8. März 2015

513. Eens in je leven ...



In manchen Momenten geht es mir wunderbar und dann ist es im nächsten Moment wieder so schlimm, dass ich es nicht mehr aushalte. In den letzten Tage ging es mir häufig gut. Na ja... gut in Anführungszeichen. Am Mittwoch hatte ich eine kleine OP, sodass ich seitdem krankgeschrieben bin. Und genau das macht mir zu schaffen. Nichts zu machen und den ganzen Tag Zuhause zu sein, sorgt dafür das ich falle. Und das wirklich tief. Aber dann habe ich einen wirklich lieben Menschen kennengelernt. Wir schrieben uns, sobald wir aufstanden und auch wenn wir schlafen gingen.
Wir schrieben zwischen unseren Schichten und auch, wenn wir zwischen Terminen Zeit hatten.
Ich fing an mich immer mehr auf ihn einzulassen und ihm zu vertrauen. Und so schrieb ich ihm gestern, dass ich krank bin. Krank in dem Sinne, dass ich chronisch depressiv bin, Borderline habe und vieles mehr. Er hatte bereits diese Gedanken, da er auf einem Bild bei facebook ein Teil meiner Narben gesehen hatte. Die Nachricht fasste er wirklich gut auf, hinterfragte einige Dinge und möchte nun meine ganze Geschichten wissen. Wann es zu dieser 'Offenbarung' meinerseits kommt, ist ungewiss...


27. Februar 2015

512. Ich baue eine Mauer.

Und schon bin ich wieder im Loch gefangen und muss dazu auch noch schlimme Suizidgedanken aushalten.

Mir gehts einfach nicht mehr gut. Am Dienstag habe ich einen Termin im Psychiatrischen Dienst und ich weiß noch nicht einmal, ob ich ihn wahrnehmen soll.
Ich möchte mich einfach nur noch verkriechen und nur noch zu den nötigsten Dingen die Wohnung verlassen.

24. Februar 2015

511. Endlich.

Sobald eine Achterbahn hoch fährt ist alles gut. Man fühlt sich langsam aber sicher endlich besser. Und dann kommt der Fall nach unten. Noch befinde ich mich auf der Spitze, aber dennoch merke ich, dass es bald wieder hinab geht.

Manche Menschen verbringen so einen Tag wie diesen zwischen Menschen, die sie besonders gerne haben. Und dann gibts noch die Menschen, die solch einen Tag mit sich verbringen. Alleine.
Ich gehöre von der zweiten Sorte. Ich bin heute morgen zur Arbeit gegangen, habe zwischendurch meine Fahrprüfung bestanden (nach zwei Jahren!!!) :) und dann ging es schon wieder nach Hause. Nach schlafen und einkaufen sitze ich hier nun und denke daran, dass ich meinen Vater liebend gerne bei mir hätte. Wenigstens für heute. 

In diesem Sinne,
happy birthday to me.

22. Februar 2015

510. Wie manche Menschen einen verändern können.


Mir gehts seit gestern relativ gut, nur habe ich eine heiden Angst vor morgen. Denn Morgen arbeite ich das erste Mal richtig in dem neuen Heim. 

19. Februar 2015

509. Die Gefühle werden nicht schwächer, nur weil ich sie verdrängt habe.

Es läuft einfach nichts mehr. Egal was ich mache, alles ist falsch. Ich lache und Augenblicke später könnte ich ausrasten. Es prallen immer mehr Fragen auf mich ein. ''Warum bist du im Moment so?'' ''Was ist passiert?'' ''Hast du wieder Depressionen?'' Inzwischen antworte ich gar nicht mehr auf solche Fragen. Das einzige was aus meinem Mund kommt ist, dass ich keine Ahnung habe. 

Ich habe versucht mit meiner Ansprechpartnerin vom Psychiatrischen Dienst zu reden. Habe versucht ihr zu erklären, dass ich einfach nicht mehr kann und überfordert bin. Ich sollte aufzählen, was diese Stimmung auslöst. Nachdem ich ihr all die Punkte genannt habe, kam von ihr einfach nur, dass ich doch alles im Griff hätte und ich das schon schaffen würde...Ich schaffe es jedoch nicht. Warum sollte ich sonst immer wieder 'kleine' Überdosen nehmen, um all dem aus dem Weg zu gehen? Warum sollte ich mir sonst Medikamente erschleichen? Ich habe alles im Griff... merkt man doch, oder? 



