3. Februar 2016

540. Ich habe einfach kein Bock mehr "Ich" zu sein.

Und somit befinde ich mich auf dem Weg zum psychiatrischen Dienst. Krisentermin nennt man es wohl, wenn die dortige Ansprechpartnerin einen bittet heute noch zu kommen, nachdem ich ihr eine Mail geschrieben hatte. Ich möchte sie im Grunde gar nicht sehen. Aber das ist wohl eine andere Sache.

Um ehrlich zu sein, würde ich nicht gerade behaupten das es mir so schlecht geht. Ich bin einfach nur müde und ausgelaugt. Diese ständige Anwesenheit im Heim macht mich noch einmal fertig. An dieser Stelle vermisse ich meinen Ex - Nebenjob.
Und dann ist da auch noch die Schule. Ständig erwartet man etwas von mir. Hausarbeiten, Referate, Arbeitsaufträge und und und.. mal abgesehen von der Anwesentheit in der Schule. Was solls. Die U-Bahn ist gleich angekommen und dann schaue ich einfach mal weiter.

31. Dezember 2015

539. Ein kleiner Punkt über dem Boden.


Seit nun knapp 3 Jahren schreibe ich hier und versuche immer wieder meine Gedanken so gut es geht zu ordnen. In diesem Jahr habe ich so wenig wie noch nie zuvor geschrieben. 
In den letzten 12 Monaten durchlebte ich alle möglichen Höhen und Tiefen. Angefangen mit der Kündigung meines Ausbildungsplatzes am Anfang des Jahres und dem damit verbundenen Wechsel in eine andere Einrichtung und meiner bestandenen Führerscheinprüfung. Nicht zu vergessen die gewaltige Gewichtszunahme seit Ende Februar, dem ''Ein-Jahr-ohne-Selbstverletzung'' und dem kompletten Absetzen der Medikamente. Um nur ein paar Sachen zu nennen. Aber trotzallem existiere ich noch, obwohl viele aus meiner Umgebung fest daran glauben, dass ich zu 100% mich einmal selbst aus dem Leben verabschiede. 


Nun sitze ich hier und versuche die letzten Stunden des Jahres irgendwie zu überstehen. Da ich in den letzten zwei Tagen knapp 4 Kilo zugenommen habe, warte ich nun das die Wirkung der 9 Tabletten endlich eintritt.


In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und bis bald! 

8. Dezember 2015

538. Sollte man nicht meinen das einen selbst die schlimmsten Dinge stärker machen?

Sollte man nicht eigentlich meinen das einen selbst die schlimmsten Dinge stärker machen? Nach den letzten Tagen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Vor gut einer Woche hat sich der Bruder von der besten Freundin meiner Tante umgebracht. Er konnte einfach nicht mit der Diagnose "Multiple Sklerose" leben. Verständlich. Aber versucht das mal Trauernden zu erklären.

Weiter ging es dann damit, dass ich am Samstag keine erneute Zusicherung bezüglich einer Vertragsverlängerung bekommen habe. Das heißt für mich, dass ich statt 1300 Euro im Monat nun nur noch 900 Euro im Monat zur Verfügung habe. Es reicht alles vorne und hinten nicht. Neben den anderen Belastungen wird dies nun noch einen großen Anteil daran haben, dass es mir schlechter geht.

Die Krönung kam gestern noch. Ich entschied mich dazu endlich mal bei meinem Psychiater einen Termin zu machen, da es immer schlimmer wird mit meiner Situation. Und was ist? Ich würde frühestens im Februar einen neuen Termin bekommen. Viel zu lang und nach der Erklärung die ich der Frau am Telefon gab, war sie bereit meinem Arzt eine Notiz zu hinterlegen. Er würde sich melden. Ich weiß jedoch ganz genau, dass er es nicht machen wird. Beim letzten Mal hat er es auch nicht getan, wieso denn ausgerechnet jetzt?

20. November 2015

537.



Wir haben uns gut verstanden und dann fragte er, was mein Tattoo auf meinem Schlüsselbein bedeutet. Ich sagte es ihm und er versprach das es nichts zwischen uns ändert. Und was ist? Ein paar Tage hatte er sich noch gemeldet und dann kam nichts mehr. Es ist immer das gleiche - ich bin einfach nur enttäuscht und wütend. 



