24. Oktober 2016

552. Only when you try to destroy, you get to know life in earnest.


Ich fühle mich einfach nur leer in meinem Körper. Diese ständige Angst vor dem nächsten Morgen lässt mich erstarren. Ich kann nicht mehr. 

17. Oktober 2016

551. Vier Jahre und ein Tag.

Vier Jahre und ein Tag ist es her, dass ich in W. zwangseingewiesen wurde. Es fühlt sich alles so komisch an. Meine Gedanken kreisen die ganze Zeit nur um den Tod und der Wunsch mich zu verletzen wird größer. Ich mache mir Sorgen um mich und vorallem über meine Zukunft. Pläne die ich seit mehreren Jahren hatte und nach meinem Exam verfolgen wollte, erscheinen mir jetzt seit einigen Wochen sinnlos. Ich wollte es unbedingt erreichen und nun, nun glaube ich noch nicht einmal daran, ob dies alles wirklich so gut war wie ich es mir vorgestellt habe. Ratlos.

1. September 2016

550. Der Blick nach vorne, wäre es das leichteste der Welt.

"Ein Semikolon wird genutzt, wenn ein Autor seinen Satz eigentlich hätte beenden können, aber gewählt hat, es nicht zu tun. Der Autor bist du und dieser Satz ist dein Leben.'' - Semicolonproject!



Neues Tattoo!

30. August 2016

549.

Und so ist es. Mir ging monatelang wirklich sehr gut und seit Samstag sind all die guten Momente und Gefühle verschwunden. Mir gehts sehr mies. Ich bin nur noch am weinen und weiß einfach nicht mehr warum, wodurch es mir einfach noch schlechter geht. Alles zerbricht um mich und ich versuche trotzallem es zu schaffen , zu leben. Und trotzdem wird es immer schwieriger. Ich kämpfe und habe Angst, dass ich es nicht schaffen werde. Das ich doch wieder zu einer Überdosis greifen werde oder mich verletzen werde. Erst letzte Woche war Frau Z. vom SPD richtig stolz auf mich, da ich Anfang diesen Monats die zwei Jahre ohne Selbstverletzungen geschafft habe. Zwei komplette Jahre und jetzt. Jetzt denke ich mir nur noch: es ist egal. Du darfst aufgeben. Zwei Jahre wirst du wieder schaffen und dann, ja dann kannst du richtig stolz auf dich sein...

13. April 2016

547. Du bist nah, aber doch so fern.

Ich wünschte du würdest hier bei mir sein und mich einfach nur in den Arm nehmen. Ein Wunsch den ich jeden Tag neu hege, weil die Gewissheit doch zu schmerzlich ist. Ich erinnere mich an die vielen Momente zurück, die wir zusammen verbracht haben und ich dein Lächeln und deine Nähe spüren konnte. Die Nachmittage und Abende die wir Arm in Arm auf dem Sofa lagen und du mir so viele Geschichten vorgelesen hast und immer bemüht warst, dass ein guter Mensch aus mir wird. Keiner konnte verstehen, dass wir uns besser verstanden als alle anderen. Als der Tag kam und du nicht mehr konntest, brach für mich eine Welt zusammen. Ich verstand nicht, wie es sein konnte, dass du nicht mehr bei mir warst. Kein Lachen, keine Gespräche, keine Unternehmungen mehr und vorallem keine Liebe mehr. Die Zeit danach war es so, als würde es alles nur ein schlechter Traum sein. Da waren so viele Menschen, die auf einmal dein "Freunde" waren und um dich getrauert  haben. Menschen die sich vielleicht ein Mal im Jahr gemeldet haben und dich sonst links liegen gelassen haben. Keiner von ihnen war in deinen letzten Wochen bei dir und hat Abschied von dir genommen. Aber trotzallem haben sie dich heute, 13 Jahre später, nicht vergessen. Wenn ich heute von dir komme und Menschen treffe und sie um etwas bitte, können sie sich noch alle an dich erinnern. Wie dich nächste Zeit ohne dich aussehen wird, weiß ich nicht. Aber egal was ich mache, ich werde dich immer lieben und vermissen.