10. Februar 2015

508. Zwischen den Extremen.

Ein Leben mit Borderline, bedeutet für mich ein Leben zwischen den Extremen.Zwischen zu viel oder zu wenig fühlen und einer inneren Leere,die nicht zu ertragen ist.Es ist schlimmer als Sterben,denn du stirbst nur einmal und dann hört der Schmerz auf.Für immer.So jedoch,stirbst du immer und immer wieder und es gibt Tage,an denen dir der Tod wie eine Erlösung erscheint.

Besonders heute fühle ich mich einfach nur wertlos. Den ganzen Tag über muss ich immer wieder weinen, obwohl ich Unterstützung von ganz lieben Menschen bekommen habe. Danke an C,M,A und M. 

25. Januar 2015

506.

Und so weiß ich gar nicht mehr wie ich mich richtig verhalten soll. Es passiert so viel, was ich verstehen, akzeptieren und manchmal widerspiegeln muss. Aber oft genug schaffe ich es gar nicht. Es sind so viele Menschen in meiner Umgebung, die sich auf mich verlassen. Und irgendwie muss ich diese Erwartungen erfüllen. Komme was wolle...

Hin und wieder frage ich mich aber auch, was ich noch alles ertragen muss.
So bin ich mit der Freundin meines Bruders und Mia auf der Arbeit gewesen, da ich meinen Stundenzettel und meine Benotung abholen sollte. Beinahe wäre ich bei dem Anblick meiner Benotung ausgerastet. Die Endnote ist zwar eine 2, aber die einzelnen Kategorien waren teilweise so schlecht benotet worden... Ich habe in den letzten 12 Monaten immer ALLEINE auf dem Wohnbereich gearbeitet und so konnte mich auch niemand benoten. Und auch der Satz, dass ich nicht kritikfähig wäre und meine Berechtigungen nicht einhalten würde, haben das Gefühl nicht besser gemacht. So langsam aber sicher entwickele ich einen riesen Hass auf dieses Heim.  

Morgen früh muss ich zum Probearbeiten ins neue Heim. Und mal wieder habe ich eine große Angst vor diesem Tag. Neue Menschen kennnenzulernen ist für mich nicht sehr leicht. Ich treffe auch ein Team, welches schon lange eine Einheit ist und dann treffe ich dazu. Aber ich weiß auch, dass ich diese sieben Stunden durchziehen muss. Irgendwie muss es gehen. 




23. Januar 2015

505. Ein Mensch der soviel verletzt wurde, wird dir nie deine Komplimente glauben.

Die letzten paar Wochen läuft kaum noch etwas. Ich merke wie ich selbst nicht mehr 'Ich' bin. Und die anderen Menschen in meiner Umgebung sehen es, sprechen mich sogar darauf an. Fragen mich was los sei und das einzige was ich darauf antworten kann ist: ''Alles ist gut und ja, wenn etwas ist melde ich mich bei dir.'' Ich  merke wie ich immer Gefallen daran finde, wie es ist wenn ich mich umbringen würde. Hege immer öfter die Gedanken daran und hoffe, irgendwie verstanden zu werden. Verständnis zu bekommen endet jedoch mit folgenden Sätzen: ''Denk doch einfach an deine Zukunft, wenn du dich immer wieder von deiner Vergangenheit einholen lässt, kann es dir auch nicht gut gehen.'' oder ''Muss ich mir Sorgen um Sie machen, obwohl ich eigentlich schon weiß, dass nichts passieren wird?'' Kein Verständnis zu bekommen macht mich traurig. Aber vielleicht schaffe ich es doch noch. Demnächst werde ich operiert, vielleicht vergesse ich einfach den Menschen zu sagen, dass ich noch andere Medikamente nehme. Und dann ist es vorbei.