22. Oktober 2015

536. Jede Träne ist ein Wort das ich nicht sagen kann.

Immer wieder habe ich versucht zu leben oder eben wie man so schön sagt; ''Das Leben zu lieben.''
Es sind Erinnerungen die ich an damals habe. Erinnerungen die im Moment immer wieder aufflammen und dafür sorgen, dass ein völliges Chaos in meinem Kopf herrscht. Ich denke an die Zeit von damals zurück, wo ich mich alleine in meinem Zimmer verborgen habe.
Es ist die Zeit von vor sechs Jahren, wo ich mich immer mehr aufgab und keinen Lichtblick mehr am Tunnel sah. Ich lebte in den Tag hinein und wollte nicht mehr erleben, wie ich jemals glücklich sein könnte. Die Akzeptanz bzw. die Anerkennung die manchen entgegen gebracht wurde, bekam ich nicht. Stattdessen wurde ich von meiner 'Familie' außen vor gelassen und so beschloss ich zu gehen.
Es war der erste Versuch mein Leben zu beenden und (außer das ich sehr lange schlief) passierte nichts. Statt Reue gegenüber mich selbst zu empfinden oder etwa auch Scham, ging es mir körperlich und seelisch wirklich gut. Und dann kam der zweite Versuch mein Dasein auf dieser Welt zu beenden. Ich war mir sicher, dass ich es dieses Mal schaffen würde und nahm auch mein Schicksal an. Jedoch kam dann der Augenblick, wo mir bewusst wurde:''Ich sitze jetzt hier und ich denke, dass ich es doch nicht schaffe.'' Und auch die Wochen die ich nach dem ersten und dem zweiten Versuch in der Klinik verbrachte, brachten mich nie wieder an den Punkt: ''Ich bin stabil.''
Und so ging es die ganzen Jahre weiter, Wirklich leben? Leben, lieben, lachen? Bis heute undenkbar.
Als ich heute meine Bilder durchsah und sah, wie ich lächelnd neben U. und H.stehe, kommen mir diese Erinnerungen so vor, als wären sie eigentlich nie passiert. Durch den losen Kontankt bzw. den nicht vorhanden Kontakt zu den Beiden, fehlen sie mir natürlich umso mehr. Aber auch die Menschen aus den Klinikzeiten vermisse ich. Ich komme mir nur so fehl am Platz vor wenn ich sehe, dass es allen gut geht und manche von ihnen sogar eigene kleine Familien gegründet haben.
Durch solche Augenblicke entwickelt sich einfach die Sehnsucht einfach ins Auto zu steigen und gegen einen Baum zu fahren. Vielleicht ist es dann endlich zu Ende. Leben war nie etwas für mich und wird es auch nie werden. Genau wie vor sechs Jahren wäre dann der Augenblick gekommen.

13. Oktober 2015

535.


Sie fragen mich alle was mit mir los ist und warum ich einfach nichts sage. 
Es geht einfach nichts mehr. Es ist einfach zu viel Schmerz in mir. 



Zwischen ''mir gehts so lala'' und ''ich bringe mich demnächst um.''


6. September 2015

534. Wenn Momente einen einholen.

Nun habe ich ein neues Medikament verschrieben bekommen. Duloxetin soll meine Mundwinkel wieder in den etwas fröhlicheren "Zustand" bringen und die Suizidgedanken verschwinden lassen. Es ist ein ewiges Hin und Her gewesen. Für ihn war es eine etwas schwierigere Aufgabe gewesen, da ich ihm ein paar Bedingungen gestellt hatte. Da das Elontril (was ich bisher immer hatte) mich in den letzten Monaten immer fetter gemacht hatten, wollte ich dieses Mal keine Pille nehmen, mit denen ich noch mehr zunehme. Immerhin wiege ich jetzt genauso viel wie Anfang 2013. Ekel pur.

Mit diesem Wetterumschwung kommen auch viele Erinnerungen hoch, die während des Spätsommers bzw. Herbst stattfanden. Sei es die versuchten Einweisungen, die Suizidversuche,die wirkliche Einweisung vor einigen Jahren oder der Suizid von I.. Die Erkenntnis das M. wieder in W. ist macht es auch nicht gerade besser,




2. September 2015

533. Psychodoc, Arbeit und alte Klinikzeiten.

Nun habe ich morgen meinen nächsten Termin bei meinem Psychodoc. Auf diesen Termin freue ich mich jedoch nicht so besonders. Schon seit einem Jahr liege ich ihm in den Ohren, dass ich ein anderes Medikament haben möchte. Und was ist? Ihn interessiert es nicht. Alleine deswegen habe ich jetzt selbst einbisschen Doktor gespielt und mir die (vermeintlich) passende Dosis zusammengestellt.
Helfen tut diese aber auch nicht.