  Ruhe in Frieden, Papa ! <3 
09.11.1953 - 12.04.2003

20. März 2016

546. Die Welt ist grausam und hässlich.





Ich kämpfe und kämpfe. Ich kämpfe jeden Tag aufs neue ums überleben. Ich kämpfe darum, dass ich diesem riesigen Druck nicht nachgebe und mich verletze oder gar umbringe. Ich kämpfe darum gemocht und so akzeptiert zu werde wie ich bin. Ich kämpfe um die Menschen die mir etwas bedeuten. Und trotzdem werden die Augenblicke, in denen ich mich verletzen und mich umbringen möchte immer stärker. Es wird immer schwerer mich dagegen zu wehren. Und trotz allem muss ich nach außen hin immer die 'Fröhliche' spielen. Es kostet zu inzwischen zu viel Kraft, Kraft die ich eigentlich nicht mehr habe. 

4. März 2016

545. Update: Riesen Krach, eigenes Auto & Verräterschwein.

Es ist schon irgendwie sehr komisch. Da bin ich vor einer knappen Woche bei meiner zuständigen Ansprechperson vom Psychiatrischen Dienst und rede über meine Familie. Mir ging es an dem Tag wirklich sehr gut, Schule lief ganz gut und ich war an dem Tag sehr froh, dass ich nun meinen Geburtstag hinter mir hatte. Jedenfalls sprachen wir über die Beziehungen in meiner Familie und fanden heraus, dass meine Familie und ich uns häufig streiten und man dies grundsätzlich mit einem Kontaktabbruch endet. So auch an diesem Tag! Ich fuhr nach dem Termin in die Wohnung von meiner Tante. Anwesend waren sie, ihre Freundin, meine Mutter, meine Schwägerin + Mia und ich. Wir sprachen über meinen Opa und sie baten mich, dass ich meinem Opa ein kleines Dankeschön kaufe, denn er hat mir zum Geburtstag ein Auto geschenkt. (Bin nun stolze Besitzerin eines kleinen Smarts!) Ich meinte dann zu meiner Tante und meiner Mutter, dass ich meinen Opa nicht um ein Auto gebeten habe und das er dies einfach aus eigenem Ansporn macht. Meine Tante und meine Mutter sind sofort ausgerastet. Bitte nichts falsch verstehen! Ich bin wirklich sehr froh, dass mein Opa mir dieses Geschenk gemacht hat. An diesem Tag war ich einfach nur genervt von meiner Mutter (wie eigentlich immer wenn ich sie sehen muss.) Meine Mutter fing dann plötzlich an mich zu beleidigen. Ja, ganz genau gehört - die eigene Mutter! Sie betitelte mich als ein "undankbares Miststück". Das reichte mir und so nahm ich Mia und ging in ein anderes Zimmer. Aber selbst dort musste ich mir weiter anhören, wie sie über mich herzog. Ich fing an zu weinen. Bis dann meine Schwägerin meiner Mutter die Meinung gesagt hat. Meine Mutter ist daraufhin noch weiter ausgerastet und hat den Kontakt zu meiner ganzen Familie abgebrochen. Während C. (meine Schwägerin) versuchte mich zu beruhigen kam meine Tante und schrie mich erst einmal an, um mir so zu erklären, dass ich doch bitte aufhören sollte zu weinen. Am nächsten Tag rief ich beim Psychiatrischen Dienst an (der für meine Mutter zuständig ist) und meldete sie dort. DENN, meine Mutter dreht völlig durch, sie hat Wahnvorstellungen und denkt, dass Putin sie verfolgen würde! Alles sehr crazy. Schreibt mir mal bitte eure Meinung zu dem ganzen Thema!
Es macht mich einfach nur traurig, dass ich einfach nirgends "willkommen" bin und keinen habe mit dem ich reden kann,. Offen reden kann! In meiner Familie bekomme ich das Gefühl, dass ich nur noch geduldet werde. Sobald ich an Treffen nicht teilnehme oder einfach nur in einem anderen Raum bin, lästern sie über mich ab. Sie fragten mich beispielsweise an meinem Geburstag, was ich gerne zum Abendessen haben möchte. Nur dann im nächsten Moment meinen Wunsch zu ignorieren und irgendetwas anderes zu machen. Oder auch vor ein paar Tagen: mein Bruder und seine Freundin haben noch nicht geheiratet (ja, ich nenne sie trotzdem schon einmal "meine Schwägerin"). Sie erzählte mir dann, dass sie nun einfach ein Termin im Standesamt macht und so meinen Bruder einbisschen unter Druck setzt. Ich suchte im Internet nach den Trauorten hier bei uns und so endeckten wir, dass man unteranderem auf dem Maschsee heiraten kann. Ein wirklich wunderschönes Ereignis, aber dafür kostet es auch nach 400€. Als C. es den anderen erzählte, sagten diese, dass dies nicht gemacht wird. Man könne ja schließlich auch beispielsweise im Straßenbahn-Museum heiraten. Ist billiger, aber für ein junges Paar nicht angebracht.