13. Januar 2015

8. Januar 2015

503. Wir meinten immer nur einander, wenn wir Glück sagten.


Die momentane Situation setzt mir immer mehr zu. Wenn es still ist und ich alleine bin, merke ich erst welch eine Leere in mir herrscht. Immer wieder versuche ich daran zu denken, dass das Leben auch gute Seiten haben kann, bis die dunklen Wolken am Himmel überhand nehmen.
Mir ist im Moment nicht wohl dabei, dass ich mich jederzeit wieder soweit verändern kann, dass ich nur noch einen viertel Schritt machen muss, um im Abgrund zu landen.
Genau wie es am Dienstag fast geschah.
Die Quittung dafür bekam ich heute, als ich mich im Psychiatrischen Krisendienst wieder fand.
Sie versuchte mir zu erklären, dass sie telefoniert hätte und ich mich bitte bei einer ihrer Kolleginnen melden soll. Eine Kollegin, die für den Erwachsenenbereich zuständig ist und mir helfen soll eine Betreuung zu bekommen. Es ist also wieder soweit. Meine Gedanken spielen verrückt.
Und so ist es auch ein Wunder, dass ich die Schule im Moment schaffe. Es ist ein Wunder, dass ich die Klausuren mit einer 1 und einer 2 geschafft habe und auch ist es ein Wunder, dass ich mich dort Menschen gegenüber öffnen konnte. Ich saß mit zwei meiner Mitschülerinnen zusammen und versuchte all ihre Fragen, bezüglich meiner Krankheiten zu beantworten. Nach einer langen Zeit, habe ich mich in der Gesellschaft wieder wohler gefühlt als sonst. Dieses Gefühl jemanden zu haben, der sich wirklich mit einem beschäftigt, war einfach etwas unbekanntes. Und so fand ich es rührend, als sie mich fragten, ob ich mit ihnen zusammen etwas unternehmen möchte.
Sie erzählten mir, dass sie sich um einen Mitschüler von uns Sorgen machten und baten mich darum, ihn zu fragen was los sei. Im Unterricht und in unserer Whatsappgruppe verschloss er sich allen anderen gegenüber.. nur mir nicht. Er schrieb mir vorhin all das, was er niemanden sagen konnte...Und so versuchte ich, ihm all seine Sorgen abzunehmen...Obwohl er selbst schrieb, dass er doch eigentlich für mich dasein muss.

6. Januar 2015

502. Wir sind passiert, bevor wir wussten, was passiert.

Bereits seit Stunden stehe ich schon unter Druck. Möchte mich verletzen und range mit dem Wunsch eine Überdosis zu nehmen. Es ist einfach so viel ist in den letzten Tagen passiert, was sich einfach schwer in Worte fassen lässt. Obwohl wahrscheinlich drei Worte reichen:

Kündigung, Suizidgedanken, Selbsthass


Und so ist jeder Moment, den ich erlebe voller Angst und Verzweiflung. Jede Sekunde und jede Stunde habe ich Angst, dass ich mich entgültig für den Tod entscheiden werde. 


4. Januar 2015

501. Durcheinander.



Der Titel sagt es schon. Durcheinander. Es herrscht ein großes durcheinander in meinem Kopf und in meinem Leben. Ich bin nun schon die zweite Woche krankgeschrieben. Vor gut zwei Wochen habe ich eine Mittelohrentzündung und eine Mandelentzündung bekommen. Ich konnte auf einem Ohr gar nichts mehr hören und trotzdem bestand meine Chefin darauf, dass ich meine Dienste über Weihnachten mache. Aber es ging nicht, obwohl ich gerne gekommen wäre. Als ich mit ihr schrieb, kam dann nur ganz am Rande: dein Urlaub ist übrigens gestrichen worden. Das erste Mal staute sich die Wut auf. Durch die Krankschreibung verbrachte ich Weihnachten  bei meinem Bruder. Es ging eigentlich, aber dann hat die große Fresserei angefangen und ich wurde mit dem Selbsthass nur so überschüttet. Als ich dann am 1. Weihnachtsfeiertag auch noch Magenschmerzen bekam und ich mich übergeben musste, hat es mir auch gereicht. Ich rief meine Tante an, dass sie mich doch bitte abholen möchte. Sie war nicht begeistert, aber sie kam.
Am 26. fand in meiner Familie die Bescherung statt. Mein Opa kam mit seiner Freundin und wir aßen ekelhafte Fertigtorten. Der erste Teil der Bescherung fand statt, mein Opa fuhr wieder, das Abendessen kam und dann der letzte Teil der Bescherung. Mir ging es von Stunde zu Stunde schlechter. Jedoch hat es niemanden interessiert. Genauso am 30.12, als mein Opa Geburtstag hatte.
Und als das nicht genug wäre, muss ich am Montag zu meiner Chefin und mir ihr Geschrei anhören. Die Kollegin die mir VERSPROCHEN hatte, den Mund zu halten, hat es doch nicht getan. Ich möchte kündigen und sie versteht einfach nicht, warum ich nicht zu ihr gekommen bin...

