31. Dezember 2014

500. Silvester

Ich wollte mich nur kurz melden und euch einen guten Rutsch und in 1 1/2 Stunden dann auch ein frohes Neues Jahr wünschen. Mir gehts physisch, sowie psychisch momentan nicht sehr gut. Aber das wird schon irgendwie. Bis bald.

18. Dezember 2014

499. Versuch

Ich sitze im Unterricht und wir schauen alle zusammen 'Veronika beschließt zu sterben'. Es ist ein Versuch meinen Mitschülern klar zu machen, wie es ist sich umbringen zu wollen und dann in die Klinik zu müssen. Der Versuch ist gescheitert. Sie verstehen es nicht.

9. Dezember 2014

498.

Und so passiert es, dass ich am 22. Januar ein Termin im Jugendamt zur Wiederaufnahme in die Betreuung habe.. Wie konnte es nur soweit kommen?




Mein Lieblingsmensch: Mia! <3

7. Dezember 2014

497. Du fällst so schnell und du fällst immer schneller..

Es ist lange her, dass ich diese starken Suizidgedanken zum letzten Mal hatte. Umso mehr ich nachdenke, hört sich dieser Gedanke realistischer an. Vorhin kam kurz die Frage auf, wie lange ich es denn aushalten müsste, wenn ich es nicht selbst beende. Monate, Jahre, Jahrzente?
Es läuft irgendwie alles, aber dann auch wieder nicht richtig. Ich möchte das nicht mehr erleben müssen. Welchen Sinn hat meine Existenz?


5. Dezember 2014

496. Gefühle verschließen, Verstand einschalten.

Irgendwann verwandelt sich die Trauer und der Hass in Gleichgültigkeit. Ja, irgendwann baut man eine Mauer um sich herum, über die niemand klettern kann. Man blockt ab, gibt sich kalt.
Wir geben uns niemanden mehr hin, verschließen unser Herz aus Angst... Angst vor erneuten Enttäuschungen,  Angst vor Lügen und Intrigen. Kalt sein ist ein Zeichen von Stärke, denkst du?
Nein, es ist das schwächste überhaupt.Vor seinen Problemen wegzurennen, statt sich ihnen zu stellen. Den 'einfachen' Weg zu gehen:  Gefühle verschließen, Verstand einschalten.

Es ist komisch mit anzusehen, wie Menschen sich verletzen und ihre Wunden anpreisen. Zu sehen, wie die Wunde blutet und klafft... Es sind 132 Tage ohne Schneiden. Ich habe Druck, aber darf es aufgrund meiner Jobs und einfach wegen der langen Zeit, nicht machen. 







2. Dezember 2014

495. Dieses eine Gefühl.

Es ist schon toll, dass ich im Moment immer wieder mit der Angst leben muss, dass ich jeden Moment gekündigt werden kann. Nur weil ich einmal meinen Mund aufgemacht habe, stehe ich jetzt im Fokus der Pflegedienstleitung und des Heimleiters. Wie sie gestern sagte: ''Wenn du deine Fehlzeiten nicht in den Griff bekommst, dann muss ich mit Herrn J. sprechen. Wir müssen dann überlegen, ob das bei uns überhaupt noch einen Sinn macht.'' Das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Mit einer schlechten Laune bin ich auf den Wohnbereich gegangen und es dauerte nicht lange, als G. mir entgegen kam und fragte was los sei. Seit einem Jahr reiße ich mir den Arsch für dieses Heim auf, mache teilweise Doppelschichten und sonst noch was. Es macht mich fassungslos, aber ich überlege ja schon seit einigen Wochen, dort zu kündigen. Aber wie schwer es wirklich ist, mitten im Ausbildungsjahr einen neuen Praktikumsplatz zu bekommen, merke ich jetzt erst. 

Um irgendwie eine Entscheidung zu finden bzw. eine Maßnahme zu finden, treffe ich mich morgen in meiner Mittagspause mit Ulf. Ich habe ihn vor zwei Wochen geschrieben, ob er mir helfen könnte und er hat 'ja' gesagt. Mal schauen wie es wird..