Den nächsten großen Krach gab es heute in der Schule. Wir schrieben Anatomie und danach stellte sich herraus das eine Mitschülerin in der Klausur gespickt hat. Weil ich es unfair gegenüber uns anderen fand, erzählte eine andere Mitschülerin und ich es dem Dozent. Dieser sagte noch, dass er es vollkommen richtig von uns fand. Da aber die andere Mitschülerin (die mit dabei war) es den anderen aus unserer Gruppe erzählte, rasteten einige von denen aus. Wir standen auf dem Flur mit denjenigen und versuchten alles zu erklären, dass es einfach nur falsch war. Bis auf einmal eine (so dachte ich es bis dahin) Freundin kam und mich richtig beleidigte. Andere kamen dann auch noch dazu und so kamen auch von denen Beleidigungen. Als alle weg waren blieb ich mit der anderen Mitschülerin noch draußen stehen und wir fassten den Entschluss, jetzt einfach zu gehen und somit den Unterricht zu verlassen um nach Hause zu gehen. Als ich meine Sachen holen wollte, hatte ich (aufgrund der Beleidigungen) noch Tränen in den Augen. Dies machten sich einige zu nutzen und beleidigten uns weiter und um dann noch aggressiv  werden zu müssen. Als wenn das nicht genug wäre, beleidigten die anderen uns noch im Gruppenchat weiter. Ich habe mich tausendmal bei allen entschuldigt und habe versucht es erneut zu erklären, aber Pustekuchen. Sie ließen nicht wirklich mit sich reden und so habe ich vor Montag mehr Angst denn je! Aber so wird es wahrscheinlich erst einmal bis nach den Osterferien bleiben. Sabine, das Verräterschwein.

Entschuldigt bitte den langen Post, ich sollte versuchen mal zwischendurch öfter zu schreiben, damit das nicht immer so viel wird. Bis bald.

24. Februar 2016

544. Du lachst, du weinst.

Nun sind es knapp zwei Wochen in denen ich mit meinen Medikamente lebe. Die Situation ist allgemein entspannter geworden und ich muss nur noch hin und wieder daran denken wie ich mich verletze oder gar umbringe. Die meiste Zeit über lache ich, sprich ich setze meine Maske auf.
Aber dann gibt es auch die Momente, wo der Blick erstarrt und meine Maske abfällt.

Gestern habe ich mit einer Freundin und meiner Pflegelehrerin zusammen die Mittagspause verbracht. Irgendwann nahm sie meine Hand und meinte: "Also Sabine, wie wäre es wenn ich sie mal einbisschen bemuttere?" Mir war das in dem Augenblick total unangenehm. Ich hab abgewunken und bin schnell wieder zurück zur Schule.

Vorhin habe ich noch zusammen mit Ulf geschrieben und aus reiner Neugier fragte ich ihn dann was denn mit meiner alten WG sei. Geplant war ja, dass sie bereits 2014 in ein größeres Haus umziehen. Bis jetzt sind sie es immer noch nicht und so fragte ich ihn enfach noch, was denn nun mit Holger sei. Inzwischen hat Holger die WG gewechselt und .... er arbeitet jetzt in der WG die noch nicht einmal 1km von meiner Wohnung entfernt ist. Ich freue mich. Vielleicht sehe ich ihn so häufiger. Wer weiß...

In diesem Sinne auf einen beschissenen Geburtstag und gleichzeitig ein 'Happy Birthday' an mich selbst... bis die Tage!

