen. Den richtigen Umgang und das Fachwissen sich anzueignen, welches ich für den Beruf der Altenpflegerin brauche ist schwieriger als ich gedacht habe. Und auch mein Stundenplan lässt nicht viel Luft zum atmen übrig. Als ich heute nach der Schule zum Heim gegangen bin, hatte ich das Gefühl das ich Ulf im Spiegel gesehen habe. Aber ob dies der Realität entspricht ist auch wieder fraglich.

Den Kontakt zu Ulf und Holger würde ich liebend gerne wieder aufnehmen. Der einzige Grund warum ich den Beiden nicht schreibe, dass ich sie sehen möchte ist, dass es dann endgültig wäre. Sobald ich sie gesehen habe, war es das. Die Trennung würde endgültig werden. Das packe ich einfach nicht.  

1 Kommentar:

  1. Vertrauen gegenüber einen Therapeuten neu auf zu bauen, ist so eine harte Arbeit, dass es unmöglich erscheint. Ich für meinen Teil kann sehr gut verstehen, warum du "die von damals" bevorzugst, vor Allem wenn diese deine Geschichte schon kannten und sich in die hinein versetzen konnten. Sich neu auf jemanden ein zu stellen und die ganze Vergangenheit erneut hervor zu kramen, kann sehr abschreckend wirken.

    Für deine Schule bzw. deine Ausbildung wünsche ich dir viel, viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Emaschi

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