16. November 2014

493. Denn wenn du gehst, nimmst du alle Farben mit.

In den letzten 2 1/2 Wochen sind Dinge passiert, die ich nur schwer in Sätze formulieren kann. Es ist immer sehr schwierig von Dingen zu berichten, die bereits einige Tage her sind. 
Meine Stimmung fährt im Moment Achterbahn. Es geht mir tagelang gut und dann wieder wochenweise schlecht. Es hat alles damit angefangen, dass ich bei facebook ein Profil einer ehemaligen Mitschülerin aus meiner Geburtsstadt gefunden habe. Ich las mir ihr Profil durch und sah, dass sie inzwischen ihr Abitur geschaffen hat und jetzt auf eine Uni geht. Nachdem ich das las, schaute ich mir ihre Freundesliste durch und sah weitere Mitschüler von damals. Jeder einzelne von ihnen hat es geschafft auf eine Uni zu gehen oder verbringt gerade ein Jahr im Ausland. Sie haben das geschafft, wovon ich seit Jahren träume. Alle samt haben mich schikaniert, ausgerenzt und psychisch so sehr unter Druck gesetzt, dass heute so kaputt bin. 
So blieb es natürlich nicht aus, dass ich Druck bekam und wütend wurde. Da ich mich jedoch seit Anfang August nicht mehr verletzt habe, blieb mir nur eine Möglichkeit: eine Überdosis. 
Da ich mich nur 'verletzen' wollte, blieb es bei einer kleinen Überdosis. Auf jeden fall reichte es für einen kompletten Sonntag mit starken Schmerzen im Bett. Ein Sonntag, wo ich eigentlich nur an meinen Vater denken wollte, denn immerhin war es doch sein Geburtstag. Ich wollte an ihn denken und nicht durch so eine Aktion diesen Tag komplett vergessen.
Psychisch am Boden wachte ich am Montagmorgen auf und versuchte die Hoffnung aufwecken zu lassen, dass ich den Tag ohne einen Zwischenfall packe. Aber der Jahrestag meines zweiten Suizidversuches war nervenaufreibend. Bis zum Mittag war alles ok, bis dann meine Chefin anrief und fragte, wo ich denn sei. Ich wusste nicht wirklich was sie meinte, denn eigentlich hatte ich doch frei. Aber ihrem Anschein nach, war dies nicht so. Sie hätte bereits vor zwei Wochen einen Dienst für diesen Tag einen Dienst eingetragen. So fest von dieser Aussage überzeugt, ließ sie mir keine Wahl und somit musste ich, mit Protest, zum Heim fahren. Ich diskutierte lange mit ihr, da ich am Abend meinen Nebenjob anfangen sollte. Nach zwei stressigen Stunden auf der Etage im Heim durfte ich gehen und fing meinen Nebenjob an. Dieser Nebenjob bereitet mir wirklich Freude. 
Am Mittwochabend ging es mir wieder schlechter, sodass ich Angst hatte, wieder eine Überdosis zu nehmen oder gar meine drei Monate ohne das Schneiden aufzugeben. Ich entschied mich zu eine eMail an den Psychiatrischen Dienst zu schreiben. Gegen ein Uhr nachts war ich fertig und hoffte, auf eine schnelle Antwort. 
Die bekam ich am Donnerstagmorgen, mitten in der Schulzeit. Nachdem ich meinem Lehrer kurz die Situation erklärt hatte, durfte ich ohne Wiederworte gehen. 
Die anderthalb Stunden bei Frau Z. halfen ein wenig, mehr nicht. Aber sie schrieb mich erst einmal krank, sodass ich nicht zur Arbeit ins Heim gehen musste. Als ich meiner Chefin das mitteilte, konnte ich merken, was sie am liebsten dazu gesagt hätte. Doch ihre Frage war nur, was los sei und ein anschließendes 'ok'. Am Abend traf ich mich noch mit G. und wir redeten lange über die Arbeit. Und so erzählte ich ihr auch, dass ich dabei bin mir eine andere Praktikumsstelle zu suchen. Oder würdet ihr euch immer wieder entschuldigen wollen, wenn ihr einfach krank seit und nicht kommen könnt? Nein? Ich auch nicht. 
Vor zwei Tagen hatte ich dann noch einen Termin bei meinem Psychiater. Nachdem ich den Termin davor einfach abgesagt hatte, ließ er diesesmal keine Wiederworte zu. So saß ich also in seinem Büo, erzählte, dass es mir nicht gut geht. Er ging nicht wirklich darauf ein, aber lobte mich dafür, dass ich mich solange nicht selbstverletzt habe. Aber zu der Bitte, etwas an der Medikamentation zu ändern, sagte er nur, dass er es so lieber belassen möchte. Es waren die gleichen Worte wie vor 5 Monaten. 
Wie kam ich nur auf die Idee, dass er sich jetzt dazu durchringen könnte?