11. Februar 2016

543. Neu und trotzdem alt.

Nun soll es also wieder "Elontril" werden. Warum auch was neues nehmen, wenn das altbekannte früher auch geholfen hat. Jedenfalls bin ich froh, dass sie mir zugehört hat und mich nicht einfach abgespeist hat. Ab morgen werde ich starten und hoffen, dass diese Bilder mit den aufgeschnittenen Armen aus meinem Kopf verschwinden...

Gestern fragte ich eine Freundin ob sie nicht in zwei Wochen bei mir schlafen möchte, da ich am nächsten Tag Geburtstag habe. Sie sagte, dass sie noch schießen hat, sprich Schützenverein. Das halt bis abends und dann müsste sie ja noch die 30 Minuten mit dem Auto zu mir fahren. Am Rande: es wäre mir scheiß egal gewesen wenn sie auch erst um 24 Uhr bei mir wäre, ich möchte einfach nicht alleine sein. Aber ihre letzte Antwort war dann einfach, dass sie ja den Weg nicht kennt. Obwohl das eine Lüge ist. Jetzt frage ich mich, ist es so schlimm einen Abend zu opfern? Selbst unsere Lehrerin ist verwundert, dass wir nichts zusammen machen obwohl wir in der Schule so viel machen. Ich bin einfach nur unendlich traurig. In den letzten Jahren war mein Geburtstag immer ein Desaster. Im letzten Jahr hatte ich Frühdienst und danach habe ich geschlafen. Super, oder?

542.

Der 47382. Versuch vom Hausarzt was gegen meine immer stärker werdenden Depressionen zu bekommen.

4. Februar 2016

541.

Mit jedem Schritt, den ich Richtung Schulgebäude gehe, wird meine Laune schlechter und schlechter. Acht Stunden Schule sind zu schaffen.

3. Februar 2016

540. Ich habe einfach kein Bock mehr "Ich" zu sein.

Und somit befinde ich mich auf dem Weg zum psychiatrischen Dienst. Krisentermin nennt man es wohl, wenn die dortige Ansprechpartnerin einen bittet heute noch zu kommen, nachdem ich ihr eine Mail geschrieben hatte. Ich möchte sie im Grunde gar nicht sehen. Aber das ist wohl eine andere Sache.

Um ehrlich zu sein, würde ich nicht gerade behaupten das es mir so schlecht geht. Ich bin einfach nur müde und ausgelaugt. Diese ständige Anwesenheit im Heim macht mich noch einmal fertig. An dieser Stelle vermisse ich meinen Ex - Nebenjob.
Und dann ist da auch noch die Schule. Ständig erwartet man etwas von mir. Hausarbeiten, Referate, Arbeitsaufträge und und und.. mal abgesehen von der Anwesentheit in der Schule. Was solls. Die U-Bahn ist gleich angekommen und dann schaue ich einfach mal weiter.

31. Dezember 2015

539. Ein kleiner Punkt über dem Boden.


Seit nun knapp 3 Jahren schreibe ich hier und versuche immer wieder meine Gedanken so gut es geht zu ordnen. In diesem Jahr habe ich so wenig wie noch nie zuvor geschrieben. 
In den letzten 12 Monaten durchlebte ich alle möglichen Höhen und Tiefen. Angefangen mit der Kündigung meines Ausbildungsplatzes am Anfang des Jahres und dem damit verbundenen Wechsel in eine andere Einrichtung und meiner bestandenen Führerscheinprüfung. Nicht zu vergessen die gewaltige Gewichtszunahme seit Ende Februar, dem ''Ein-Jahr-ohne-Selbstverletzung'' und dem kompletten Absetzen der Medikamente. Um nur ein paar Sachen zu nennen. Aber trotzallem existiere ich noch, obwohl viele aus meiner Umgebung fest daran glauben, dass ich zu 100% mich einmal selbst aus dem Leben verabschiede. 


Nun sitze ich hier und versuche die letzten Stunden des Jahres irgendwie zu überstehen. Da ich in den letzten zwei Tagen knapp 4 Kilo zugenommen habe, warte ich nun das die Wirkung der 9 Tabletten endlich eintritt.


In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und bis bald! 

