20. Juni 2015

524. Alleine.

Nie hatte ich den Mut um zu sagen, dass es mir schlecht geht und ich Hilfe benötige. Egal was war, ich habe alles in mich hinein gefressen. Sobald ein Wort meine Lippen verlassen hätte, wäre meine Mauer zum Einsturz gekommen. Und jetzt, wo es gar nicht mehr ging, wollte ich mein Schweigen brechen. Ich hatte auf einmal den Mut mir Hilfe zu suchen und rief deswegen bei meinem Psychiater und beim Psychiatrischen Dienst an. Keinen einzigen klaren Gedanken konnte ich fassen. Doch weder mein Psychiater und die vom SPD hatten einen Termin frei. Und so saß ich da. Schwer depressiv und vollkommen alleine auf dieser Welt.

18. Juni 2015

523.

In mitten von Menschen und doch so allein. Leere, Einsamkeit und der Wunsch zu sterben erfüllt mich 24 Stunden am Tag.

14. Juni 2015

522. Immer weiter ins Tief.

Mit jedem Tag und jeder Minute versinke ich mehr in meinem Tief. Statt zu lernen, liege ich bereits den ganzen Tag auf meinem Sofa und versuche mich, mittels Fressattacken, von meinen Suizidabsichten zu distanzieren. Das ich mich dadurch immer mehr in den Teufelskreis begeben habe, hab ich erst vorhin gemerkt. Ein Blick auf die Waage und die Gedanken wurden wieder schlimmer. Die Anzeige zeigte wieder so viel an, dass ich im Moment auf die Wirkung der Tabletten warte, damit ich all das Essen wieder auskotzen kann und mich somit besser fühlen kann. Jedenfalls einbisschen.

12. Juni 2015

521. Unfähig.

Seit Stunden liege ich regungslos in meinem Bett und versuche mich irgendwie zu beruhigen. Nachdem ich in den letzten Tagen wieder Hoffnung verspürte, frage ich mich jetzt, ob das Leben überhaupt noch lebenswert ist. Meine Gedanken kreisen nur noch darum, wie ich mir weh tun kann und gleichzeitig.  fühle ich mich einfach nur wertlos und ekelhaft in meinem Körper.  Ich habe sage und schreibe 10 Kilo in knapp 6 Wochen zugenommen... wie es soweit gekommen ist, habe ich wahrscheinlich einfach verdrängt.

8. Juni 2015

2. Juni 2015

519. Wenn nichts mehr geht.

Es ist schon bemerkenswert wie schlecht es einem nach Monaten wieder gehen kann. Monatelang bin ich irgendwie durchgekommen, aber jetzt schaffe ich noch nicht einmal einen Schultag hinter mich zu bringen. Schon vor der 1.Stunde sehe ich mich im Spiegel an und könnte sofort anfangen zu weinen. Statt Zuhause zu bleiben quäle ich mich in die Schule. Dort werde ich auch nur gefragt was los sei. Und immer wieder sage ich allen, dass alles gut sei. Im nächsten Moment fange ich an zu weinen und versuche mit meiner letzten Kraft dies zu unterdrücken. Ich schaffs nicht mehr...

19. Mai 2015

518. Und wenn es mein Schicksal ist?

Es scheint langsam egal zu sein was ich mache...Phasenweise gehts mir gut und dann ändert es sich schlagartig und ich habe den großen Drang mich zu verletzten und mich gar umzubringen.
Ich fühle nur noch eine große Leere in mir, die ich aus eigenen Stücken nicht mehr bewältigen kann. Zu allem Überfluss habe ich gestern noch einen Betreuer aus der Wohngruppe beim einkaufen getroffen. Er ist überrascht was aus mir geworden ist. Und vorallem kann er es nicht fassen, dass ich mich seit 9 Monaten nicht mehr verletzt habe. Wir haben uns kurz unterhalten und so erzählte er mir auch was aus der Wohngruppe und natürlich auch was aus Holger geworden ist..
Auch wenn ich interessiert dabei war, fühle ich mich einfach nicht mehr willkommen auf dieser Welt. Ich brauche einfach mal eine Auszeit von mir und meinem Leben.

13. Mai 2015

517. Jedes einzelne Wort

Mit jedem Wort das er zu mir sagt, verliebe ich mich immer mehr in diesen Menschen. Er nimmt mich so wie ich bin. Und das ist selten.

8. Mai 2015

516. Ausrasten.

Ich könnte gerade einfach nur ausrasten.. ich war gerade im Heim um mit dem Heimleiter über mein Problem mit den Diensten zu sprechen. Ende vom Lied ist, dass er hinter der PDL steht und ich somit arbeiten kommen muss. Es ist fast ein Jahr her, dass ich mich das letzte Mal verletzt habe, aber genau jetzt ist das Verlangen größer denn je. Warum soll ich eigentlich noch weiter machen? Hat eh alles kein Sinn.

5. Mai 2015

515. Ich bin zurück.

Es ist fast einen Monat her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. In den letzten Wochen habe ich jeden einzelnen Tag irgendwie überstanden. Denn der Nebenjob, die Arbeit im Heim und auch die Schule haben mich doch sehr auf Trab gehalten. Aber trotz allem habe ich besonders jetzt das Gefühl, dass ich gefühlsloser denn je bin.

