12. Dezember 2018

566. Ich möchte nur einbisschen sterben.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wie ich diese Sätze zu schreiben soll, dass das alles auch noch einigermaßen Sinn macht. Das es mir seit Monaten schlecht geht, ist inzwischen so normal geworden, wie das atmen. Ich befinde mich fast wöchentlich bei einem Krisengespräch und immer wieder kommt die gleiche Frage auf, wie wir die nächste Zeit meistern wollen. 
Und immer wieder ist die gleiche Antwort: durchhalten.
Inzwischen ist Frau Z. auch an den Punkt angekommen, dass sie nicht mehr weiter weiß. Falls die Depressionen und die Suizidalität noch schlimmer werden, schreckt sie auch nicht mehr davon zurück mich höchstpersönlich in die Klinik einzuweisen. 
Das ist der Punkt, an den sie bisher in den fünf Jahren nie gekommen ist. Bisher konnte sie sich allerdings auch immer auf meine Absprachen verlassen. 
Was aber auch ein wesentlicher Punkt ist dieses Mal: es gibt drei Seiten. Ich kann mir nicht vorstellen, zu leben. Tot zu sein aber auch nicht. Und das was dazwischen ist, nennt man mein Leben.  

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