21. April 2013

272. Probleme fürs Leben zu groß, fürs Sterben zu klein.

Stimmung: schlecht.
Tagesziele: aufräumen, AG vorbereiten

Ich sitze da und alles kommt wieder einmal hoch. Ich merke wie die Schwelle immer niedriger wird und realisiere das der Zeitpunkt gekommen ist. Nehme die Sachen aus der Schublade und flüchte - muss einfach raus. Laufe zur Bahn und versuche ihn immer wieder anzurufen. Nichts - keiner nimmt ab. Schreibe ihm eine SMS auf sein privat Handy und endlich kommt eine Antwort. Ich darf zu ihm kommen.

Fahre hin und gebe ihm alles, womit ich es hätte versuchen können. Tabletten und Rasierklingen sind weg, die Gedanken blieben jedoch. Der Gedanke wieder in die Wohnung zu fahren, löste Panik in mir aus. Ich fing an zu weinen und wusste einfach nicht mehr weiter. Wohin mit mir ? Freunde hätten keine Zeit gehabt, also fuhr ich in den Wald und hoffte, dass es dort wieder gehen würde.

Und es klappte. Ich beruhigte mich.
Hätte Holger gestern kein Dienst gehabt, würde ich heute nicht mehr leben.


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