Arbeiten gehe ich im Moment immer noch sehr ungerne. Sei es im Heim, wo mir die alten Leute inzwischen sehr auf die Nerven gehen oder bei ***. Es ist einfach nicht mehr mein Ding. Irgendwie gar nichts mehr.

Vor knapp 1 1/2 Wochen schrieb mir eine Freundin (die ich noch aus der Klinikzeit kenne), dass sie inzwischen wieder in der Klinik ist. Ausgerechnet die Station die unmittelbar neben der Kinder-und Jugendpsychiatrie liegt. Sie würde L. und mich gerne wiedersehen. Wir beide sollen sie besuchen kommen und an sich habe ich auch keine Einwände dagegen, aber dieser Gedanke wieder nach W. zu fahren... sorry, aber das geht nicht. Nächsten Monat sind es drei Jahre her, dass ich mit ihr zusammen noch in W. war. So dumm es klingt, aber ich vermisse diese Zeit. Es war die erste Klinik, wo ich mich zu 100% wohlgefühlt habe.

Wen ich auch in W. kennengelernt habe ist I. Mit I. hatte ich mir ein Zimmer geteilt und nun ist nächste Woche Mittwoch ihr 2. Todestag. Es ist immer noch unbeschreiblich wie sie sich umgebracht hat. Ich habe mich nie wirklich mit ihr verstanden, aber sich auf die grausame Art und Weise das Leben zu nehmen, sollte niemand machen. I. wird immer in meinem Herzen bleiben, egal was passiert ist.


Zum Schluss noch einen lieben Dank an euch! Zur Zeit erreichen mich immer wieder liebevolle Nachrichten von euch. Das Gefühl, dass jemand dort draußen ist beruhigt einen sehr.

12. August 2015

532. Wenn die eigene Psyche zum Gegner wird.

Nach den zwei Tagen wo es mir wirklich gut ging, gehts mir seit Sonntag wieder sehr schlecht. Neben den vermehrten Wunsch mich umzubringen und der damit verbundenen Leere, könnte ich heute einfach nur noch weinen. Sei es auf dem Weg nach Hause, als ich den Weinkrampf in der Bahn unterdrücken musste oder jetzt hier vorm Laptop. Ich kann einfach nicht mehr.
Besonders schwer wird es vorallem dadurch, dass alle meine Ärzte im Urlaub sind und selbst meine Ansprechpartnerin vom SPD nicht da ist. 

Inzwischen denke ich selbst darüber nach alles abzubrechen. Angefangen über die Ausbildung bis hin zum Kontakt zur Familie. Selbst über das Wegziehen von Hannover denke ich nach. 

6. August 2015

531. 365 Tage ohne.


Seit Monaten habe ich auf diesen Tag gewartet und nun ist er endlich da. Vor einem Jahr dachte ich nicht, dass ich es soweit schaffen würde. Es war sehr anstrengend und oft wollte ich aufgeben.

Ein großen Anteil hat dieses kleine Geschöpf neben mir. Mia wird nächsten Monat nun ein Jahr alt und mir kommt es vor, als wäre sie erst gestern geboren worden.
Ich kann mich noch gut an den Augenblick erinnern, als ich bei der Geburt dabei sein durfte und sie als erste aus meiner Familie halten durfte.




                                     06.08.2015 

                          1. ganzes Jahr ohne SvV.

29. Juli 2015

530. Ein Wiedersehen nach 10 Monaten.

Ich merke immer mehr, dass es körperlich bergab geht. Nach den wochenlangen Schmerzen im Knie spielt nun mein Kreislauf nicht mehr mit. Mir war es unglaublich peinlich als ich heute morgen auf dem Wohnbereich saß und noch nicht einmal aufstehen konnte. Und natürlich waren genau die Kollegen da, mit denen ich mich nicht so gut verstehe.
Jedenfalls durfte ich gehen und seitdem versuche ich mich irgendwie auf den Beinen zu halten.

Letzte Woche traf ich mich dann noch mit Holger. Wir gingen gemeinsam durch die Stadt und redeten lange. Über die letzten Wochen aber auch über Gott und die Welt. Zum Schluss hat er mir noch Videos von seinem Sohn gezeigt und ich im Gegenzug welche von Mia. Mir ging es wirklich gut an dem Tag...