8. Dezember 2015

538. Sollte man nicht meinen das einen selbst die schlimmsten Dinge stärker machen?

Sollte man nicht eigentlich meinen das einen selbst die schlimmsten Dinge stärker machen? Nach den letzten Tagen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Vor gut einer Woche hat sich der Bruder von der besten Freundin meiner Tante umgebracht. Er konnte einfach nicht mit der Diagnose "Multiple Sklerose" leben. Verständlich. Aber versucht das mal Trauernden zu erklären.

Weiter ging es dann damit, dass ich am Samstag keine erneute Zusicherung bezüglich einer Vertragsverlängerung bekommen habe. Das heißt für mich, dass ich statt 1300 Euro im Monat nun nur noch 900 Euro im Monat zur Verfügung habe. Es reicht alles vorne und hinten nicht. Neben den anderen Belastungen wird dies nun noch einen großen Anteil daran haben, dass es mir schlechter geht.

Die Krönung kam gestern noch. Ich entschied mich dazu endlich mal bei meinem Psychiater einen Termin zu machen, da es immer schlimmer wird mit meiner Situation. Und was ist? Ich würde frühestens im Februar einen neuen Termin bekommen. Viel zu lang und nach der Erklärung die ich der Frau am Telefon gab, war sie bereit meinem Arzt eine Notiz zu hinterlegen. Er würde sich melden. Ich weiß jedoch ganz genau, dass er es nicht machen wird. Beim letzten Mal hat er es auch nicht getan, wieso denn ausgerechnet jetzt?

20. November 2015

537.



Wir haben uns gut verstanden und dann fragte er, was mein Tattoo auf meinem Schlüsselbein bedeutet. Ich sagte es ihm und er versprach das es nichts zwischen uns ändert. Und was ist? Ein paar Tage hatte er sich noch gemeldet und dann kam nichts mehr. Es ist immer das gleiche - ich bin einfach nur enttäuscht und wütend. 



22. Oktober 2015

536. Jede Träne ist ein Wort das ich nicht sagen kann.

Immer wieder habe ich versucht zu leben oder eben wie man so schön sagt; ''Das Leben zu lieben.''
Es sind Erinnerungen die ich an damals habe. Erinnerungen die im Moment immer wieder aufflammen und dafür sorgen, dass ein völliges Chaos in meinem Kopf herrscht. Ich denke an die Zeit von damals zurück, wo ich mich alleine in meinem Zimmer verborgen habe.
Es ist die Zeit von vor sechs Jahren, wo ich mich immer mehr aufgab und keinen Lichtblick mehr am Tunnel sah. Ich lebte in den Tag hinein und wollte nicht mehr erleben, wie ich jemals glücklich sein könnte. Die Akzeptanz bzw. die Anerkennung die manchen entgegen gebracht wurde, bekam ich nicht. Stattdessen wurde ich von meiner 'Familie' außen vor gelassen und so beschloss ich zu gehen.
Es war der erste Versuch mein Leben zu beenden und (außer das ich sehr lange schlief) passierte nichts. Statt Reue gegenüber mich selbst zu empfinden oder etwa auch Scham, ging es mir körperlich und seelisch wirklich gut. Und dann kam der zweite Versuch mein Dasein auf dieser Welt zu beenden. Ich war mir sicher, dass ich es dieses Mal schaffen würde und nahm auch mein Schicksal an. Jedoch kam dann der Augenblick, wo mir bewusst wurde:''Ich sitze jetzt hier und ich denke, dass ich es doch nicht schaffe.'' Und auch die Wochen die ich nach dem ersten und dem zweiten Versuch in der Klinik verbrachte, brachten mich nie wieder an den Punkt: ''Ich bin stabil.''
Und so ging es die ganzen Jahre weiter, Wirklich leben? Leben, lieben, lachen? Bis heute undenkbar.
Als ich heute meine Bilder durchsah und sah, wie ich lächelnd neben U. und H.stehe, kommen mir diese Erinnerungen so vor, als wären sie eigentlich nie passiert. Durch den losen Kontankt bzw. den nicht vorhanden Kontakt zu den Beiden, fehlen sie mir natürlich umso mehr. Aber auch die Menschen aus den Klinikzeiten vermisse ich. Ich komme mir nur so fehl am Platz vor wenn ich sehe, dass es allen gut geht und manche von ihnen sogar eigene kleine Familien gegründet haben.
Durch solche Augenblicke entwickelt sich einfach die Sehnsucht einfach ins Auto zu steigen und gegen einen Baum zu fahren. Vielleicht ist es dann endlich zu Ende. Leben war nie etwas für mich und wird es auch nie werden. Genau wie vor sechs Jahren wäre dann der Augenblick gekommen.