14. November 2014

29. Oktober 2014

490. Lebenslange Haft im eigenen Körper.

Und so habe ich Dinge erfahren, die ich nicht wissen wollte. Sie sprachen die ganze Zeit von Dingen, die mich im gleichen Moment tief verletzt haben. Keiner der beiden wusste, was sie damit in mir auslösten. Aber ich sagte ihnen auch nicht, wie es in mir ausschaut.  
Ich habe immer gedacht, das es sich gut anfühlen würde. Das einzige was sich gut angefühlt hat, war die Umarmung. Mehr nicht. Das Abschiedstreffen mit H. und U. war wirklich nicht das, was ich mir erhofft habe. Sie unterhielten sich, während ich daneben saß und in Gedanken versunken war. Nach einiger Zeit hielt ich es nicht mehr aus. Ich ging sehr abrupt und hoffte für einen Augenblick, dass das Thema jetzt durch wäre. 
Aber es ist es nicht. Ich werde es wahrscheinlich nie abschließen können. 
Und so denke ich, an eine erneute Betreuung durch das Jugendamt nach. Jedoch kommt nach dem Gedanken schon wieder die Erkenntnis, dass ich Ziele dafür haben muss.. und ich weiß nicht, welche Ziele ich überhaupt in meinem Leben habe, die durch eine Betreuung erreicht werden könnte. 
Sie könnten noch nicht einmal daür sorgen, dass ich nicht mehr diesen Selbsthass und Ekel verspüre.
Mir gehts im Moment wirklich nicht gut, aber Hoffnung habe ich auch nicht mehr. Ich denke an I. und wie sie es geschafft hat von dieser verfluchten Welt zu kommen. Neid. 


26. Oktober 2014

489. 92 Tage ohne eine neue Wunde.

Es ist nicht lange her, dass ich dachte, dass es mir seit einigen Tagen mal wieder richtig gut geht. Ich habe wirklich fest daran geglaubt, sogar mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Aber jetzt schaut es wieder anders aus. Ich bin wieder gefangen. Gefangen in meinem Körper, gefangen von meinen eigenen Gedanken und Gefühle. Ein sehr bescheidenes Gefühl. 
Ich versuche mit Tonnen von Make-up irgendwie eine Maske mir zurecht zu schminken, aber.. es klappt einfach nicht. Statt mich ansatzweise zu freuen,wird der Ekel nur noch größer. 
Ich könnte einfach nur noch weinen. Weinen vor Verzweiflung und Wut. Und Schneiden, aber auf der anderen Seite sind es inzwischen schon 92 Tage ohne eine neue Wunde. 

22. Oktober 2014

487. ''Die Menschen an die du abends vor dem Einschlafen denkst, sind die, welche dir wirklich wichtig sind.''

Inzwischen geht es mir etwas besser. Ich kämpfe zwar noch mit meinem Selbsthass, aber die 
schlimmen Suizidgedanken sind besser geworden. Und so habe ich an Menschen gedacht, die ich
in den letzten Jahren kennenlernen durfte. Menschen, wo ich früher gedacht habe, dass ich ohne 
sie nicht weiterleben kann. Und siehe da, sie sind weg und ich lebe...

Am Freitag ist der letzte Schultag vor den Herbstferien und ich kann es kaum abwarten. Besonders 
in den letzten Tage habe ich germerkt, dass ich keine Lust mehr auf den Unterricht habe und
sowieso keinen wirklichen Grund sehe solche Sachen zu wissen. 
Die Klausuren die wir in den letzten 5 Wochen geschrieben habe, habe ich alle gemeistert. Keine 
Note ist schlechter als eine 3. Und selbst die Klausur in ''Lernen, lernen'' habe ich nicht verhauen. 

Letzte Woche habe ich noch mit U. telefoniert. U, H. und ich treffen uns am Montag zu einem 
Abschiedstreffen. Es wird also ernst und ich weiß eigentlich nicht, wie ich mich verhalten soll. 
Wie schon öfters geschrieben, möchte ich mich einfach nicht für immer verabschieden. Zwar habe 
ich die Trennung jetzt nach 3 Monaten so gut es geht verarbeitet, aber keiner kann garantieren, 
wie es mir Montagabend gehen wird... Wünscht mir Glück!