Da inzwischen auch hier in Niedersachsen Sommerferien sind, habe ich jetzt auch mein Zeugnis bekommen. Und siehe da: es ist gar nicht so schlimm wie ich dachte. In den meisten Fächern stehe ich zwischen 1 und 2. Aber in den wirklich wichtigen Fächer wie Pflege stehe ich auf 3 - 4... Was soll's. Das 1. Ausbildungsjahr ist vorbei und ab nächsten Monat bin ich schon im 2. Ausbildungsjahr.

19. Juli 2015

529. Eine Achterbahnfahrt vom feinsten.

Es ist ein ewiges Hin und Her, wie eine Achterbahnfahrt vom feisten. Die letzten Tage hat sich jedoch eine Stimmung auf einem konstanten Level eingependelt, sodass diese Stimmungsschwankungen nicht mehr so oft aufgetreten sind. Am Montag hatte ich einen totalen Absturz. Mir ging es überhaupt nicht gut, sodass ich zu einer Freundin gefahren bin und da auch geschlafen hab. Wir blieben lange wach, haben uns betrunken und Drogen genommen.
Nachdem wir aufgestanden waren, nahmen wir wieder etwas und so bin ich dann zum Termin in den psychiatrischen Dienst gefahren.

Abends konnte ich mich dann nicht beruhigen, sodass ich völlig verzweifelt durch die Straßen Hannovers gegangen bin und darüber nachgedacht hatte mich umzubringen. Ich rauchte eine Zigarette nach der anderen. Irgendwie habe ich es dann geschafft mich zu beruhigen.
Am nächsten Morgen schrieb mir dann Holger, nachdem ich ihn am Montag anrief. Wir treffen uns am Dienstag Vormittag. Nach 9 Monaten.

Vor ein paar Tagen traf ich mich zusammen mit einer Freundin bei meiner Klassenlehrerin aus meinem Abschlussjahr 2012. Auch wenn es schon drei Jahre her ist, sehe ich sie noch alle paar Monate. Wir unterhielten uns lange zu dritt, bis sie mich fragte wie es mir geht. Ich erzählte ihr von den letzten Wochen und sie versucht mir auch heute noch zu helfen. Es ist beruhigend zu wissen, das ich mich immer bei ihr melden kann wenn etwas ist. Sie ist so liebevoll..

15. Juli 2015

528.

Wie bringe ich mich am Besten um? Wie verletze ich mich, dass das alles ein Ende hat? Es bricht alles über mir zusammen und ich finde einfach keinen Weg mehr. 



(KEINE ANKÜNDIGUNG!)

9. Juli 2015

527. Das Wissen wie es ihm geht... Mehr nicht.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Stimmung sich verändern kann. Die letzten Tage ging es immer wieder mit meiner Stimmung, aber heute geht es ganz und gar nicht. Da ich ja momentan Urlaub im Heim habe, hocke ich hier Zuhause rum und versinke in den Gedanken. Ich muss zur Zeit immer wieder an früher denken und durch den letzten Post auch an H. Leider habe ich den Fehler begangen und habe mir mal wieder seine Facebookseite angeschaut. Es sind zwar nur Bilder von vor 2/3 Jahre die ich sehen kann, da wir nicht befreundet sind. Aber dennoch würde ich ihm gerne eine Nachricht schicken. Einfach hören wie es ihm geht. Mehr nicht.

Morgen (heute) habe ich einen Termin bei meinem Psychiater. Da der letzte Versuch bei ihm einen Termin zu bekommen, lief ja nach hinten los. Nun muss ich ihn überzeugen (es ist traurig, dass man einen Psychiater überzeugen muss) das ich wirklich Hilfe brauche. Es läuft einfach nicht mehr und außerdem brauche ich ein Attest für meinen Schulleiter. Drückt mir bitte die Daumen!

8. Juli 2015

526. Wiedersehen

Wochen und Monate habe ich mit ihm an meiner Seite gekämpft. Auch die Zeit nach der Beendigung habe ich mir nichts sehnlicheres gewünscht, als ihn wieder an meiner Seite zu haben. Vor gut zwei Wochen habe ich mich nun mit meinem alten Betreuer U. getroffen. Der Wunsch nach dem Treffen kam von ihm aus, da der Träger der Betreuung anscheinend noch Geld von mir hatte.
Da ich Angst vor diesem Treffen hatte, habe ich eine Freundin mitgenommen. Diese ist inzwischen ebenfalls in der Betreuung. Das Treffen lief dann auch genau so ab, wie ich es mir gedacht hatte. 
Wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen. Nachdem L. und ich uns einen Spaß daraus gemacht haben, den ''kaputten'' Feuermelder  anzumachen ist er völlig ausgerastet. Und genau das war der Punkt an dem ich mir sagte: ''Du musst hier weg. Sofort.'' 