So dachte ich beispielsweise, dass nach dem Wechsel des Heimes alles besser werden würde. Anfangs war auch alles top. Aber dann (vor ca 2 Wochen) wurde jeder Dienst zu einer Qual. Statt mit Freude dort hinzugehen, habe ich seitdem jeden Tag ein schlechtes Gefühl.
Und seit der Dienstplan für diesen Monat raus ist, habe ich noch mehr Ärger. Jetzt aber mit meinen Vorgesetzten... Ich stehe mit Diensten für Pfingsten im Plan, jedoch habe ich ab dem 18.5 Blockunterricht. Da in den vier Wochen keiner von uns zu seiner Arbeitsstelle darf, sind diese Dienste von der Schule aus auch verboten. Ich habe mehrere Gespräche dies bezüglich gehabt, mit der Erkenntnis, dass ich trotzdem arbeiten muss. Und genauso ist es auch am kommenden Freitag. Ich habe an diesem Tag frei und fest geplant, dass ich dann meine Hausarbeiten schreibe. Nun bekam ich gestern einen Anruf, dass ich doch bitte kommen soll. Als ich "nein" sagte und die Begründung mit den Hausarbeiten angab, wurde dies nicht akzeptiert. Solche Sachen muss ich in meiner Freizeit machen, das sei schließlich in jeder Ausbildung so. Doch wie soll ich das in der Freizeit machen, wenn diese mir gestrichen wird? Ich bin langsam echt ratlos und weiß auch nicht mehr wie ich mich verhalten soll...

Kann nicht einmal im Leben etwas gut laufen, oder geht es jetzt immer so weiter?

6. April 2015

514. Ich wünschte ich wäre jemand anderes.

Es ist lange her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Aber irgendwie geht im Moment nichts mehr. Ich hoffe euch geht es gut und bis bald! 

Mia wurde letzte Woche getauft !:) 

8. März 2015

513. Eens in je leven ...



In manchen Momenten geht es mir wunderbar und dann ist es im nächsten Moment wieder so schlimm, dass ich es nicht mehr aushalte. In den letzten Tage ging es mir häufig gut. Na ja... gut in Anführungszeichen. Am Mittwoch hatte ich eine kleine OP, sodass ich seitdem krankgeschrieben bin. Und genau das macht mir zu schaffen. Nichts zu machen und den ganzen Tag Zuhause zu sein, sorgt dafür das ich falle. Und das wirklich tief. Aber dann habe ich einen wirklich lieben Menschen kennengelernt. Wir schrieben uns, sobald wir aufstanden und auch wenn wir schlafen gingen.
Wir schrieben zwischen unseren Schichten und auch, wenn wir zwischen Terminen Zeit hatten.
Ich fing an mich immer mehr auf ihn einzulassen und ihm zu vertrauen. Und so schrieb ich ihm gestern, dass ich krank bin. Krank in dem Sinne, dass ich chronisch depressiv bin, Borderline habe und vieles mehr. Er hatte bereits diese Gedanken, da er auf einem Bild bei facebook ein Teil meiner Narben gesehen hatte. Die Nachricht fasste er wirklich gut auf, hinterfragte einige Dinge und möchte nun meine ganze Geschichten wissen. Wann es zu dieser 'Offenbarung' meinerseits kommt, ist ungewiss...


27. Februar 2015

512. Ich baue eine Mauer.

Und schon bin ich wieder im Loch gefangen und muss dazu auch noch schlimme Suizidgedanken aushalten.

Mir gehts einfach nicht mehr gut. Am Dienstag habe ich einen Termin im Psychiatrischen Dienst und ich weiß noch nicht einmal, ob ich ihn wahrnehmen soll.
Ich möchte mich einfach nur noch verkriechen und nur noch zu den nötigsten Dingen die Wohnung verlassen.

24. Februar 2015

511. Endlich.

Sobald eine Achterbahn hoch fährt ist alles gut. Man fühlt sich langsam aber sicher endlich besser. Und dann kommt der Fall nach unten. Noch befinde ich mich auf der Spitze, aber dennoch merke ich, dass es bald wieder hinab geht.

Manche Menschen verbringen so einen Tag wie diesen zwischen Menschen, die sie besonders gerne haben. Und dann gibts noch die Menschen, die solch einen Tag mit sich verbringen. Alleine.
Ich gehöre von der zweiten Sorte. Ich bin heute morgen zur Arbeit gegangen, habe zwischendurch meine Fahrprüfung bestanden (nach zwei Jahren!!!) :) und dann ging es schon wieder nach Hause. Nach schlafen und einkaufen sitze ich hier nun und denke daran, dass ich meinen Vater liebend gerne bei mir hätte. Wenigstens für heute. 

In diesem Sinne,
happy birthday to me.

22. Februar 2015

510. Wie manche Menschen einen verändern können.


Mir gehts seit gestern relativ gut, nur habe ich eine heiden Angst vor morgen. Denn Morgen arbeite ich das erste Mal richtig in dem neuen Heim. 