Gestern hatte ich noch ein Vorstellungsgespräch für einen Nebenjob. Ich hatte bereits am Montag 
eine große Angst vor dem Gespräch, da ich mich in solchen Situationen wirklich sehr unwohl 
fühle. Dachte sogar daran, dass ich das Gespräch kurzfristig absage. 
Aber... ich habe das Gespräch durchgezogen und siehe da: ich hab den Job! Mein Vertrag beginnt am 10.11.2014 und geht erst einmal für 3 Monate. Danach wird geschaut, wie ich mich verhalten habe
und ob die zufrieden mit mir waren. Für mich bedeutet es einfach nur, dass es zwar sehr stressig wird, aber ich so die Mittel habe meine Rechnungen zu bezahlen. 


Zum Schluss möchte ich euch noch von meinem letzten Wochenende erzählen. 
Da mir am Wochenende grundsätzlich langweilig ist, dachte ich mir am Samstag, dass ich mich einfach bei meiner Tante in die Wohnung setze und dort das Wlan ausnutze. 
Sie fragte mich, ob ich mit nach Hildesheim zu meiner Großtante kommen will. Es war ein großer FEHLER!! Meine Großtante ist einfach nur egoistisch, möchte sich nichts sagen lassen und ist fest davon überzeugt, dass ihre Kinder und Enkel etwas ganz besonderes sind. Meine Tante ist darauf natürlich eingegangen und versicherte immer wieder, dass alle anderen aus der Familie schlecht sind und nur sie nicht. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie eine Heilige ist. Nicht... 
Und so ging das bis abends weiter. Ich war froh, dass ich dann irgendwann Zuhause war...
Ich bin in eine unmögliche Familie hineingeboren worden..  


20. Oktober 2014

486.

Es gibt nicht sonderlich viel zu sagen. Ich kämpfe mit großem Selbsthass, Suizidgedanken und allgemeiner Verzweiflung. Ich habe nicht mehr die Hoffnung, dass es jemals gut werden könnte. Möchte alleine sein und zu niemandem mehr Kontakt haben.

Wenn es mir nachher besser geht, melde ich mich noch einmal.

16. Oktober 2014

485. Ich will nicht wieder so sein wie damals.



Ich habe heute Morgen einen regelrechten Schock bekommen, als ich auf die Waage stieg. Schon wieder (!) zu genommen. Es macht einfach kein Spaß mehr. Egal was ich esse, ich nehme zu. Na ja. Außer ich esse nur Gemüse, Obst und Suppen. Dann natürlich nicht.
Ich frage mich, wie ich das vor 1 1/2 Jahren mit dem Essen geschafft habe. Ich hatte damals bis 15 Uhr nichts gegessen und erst als ich Zuhause war, aß ich etwas. Ich kam so auf höchstens 500 Kalorien am Tag. Und ich fühlte mich psychisch gut. Physisch war das natürlich nicht gerade angenehm. Aber so habe ich 21 Kilo abgenommen! Ich möchte den Ergeiz von damals wieder haben!

Was mir den Vormittag geholfen hat zu überstehen, war das zufällige Treffen mit U. Als ich an der Ampel stand, stand er neben mir. Ich habe ihn sofort umarmt und gefragt, wie es ihm geht. Wir haben uns noch nicht einmal 5 Minuten unterhalten, aber es tat gut.
Er hat mich übrigens  (genau wie H.) gefragt, was denn nun mit einem Abschiedstreffen ist.
Eine genaue Antwort bekam er nicht von mir, ich bin ihm eher ausgewichen.

Gestern war ich nach langem mal wieder auf dem Spielplatz, wo ich 2009 meinen Suizidversuch unternahm. Ich hatte schon die ganzen letzten Tage das Gefühl, dass ich unbedingt dahin gehen muss. Ich habe lange überlegt wie es eigentlich weitergehen soll. Ich meine, wie ich das überhaupt schaffen soll und was passiert, wenn ich es doch nicht schaffe. Es wäre toll, wenn jemand neben mir stehen würde, der den Weg für mich aussucht...


KEINE ANKÜNDIGUNG!!!