Das was früher war gibts inzwischen einfach nicht mehr. Und obwohl es weh tut, bin ich froh darüber. 

Während ich in der Betreuung war, habe ich mich immer wieder verletzt. Ich sah in dieser Zeit keine andere Option mich von diesem Schmerz zu befreien. Auch kurz nach Beendigung der Betreuung habe ich mich noch einmal verletzt. Nun darf ich am 6. August meinen ersten Jahrestag feiern. Ein Jahr ohne eine Wunde, dennoch fühlt es sich komisch an, denn 6 Jahre lang habe ich immer wieder zur Klinge gegriffen. 


Meine damaligen Betreuer. 

5. Juli 2015

525.

Ich kapsel mich immer weiter ab. Wenn meine Familie mich zum Ausflug einlädt, kann ich grundsätzlich nicht. Auch wenn Freunde mir schreiben und sich mit mir treffen wollen, sage ich ab. Ich bin daher sehr froh, dass ich ab morgen Urlaub habe und am Donnerstag das letzte Mal Schule hatte. In der Schule hab ich mich immer wieder mit den anderen angelegt, wurde zusammen mit einer Freundin zum Gesprächstoff der gesamten Klasse. Selbst ein Gespräch mit den Klassensprechern musste ich führen. Es ist komisch. Im September waren wir alle noch befreundet. Wir haben uns gegenseitig immer unterstützt. Und jetzt? Jetzt reden wir nicht einmal mehr und beachten einander ebenfalls nicht mehr...Ich würde lieber alleine sterben, anstatt mit Menschen zu leben die nicht ehrlich zu mir sind.

20. Juni 2015

524. Alleine.

Nie hatte ich den Mut um zu sagen, dass es mir schlecht geht und ich Hilfe benötige. Egal was war, ich habe alles in mich hinein gefressen. Sobald ein Wort meine Lippen verlassen hätte, wäre meine Mauer zum Einsturz gekommen. Und jetzt, wo es gar nicht mehr ging, wollte ich mein Schweigen brechen. Ich hatte auf einmal den Mut mir Hilfe zu suchen und rief deswegen bei meinem Psychiater und beim Psychiatrischen Dienst an. Keinen einzigen klaren Gedanken konnte ich fassen. Doch weder mein Psychiater und die vom SPD hatten einen Termin frei. Und so saß ich da. Schwer depressiv und vollkommen alleine auf dieser Welt.

18. Juni 2015

523.

In mitten von Menschen und doch so allein. Leere, Einsamkeit und der Wunsch zu sterben erfüllt mich 24 Stunden am Tag.

14. Juni 2015

522. Immer weiter ins Tief.

Mit jedem Tag und jeder Minute versinke ich mehr in meinem Tief. Statt zu lernen, liege ich bereits den ganzen Tag auf meinem Sofa und versuche mich, mittels Fressattacken, von meinen Suizidabsichten zu distanzieren. Das ich mich dadurch immer mehr in den Teufelskreis begeben habe, hab ich erst vorhin gemerkt. Ein Blick auf die Waage und die Gedanken wurden wieder schlimmer. Die Anzeige zeigte wieder so viel an, dass ich im Moment auf die Wirkung der Tabletten warte, damit ich all das Essen wieder auskotzen kann und mich somit besser fühlen kann. Jedenfalls einbisschen.

12. Juni 2015

521. Unfähig.

Seit Stunden liege ich regungslos in meinem Bett und versuche mich irgendwie zu beruhigen. Nachdem ich in den letzten Tagen wieder Hoffnung verspürte, frage ich mich jetzt, ob das Leben überhaupt noch lebenswert ist. Meine Gedanken kreisen nur noch darum, wie ich mir weh tun kann und gleichzeitig.  fühle ich mich einfach nur wertlos und ekelhaft in meinem Körper.  Ich habe sage und schreibe 10 Kilo in knapp 6 Wochen zugenommen... wie es soweit gekommen ist, habe ich wahrscheinlich einfach verdrängt.