13. Oktober 2015

535.


Sie fragen mich alle was mit mir los ist und warum ich einfach nichts sage. 
Es geht einfach nichts mehr. Es ist einfach zu viel Schmerz in mir. 



Zwischen ''mir gehts so lala'' und ''ich bringe mich demnächst um.''


6. September 2015

534. Wenn Momente einen einholen.

Nun habe ich ein neues Medikament verschrieben bekommen. Duloxetin soll meine Mundwinkel wieder in den etwas fröhlicheren "Zustand" bringen und die Suizidgedanken verschwinden lassen. Es ist ein ewiges Hin und Her gewesen. Für ihn war es eine etwas schwierigere Aufgabe gewesen, da ich ihm ein paar Bedingungen gestellt hatte. Da das Elontril (was ich bisher immer hatte) mich in den letzten Monaten immer fetter gemacht hatten, wollte ich dieses Mal keine Pille nehmen, mit denen ich noch mehr zunehme. Immerhin wiege ich jetzt genauso viel wie Anfang 2013. Ekel pur.

Mit diesem Wetterumschwung kommen auch viele Erinnerungen hoch, die während des Spätsommers bzw. Herbst stattfanden. Sei es die versuchten Einweisungen, die Suizidversuche,die wirkliche Einweisung vor einigen Jahren oder der Suizid von I.. Die Erkenntnis das M. wieder in W. ist macht es auch nicht gerade besser,




2. September 2015

533. Psychodoc, Arbeit und alte Klinikzeiten.

Nun habe ich morgen meinen nächsten Termin bei meinem Psychodoc. Auf diesen Termin freue ich mich jedoch nicht so besonders. Schon seit einem Jahr liege ich ihm in den Ohren, dass ich ein anderes Medikament haben möchte. Und was ist? Ihn interessiert es nicht. Alleine deswegen habe ich jetzt selbst einbisschen Doktor gespielt und mir die (vermeintlich) passende Dosis zusammengestellt.
Helfen tut diese aber auch nicht.

Arbeiten gehe ich im Moment immer noch sehr ungerne. Sei es im Heim, wo mir die alten Leute inzwischen sehr auf die Nerven gehen oder bei ***. Es ist einfach nicht mehr mein Ding. Irgendwie gar nichts mehr.

Vor knapp 1 1/2 Wochen schrieb mir eine Freundin (die ich noch aus der Klinikzeit kenne), dass sie inzwischen wieder in der Klinik ist. Ausgerechnet die Station die unmittelbar neben der Kinder-und Jugendpsychiatrie liegt. Sie würde L. und mich gerne wiedersehen. Wir beide sollen sie besuchen kommen und an sich habe ich auch keine Einwände dagegen, aber dieser Gedanke wieder nach W. zu fahren... sorry, aber das geht nicht. Nächsten Monat sind es drei Jahre her, dass ich mit ihr zusammen noch in W. war. So dumm es klingt, aber ich vermisse diese Zeit. Es war die erste Klinik, wo ich mich zu 100% wohlgefühlt habe.

Wen ich auch in W. kennengelernt habe ist I. Mit I. hatte ich mir ein Zimmer geteilt und nun ist nächste Woche Mittwoch ihr 2. Todestag. Es ist immer noch unbeschreiblich wie sie sich umgebracht hat. Ich habe mich nie wirklich mit ihr verstanden, aber sich auf die grausame Art und Weise das Leben zu nehmen, sollte niemand machen. I. wird immer in meinem Herzen bleiben, egal was passiert ist.


Zum Schluss noch einen lieben Dank an euch! Zur Zeit erreichen mich immer wieder liebevolle Nachrichten von euch. Das Gefühl, dass jemand dort draußen ist beruhigt einen sehr.