15. Oktober 2014

484. Applaus, Applaus.

"Mit dem Tod deines Vaters ist ein Teil von dir gestorben." - Fr. S

Wie wahr doch diese Aussage ist. Ich hab gestern auf der Suche nach etwas anderem mein Tagebuch von 2010 gefunden und den Satz gelesen. Im nächsten Monat wäre er 61 jahre alt geworden. Geworden...
Immer wenn ich Frauen mit ihren Vätern sehe, werde ich traurig. Wie gern würde ich jetzt meinen Vater in die Arme schließen...

Meine Familie macht sich Sorgen um mich, ja selbst die Tante, die ich höchstens zwei Mal im Jahr sehe.
Sie alle glauben, dass ich bald zusammenbrechen werde. Physisch und Psychisch. Ich hab die meisten Tage in der Woche um 15 Uhr Schulschluss. Danach habe ich meine Termine oder helfe im Heim aus. Genauso wie an den Wochenenden.. Was meine Familie noch nicht weiß: ich bin gerade dabei mir einen Nebenjob zu suchen! Durch die ganzen Rechnungen habe ich schlimme finanzielle Probleme bekommen. Und wenn ich nicht noch einen Job annehme, bekomme ich das gar nicht mehr auf die Reihe.

Die Klausur in "Lernen, lernen" habe ich übrigens verhauen. War ja eigentlich schon vorhersehbar.

7. Oktober 2014

483. Ausbildung, Gespräch und SvV.

Um es auf den Punkt zu bringen: diese Ausbildung war wahrscheinlich einfach ein Fehler! Da ich ja bereits in der ersten Woche gedacht habe, dass ich das nicht packe,  na ja... da merke ich jetzt eigentlich erst, dass ich es wirklich nicht packe. Es gibt Lernfelder in denen ich gut klar komme. Aber dann gibt es noch Fächer wie 'Lernen lernen' wo ich ich überhaupt nicht klarkomme. Bisher hatten wir 6 Stunden bei ihr und ich habe bis jetzt nicht verstanden was diese Frau eigentlich von mir möchte. Und nächste Woche schreiben wir auch noch eine Klausur in dem Fach. 

Meine schlechte Stimmung wirkt sich auch enorm auf meine schulische Leistung aus. Ich bin unkonzentriert und halte (an besonders schlechten Tagen) noch nicht einmal zwei Stunden aus. Genau wie heute. Um im Vorfeld einiges klar zu stellen, habe ichn mir in der letzten Woche meinen Klassenlehrer geschnappt und ihm all die Psychoscheiße erzählt. Seine Reaktion: ''Sabine, ich finde es sehr gut, dass du mir dieses große Vertrauen schenkst. Herr F. und ich werden schauen wie wir dich in den nächsten drei Jahren unterstützen können.'' Diese Reaktion habe ich mir erhofft, aber das ich sie wirklich bekommen habe, rührt mich sehr. 

Um noch auf das selbstverletzende Verhalten zu kommen: Im Grunde gehe ich wirklich offen mit meinen Narben und vorallem mit meiner Tätowierung um. Aber innerhalb von zwei Stunden zwei Mal auf alles angesprochen zu werden und komisch beäugt zu werden... NERVT! Ich antworte immer freundlich und bestätige auch ihre Vermutung,aber ich glaube, wenn sie wirklich alles hören würden, würden sie mich gleich in die Psychiatrie stecken. 

Achja.. Ich habe in der letzten Woche noch ein langes Telefonat mit Holger gehabt. Da er Geburtstag hatte, habe ich mich einfach mal bei ihm gemeldet. Wir haben lange über seinen Sohn gesprochen (der zwei Tage nach der Beendigung der Betreuung kam) und wie es mir geht. Er fragte mich auch, ob ich mich im Moment auf ein abschließendes Treffen einlassen kann.. Ich habe ihm zugesagt. Ich Moment erscheint mir das aber auch wieder ein Fehler zu sein. Ich möchte Beiden bei einem Wiedersehen zeigen, dass ich es geschafft habe, aber so wie es jetzt läuft... bin ich weit davon entfehrnt... 


5. Oktober 2014

482. Ausweg?


Ich bin überfordert mit mir und meiner Situation. Ich finde einfach keinen Ausweg mehr. Eigentlich wollte ich bereits vor zwei Tagen aufgeben. Aber ich finde selbst dazu keine Kraft mehr.

4. Oktober 2014

481.


Seit knapp zwei Monaten nicht mehr selbstverletzt. Mir gehts nicht gut, 
aber ich darf es nicht.