8. Juni 2015

2. Juni 2015

519. Wenn nichts mehr geht.

Es ist schon bemerkenswert wie schlecht es einem nach Monaten wieder gehen kann. Monatelang bin ich irgendwie durchgekommen, aber jetzt schaffe ich noch nicht einmal einen Schultag hinter mich zu bringen. Schon vor der 1.Stunde sehe ich mich im Spiegel an und könnte sofort anfangen zu weinen. Statt Zuhause zu bleiben quäle ich mich in die Schule. Dort werde ich auch nur gefragt was los sei. Und immer wieder sage ich allen, dass alles gut sei. Im nächsten Moment fange ich an zu weinen und versuche mit meiner letzten Kraft dies zu unterdrücken. Ich schaffs nicht mehr...

19. Mai 2015

518. Und wenn es mein Schicksal ist?

Es scheint langsam egal zu sein was ich mache...Phasenweise gehts mir gut und dann ändert es sich schlagartig und ich habe den großen Drang mich zu verletzten und mich gar umzubringen.
Ich fühle nur noch eine große Leere in mir, die ich aus eigenen Stücken nicht mehr bewältigen kann. Zu allem Überfluss habe ich gestern noch einen Betreuer aus der Wohngruppe beim einkaufen getroffen. Er ist überrascht was aus mir geworden ist. Und vorallem kann er es nicht fassen, dass ich mich seit 9 Monaten nicht mehr verletzt habe. Wir haben uns kurz unterhalten und so erzählte er mir auch was aus der Wohngruppe und natürlich auch was aus Holger geworden ist..
Auch wenn ich interessiert dabei war, fühle ich mich einfach nicht mehr willkommen auf dieser Welt. Ich brauche einfach mal eine Auszeit von mir und meinem Leben.

13. Mai 2015

517. Jedes einzelne Wort

Mit jedem Wort das er zu mir sagt, verliebe ich mich immer mehr in diesen Menschen. Er nimmt mich so wie ich bin. Und das ist selten.

8. Mai 2015

516. Ausrasten.

Ich könnte gerade einfach nur ausrasten.. ich war gerade im Heim um mit dem Heimleiter über mein Problem mit den Diensten zu sprechen. Ende vom Lied ist, dass er hinter der PDL steht und ich somit arbeiten kommen muss. Es ist fast ein Jahr her, dass ich mich das letzte Mal verletzt habe, aber genau jetzt ist das Verlangen größer denn je. Warum soll ich eigentlich noch weiter machen? Hat eh alles kein Sinn.

5. Mai 2015

515. Ich bin zurück.

Es ist fast einen Monat her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. In den letzten Wochen habe ich jeden einzelnen Tag irgendwie überstanden. Denn der Nebenjob, die Arbeit im Heim und auch die Schule haben mich doch sehr auf Trab gehalten. Aber trotz allem habe ich besonders jetzt das Gefühl, dass ich gefühlsloser denn je bin.

So dachte ich beispielsweise, dass nach dem Wechsel des Heimes alles besser werden würde. Anfangs war auch alles top. Aber dann (vor ca 2 Wochen) wurde jeder Dienst zu einer Qual. Statt mit Freude dort hinzugehen, habe ich seitdem jeden Tag ein schlechtes Gefühl.
Und seit der Dienstplan für diesen Monat raus ist, habe ich noch mehr Ärger. Jetzt aber mit meinen Vorgesetzten... Ich stehe mit Diensten für Pfingsten im Plan, jedoch habe ich ab dem 18.5 Blockunterricht. Da in den vier Wochen keiner von uns zu seiner Arbeitsstelle darf, sind diese Dienste von der Schule aus auch verboten. Ich habe mehrere Gespräche dies bezüglich gehabt, mit der Erkenntnis, dass ich trotzdem arbeiten muss. Und genauso ist es auch am kommenden Freitag. Ich habe an diesem Tag frei und fest geplant, dass ich dann meine Hausarbeiten schreibe. Nun bekam ich gestern einen Anruf, dass ich doch bitte kommen soll. Als ich "nein" sagte und die Begründung mit den Hausarbeiten angab, wurde dies nicht akzeptiert. Solche Sachen muss ich in meiner Freizeit machen, das sei schließlich in jeder Ausbildung so. Doch wie soll ich das in der Freizeit machen, wenn diese mir gestrichen wird? Ich bin langsam echt ratlos und weiß auch nicht mehr wie ich mich verhalten soll...

Kann nicht einmal im Leben etwas gut laufen, oder geht es jetzt immer so weiter?