19. Februar 2015

509. Die Gefühle werden nicht schwächer, nur weil ich sie verdrängt habe.

Es läuft einfach nichts mehr. Egal was ich mache, alles ist falsch. Ich lache und Augenblicke später könnte ich ausrasten. Es prallen immer mehr Fragen auf mich ein. ''Warum bist du im Moment so?'' ''Was ist passiert?'' ''Hast du wieder Depressionen?'' Inzwischen antworte ich gar nicht mehr auf solche Fragen. Das einzige was aus meinem Mund kommt ist, dass ich keine Ahnung habe. 

Ich habe versucht mit meiner Ansprechpartnerin vom Psychiatrischen Dienst zu reden. Habe versucht ihr zu erklären, dass ich einfach nicht mehr kann und überfordert bin. Ich sollte aufzählen, was diese Stimmung auslöst. Nachdem ich ihr all die Punkte genannt habe, kam von ihr einfach nur, dass ich doch alles im Griff hätte und ich das schon schaffen würde...Ich schaffe es jedoch nicht. Warum sollte ich sonst immer wieder 'kleine' Überdosen nehmen, um all dem aus dem Weg zu gehen? Warum sollte ich mir sonst Medikamente erschleichen? Ich habe alles im Griff... merkt man doch, oder? 



10. Februar 2015

508. Zwischen den Extremen.

Ein Leben mit Borderline, bedeutet für mich ein Leben zwischen den Extremen.Zwischen zu viel oder zu wenig fühlen und einer inneren Leere,die nicht zu ertragen ist.Es ist schlimmer als Sterben,denn du stirbst nur einmal und dann hört der Schmerz auf.Für immer.So jedoch,stirbst du immer und immer wieder und es gibt Tage,an denen dir der Tod wie eine Erlösung erscheint.

Besonders heute fühle ich mich einfach nur wertlos. Den ganzen Tag über muss ich immer wieder weinen, obwohl ich Unterstützung von ganz lieben Menschen bekommen habe. Danke an C,M,A und M. 

25. Januar 2015

506.

Und so weiß ich gar nicht mehr wie ich mich richtig verhalten soll. Es passiert so viel, was ich verstehen, akzeptieren und manchmal widerspiegeln muss. Aber oft genug schaffe ich es gar nicht. Es sind so viele Menschen in meiner Umgebung, die sich auf mich verlassen. Und irgendwie muss ich diese Erwartungen erfüllen. Komme was wolle...

Hin und wieder frage ich mich aber auch, was ich noch alles ertragen muss.
So bin ich mit der Freundin meines Bruders und Mia auf der Arbeit gewesen, da ich meinen Stundenzettel und meine Benotung abholen sollte. Beinahe wäre ich bei dem Anblick meiner Benotung ausgerastet. Die Endnote ist zwar eine 2, aber die einzelnen Kategorien waren teilweise so schlecht benotet worden... Ich habe in den letzten 12 Monaten immer ALLEINE auf dem Wohnbereich gearbeitet und so konnte mich auch niemand benoten. Und auch der Satz, dass ich nicht kritikfähig wäre und meine Berechtigungen nicht einhalten würde, haben das Gefühl nicht besser gemacht. So langsam aber sicher entwickele ich einen riesen Hass auf dieses Heim.  

Morgen früh muss ich zum Probearbeiten ins neue Heim. Und mal wieder habe ich eine große Angst vor diesem Tag. Neue Menschen kennnenzulernen ist für mich nicht sehr leicht. Ich treffe auch ein Team, welches schon lange eine Einheit ist und dann treffe ich dazu. Aber ich weiß auch, dass ich diese sieben Stunden durchziehen muss. Irgendwie muss es gehen. 




23. Januar 2015

505. Ein Mensch der soviel verletzt wurde, wird dir nie deine Komplimente glauben.

Die letzten paar Wochen läuft kaum noch etwas. Ich merke wie ich selbst nicht mehr 'Ich' bin. Und die anderen Menschen in meiner Umgebung sehen es, sprechen mich sogar darauf an. Fragen mich was los sei und das einzige was ich darauf antworten kann ist: ''Alles ist gut und ja, wenn etwas ist melde ich mich bei dir.'' Ich  merke wie ich immer Gefallen daran finde, wie es ist wenn ich mich umbringen würde. Hege immer öfter die Gedanken daran und hoffe, irgendwie verstanden zu werden. Verständnis zu bekommen endet jedoch mit folgenden Sätzen: ''Denk doch einfach an deine Zukunft, wenn du dich immer wieder von deiner Vergangenheit einholen lässt, kann es dir auch nicht gut gehen.'' oder ''Muss ich mir Sorgen um Sie machen, obwohl ich eigentlich schon weiß, dass nichts passieren wird?'' Kein Verständnis zu bekommen macht mich traurig. Aber vielleicht schaffe ich es doch noch. Demnächst werde ich operiert, vielleicht vergesse ich einfach den Menschen zu sagen, dass ich noch andere Medikamente nehme. Und dann ist es vorbei.