Nun sitze ich hier, höre Prinz Pi und überlege, wie ich mich gerade am Besten schaden könnte.
Wenn das so weiter geht finde ich mich in der Klinik oder auf dem Friedhof wieder.





KEINE ANKÜNDIGUNG!

31. Dezember 2014

500. Silvester

Ich wollte mich nur kurz melden und euch einen guten Rutsch und in 1 1/2 Stunden dann auch ein frohes Neues Jahr wünschen. Mir gehts physisch, sowie psychisch momentan nicht sehr gut. Aber das wird schon irgendwie. Bis bald.

18. Dezember 2014

499. Versuch

Ich sitze im Unterricht und wir schauen alle zusammen 'Veronika beschließt zu sterben'. Es ist ein Versuch meinen Mitschülern klar zu machen, wie es ist sich umbringen zu wollen und dann in die Klinik zu müssen. Der Versuch ist gescheitert. Sie verstehen es nicht.

9. Dezember 2014

498.

Und so passiert es, dass ich am 22. Januar ein Termin im Jugendamt zur Wiederaufnahme in die Betreuung habe.. Wie konnte es nur soweit kommen?




Mein Lieblingsmensch: Mia! <3

7. Dezember 2014

497. Du fällst so schnell und du fällst immer schneller..

Es ist lange her, dass ich diese starken Suizidgedanken zum letzten Mal hatte. Umso mehr ich nachdenke, hört sich dieser Gedanke realistischer an. Vorhin kam kurz die Frage auf, wie lange ich es denn aushalten müsste, wenn ich es nicht selbst beende. Monate, Jahre, Jahrzente?
Es läuft irgendwie alles, aber dann auch wieder nicht richtig. Ich möchte das nicht mehr erleben müssen. Welchen Sinn hat meine Existenz?


5. Dezember 2014

496. Gefühle verschließen, Verstand einschalten.

Irgendwann verwandelt sich die Trauer und der Hass in Gleichgültigkeit. Ja, irgendwann baut man eine Mauer um sich herum, über die niemand klettern kann. Man blockt ab, gibt sich kalt.
Wir geben uns niemanden mehr hin, verschließen unser Herz aus Angst... Angst vor erneuten Enttäuschungen,  Angst vor Lügen und Intrigen. Kalt sein ist ein Zeichen von Stärke, denkst du?
Nein, es ist das schwächste überhaupt.Vor seinen Problemen wegzurennen, statt sich ihnen zu stellen. Den 'einfachen' Weg zu gehen:  Gefühle verschließen, Verstand einschalten.

Es ist komisch mit anzusehen, wie Menschen sich verletzen und ihre Wunden anpreisen. Zu sehen, wie die Wunde blutet und klafft... Es sind 132 Tage ohne Schneiden. Ich habe Druck, aber darf es aufgrund meiner Jobs und einfach wegen der langen Zeit, nicht machen. 







2. Dezember 2014

495. Dieses eine Gefühl.

Es ist schon toll, dass ich im Moment immer wieder mit der Angst leben muss, dass ich jeden Moment gekündigt werden kann. Nur weil ich einmal meinen Mund aufgemacht habe, stehe ich jetzt im Fokus der Pflegedienstleitung und des Heimleiters. Wie sie gestern sagte: ''Wenn du deine Fehlzeiten nicht in den Griff bekommst, dann muss ich mit Herrn J. sprechen. Wir müssen dann überlegen, ob das bei uns überhaupt noch einen Sinn macht.'' Das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Mit einer schlechten Laune bin ich auf den Wohnbereich gegangen und es dauerte nicht lange, als G. mir entgegen kam und fragte was los sei. Seit einem Jahr reiße ich mir den Arsch für dieses Heim auf, mache teilweise Doppelschichten und sonst noch was. Es macht mich fassungslos, aber ich überlege ja schon seit einigen Wochen, dort zu kündigen. Aber wie schwer es wirklich ist, mitten im Ausbildungsjahr einen neuen Praktikumsplatz zu bekommen, merke ich jetzt erst. 

Um irgendwie eine Entscheidung zu finden bzw. eine Maßnahme zu finden, treffe ich mich morgen in meiner Mittagspause mit Ulf. Ich habe ihn vor zwei Wochen geschrieben, ob er mir helfen könnte und er hat 'ja' gesagt. Mal schauen wie es wird..