6. April 2015

514. Ich wünschte ich wäre jemand anderes.

Es ist lange her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Aber irgendwie geht im Moment nichts mehr. Ich hoffe euch geht es gut und bis bald! 

Mia wurde letzte Woche getauft !:) 

8. März 2015

513. Eens in je leven ...



In manchen Momenten geht es mir wunderbar und dann ist es im nächsten Moment wieder so schlimm, dass ich es nicht mehr aushalte. In den letzten Tage ging es mir häufig gut. Na ja... gut in Anführungszeichen. Am Mittwoch hatte ich eine kleine OP, sodass ich seitdem krankgeschrieben bin. Und genau das macht mir zu schaffen. Nichts zu machen und den ganzen Tag Zuhause zu sein, sorgt dafür das ich falle. Und das wirklich tief. Aber dann habe ich einen wirklich lieben Menschen kennengelernt. Wir schrieben uns, sobald wir aufstanden und auch wenn wir schlafen gingen.
Wir schrieben zwischen unseren Schichten und auch, wenn wir zwischen Terminen Zeit hatten.
Ich fing an mich immer mehr auf ihn einzulassen und ihm zu vertrauen. Und so schrieb ich ihm gestern, dass ich krank bin. Krank in dem Sinne, dass ich chronisch depressiv bin, Borderline habe und vieles mehr. Er hatte bereits diese Gedanken, da er auf einem Bild bei facebook ein Teil meiner Narben gesehen hatte. Die Nachricht fasste er wirklich gut auf, hinterfragte einige Dinge und möchte nun meine ganze Geschichten wissen. Wann es zu dieser 'Offenbarung' meinerseits kommt, ist ungewiss...


27. Februar 2015

512. Ich baue eine Mauer.

Und schon bin ich wieder im Loch gefangen und muss dazu auch noch schlimme Suizidgedanken aushalten.

Mir gehts einfach nicht mehr gut. Am Dienstag habe ich einen Termin im Psychiatrischen Dienst und ich weiß noch nicht einmal, ob ich ihn wahrnehmen soll.
Ich möchte mich einfach nur noch verkriechen und nur noch zu den nötigsten Dingen die Wohnung verlassen.

24. Februar 2015

511. Endlich.

Sobald eine Achterbahn hoch fährt ist alles gut. Man fühlt sich langsam aber sicher endlich besser. Und dann kommt der Fall nach unten. Noch befinde ich mich auf der Spitze, aber dennoch merke ich, dass es bald wieder hinab geht.

Manche Menschen verbringen so einen Tag wie diesen zwischen Menschen, die sie besonders gerne haben. Und dann gibts noch die Menschen, die solch einen Tag mit sich verbringen. Alleine.
Ich gehöre von der zweiten Sorte. Ich bin heute morgen zur Arbeit gegangen, habe zwischendurch meine Fahrprüfung bestanden (nach zwei Jahren!!!) :) und dann ging es schon wieder nach Hause. Nach schlafen und einkaufen sitze ich hier nun und denke daran, dass ich meinen Vater liebend gerne bei mir hätte. Wenigstens für heute. 

In diesem Sinne,
happy birthday to me.

22. Februar 2015

510. Wie manche Menschen einen verändern können.


Mir gehts seit gestern relativ gut, nur habe ich eine heiden Angst vor morgen. Denn Morgen arbeite ich das erste Mal richtig in dem neuen Heim. 

19. Februar 2015

509. Die Gefühle werden nicht schwächer, nur weil ich sie verdrängt habe.

Es läuft einfach nichts mehr. Egal was ich mache, alles ist falsch. Ich lache und Augenblicke später könnte ich ausrasten. Es prallen immer mehr Fragen auf mich ein. ''Warum bist du im Moment so?'' ''Was ist passiert?'' ''Hast du wieder Depressionen?'' Inzwischen antworte ich gar nicht mehr auf solche Fragen. Das einzige was aus meinem Mund kommt ist, dass ich keine Ahnung habe. 

Ich habe versucht mit meiner Ansprechpartnerin vom Psychiatrischen Dienst zu reden. Habe versucht ihr zu erklären, dass ich einfach nicht mehr kann und überfordert bin. Ich sollte aufzählen, was diese Stimmung auslöst. Nachdem ich ihr all die Punkte genannt habe, kam von ihr einfach nur, dass ich doch alles im Griff hätte und ich das schon schaffen würde...Ich schaffe es jedoch nicht. Warum sollte ich sonst immer wieder 'kleine' Überdosen nehmen, um all dem aus dem Weg zu gehen? Warum sollte ich mir sonst Medikamente erschleichen? Ich habe alles im Griff... merkt man doch, oder? 



