22. März 2014

417. Maybe life isn't for everyone. Maybe.

Zu viel Schmerz und vorallem zu viele Gedanken sind in meiner Seele und in meinem Kopf verborgen. Ich habe Angst all dem nicht mehr gewachsen zu sein. Nicht mehr den Absprung zu schaffen und zu sagen, was wirklich los ist. Ich fühle mich immer schlechter und möchte nicht mehr hier sein. Ich möchte mir alles kaputt schneiden, aber ich weiß gar nicht mehr, welche Stelle ich dafür nehmen kann. An den Unterarmen gehts nicht, da ich ein Oberteil auf der Arbeit tragen muss, dass kurze Ärmel hat. Die Oberarme sind inzwischen auch mit Narben verziert. Und bei den anderen Körperstellen, habe ich Angst, dass ich nicht einmal annähernd die gewünscht Tiefe erreichen werde. Und vorallem habe ich nur diese Blillig-Klingen von Rossmann - Isana Men. Ich hasse die, aber leider habe ich es an dem Abend nicht mehr geschafft zu DM zu fahren. Deswegen muss ich mich jetzt mit den begnügen. Damit das Ganze aber nicht ganz ausatet habe ich U. einen Lebensvertrag geschickt. Langsam macht er sich Sorgen. Es passiert immer häufiger, dass ich ihm einen Vertrag schicke.

Gestern Abend habe ich im Internet nach I. geschaut. Nach ihrem Selbstmord hat ihre Mama die Facebookseite gelöscht und sonst gibts nicht mehr viel von ihr, was man im Internet finden kann. Nur einpaar Bilder von ihren Wettkämpfen und den Nachruf habe ich gefunden. Mehr nicht. Ich muss in letzter Zeit häufig an sie denken. An sie als Person, an ihren Suizid, an die Zeit in der wir zusammen in Wunstorf waren und vorallem aber an ihre Beerdigung. Es hat sich alles in meinen Kopf gebrannt. Ich versteh nichts mehr. Das letzte was ich zu ihr gesagt habe war: ''Machs gut'' und dann habe ich sie zum Abschied umarmt. Das ist inzwischen fast 1 1/2 Jahre her. Es kommt mir so kurz vor. Aber in Wirklichkeit ist es eine Ewigkeit her.

Und dann ist da noch die Sache mit H. Als ich letzte Woche versucht habe ihn anzurufen musste ich es eine Ewigkeit versuchen. Erst auf seinem privaten Handy - nichts, es ist aus. Dann auf dem Anschluss von der WG - nichts. Dann hat es mir gereicht und ich habe ihm eine Nachricht auf Diensthandy geschickt. Ein Anruf kam zurück. Er ist sei seit Stunden im Krankenhaus. Krankenhaus und WG heißt eigentlich immer, dass sich jemand versucht hat umzubringen und das war dann auch so. Ich habe es zwar zufällig von U. erfahren, aber es hat dafür gesorgt, dass die Stimmung wieder bergab ging. Inzwischen denke ich immer wieder an die WG Zeit zurück. Die ganze Schmerz und die Unverständnis, die ich entgegen gebracht bekommen habe. Aber dennoch sage ich immer, dass ich seit dem Auszug nicht mehr ehrlich glücklich war. Komische Sache.
Um dann gleich bei der WG-Zeit zu bleiben:
gestern hat mich U. gefragt, ob ich nicht Lust habe mit Denny (kennt ihr bestimmt. Hat beim Supertalent mitgemacht) P. Geburtstag nachzufeiern. P. war mein 1. Bezugsbetreuer in der WG  und dann etwas später  auch der von Denny. Ich habe lange darüber nachgedacht was ich U. antworten soll. Einerseits würde ich ihn gerne wiedersehen, aber dann ist da noch die Sache mit dem Vertrauen. Bei alten Betreuern oder Ärzten habe ich immer das Gefühl, dass sie die ganze Zeit nie ehrlich zu mir waren. Und vorallem weiß ich nicht, was die Betreuer aus der WG ihm erzählt haben. Das letzte Mal habe ich ihn vor einem knappen Jahr gesehen und da wusste er bereits alles was in den letzten Monaten in der WG passiert ist. Was würdet ihr machen? Flashbacks und Enttäuschung oder vielleicht die Hoffnung erleben, dass das Treffen doch gut wird?


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