10. Februar 2015

508. Zwischen den Extremen.

Ein Leben mit Borderline, bedeutet für mich ein Leben zwischen den Extremen.Zwischen zu viel oder zu wenig fühlen und einer inneren Leere,die nicht zu ertragen ist.Es ist schlimmer als Sterben,denn du stirbst nur einmal und dann hört der Schmerz auf.Für immer.So jedoch,stirbst du immer und immer wieder und es gibt Tage,an denen dir der Tod wie eine Erlösung erscheint.

Besonders heute fühle ich mich einfach nur wertlos. Den ganzen Tag über muss ich immer wieder weinen, obwohl ich Unterstützung von ganz lieben Menschen bekommen habe. Danke an C,M,A und M. 

25. Januar 2015

506.

Und so weiß ich gar nicht mehr wie ich mich richtig verhalten soll. Es passiert so viel, was ich verstehen, akzeptieren und manchmal widerspiegeln muss. Aber oft genug schaffe ich es gar nicht. Es sind so viele Menschen in meiner Umgebung, die sich auf mich verlassen. Und irgendwie muss ich diese Erwartungen erfüllen. Komme was wolle...

Hin und wieder frage ich mich aber auch, was ich noch alles ertragen muss.
So bin ich mit der Freundin meines Bruders und Mia auf der Arbeit gewesen, da ich meinen Stundenzettel und meine Benotung abholen sollte. Beinahe wäre ich bei dem Anblick meiner Benotung ausgerastet. Die Endnote ist zwar eine 2, aber die einzelnen Kategorien waren teilweise so schlecht benotet worden... Ich habe in den letzten 12 Monaten immer ALLEINE auf dem Wohnbereich gearbeitet und so konnte mich auch niemand benoten. Und auch der Satz, dass ich nicht kritikfähig wäre und meine Berechtigungen nicht einhalten würde, haben das Gefühl nicht besser gemacht. So langsam aber sicher entwickele ich einen riesen Hass auf dieses Heim.  

Morgen früh muss ich zum Probearbeiten ins neue Heim. Und mal wieder habe ich eine große Angst vor diesem Tag. Neue Menschen kennnenzulernen ist für mich nicht sehr leicht. Ich treffe auch ein Team, welches schon lange eine Einheit ist und dann treffe ich dazu. Aber ich weiß auch, dass ich diese sieben Stunden durchziehen muss. Irgendwie muss es gehen. 




23. Januar 2015

505. Ein Mensch der soviel verletzt wurde, wird dir nie deine Komplimente glauben.

Die letzten paar Wochen läuft kaum noch etwas. Ich merke wie ich selbst nicht mehr 'Ich' bin. Und die anderen Menschen in meiner Umgebung sehen es, sprechen mich sogar darauf an. Fragen mich was los sei und das einzige was ich darauf antworten kann ist: ''Alles ist gut und ja, wenn etwas ist melde ich mich bei dir.'' Ich  merke wie ich immer Gefallen daran finde, wie es ist wenn ich mich umbringen würde. Hege immer öfter die Gedanken daran und hoffe, irgendwie verstanden zu werden. Verständnis zu bekommen endet jedoch mit folgenden Sätzen: ''Denk doch einfach an deine Zukunft, wenn du dich immer wieder von deiner Vergangenheit einholen lässt, kann es dir auch nicht gut gehen.'' oder ''Muss ich mir Sorgen um Sie machen, obwohl ich eigentlich schon weiß, dass nichts passieren wird?'' Kein Verständnis zu bekommen macht mich traurig. Aber vielleicht schaffe ich es doch noch. Demnächst werde ich operiert, vielleicht vergesse ich einfach den Menschen zu sagen, dass ich noch andere Medikamente nehme. Und dann ist es vorbei.

13. Januar 2015

8. Januar 2015

503. Wir meinten immer nur einander, wenn wir Glück sagten.


Die momentane Situation setzt mir immer mehr zu. Wenn es still ist und ich alleine bin, merke ich erst welch eine Leere in mir herrscht. Immer wieder versuche ich daran zu denken, dass das Leben auch gute Seiten haben kann, bis die dunklen Wolken am Himmel überhand nehmen.
Mir ist im Moment nicht wohl dabei, dass ich mich jederzeit wieder soweit verändern kann, dass ich nur noch einen viertel Schritt machen muss, um im Abgrund zu landen.
Genau wie es am Dienstag fast geschah.
Die Quittung dafür bekam ich heute, als ich mich im Psychiatrischen Krisendienst wieder fand.
Sie versuchte mir zu erklären, dass sie telefoniert hätte und ich mich bitte bei einer ihrer Kolleginnen melden soll. Eine Kollegin, die für den Erwachsenenbereich zuständig ist und mir helfen soll eine Betreuung zu bekommen. Es ist also wieder soweit. Meine Gedanken spielen verrückt.
Und so ist es auch ein Wunder, dass ich die Schule im Moment schaffe. Es ist ein Wunder, dass ich die Klausuren mit einer 1 und einer 2 geschafft habe und auch ist es ein Wunder, dass ich mich dort Menschen gegenüber öffnen konnte. Ich saß mit zwei meiner Mitschülerinnen zusammen und versuchte all ihre Fragen, bezüglich meiner Krankheiten zu beantworten. Nach einer langen Zeit, habe ich mich in der Gesellschaft wieder wohler gefühlt als sonst. Dieses Gefühl jemanden zu haben, der sich wirklich mit einem beschäftigt, war einfach etwas unbekanntes. Und so fand ich es rührend, als sie mich fragten, ob ich mit ihnen zusammen etwas unternehmen möchte.
Sie erzählten mir, dass sie sich um einen Mitschüler von uns Sorgen machten und baten mich darum, ihn zu fragen was los sei. Im Unterricht und in unserer Whatsappgruppe verschloss er sich allen anderen gegenüber.. nur mir nicht. Er schrieb mir vorhin all das, was er niemanden sagen konnte...Und so versuchte ich, ihm all seine Sorgen abzunehmen...Obwohl er selbst schrieb, dass er doch eigentlich für mich dasein muss.

6. Januar 2015

502. Wir sind passiert, bevor wir wussten, was passiert.

Bereits seit Stunden stehe ich schon unter Druck. Möchte mich verletzen und range mit dem Wunsch eine Überdosis zu nehmen. Es ist einfach so viel ist in den letzten Tagen passiert, was sich einfach schwer in Worte fassen lässt. Obwohl wahrscheinlich drei Worte reichen:

Kündigung, Suizidgedanken, Selbsthass


Und so ist jeder Moment, den ich erlebe voller Angst und Verzweiflung. Jede Sekunde und jede Stunde habe ich Angst, dass ich mich entgültig für den Tod entscheiden werde. 


4. Januar 2015

501. Durcheinander.



Der Titel sagt es schon. Durcheinander. Es herrscht ein großes durcheinander in meinem Kopf und in meinem Leben. Ich bin nun schon die zweite Woche krankgeschrieben. Vor gut zwei Wochen habe ich eine Mittelohrentzündung und eine Mandelentzündung bekommen. Ich konnte auf einem Ohr gar nichts mehr hören und trotzdem bestand meine Chefin darauf, dass ich meine Dienste über Weihnachten mache. Aber es ging nicht, obwohl ich gerne gekommen wäre. Als ich mit ihr schrieb, kam dann nur ganz am Rande: dein Urlaub ist übrigens gestrichen worden. Das erste Mal staute sich die Wut auf. Durch die Krankschreibung verbrachte ich Weihnachten  bei meinem Bruder. Es ging eigentlich, aber dann hat die große Fresserei angefangen und ich wurde mit dem Selbsthass nur so überschüttet. Als ich dann am 1. Weihnachtsfeiertag auch noch Magenschmerzen bekam und ich mich übergeben musste, hat es mir auch gereicht. Ich rief meine Tante an, dass sie mich doch bitte abholen möchte. Sie war nicht begeistert, aber sie kam.
Am 26. fand in meiner Familie die Bescherung statt. Mein Opa kam mit seiner Freundin und wir aßen ekelhafte Fertigtorten. Der erste Teil der Bescherung fand statt, mein Opa fuhr wieder, das Abendessen kam und dann der letzte Teil der Bescherung. Mir ging es von Stunde zu Stunde schlechter. Jedoch hat es niemanden interessiert. Genauso am 30.12, als mein Opa Geburtstag hatte.
Und als das nicht genug wäre, muss ich am Montag zu meiner Chefin und mir ihr Geschrei anhören. Die Kollegin die mir VERSPROCHEN hatte, den Mund zu halten, hat es doch nicht getan. Ich möchte kündigen und sie versteht einfach nicht, warum ich nicht zu ihr gekommen bin...

Nun sitze ich hier, höre Prinz Pi und überlege, wie ich mich gerade am Besten schaden könnte.
Wenn das so weiter geht finde ich mich in der Klinik oder auf dem Friedhof wieder.





KEINE ANKÜNDIGUNG!